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Veröffentlicht am 28.02.2026

Eine Reisejournalistin auf Abwegen

Mira Belgusto und die tote Winzerin
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Die Reisejournalistin Mira Belgusto hält sich für eine Dokumentation im Veltlin auf. Sie möchte gute Restaurants und Winzer finden und darüber für eine Zeitung und einen Fernsehbericht einen Bericht erstellen. ...

Die Reisejournalistin Mira Belgusto hält sich für eine Dokumentation im Veltlin auf. Sie möchte gute Restaurants und Winzer finden und darüber für eine Zeitung und einen Fernsehbericht einen Bericht erstellen. Als sie mit dem Auto über die Berge fährt, hat sie einen leichten Unfall mit dem Schauspieler Claudio Bertani. Er bietet ihr an bei einem Essen alles zu klären und nimmt sie mit seinem Auto mit in den nächsten Ort. Auf dem Weg läuft ihnen ein kleiner Hund vor das Auto. Auf dem Halsband des Hundes ist sein Besitzer vermerkt, sodass sie zu dem Weingut fahren, um den Hund wieder zurückzugeben. Als sie das Haus betreten, fällt ihnen schon ein komischer Geruch auf und sie finden Bewohnerin tot auf, erschlagen. Eine Nachbarin hat sie entdeckt und auch die Polizei verständigt. Mira und Claudio sind sehr neugierig, wie es mit dem Fall weiter geht.
Der Italien-Genusskrimi „Mira Belgusto und die Tote Winzerin“ von Angelika Lauriel führt uns in das schöne Veltlin und den Comer See. Es ist wirklich ein wunderschönes Fleckchen Erde und auch die Speisen und Weine der Region sind nicht zu verachten, wie die beiden Hauptcharaktere den Leser wissen lassen. Schon das Cover motiviert diesen Krimi zu lesen mit einem wunderschönen Blick von einem Balkon auf den Comer See. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Journalistin Mira hier ihre Berichte schreibt und ihre Touren plant, aber auch zusammen mit Claudio versucht den Fall zu lösen.
Der Schauspieler Claudio und die Journalistin Mira sind ein sehr interessantes Ermittlerpaar, das nebenbei auch noch viele kulinarische Erlebnisse hinter sich bringt. Die beiden nähern sich im Laufe des Krimis immer näher an und deshalb sind sie auch ein so erfolgreiches Paar. Er mit einem natürlichen Charme und sie mit einer journalistischen Hartnäckigkeit. Die Dritte im Bunde ist das kleine Hündchen Dulcinetta, das ihr Frauchen verloren hat und immer mit dabei ist. Die Autorin macht das sehr geschickt, die Sichtweise des Hundes immer wieder einzubauen. Der Krimi ist nicht nur schön und leicht geschrieben, also echt was für das Kopfkino, sondern auch spannend, bis es am Ende des Spannungsbogens zur Aufklärung kommt.
Ich mag diese leichten Cozy Crimes, die nicht nur meine kriminalistische Ader bedienen, sondern auch die Schönheiten der Region anpreisen und mich fast auffordern, doch mal wieder dort hinzufahren, da es doch viel Genüsse zu entdecken gilt. Ich kann eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Die große Welle

Die Tote von Nazaré
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Maren Berger war Hauptkommissarin in Köln und nachdem sie angeschossen wurde, erst einmal krankgeschrieben. Sie überlegt sich nach Portugal, nach Nazaré zu fahren, um sich auszukurieren. Dort in der Nähe ...

Maren Berger war Hauptkommissarin in Köln und nachdem sie angeschossen wurde, erst einmal krankgeschrieben. Sie überlegt sich nach Portugal, nach Nazaré zu fahren, um sich auszukurieren. Dort in der Nähe lebt eine Freundin von ihr, die vor einiger Zeit ausgewandert ist und nun eine Pferderanch betreibt. Als sie in Portugal ankommt, merkt sie das sie doch noch nicht ganz bereit ist wieder zu arbeiten. Und prompt findet sie am ersten Tag ihres Aufenthaltes in dem Ort mit der größten Welle für Surfer, eine Tote am Strand. Sie ruft die Polizei und als sie an den Ort des Fundes zurückkehrt, ist die Leiche verschwunden. Der Einzige, der ihr glaubt, ist Kommissar Ferreira und so ist es nicht verwunderlich, dass sich Maren an die Aufklärung des Falles macht.
Der Portugal-Krimi „Die Tote von Nazaré“ von Miguel Silva spielt an der portugiesischen Küste, an der im Winter Mega Wellen für Surfer zu erwarten sind. Das Cover gibt einen ersten Eindruck von der Küstenlandschaft, in der dieser Krimi spielt. Die eine der Hauptpersonen Maren Berger hat eine sehr schwere Krankengeschichte hinter sich. Sie ist im Dienst in den Kopf geschossen worden und hat nur knapp überlebt und hat auch einige Erinnerungslücken und Ausfallerscheinungen, die sie momentan dienstuntauglich machen. Sie hat sich gedacht Portugal ist weit entfernt von Arbeit, Familie und Privatleben, dass sie sich gut erholen kann. Natürlich weit gefehlt, denn sie stolpert über eine Leiche und mitten in einen Kriminalfall. Die zweite Hauptperson ist Kommissar Joao Ferreira, der den Fall auf portugiesischer Seite bearbeitet und zufälligerweise auch deutsch spricht, da er in Köln Sport studiert hat. Er wird im Laufe des Krimis immer wichtiger für Maren, die tiefer und tiefer in diesen Fall eintaucht, wie Surfer in ein Riesenwelle. Die Story ist sehr spannend erzählt und die Verknüpfungen, die der Autor erstellt, sind nachvollziehbar. Die Distanzierung von Freund, Arbeitskollegen und Familie, die Maren erlebt sind bei diesem Krankheitsverlauf auch nachvollziehbar, sie hat das Gefühl einiges in ihrem Leben verändern zu müssen. Dieser rote Faden, den der Autor durch diesen Roman laufen lässt, empfinde ich als sehr spannend und geradlinig, wie die Sprache, die das Ganze bildhaft untermalt. Der Spannungsbogen wird sehr gut aufgebaut und hat natürlich am Ende auch einiges spannendes zu bieten.
Ich finde diesen Krimi sehr spannend und unterhaltsam, eine gelungene Mischung aus Kriminalfall und Landschaftsbeschreibung dieser portugiesischen Region mit ihren Besonderheiten. Dieser Krimi ist für alle, die gute regionale Krimis mögen, empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

Wissenschaftliche Überfrachtung

Schleifen
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Interessanter Beginn, denn einem Menschen, der auf eine Krankheit mit Symptomen reagiert, nur wenn man die Krankheit anspricht, habe ich so noch nicht gelesen. Doch das ist Franziska Denk geschehen. Sie ...

Interessanter Beginn, denn einem Menschen, der auf eine Krankheit mit Symptomen reagiert, nur wenn man die Krankheit anspricht, habe ich so noch nicht gelesen. Doch das ist Franziska Denk geschehen. Sie wird beschützt in dem niemand über Krankheiten spricht und sie stellt fest, dass es besser wird, wenn die Krankheiten in fremden Sprachen gesprochen werden. Ihr Vater ist ein Wissenschaftler, der Sprachen sammelt und sie auf seinen Expeditionen aufschreibt und seiner Tochter schickt. Sie wächst auf in Wien der 40er Jahre und trifft dort auf den Mathematiker Otto Mandl, mit dem sie nun auf ihrem Lebensweg begleitet. Als ihr Vater tot am Strand von Wannata aufgefunden wird und sein Tagebuch an sie geschickt wird, entdeckt sie den Namen Jim Blum, der sie ihr ganzes Leben ebenfalls begleiten wird.
„Schleifen“ von Elias Hirsch ist ein Roman um ein fiktives Paar und begleitet deren Lebensweg bis in die 2020 Jahre. Das Cover ist nicht sehr aussagekräftig und auch der Tirel Schleifen hat mir lange ein Rätsel aufgegeben und ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig entschlüsselt habe. Das fiktionale Paar Franziska Denk und Otto Mandl ist tief in ihren jeweiligen Wissenschaften verstrickt. Franziska Denk beschäftigt sich hauptsächlich mit der Sprache und nicht nur damit auch der Ausdrucksweise von Sprache. Otto Mandl hingegen ist Mathematiker und sein Fachgebiet sind mathematische Herausforderungen. Spätestens hier fliegt der Roman an mir Unwissenden vorbei. Manche der Theorien sind einfach zu hoch für mich. Doch manches ist hängengeblieben an den Themen, die im Buch aufgeführt werden und das sind sehr viele. Es ist wie ein Ritt durch alles, was in der Philosophie und der Religion angesagt ist. So verwundert es nicht, dass auch der Papst Eingang findet und auch Franz Kafke Eingang findet. So verwundert es auch nicht das Denk eine eigene Sekte gründet. Eine Person habe ich noch gar nicht erwähnt ist Franka Senzik, die ihr ganzes Leben auf den Spuren von Franziska Denk verbringt und sie auch immer wieder mit ihren Fragen kontaktieren will. Na ja, und dann ist da noch der früh auftauchende Jim Blum, der immer wieder auftaucht und auch zum Ende noch da ist, und zwar stärker als je zuvor, denn man spricht auch schon von Verblumung. Nicht zu vergessen, der Autor baut auch Kontakte zu Außerirdischen ein.
Am Schuss bleibt erst einmal festzustellen, dass dieses Buch eine große Herausforderung war und ich am Ende nicht sagen, was ich alles verstanden habe. Das war zu Beginn sicherlich mehr als am Ende. Wobei ich irgendwie satirische Passagen fand, die ich nachvollziehen konnte, dann wieder wissenschaftliches und absurdes, aus diesen habe ich mich komplett verabschiedet. Nach lesen der Leseprobe, hatte ich etwas anderes erwartet.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Ein vertragloser Dämon

Ein Cookie für den Dämon
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Tief dringt Robin Page in die Welt der Dämonen ein, als sie im Keller ihres Onkels einen schwarzen Kreis entdeckt, in dem ein Dämon gefangen gehalten wird. Da sie sehr neugierig ist, nimmt sie mit dem ...

Tief dringt Robin Page in die Welt der Dämonen ein, als sie im Keller ihres Onkels einen schwarzen Kreis entdeckt, in dem ein Dämon gefangen gehalten wird. Da sie sehr neugierig ist, nimmt sie mit dem Dämon Kontakt auf und füttert ihn mit Cookies. Sie weiß nicht, dass er die braucht, um sein Leben zu erhalten. Nach und nach ´freundet’ sie sich mit dem Dämon an. Als sie ein Gespräch ihres Onkels mit einem Kontraktor belauscht, muss sie eine Entscheidung treffen und diese wird ihr weiters Leben grundsätzlich beeinflussen.
Der Fantasy Roman „Ein Cookie für den Dämon“ von Annette Marie hat ein sehr interessantes Cover. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von wichtigen Bestandteilen dieser Story, wie die angebissenen Cookie die Bücher, die von Dämonen handeln uvm. Die Story ist sehr interessant, da es um die Freundschaft eines jungen Mädchens und einer Dämons geht. Dieser Dämon wir d als sehr böse angesehen, doch schafft es Robin mit viel Vertrauen ihn als ihren Partner zu bekommen, der sie vor weiteren Dämonen und anderen Feinde beschützt. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich, doch hier ist es der Clou. Wie ein Mädchen, das völlig unbedarft ist, sich voller Vertrauen an den Dämon bindet. Die Cookies waren ein passender Einstieg, denn Liebe oder wie hier Freundschaft geht auch über den Magen. Die Schreibweise der Autorin ist sehr bildhaft und lässt diese Fantasy Story, wie im Flug vergehen, auch wenn immer mal wieder Begriffe genannt werden, die mir so gar nichts sagen. Das macht nicht viel, denn sie passen ganz gut in diese Welt und wer es schafft sich in diese Welt zu begeben, wird auch damit gut zurechtkommen. Auch das Ende der Story fügt sich gut in diese Erzählung ein und natürlich gibt es am Ende einen Cliffhanger, denn die Geschichte ist noch lange nicht auserzählt.
Es ist irgendwie nicht mein Genre, aber ich habe mich trotzdem gut unterhalten und den Ausflug in die Fantasywelt nicht bereut. Schon allein die locker flockige Schreibweise hat es mir angetan. Für Fantasy Freunde sicher eine gute Idee, dieses Buch zu lesen.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Geistererscheinungen

Geisterreich Berlin
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Bernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand ...

Bernd und Irmelin gehören zur E-Bike Staffel Berlins und sind eingeteilt, um die Ankunft des ägyptischen Botschafters mitzusichern. Als Bernd eine verdächtige Person verfolgen will, wird ihm ein Gegenstand in die Speichen gehalten und er stürzt und verletzt sich dabei den Kopf. Im Krankenhaus macht man verschiedene Untersuchungen, doch es ist nichts Auffälliges zu sehen, außer Bernd, der sieht den ehemaligen Kriminalkommissar Ernst Gennat, der im Jahr 1920 lebte und dort sehr erfolgreich war. Er ist sehr verwirrt, denn Gennat gibt ihm Aufträge aus seiner Zeit und Bernd, der nun krankgeschrieben ist ermittelt nun in einem aktuellen Todesfall und einem historischen. Wenn das mal gut geht!
Der Krimi „Geisterreich Berlin – Miezen, Mieter und Mimosen“ von Benjamin Plath spielt in einem sehr interessanten Mix in der Gegenwart und in der Zukunft. So weit, so gut doch außer Bernd sieht niemand, das, was in der Zukunft geschieht. Bernd ist die Hauptperson in diesem Krimi. Eigentlich kein ermittelnder Polizist, doch durch seine Geisterreichen Fähigkeiten ermittelt er in einem Fall, der keiner ist. Es geht eigentlich um einen natürlichen Tod eines Mannes in einem Bordell. Dieser Fall hängt allerdings mit einem Fall aus dem Jahr 1920 zusammen und so wird Bernd auch in den Fall hineingezogen. Das ist schon sehr schräg, was der Autor sich da erdacht hat und es hat auch ein bisschen gedauert, bis ich so richtig eingetaucht bin in diese Story, doch dann hat es mich gepackt und ich bin begeistert von der Idee des Zeitsprungs mitten im Romans. Das habe ich so bisher noch nicht gelesen. Schon im Prolog ist der Beginn dieser gespalteten Story und wenn der Kommissar Gennat, ein sehr bekannter Polizist in Berlin, auftaucht wird es spannend. Für Bernd, weil er sich immer wieder fragt, warum gerade ich, aber auch für die Story, da sie immer perfekt übergeleitet wird in den aktuellen Fall. Genau wie Bernd eine Zeit braucht das Ganze zu verstehen, geht es mir als Leser auch. Das ist geschickt vom Autor, der also Hauptperson und Leser auf eine Stufe stellt. Das Ende ist durch den Spannungsbogen gut ausgearbeitet und ist auch sehr überraschend. Die Sprache finde ich sehr bildhaft und erlaubt mir mich im Roman zurecht zu finden.
Ich finde den Krimi schräg, aber auch wieder gut, da er anders ist als andere. Ich kann den Krimi empfehlen, er ist schon etwas Besonderes.

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