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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.09.2021

Bewegend und spannend

Mord als Kunst
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Die beiden Amerikanerinnen Patricia und Carla unternehmen eine Urlaubsreise nach Südfrankreich. Schnell verlieben sie sich in Franzosen und beziehen eine Unterkunft in der Nähe von Yves, Patricias neuer ...

Die beiden Amerikanerinnen Patricia und Carla unternehmen eine Urlaubsreise nach Südfrankreich. Schnell verlieben sie sich in Franzosen und beziehen eine Unterkunft in der Nähe von Yves, Patricias neuer Freund. Doch plötzlich ist Carla verschwunden. Pat macht sich nicht so viele Sorgen, allerdings Ted, der Freund von Carla. Er will eine Vermisstenanzeige bei der Polizei aufgeben. Bevor es dazu kommt, entscheidet er sich anders und läuft weg.

Lucie, die Kommissarin, erfährt davon und wird neugierig. Mit allerlei Tricks versucht sie, die Verschwundene zu finden. Dabei stößt selbst sie an ihre Grenzen.

Die Geschichte hat mir von Anfang an gefallen. Wieder fühlt man sich versetzt in die Zeit der 70er Jahre und spürt die Art, das damalige Leben zu genießen. Wer in jener Zeit jung war, erkennt Vieles wieder. Ich habe mich zwar gewundert, dass lange Zeit nicht von einem Mord oder einer Leiche die Rede war. Dafür konnte mich die spannende und packende Suche nach Carla begeistern. Gerne las ich die Erwähnungen über die damaligen Maler und der Versuche der Schüler, ihre Idole zu kopieren und viel über die Malerei zu lernen. Erneut konnte ich auf einem Gebiet, das mich bisher nicht so interessiert hat, etwas hinzulernen.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band des Autors, denn bisher bin ich noch nicht enttäuscht worden.

Eine reine Leseempfehlung für angenehme Stunden.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

Erst schleppend, dann spannend

Das Kreuz des Pilgers
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Die beiden Pilger Conlin und Palmiro helfen einer Reisegruppe, als diese von Wegelagerern überfallen wird. Es gibt viele Tote und Verletzte. Reinhild, deren Ehemann ebenfalls umkam, wird von den beiden ...

Die beiden Pilger Conlin und Palmiro helfen einer Reisegruppe, als diese von Wegelagerern überfallen wird. Es gibt viele Tote und Verletzte. Reinhild, deren Ehemann ebenfalls umkam, wird von den beiden Freunden beschützt und nach Hause begleitet. Dort wird nun auf 500 Seiten das Schicksal der Familie und Verwandten beschrieben.
Es ist für mich das erste Buch aus dem Mittelalter. Cover und Klappentext hatten mich neugierig gemacht. Ich kam auch gleich gut mit der Geschichte zurecht, auch wenn sie mir etwas zäh erschien und ich öfters Pausen einlegen musste. Aber schon nach kurzer Zeit entwickelte sich der Roman interessant und sehr unterhaltsam bis spannend. Es war viel von Geheimnissen der Protagonisten die Rede und die Neugierde auf Aufklärung stieg von Kapitel zu Kapitel. Leider musste ich am Schluss erfahren, dass es nur Andeutungen, aber keine Aufklärung gab. Das hat mich doch sehr enttäuscht, weil ich nicht weiß, ob ich die nächsten Teile des Romans nicht vielleicht verpasse.
Der Erzählstil war sehr angenehm. Ich kann nicht beurteilen, ob die Handlungen sich derart im Mittelalter abgespielt haben können, aber ich vertraue der Autorin und von daher war es sehr interessant.
Gerne würde ich nun wissen, wie sich die Geschichte weiter entwickelt und hoffe, dass ich den Anschluss nicht verpasse.

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Veröffentlicht am 05.09.2021

Mit Fleiß und Ausdauer zum Ziel

Der tote Journalist
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Gesa ist Polizeireporterin bei einer Hamburger Tageszeitung. Während Rechercharbeiten kommt ihr Kollege Uwe ums Leben. Die Todesumstände lassen sich nicht leicht ermitteln. Gesa wird von der Chefredakteurin ...

Gesa ist Polizeireporterin bei einer Hamburger Tageszeitung. Während Rechercharbeiten kommt ihr Kollege Uwe ums Leben. Die Todesumstände lassen sich nicht leicht ermitteln. Gesa wird von der Chefredakteurin unter Druck gesetzt, zu einem erfolgreichen schnellen Abschluss zu kommen. Eine umfangreiche Recherche beginnt. Zur Seite wird ihr Björn gestellt, der ansonsten die Kulturbeiträge schreibt. Ob das gut geht?

Mit dem Lesen des ersten Drittel des Buches hatte ich meine Schwierigkeiten. Mir gefiel der Umgangston in der Redaktion nicht, es spielten zu viele Verdächtige eine Rolle, ich konnte dem Roman nicht folgen und fand ihn zum Teil langweilig. Das änderte sich aber im zweiten und erst Recht im dritten Teil. Ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Schreibweise war jetzt packend und spannend. Der Leser konnte hautnah miterleben, wie eine Recherche aufgebaut wird und war bei den Befragungen praktisch immer dabei. Es fanden hauptsächlich Dialoge statt und weniger Erzählungen. Dadurch konnte man versuchen, sich selbst ein Urteil zu bilden.

Mir gefiel auch sehr die Zusammenarbeit mit der Polizei. Gemeinsam zum Ziel. diesen Eindruck hatte ich.

Ein Roman, den man gerne weiter empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.08.2021

Interessant und amüsant

Letzter Knödel
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In einem kleinen Örtchen findet ein Politgipfel statt. Als eine Köchin tot aufgefunden wird, fängt die Polizei an, in alle Richtungen zu ermitteln. Vielleicht hat der Mord etwas mit dem Gipfel zu tun oder ...

In einem kleinen Örtchen findet ein Politgipfel statt. Als eine Köchin tot aufgefunden wird, fängt die Polizei an, in alle Richtungen zu ermitteln. Vielleicht hat der Mord etwas mit dem Gipfel zu tun oder mit der Gastronomie oder mit etwas ganz anderem. Gasperlmaier wird unterstützt von Frau Dr. Kohlross, die die Leitung des Falles übernimmt. Nachdem noch eine zweite Leiche auftaucht und schließlich die Freundin von Gasperlmaiers Tochter verschwindet, wird kaum noch geschlafen und gegessen, bis der Fall gelöst ist.

Ich muss gestehen, dass es nicht einfach für mich war, durch die vielen Aktionen durchzusteigen. Bis zum Schluss blickte ich nicht durch, die Auflösung war dann kurz und bündig. Der Polizist ist ein sehr sympathischer Mann, auch seine Chefin hat mir gefallen. Die Ehefrau von Gasperlmaier ging mir wegen ihrer ständig kritisierenden Art ihrem Mann gegenüber auf die Nerven, auch die Tochter war mir nicht sympathisch. Spannung spürte ich in diesem Krimi nicht, aber immer wieder Ermittlungsarbeit, die zunächst zu keinem Erfolg führte. Ich mag es, wenn man auch das Familienleben der Protagonisten kennenlernt, hier war es mir etwas zu viel. Es war für mich das erste Buch aus dieser Serie, vermutlich steigt das Interesse an der Familie, wenn man sie besser kennt.

Trotz der langatmigen Längen ließ sich das Buch gut lesen. Gern werde ich versuchen, noch einen weiteren Band zu lesen, vielleicht kommt dann mehr Sympathie für die Familie auf.

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Veröffentlicht am 24.08.2021

Spannende Unterhaltung

Holzinger ermittelt / COLLEGIUM.
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Der Kriminalbeamte Peter Holzinger erhält nach seiner Beförderung von der Europol in Den Haag den Auftrag, eine zweitägige Konferenz des Economy Clubs in Wien zu sichern. Schon auf dem Rückflug nach Wien ...

Der Kriminalbeamte Peter Holzinger erhält nach seiner Beförderung von der Europol in Den Haag den Auftrag, eine zweitägige Konferenz des Economy Clubs in Wien zu sichern. Schon auf dem Rückflug nach Wien wird ein Anschlag auf das Flugzeug verübt, so dass es notlanden muss. Es gibt 3 Tote und viele Verletzte. Holzinger und sein IT Spezialist schaffen es, mit nicht allzu schlimmen Verletzungen dem Inferno, das nach einer Explosion eintritt, zu entkommen.

Sofort werden Ermittlungen aufgenommen. Nachdem mehrere Mitglieder des Clubs sterben, werden auch die Fälle der bereits zu Tode gekommenen Mitglieder des Clubs überprüft. Hatten die Toten etwas gemeinsam und wollte jemand Rache an ihnen nehmen? Wer hat noch "Dreck am Stecken" und muss mit seiner Ermordung rechnen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Ich musste mich schon sehr konzentrieren, um alle Verdächtigen im Kopf zu behalten. Nach und nach wurde die Angelegenheit etwas durchschaubarer. Dabei stieg jedoch auch die Spannung, die am Ende nochmal einen Höhepunkt erreichte.

Wer nicht allzu zart besaitet ist, wird großen Gefallen an dem Buch finden. Für mich war der Anfang am intensivsten. Der Autor schaffte es, mich die Angst spüren zu lassen, die die Flugzeugpassagiere erlebten. Auch im weiteren Verlauf gab es immer wieder Szenen, die mich fürchten ließen, nachts nicht schlafen zu können. Andere Szenen waren wieder sehr aufheiternd, wenn die tanzenden Schneeflocken u.v.m. beschrieben wurden. Auch das sympathische Ermittlerteam ließ mich immer wieder schmunzeln.

Ein großes Lob an den Autor, der er schafft, sich in die Psyche der Menschen hineinzuversetzen, egal ob Täter oder Opfer.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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