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Veröffentlicht am 01.02.2026

solide, aber kein Hightlight

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
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Tamsyn wurde als kleines Mädchen am Hofe des Königreichs Penterra aufgenommen. Als Spielgefährtin und Prügelmädchen der Prinzessinnen. Tamsyn muss die Verfehlungen der Prinzessinnen auf sich nehmen und ...

Tamsyn wurde als kleines Mädchen am Hofe des Königreichs Penterra aufgenommen. Als Spielgefährtin und Prügelmädchen der Prinzessinnen. Tamsyn muss die Verfehlungen der Prinzessinnen auf sich nehmen und wird dafür hart bestraft, während die Prinzessinnen daraus lernen sollen. Als der Grenzkrieger Fell an den Hof kommt, um eine der Prinzessinnen zur Frau zu nehmen, wird ihm stattdessen Tamsyn untergeschoben - der Krieger schwört Rache und Tamsyn muss in einem fremden Reich ihrem Schicksal gegenübertreten.


Leider konnte mich der Reihenauftakt von Sophie Jordan nicht packen. Ich habe schon einige ihrer Bücher gelesen und bin deshalb mit hohen Erwartungen an "a fire in the sky" gegangen. Die erste Hälfte des Buches passiert unheimlich wenig, ich war kurz davor das ganze abzubrechen. Glücklicherweise kam dann doch noch ein Twist, der ein bisschen mehr Schwung in die Geschichte gebracht hat.
Ich war überrascht wie spicy die Story doch war - vom Schreibstil her und auch der Handlung selbst, hatte ich eigentlich eher das Gefühl in einem Jugendbuch zu sein. Aber manche Szenen haben mich dann doch überrascht. Das hätte es für mich tatsächlich nicht gebraucht.
Grundsätzlich habe ich einen schlechten Zugang zu den Protagonisten gefunden. Ihre Gefühlswelt beschränkt sich auf die gegenseitige Anziehung, dabei sollte gerade Tamsyn mit all den Herausforderungen echt andere Sorgen haben. Auch den Enemies to Lovers Trope habe ich kaum gespürt - die zwei verstehen sich eigentlich ganz prächtig.
All das führte dazu, das mich das Buch insgesamt einfach zu wenig überraschen und mit einer ausgeklügelten Fantasywelt überzeugen konnte, um wirklich zum Pageturner zu werden. Solide Jugend-Romantasy für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

gute Unterhaltung

Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie?
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Nach einer durchfeierten Nacht landet Natalies beste Freundin im Koma. Die Ärzte tippen auf ein Nervengift, das schwere Gehirnschäden verursachen kann. Natalie ist überzeugt, dass der Kryptounternehmer ...

Nach einer durchfeierten Nacht landet Natalies beste Freundin im Koma. Die Ärzte tippen auf ein Nervengift, das schwere Gehirnschäden verursachen kann. Natalie ist überzeugt, dass der Kryptounternehmer Geoffrey Rosenberg dafür verantwortlich ist. Kurzerhand nimmt die eine Stelle in Geoffreys Haus an. Kann Natalie seine Schuld beweisen, oder ist sie sein nächstes Opfer?

Es war nicht der spannendste oder düsterste Psychothriller, den ich je gelesen habe. Aber er hat mich gut unterhalten. Mir war relativ klar, worauf die Geschichte hinausläuft und wer nun der Schuldige ist. Der große Plottwist war es für mich nicht. Trotzdem, die Story war gut geschrieben, knackig, mit Gedankeneinschüben des Täters, sodass ich das Buch schnell und gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

wenn Fantasie Wirklichkeit wird

Woman Down
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Autorin Petra steckt nach einer furchtbaren Schlammschlacht um die Verfilmung ihres letzten Buches in einer Schreibblockade. Sie hat Angst sich ihrem Publikum zu stellen und starke Selbstzweifel. Sie nimmt ...

Autorin Petra steckt nach einer furchtbaren Schlammschlacht um die Verfilmung ihres letzten Buches in einer Schreibblockade. Sie hat Angst sich ihrem Publikum zu stellen und starke Selbstzweifel. Sie nimmt sich eine Auszeit in einer einsamen Seehütte, in der Hoffnung dort endlich wieder konzentriert an ihrem nächsten Buch arbeiten zu können. Doch die Inspiration erwischt sie auf eine andere Weise als sie erwartet hätte. Polizist Saint steht eines Nachts vor ihrer Tür - und er sieht exakt so aus, wie eine ihrer Romanfiguren. Aus dem Treffen entwickelt sich ein Rollenspiel, dass alle Grenzen überschreitet..

"Woman down" basiert wohl auf einer Kurzgeschichte von Colleen Hoover, die ich aber im Vorfeld nicht gelesen habe. So konnte ich mich von dem Buch völlig überraschen lassen - was aber nicht so richtig gelungen ist. Der Plot ist absolut fesselnd, spannend und emotional geschrieben - aber auch vorhersehbar. Der Thriller- oder Suspense-Aspekt geht dadurch etwas unter. Trotzdem - die Grundidee und das Spiel mit den Grenzen haben mir super gut gefallen. Auch die Einblicke in Petras Seelenleben, den Druck und ihre Selbstzweifel fand ich super rübergebracht.

Dieser Roman ist längst nicht so düster wie "Verity", aber hat mich trotzdem super unterhalten!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

viel Spice - wenig Handlung

Rabid
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Die Knoten sind zurück!


Eigentlich sollte es ein ganz besonderer Moment sein, wenn ein Mensch mit seinem Wolf verbunden wird. Für Seneca geht bei diesem Ritual so einiges schief und es wird zu ihrem ...

Die Knoten sind zurück!


Eigentlich sollte es ein ganz besonderer Moment sein, wenn ein Mensch mit seinem Wolf verbunden wird. Für Seneca geht bei diesem Ritual so einiges schief und es wird zu ihrem Alptraum. Die junge Frau wird von ihrem Rudel verstoßen und sinnt auf Rache.

Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das Buch einordnen soll. Einerseits war es gut geschrieben, ich konnte einfach am Ball bleiben und war auch gefesselt. Aber andererseits ist so viel weniger passiert, als ich mir erhofft hätte. Letztendlich liegt der Focus auf einer sehr intensiven Liebesgeschichte (viel Wolfspaarung, Knoten und wenig Gefühlsentwicklung). Seneca findet langsam aus ihrem toxischen Umfeld und ihren kreisenden Gedanken heraus und einen echten Zugang zu ihrer Wölfin und damit auch zu ihrem Selbstwertgefühl. Aber ein richtiger Aktionsstrang hat mir in der Handlung einfach gefehlt. Man hätte viel mehr aus der Rivalität der Rudel oder Senecas Wunsch nach Rache herausholen können. Weniger Spice und dafür ein bisschen mehr Dynamit hätten der Geschichte wirklich gut getan.
Aber für alle Knoten-Fans - ein Muss.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

nichts Neues

Heir of Illusion
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Ivy ist an den grausamen König Baylor gebunden. Ein magischer Halsring zwingt sie dazu die Wünsche des Königs zu erfüllen. Als Assassinin und Liebhaberin. Als Ivy während einer ihrer Aufträge den Seelenfänger ...

Ivy ist an den grausamen König Baylor gebunden. Ein magischer Halsring zwingt sie dazu die Wünsche des Königs zu erfüllen. Als Assassinin und Liebhaberin. Als Ivy während einer ihrer Aufträge den Seelenfänger Throne kennenlernt, beginnt sie sich langsam aus den Fängen des Königs zu lösen.

"Heir of Illusion" ist ein Romantasy Reihenauftakt von Madeleine Taylor. Die magische Welt wird dominiert von Fae und ihren grausamen Göttern. Leider wird sonst relativ wenig zum Worldbuilding bekannt und der Fokus liegt klar auf der Gefühlswelt unserer Protagonisten. Insgesamt war die Handlung für mich ziemlich zäh, wenn sie denn überhaupt vorhanden war. Viel wird erzählt, wenig wirklich vorangetrieben und unternommen, sodass kaum Spannung aufkommen konnte.

Zwischen Thorne und Ivy herrscht eine gute Chemie. Die beiden haben mir tatsächlich Spaß gemacht, es gab bissige Dialoge, ein bisschen Humor und natürlich ganz viel Knistern in der Luft. Leider konnte mich das auch nicht so sehr in den Bann ziehen, dass ich wirklich von dem Buch gefesselt war und weiterlesen wollte. Ich hatte das Gefühl die Story schon x-mal in anderen Fantasybüchern gelesen zu haben und wurde einfach nicht mit neuen Ideen überrascht. Auch der Plottwist am Ende konnte das nicht wieder wett machen und so versinkt die Story für mich im typischen Fantasyeinheitsbrei. Falsches Buch zur falschen Zeit? Vielleicht, schließlich gibt es viele positive Stimmen. Trotzdem - ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

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