Eine Reisejournalistin auf Abwegen
Mira Belgusto und die tote WinzerinDie Reisejournalistin Mira Belgusto hält sich für eine Dokumentation im Veltlin auf. Sie möchte gute Restaurants und Winzer finden und darüber für eine Zeitung und einen Fernsehbericht einen Bericht erstellen. ...
Die Reisejournalistin Mira Belgusto hält sich für eine Dokumentation im Veltlin auf. Sie möchte gute Restaurants und Winzer finden und darüber für eine Zeitung und einen Fernsehbericht einen Bericht erstellen. Als sie mit dem Auto über die Berge fährt, hat sie einen leichten Unfall mit dem Schauspieler Claudio Bertani. Er bietet ihr an bei einem Essen alles zu klären und nimmt sie mit seinem Auto mit in den nächsten Ort. Auf dem Weg läuft ihnen ein kleiner Hund vor das Auto. Auf dem Halsband des Hundes ist sein Besitzer vermerkt, sodass sie zu dem Weingut fahren, um den Hund wieder zurückzugeben. Als sie das Haus betreten, fällt ihnen schon ein komischer Geruch auf und sie finden Bewohnerin tot auf, erschlagen. Eine Nachbarin hat sie entdeckt und auch die Polizei verständigt. Mira und Claudio sind sehr neugierig, wie es mit dem Fall weiter geht.
Der Italien-Genusskrimi „Mira Belgusto und die Tote Winzerin“ von Angelika Lauriel führt uns in das schöne Veltlin und den Comer See. Es ist wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde und auch die Speisen und Weine der Region sind nicht zu verachten, wie die beiden Hauptcharaktere den Leser wissen lassen. Schon das Cover motiviert diesen Krimi zu lesen mit einem wunderschönen Blick von einem Balkon auf den Comer See. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Journalistin Mira hier ihre Berichte schreibt und ihre Touren plant, aber auch zusammen mit Claudio versucht den Fall zu lösen.
Der Schauspieler Claudio und die Journalistin Mira sind ein sehr interessantes Ermittlerpaar, das nebenbei auch noch viele kulinarische Erlebnisse hinter sich bringt. Die beiden nähern sich im Laufe des Krimis immer näher an und deshalb sind sie auch ein so erfolgreiches Paar. Er mit einem natürlichen Charme und sie mit einer journalistischen Hartnäckigkeit. Die Dritte im Bunde ist das kleine Hündchen Dulcinetta, das ihr Frauchen verloren hat und immer mit dabei ist. Die Autorin macht das sehr geschickt, die Sichtweise des Hundes immer wieder einzubauen. Der Krimi ist nicht nur schön und leicht geschrieben, also echt was für das Kopfkino, sondern auch spannend, bis es am Ende des Spannungsbogens zur Aufklärung kommt.
Ich mag diese leichten Cozy Crimes, die nicht nur meine kriminalistische Ader bedienen, sondern auch die Schönheiten der Region anpreisen und mich fast auffordern, doch mal wieder dort hinzufahren, da es doch viel Genüsse zu entdecken gilt. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.