1 bzw. 0 ⭐
The Cruelest MercyBand 2 hat meine Erwartungen leider in jeder Hinsicht enttäuscht. Während der erste Teil zumindest noch interessante Ansätze bot, fehlte es diesem Buch an Tiefe, Dynamik und einer überzeugenden Handlung. ...
Band 2 hat meine Erwartungen leider in jeder Hinsicht enttäuscht. Während der erste Teil zumindest noch interessante Ansätze bot, fehlte es diesem Buch an Tiefe, Dynamik und einer überzeugenden Handlung. Der rote Faden war kaum erkennbar, und die Geschichte zog sich durch bedeutungslose Szenen, die weder Spannung aufbauten noch echte Entwicklungen vorantrieben.
Die Protagonistin Zahru war erneut schwer zu ertragen. Ihre Entscheidungen wirkten unüberlegt, ihre Handlungen oft ziellos, und anstatt aus ihren Fehlern zu lernen, drehte sie sich im Kreis. Besonders frustrierend war, dass ihre Interaktionen mit anderen Charakteren oberflächlich blieben und kaum emotionalen Tiefgang hatten. Die Versuche, ihre moralischen Dilemmata darzustellen, fühlten sich forciert an und ließen jede glaubwürdige Entwicklung vermissen.
Die Nebencharaktere litten ebenfalls unter mangelnder Substanz. Kasta, der im ersten Band zumindest komplex wirkte, verblieb als eindimensionaler Intrigant, dessen strategische Manöver zunehmend vorhersehbar wurden. Jet war praktisch unsichtbar und wirkte völlig irrelevant, was die Dynamik zwischen ihm und Zahru nahezu bedeutungslos machte. Die Beziehungen zwischen den Charakteren blieben blass, und das angedeutete Liebesdreieck war so uninspiriert, dass es kaum der Rede wert ist.
Die Handlung selbst plätscherte vor sich hin. Was anfangs wie eine vielversprechende Mischung aus Intrigen und politischer Spannung wirkte, entpuppte sich schnell als zäh und ziellos. Zahru schien mehr passiver Zuschauer als aktive Teilnehmerin zu sein, und die wenigen Versuche, Wendungen oder Höhepunkte zu setzen, verpufften wirkungslos. Das Finale bot kaum Genugtuung und fühlte sich wie ein erzwungener Übergang zum dritten Band an, ohne echten Abschluss.
Der Schreibstil tat dem Ganzen keinen Gefallen. Die Sprache war schlicht, ohne den Charme oder die Atmosphäre, die eine solche Geschichte dringend gebraucht hätte. Dialoge wirkten oft platt, und selbst die wenigen emotionalen Momente blieben blass und wirkungslos.
Alles in allem war dieser Band eine große Enttäuschung. Weder die Charaktere noch die Handlung konnten überzeugen, und die wenigen interessanten Ansätze wurden nicht weiterverfolgt. Ob ich den dritten Band lesen werde, steht noch in den Sternen – meine Motivation ist nach dieser Erfahrung jedoch gering. Daher gebe ich auch diesem Band nur 1 bzw. 0 ⭐.
Danke an NetGalley für das Rezensionsexemplar!