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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2025

5 ⭐

Heir of Illusion
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Ich weiß kaum, wo ich beginnen soll – dieses Buch hat mich vollkommen überwältigt. Von den ersten Seiten an war die Handlung so fesselnd, dass ich das Gefühl hatte, regelrecht in diese Welt hineingezogen ...

Ich weiß kaum, wo ich beginnen soll – dieses Buch hat mich vollkommen überwältigt. Von den ersten Seiten an war die Handlung so fesselnd, dass ich das Gefühl hatte, regelrecht in diese Welt hineingezogen zu werden. Atmosphäre, Spannung und Charakterzeichnung greifen hier so präzise ineinander, dass das Lesen fast schon atemlos macht.

Ivy ist als Protagonistin außergewöhnlich gelungen: stark, scharfzüngig, verletzlich und geprägt von einer Vergangenheit, die sie gleichzeitig bricht und antreibt. Trotz aller Härte bleibt sie menschlich, und genau diese Mischung macht sie zu einer der überzeugendsten Charakteren, die ich in diesem Genre seit Langem erlebt habe.

Thorne hingegen verkörpert den Inbegriff eines düsteren, innerlich zerrissenen Beschützers – kontrolliert, gefährlich und dennoch von einer stillen Loyalität, die sich erst nach und nach offenbart. Die Dynamik zwischen beiden ist elektrisierend: ein stetes Wechselspiel aus Widerstand, Anziehung und unausgesprochenem Vertrauen, das sich langsam, aber intensiv entfaltet.

Die Welt wirkt durchdacht, die Magie klar strukturiert, und die Nebencharaktere tragen wesentlich dazu bei, dass sich ein Gefühl aufkeimender Verbundenheit, beinahe einer entstehenden Wahlfamilie, entwickelt. Besonders beeindruckend ist die Dramaturgie des letzten Drittels: voller Wendungen, emotionaler Wucht und einer Schlusssequenz, die einen regelrecht fassungslos zurücklässt.

Kurz gesagt: ein mitreißender Auftakt voller Spannung, Charaktertiefe und überraschender Intensität – und ein Ende, das einen zwingt, sofort weiterlesen zu wollen.

Veröffentlicht am 29.11.2025

2 ⭐

Ruthless Creatures
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Ich weiß kaum, wie ich dieses Buch einordnen soll. Die Handlung lag mir nicht, und mit Kage als Protagonist wurde ich überhaupt nicht warm. Seine Dialoge wirkten häufig wie eine übertriebene Ansammlung ...

Ich weiß kaum, wie ich dieses Buch einordnen soll. Die Handlung lag mir nicht, und mit Kage als Protagonist wurde ich überhaupt nicht warm. Seine Dialoge wirkten häufig wie eine übertriebene Ansammlung gängiger "stoischer, gefährlich-anziehender Alpha-Male"-Versatzstücke, ohne natürliche Leichtigkeit oder Humor. Einzelne Szenen waren zweifellos intensiv, doch insgesamt fühlte sich vieles bemüht an.

Auch die Beziehung zwischen den Charakteren entwickelte sich für meinen Geschmack viel zu abrupt. Statt nachvollziehbarer emotionaler Annäherung dominierte nahezu durchgehend körperliche Anziehung, sodass echte Gespräche oder charakterliche Tiefe kaum Raum bekamen. Die übermäßige, teils unpassende Sexualisierung – insbesondere die ständig wiederkehrenden Anspielungen – nahm der Geschichte zusätzlich jede Authentizität.

Besonders enttäuschend war die Darstellung des Umfelds: Mafia-Elemente blieben oberflächlich, und die Protagonistin wirkte trotz vermeintlich harter Lebensumstände erstaunlich passiv. Nur ihre Freundin Sloane brachte frische Energie in die Handlung und war letztlich der Hauptgrund, warum ich weitergelesen habe.

Insgesamt wirkte das Buch unausgewogen – zu viel Reiz, zu wenig Substanz. Zwar gab es einzelne unterhaltsame Momente, doch für mich blieb das Gefühl zurück, dass Handlung und Charakterentwicklung hinter der reinen Effekthascherei deutlich zurückstehen.

Veröffentlicht am 29.11.2025

3 ⭐

Savage Hearts
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Mir hat der Roman durchaus gefallen, auch wenn ich mir bei den männlichen Charakteren etwas mehr Individualität gewünscht hätte. Sie folgen in ihrer Art einem sehr ähnlichen Muster – intensiv, kontrolliert, ...

Mir hat der Roman durchaus gefallen, auch wenn ich mir bei den männlichen Charakteren etwas mehr Individualität gewünscht hätte. Sie folgen in ihrer Art einem sehr ähnlichen Muster – intensiv, kontrolliert, geheimnisvoll – was zwar gut funktioniert, aber auf Dauer ein wenig vorhersehbar wirkt.

Riley hingegen ist eine klare Stärke des Buches. Ihre Entwicklung von einer eher unsicheren jungen Frau zu einer selbstbewussten Protagonistin ist glaubwürdig und ansprechend erzählt. Die Szenen in der abgelegenen Hütte, in denen sie mit Malek auf sich gestellt ist, verleihen der Geschichte eine besondere Atmosphäre und zeigen, wie sehr sie an ihren Erfahrungen wächst.

Die Handlung bleibt insgesamt eher schlank und an manchen Stellen etwas zu vertraut, doch die Dynamik zwischen den Charakteren trägt vieles. Trotz kleiner Wiederholungen bietet der Roman solide Unterhaltung und macht neugierig auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 29.11.2025

3 ⭐

The Dagger and the Flame
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Der Einstieg in das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Bereits die ersten Seiten schaffen eine atmosphärisch dichte Mischung aus Geheimnissen, Gefahr und emotionalem Gewicht. Besonders der dramatische ...

Der Einstieg in das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Bereits die ersten Seiten schaffen eine atmosphärisch dichte Mischung aus Geheimnissen, Gefahr und emotionalem Gewicht. Besonders der dramatische Einstieg mit dem Tod von Seras Mutter hat mich beeindruckt – ihre Verzweiflung und die Flucht durch die düstere Stadt, begleitet von ihrem kleinen Hund, sind intensiv und greifbar beschrieben. Auch das Magiesystem sowie der Weltenaufbau wirken durchdacht und laden dazu ein, mehr über die Hintergründe zu erfahren. Die wechselnden Perspektiven zwischen Sera und Ransom halten die Spannung ebenfalls konstant hoch.

Zwischen den Charakteren entwickelt sich von Anfang an eine äußerst spannende Dynamik. Die Feindseligkeit und das ständige Aneinander-Vorbeireden machen ihre Beziehung frustrierend, aber zugleich fesselnd. Man spürt, dass viel Potenzial für Entwicklung vorhanden wäre, doch beide treten sich mit ihrem Verhalten eher gegenseitig auf der Stelle. Das sorgt zwar für Reibung und Drama, kann jedoch auf Dauer anstrengend wirken, weil die Kommunikation so konsequent scheitert.

Im weiteren Verlauf verliert die Handlung für meinen Geschmack etwas an Struktur. Einige Szenen, die eigentlich bedeutend oder emotional hätten sein sollen, stehen etwas isoliert nebeneinander und greifen nicht ganz ineinander. Dadurch entsteht stellenweise ein überladener Eindruck, und der rote Faden wirkt weniger klar erkennbar. Besonders im letzten Abschnitt wird dies deutlich: Statt die Spannung gezielt zu steigern, wirken manche Ereignisse eher beliebig arrangiert, sodass ein Teil des erzählerischen Potenzials verloren geht.

Trotz dieser Schwächen bleibt die Geschichte insgesamt unterhaltsam und spannend genug, um weiter am Ball zu bleiben. Viele offene Fragen rund um Sera, ihre Magie und die mysteriösen Wesen wecken die Neugier auf den weiteren Verlauf. Auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar sind, macht gerade die düstere Atmosphäre Lust darauf, herauszufinden, wie alles am Ende zusammenläuft.

Ich bin trotzdem gespannt auf den Abschluss des Buches und hoffe, dass die offenen Handlungsstränge verständlich aufgelöst werden – und dass die Charaktere endlich beginnen, transparenter miteinander umzugehen.

Danke an die Lesejury für das Rezensionsexemplar!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 24.11.2025

4 ⭐

In the Shadows we wait
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Die Geschichte um Xara, die nach Rumänien reist, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren, hat mich von Beginn an abgeholt. Ihre Albträume, die sich immer stärker mit der Realität vermischen, und die Begegnung ...

Die Geschichte um Xara, die nach Rumänien reist, um mehr über ihre Herkunft zu erfahren, hat mich von Beginn an abgeholt. Ihre Albträume, die sich immer stärker mit der Realität vermischen, und die Begegnung mit Dorian, der sie für die Wiedergeburt seiner großen Liebe hält, schaffen einen atmosphärischen Einstieg, der sofort Neugier weckt. Auch wenn das Setting – Vampire in einem abgelegenen rumänischen Dorf – nicht völlig neu ist, gelingt es der Autorin, bekannte Elemente mit eigenen Ideen zu verbinden. Die verfeindeten Clans, die Vielzahl magischer Wesen und das unterschwellige Thema der Wiedergeburt verleihen dem Ganzen eine eigene Note. Das Liebesdreieck wird über weite Strecken spannend aufgebaut, und obwohl der Cliffhanger am Ende nicht überraschend war, sorgt er dafür, dass man sofort weiterlesen möchte.

Xara war mir von Anfang an sympathisch. Durch die Ich-Perspektive konnte man ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen, und ihre Entwicklung – von der vorsichtigen Suchenden zur mutigen Frau – war glaubwürdig. Besonders mochte ich, wie sie anderen begegnet: offen, aber nicht naiv. Dorian und Juraj bringen auf unterschiedliche Weise eine geheimnisvolle, leicht bedrohliche Energie mit, was die Dynamik zwischen den drei Charakteren sehr reizvoll macht. Ihre Dialoge und Begegnungen haben genau die richtige Mischung aus Spannung, Reibung und einem Hauch Sinnlichkeit. Alle wichtigen Charaktere besitzen genug Tiefe, um mehr als bloße Nebenfiguren zu sein.

Der Schreibstil war für mich eines der Highlights. Er liest sich unglaublich angenehm, ohne unnötige Schwere, und gleichzeitig schafft die Autorin klare, atmosphärische Bilder. Rumänien, die düsteren Wälder, die alten Bräuche und die vampirischen Strukturen wirkten lebendig und greifbar, sodass ich regelmäßig das Gefühl hatte, direkt neben Xara zu stehen. Das Buch bleibt durchgehend spannend, auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar waren. Sie störten jedoch nicht, da der Fokus mehr auf Stimmung, Charaktere und dem Zusammenspiel der Konflikte lag. Einzig die Hintergründe der alten Feindschaften und der historischen Ereignisse hätten etwas ausführlicher dargestellt sein dürfen – da steckt viel Potenzial, das in der Fortsetzung hoffentlich vertieft wird.

Insgesamt war es ein fesselnder Auftakt, der mich mit seinem Setting, den Charakteren und dem angenehm flüssigen Stil vollkommen überzeugt hat. Trotz kleinerer Vorhersehbarkeiten freue ich mich sehr auf die Fortsetzung und darauf, tiefer in die Geschichte einzutauchen.