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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2020

Eher mäßig spannend

Im grausamen Licht der Sonne
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Im beschaulichen Golden Cover verschwindet beim Joggen die junge Miriama, alle sind bestürzt und stellen sich die Frage, wer dafür verantwortlich ist, denn schon früher sind Frauen verschwunden. Stammt ...

Im beschaulichen Golden Cover verschwindet beim Joggen die junge Miriama, alle sind bestürzt und stellen sich die Frage, wer dafür verantwortlich ist, denn schon früher sind Frauen verschwunden. Stammt der Täter etwa aus ihrer Mitte?
Will ist der neue Polizist und macht sich gemeinsam mit der frisch zurückgekehrten Einheimischen Ana auf die Suche nach dem Täter.

"Flieh, so weit du kannst – deiner Vergangenheit entkommst du nicht!
Nalini Singhs fesselnder Thriller mit eine Prise Romantik vor der atemberaubenden Kulisse Neuseelands" - so wird "Im grausamen Licht der Sonne" unter anderem beworben.
Die Inhaltsangabe verspricht viel, nämlich einen Gänsehaut-Thriller mit einer Prise Romatik. Leider habe ich das nicht gefunden, ehrlich gesagt, habe ich mich eher durch das Buch geschleppt. Am Anfang verschwindet eine junge Frau und danach passierte nicht wirklich viel. Die Ermittlung verlaufen sehr sachlich und eher emotionslos, genauso wie die Beziehungsgeschichte zwischen Ana und Will. Die beiden haben eine leicht mysteriöse Vergangenheit, allerdings erfährt man über die beiden insgesamt sehr wenig, bei mir kam auch nichts von der Romantik oder sonst irgendein Kribbeln an, da fehlte mir jegliche Form von Gefühl und als sie schließlich im Bett landen, habe ich mich gefragt warum.

Die Erwartungen waren hoch, obwohl ich die Autorin bisher nicht kannte, allerdings werde ich von ihr wohl kein weiteres Buch lesen, denn ich habe das Buch gerne mal zur Seite gelegt und habe mich eher ranhalten müssen, um es zu Ende zu lesen. Die Spannung war eher mäßig und es gab auch sonst keinerlei große Überraschungen.

Schade, mich hat das Buch nicht überzeugen können und so gibt es nur 2 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Schule mal anders

Frau Honig: Frau Honig und die Schule der Fantasie
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Elsa Honig wird überraschend zu einer Schule geweht und übernimmt für eine Woche die Rolle der Vertretungslehrerin. Die Schüler und anderen Lehrer wissen aber nicht, was sie von ihr halten sollen, denn ...

Elsa Honig wird überraschend zu einer Schule geweht und übernimmt für eine Woche die Rolle der Vertretungslehrerin. Die Schüler und anderen Lehrer wissen aber nicht, was sie von ihr halten sollen, denn auf einmal stehen solche Fächer wie Glück und Spaß auf dem Stundenplan. Aber wie sollen solche Fächer unterrichtet werden? Für Frau Honig ist das kein Problem.

Für mich war es das erste Buch von Frau Honig und die Geschichte hat mich sehr an Mary Poppins erinnert. Es ist mittlerweile das 3. Buch um Elsa Honig, allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass mir wichtige Dinge oder. Vorkenntnisse fehlen würden. Der Schreibstil ist angenehm leicht und der Text wird durch eine schöne Gestaltung und Zeichnungen unterstützt.

Eine nette Geschichte, die zeigt, dass es in der Schule auch mal anders sein kann bzw. könnte. Elsa Honig ist unkompliziert, hat neue Ideen und ist sehr lebendig, damit kommt sie gut bei ihren Schülern an. Eine Lehrerin wie Frau Honig kann jede Schule gebrauchen, aber das Grundthema lässt sich auf viele Gebiete ausweiten, denn manchmal sollte man vielleicht einfach nur mal den Mut haben, die Dinge anders anzugehen. In diesem Fall macht nicht nur das Lernen Spaß.

Frau Honig bekommt von mir gibt es 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2020

Ein runder Abschluß der Reihe, um Christine, Emiliy und Liam

Hurenglück - Die Lilien von London
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London, 1908: Die Zeit steht im Wandel und langsam gehen die Kinder von Emily und Liam eigene Wege. Während Margery ganz klassisch in die Gesellschaft eingeführt wird, schlägt Ines ganz andere Wege ein ...

London, 1908: Die Zeit steht im Wandel und langsam gehen die Kinder von Emily und Liam eigene Wege. Während Margery ganz klassisch in die Gesellschaft eingeführt wird, schlägt Ines ganz andere Wege ein und schließt sich den Suffragetten an. Victor hingegen findet seine große Liebe, doch damit bringt er viele in Gefahr.

"Hurenglück" ist der abschließende Teil der Reihe "The Flowers of Scotland" und auch ohne Vorkenntnisse gut verständlich, denn inzwischen sind einige Jahre zum vorigen Band vergangen.
Auch dieser Teil liest sich wie die Vorgänger recht flüssig, allerdings empfand ich diesen Teil als etwas schwächer. In den ersten beiden Teilen konnte ich noch regelrecht mitfiebern, hier ist es mehr ein Wiedersehen mit den Familien von Christine, Emily und Liam. Mittlerweile sind die Kinder mehr in den Fokus gerückt und es dreht sich mehr um Ines, Victor und Margery. Trotzdem ist es der Autorin gelungen alle Figuren in einen guten Einklang zu bringen, es kommt keiner zu kurz und man spürt den Wandel in der Gesellschaft. Die Suffragettenbewegung nimmt einen Teil ein, ebenso verbotene Liebschaften und Intrigen und so bleibt auch der Abschluß der Triologie durchaus lesenswert.

Ehrlich gesagt finde ich die Titelauswahl nicht ganz so gelungen. Beim ersten Teil passte es noch einigermaßen, aber bei dem dritten Teil finde ich ihn eher unpassend, denn von den Huren aus dem ersten Teil ist kaum noch was übrig geblieben. Ich kenne einige, die dadurch das Buch eher nicht näher angucken würden. Wer die vorigen Bände kennt bzw. sich nicht von dem Titel abschrecken lässt, der taucht ins England zur Zeit der Suffragetten ab.

Ich habe mich hier wieder gut unterhalten gefühlt und vergebe, für den runden Abschluss der Reihe um Emily und Christine, 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

Berührt auf eine leise Art

Die Nachtigall
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Die Geschichte erzählt abwechselnd das Leben der Schwestern Vianne und Isabelle. Ihr Leben während der Besatzungszeit verläuft komplett unterschiedlich. Die eine bleibt in der Heimat, um dort ihr Leben ...

Die Geschichte erzählt abwechselnd das Leben der Schwestern Vianne und Isabelle. Ihr Leben während der Besatzungszeit verläuft komplett unterschiedlich. Die eine bleibt in der Heimat, um dort ihr Leben zu meistern, die andere geht in den Widerstand. Doch eins haben beide gemeinsam, immer wieder stehen sie vor schweren Entscheidungen. Gibt es in dieser Zeit überhaupt eine richtige Entscheidung?

Ich hatte von dem Buch schon sehr viel gutes gehört und da mir "Liebe und Verderben" und "Das Mädchen mit dem Schmetterling" richtig gut gefallen haben, war ich umso gespannter auf dieses Buch. Vielleicht waren meine Erwartungen gerade zu Beginn ein klein wenig zu hoch, mir hat die Geschichte zwar gut gefallen, aber für die ganz großen Begeisterungsstürme fehlte mir hier doch das gewisse Extra.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, allerdings brauchte ich ein wenig, um mich in das Buch einzufühlen und dadurch zog sich die Geschichte schon ein wenig. Trotzdem hatte ich nicht das Bedürfnis das Buch zur Seite zu legen, denn die Autorin legt den Fokus mehr auf das "normale Leben" der zurückgebliebenen Frauen und verpackt das auch recht anschaulich und so konnte ich mich der Geschichte nicht entziehen.
Viannes Geschichte hat mich mehr gefesselt, die kam bei mir authentischer an. Gerade zum Schluß hat mich das Buch besonders berührt, da flossen bei mir richtig die Tränen, damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet. Das Buch spielt oft unterschwellig mit der Frage "Wie würde ich handeln?" und da wird es wohl nie ein richtig oder falsch geben.

Am Ende muss ich sagen, dass mich das Buch doch sehr bewegt hat, auch oder gerade wegen seiner eher teilweise beschaulichen Art. Für "Die Nachtigall" vergebe ich 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.06.2020

So macht Geschichte Spaß zu lesen

Träume von Freiheit - Flammen am Meer
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Bremerhaven, 11. Dezember 1875:
Die "Mosel" soll in Richtung New York ablegen, die Aufregung ist groß und viele sind gekommen, um ihre Familien zu verabschieden. Doch von einem Moment auf den anderen ändert ...

Bremerhaven, 11. Dezember 1875:
Die "Mosel" soll in Richtung New York ablegen, die Aufregung ist groß und viele sind gekommen, um ihre Familien zu verabschieden. Doch von einem Moment auf den anderen ändert sich alles, denn eine Explosion sorgt für viele Tote und Verletzte. Die Explosion geht als "Thomas-Katastrophe" in die Geschichte ein, zurückbleiben unter anderem Johanne Clausen und die Frau des "Dynamit-Teufels" Cecelia Thomas.

Vor dem Buch wusste ich nichts über die Thomas-Katastrophe. Silke Böschen hat diesen Schicksalstag als Grundlage für ihren Roman gewählt und Johanne und Cecelia zu den Hauptfiguren gemacht. Die meisten Figuren hat es dabei wirklich gegeben, ihre Schicksale hat die Autorin verfolgt und in diesem Buch lebendig werden lassen. Durch den angenehmen Schhreibstil bin ich schnell in das Buch gekommen und habe es gerne gelesen. Johanne mochte ich sehr gern, eine Frau, die ihr Leben neu ordnen und meistern muss. Cecelia hingegen wirkt stets ein wenig unterkühlt, da war ich mir nie sicher, wie ich meine Sympathiepunkte verteilen soll.

Im Anhang befindet sich ein umfangreiches Personenregister, dadurch wurde mir die Recherche zu dem Buch noch ein wenig mehr verdeutlicht. Ich vergebe ein Lob an die Autorin, denn so macht Geschichte Spaß zu lesen! Ein lesenswerter Roman zur "Thomas-Katastrophe", denn hier wurden Fiktion und Fakten gut zu einem Roman zusammengebracht.

Das Ende empfand ich als etwas zu schnell, allerdings tat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch und so gibt es 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere