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Veröffentlicht am 19.08.2019

Eine nette Liebesgeschichte mit durchaus ernsten Themen, trotzdem alles kurzweilig verpackt

Meistens kommt es anders, wenn man denkt
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Nele hat einen neuen Job und stürzt sich mit vollem Elan in ihre neue Aufgabe, sie soll das Image eines Politikers aufbessern. Das ist gar nicht so einfach, wie gedacht, denn Rüdiger Hofmann-Klasing erweist ...

Nele hat einen neuen Job und stürzt sich mit vollem Elan in ihre neue Aufgabe, sie soll das Image eines Politikers aufbessern. Das ist gar nicht so einfach, wie gedacht, denn Rüdiger Hofmann-Klasing erweist sich als Problemfall.
Und dazu ist ihr neuer Chef Claas auch sehr nett, so nett, dass Nele regelmäßig Schmetterlinge in Bauch verspürt. Aber wie soll das funktionieren, Liebe im Beruf?
Neben der Liebesgeschichte von Nele geht es auch um ihren Bruder Lenny, der sich zum ersten Mal verliebt hat und nun in allen Bereichen flügge werden möchte. Eigentlich alles ganz normal, wenn er nicht das Down-Syndrom hätte und da ist eben nicht immer alles ganz "normal und einfach".

Dieses war mein zweites Buch von Petra Hülsmann und wieder einmal habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Ich war schnell in der Geschichte drin und fand die Figuren recht sympathisch, besonders in Sally habe ich mich verliebt. Sally ist Claas Hündin und einfach zauberhaft. Da Nele immer noch in einer WG mit Annika wohnt, trifft man auch alte Bekannte aus dem Roman "Wenn´s einfach wär, würd´s jeder machen" wieder.

Der Schreibstil ist locker leicht, trotz der Geschichte um Lenny. Lenny ist sehr lebenslustig und schon fast ein bisschen zu präsent, aber es zeigt auch, wie wichtig Nele ihr Bruder und die Familie sind. Manches läuft vielleicht schon fast zu glatt, aber es passt für mich im ganzen Handlungsrahmen gut zusammen, denn immerhin ist es doch eine leichtere Liebesgeschichte.

Mich hat das Buch gut unterhalten und es bekommt von mir 4 Sterne.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Eine schöner Roman über Familiengeheimnisse und ein verschollenes Gemälde

Das Gemälde der Tänzerin
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2018: Als Helena ihren neuen Job als Zimmermädchen im Hotel Kronenberg antritt, tut sie es nicht ganz freiwillig. Vor Jahren schon hat sie sich mit den Kronenbergs überworfen, doch ihre finanzielle Lage ...

2018: Als Helena ihren neuen Job als Zimmermädchen im Hotel Kronenberg antritt, tut sie es nicht ganz freiwillig. Vor Jahren schon hat sie sich mit den Kronenbergs überworfen, doch ihre finanzielle Lage lässt ihr einfach keine andere Wahl.
Durch einen Gast erfährt sie von einem Gemälde, dessen Spur sich nach dem Zweiten Weltkrieg verliert. Helena ist von der Geschichte fasziniert und macht sich mit auf die Suche nach dem Genälde.

1937: Lydia findet eine begehrte Stelle im begehrte Hotel Kronenberg. Allerdings hat sie keine Ahnung, was sie erwartet, aber alles ist besser als den Jungbauern Wendelin zu heiraten.

Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitebenen, mit den verschiedenen Wechseln hatte ich keine Probleme, da bei jedem Kapitel die Person bzw. die aktuelle Zeit erwähnt wird. Die Autorin schafft es viele Geheimnisse geschickt miteinander zu verbinden und am Ende auch alle aufzuklären, dabei bildet das Gemälde der Tänzerin den roten Faden. Gleich zu Anfang hat sich bei mir ein eigenes Bild zu der Geschichte entwickelt, eben wie ein kleiner Film, das gelingt ja nicht immer sofort, aber hier ging es recht schnell.
Ab und an hatte ich beim Lesen das Gefühl von kleinen Längen, die aber keinen Einfluß auf meinen Lesegenuss hatten. Ich sage es ja höchst selten, aber mir war die Autorin an einigen Dingen fast schon zu detailiert in ihrer gesamten Erzählweise, dafür bleiben aber am Ende auch keine Fragen offen.
Gegenwart und Vergangenheit habe ich beide gleich gerne gelesen, da gab es für mich keine Unterschiede.

Trotz meiner kleinen Kritik hatte ich angenehme, unterhaltsame Lesestunden und vergebe 4 Sterne.

Veröffentlicht am 15.08.2019

3 Frauen auf ihrem Weg zur Hebamme - 4,5 Sterne

Aufbruch in ein neues Leben
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Berlin, 1917:
Edith, Margot und Luise sind völlig unterschiedlich, aber sie haben eins gemeinsam: sie möchten Hebammen werden. Luise möchte ihrer Großmutter folgen, Edith dem strengen Korsett ihrer Familie ...

Berlin, 1917:
Edith, Margot und Luise sind völlig unterschiedlich, aber sie haben eins gemeinsam: sie möchten Hebammen werden. Luise möchte ihrer Großmutter folgen, Edith dem strengen Korsett ihrer Familie entfliehen und Margot möchte die Chance auf ein besseres Leben haben. Doch die Zeiten sind schlecht, denn der erste Weltkrieg will einfach nicht enden, aber Babys wollen zu jeder Zeit auf die Welt.

Der Beginn der Hebammen-Saga lässt sich wunderbar flüssig lesen, dabei vergeht die Zeit wie im Flug. Die Figuren sind liebenswert und sympathisch, als Hebamme haben sie die Chance anerkannt zu werden. Die Arbeit der Hebammen ist nicht immer leicht, zumal die Kindersterblichkeit fast 20% beträgt und so ist Freud und Leid oft dicht beieinander.
Der erste Weltkrieg ist stets spürbar, auch wenn es im Roman zu keinen aktiven Handlungen kommt, dennoch wird der Alltag stark von den Auswirkungen geprägt. Armut, Wohnungsnot und Hunger sind an der Tagesordnung.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, allerdings ging mir manches ein klein wenig zu schnell. Ich bin aber jetzt schon gespannt auf den nächsten Teil "Jahre der Veränderung".

Wer historische Roman mag, wird wohl auch hier nicht dran vorbei kommen. "Aufbruch in ein neues Leben" bekommt von mir 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Leider kein Buch für mich, meine Erwartungen waren ganz anders

Das Labyrinth des Fauns
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Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ich habe schon ein paar Bücher von Cornelia Funke gelesen und wusste, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld gar nicht groß ...

Wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Ich habe schon ein paar Bücher von Cornelia Funke gelesen und wusste, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Ich gebe zu, dass ich mich im Vorfeld gar nicht groß über das Buch informiert habe, allerdings hätten die Informationen auch nicht vom unbedingt-lesen-wollen abgehalten und so ist es ja letztendlich auch egal.

Cornelia Funke hat hier ein Buch zum Film von Guillermo del Toros "Pans Labyrinth" geschrieben. Der Film kam 2007 in die deutschen Kinos, allerdings kenne ich den Film nicht.

Das Buch spielt in Spanien in Jahr 1944. Ofelia zieht mit ihrer schwangeren Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Ihr Stiefvater ist sehr brutal und so flüchtet sich Ofelia in eine andere Welt. Sie trifft auf einen Faun, der ihr drei Aufgaben stellt, denn der Faun hält Ofelia für eine Prinzessin.

Von Beginn an ist das Buch recht dunkel gehalten. Ofelia wirkt, wie ein ungeliebtes Mädchen, dass sich in ein neues Leben einfinden muss. Ihr Stiefvater Vidal ist brutal und schreckt auch vor Schlägen und Folter nicht zurück. Es wird überwiegend aus der Sicht von Ofelia erzählt, aber es gibt auch noch andere Perspektiven. Dazu gibt es noch eine Geschichte in der Geschichte, die ergibt sich dann stückchenweise.

Ich habe mit einer eher magischen Geschichte für Jugendliche gerechnet. Ob "Das Labyrinth des Fauns" nun etwas für Jugendliche ist, darüber kann man bestimmt streiten, da man die ja nicht alle über Kamm scheren kann, wird es wohl mühselig. Ich kann nur für mich sprechen. Mir hat das Buch als Erwachsene nicht gefallen und es wäre für mich als Jugendliche auch nichts gewesen. Ich lese ja auch gerne historische Romane und da wird auch mal gefoltert bzw. es ist etwas rauer, so auch hier, hier passt es für mich aber nicht.
Über den Schreibstil kann ich nicht meckern, das Buch lässt sich flüssig lesen, aber es hat mich an keiner Stelle gefesselt oder berührt, ich fand es einfach nur merkwürdig. Ich wollte es auch schon abbrechen, aber da ich ja wissen wollte, wie es letztendlich ausgeht, habe ich mich fürs weiterlesen entschieden.

Für mich war es leider nicht das richtige Buch. Es war mir alles zu düster, mysteriös und diffus. Ich bin hier nicht überzeugt zurückgeblieben und gebe 2 Sterne.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Ein historischer Roman zum Weiterempfehlen

Hurentochter - Die Distel von Glasgow
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Glasgow, 1876:
Emily wächst als Tochter einer Hure in einem Bordell auf, für sie steht fest, dass sie ein anderes Leben möchte. Ihr Freund Liam unterstützt sie bei ihren Plänen, doch der plötzliche Tod ...

Glasgow, 1876:
Emily wächst als Tochter einer Hure in einem Bordell auf, für sie steht fest, dass sie ein anderes Leben möchte. Ihr Freund Liam unterstützt sie bei ihren Plänen, doch der plötzliche Tod ihrer Mütter zerstört all ihre Träume. Emiliy ahnt nicht, in welcher Gefahr sie plötzlich steckt, denn ihre Mutter hatte ein Geheimnis.

Das war mal wieder ein historischer Roman nach meinem Geschmack. Hier ist alles klassische vereint, es gibt Liebe, Verrat, Hass und Intrigen, und alles in einer guten, ausgewogenen Mischung. Ich habe mit Emily und Liam mitgefiebert. dabei erlebt man mit, wie die beiden langsam erwachsen werden und sich weiterentwickeln.
Die detailreichen Beschreibungen bringen einem das damalige Schottland näher, so dass man beim Lesen eine gute Vorstellung vom damaligen Leben bekommt. Ich bin regelrecht in das Buch versunken und freue mich schon auf die nächsten Teile.

Ich selbst bin ein Freund von mehrteiligen Romanen, aber ich mag es nicht so sehr, wenn ich mit einem Cliffhanger zurückgelassen werde. Umso schöner ist es hier "Hurentochter – Die Distel von Glasgow" ist ein in sich abgeschlossener erster Teil einer Triologie.

Mir hat der Auftakt sehr gut gefallen und so gibt es 5 Sterne.