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Veröffentlicht am 26.07.2020

So ein wahnsinnig schönes, gefühlvolles und dennoch leichtes Buch, mit einem schweren Thema

Alles, was ich sehe
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Manchmal braucht man so ein Buch wie "Alles, was ich sehe", welches auf so unbeschwerte, humorvolle und dennoch emotionale Weise daran erinnert, wie wertvoll bestimmte Dinge sein können. Zum Beispiel sich ...

Manchmal braucht man so ein Buch wie "Alles, was ich sehe", welches auf so unbeschwerte, humorvolle und dennoch emotionale Weise daran erinnert, wie wertvoll bestimmte Dinge sein können. Zum Beispiel sich im Straßenverkehr orientieren zu können, Hygieneartikel selbst aussuchen zu können, zu lesen, den Sonnenuntergang zu genießen, die Gefühle anhand der Mimik vom Gegenüber zu erkennen, oder Kleidung anhand der Farbe und des Schnittmusters auszuwählen. Eben sich für etwas zu entscheiden, weil man es schön findet, oder weil es gut zu einem passt und nicht weil es praktisch ist.
Manchmal braucht man einen kleinen Anstupser, um die Welt mit anderen Augen zu sehen.

Inhalt:
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Maggie ist vor sieben Monaten durch eine Hirnhautentzündung erblindet und versucht immernoch mit ihrem neuen Leben klarzukommen. Doch dann stößt sie sich den Kopf und kann plötzlich wieder sehen. Allerdings nur einen 10jährigen Jungen und einen kleinen Umkreis um ihn herum.
Irgendwas scheint die beiden zu verbinden und eine Freundschaft entsteht, doch Bens großer Bruder und beliebtes Bandmitglied Mason glaubt, dass Maggie ihre Blindheit nur vorspielt. Nach und nach erfährt Maggie warum sie Ben sehen kann und das Kribbeln im Bauch, wenn sie in Masons Nähe ist, bringt all ihre Gefühle durcheinander.

Meine Meinung:
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Manchmal kann man gar nicht wirklich verstehen vor welchen Hürden blinde Menschen stehen.
Manchmal gibt eine Geschichte so viel Liebe und Verständnis, dass man plötzlich voller Hoffnung und Dankbarkeit sein kann.
Und dieses Mal war genau dieses Buch für mich das richtige Buch zur richtigen Zeit.

Ich liebe es so sehr und vor allem die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.
Ich habe mein Herz an den 10jährigen Ben verloren, der voller Gutmütigkeit und Selbstbewusstsein steckt. Er ist so stark und so positiv, witzig und herzlich. Seine Geschichte ist unglaublich ergreifend.
Ich habe mein Herz an Maggie verloren, denn sie macht eine wirklich tolle Wandlung durch.
Sie ist taff und süß, verschlossen und aufrichtig. Sie hat so sehr an sich gearbeitet, dass ich wahnsinnig stolz auf eine Person bin, die es in Wahrheit eigentlich gar nicht gibt.
Und ich habe mein Herz an Mason verloren, denn er ist ein absoluter Book Boyfriend. Er ist talentiert und selbstlos. Er ist ein gutmütiger Familienmensch und tut alles in seiner Macht stehende, um für seine Liebsten da zu sein. In erster Linie ist es Ben, sein kleiner Bruder.

Dieses Ende gibt mir ein völliges Glücksgefühl, denn es ist einfach nur wunderschön, realistisch und nicht zu aufgetragen, aber dennoch herzergreifend und einfach ein wunderbares Happy End.

Fazit:
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Mit diesem Roman habe ich ein neues Herzensbuch gefunden. Könnte ich mehr als fünf Sterne geben, würde ich es auf jeden Fall tun.
Es ist humorvoll, unterhaltsam, süß, gibt einen wunderbaren realistischen Einblick in Blindenwelt und lässt sich super schnell lesen. Dieses Buch ist trotzdem auch sehr emotional und berührend.
Ich kann es wirklich jedem empfehlen und da es ein Jugendbuch ist, ist es sicher auch schon ab 12 Jahren geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.07.2020

Einfach nur Wow

Neon Birds
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Wie oft habe ich wohl in der letzten Zeit Kommentare gelesen habe wie : "das ist eigentlich nicht mein Genre" oder "eigentlich lese ich kein SciFi"... Aber um ehrlich zu sein ging es mir vor kurzem noch ...

Wie oft habe ich wohl in der letzten Zeit Kommentare gelesen habe wie : "das ist eigentlich nicht mein Genre" oder "eigentlich lese ich kein SciFi"... Aber um ehrlich zu sein ging es mir vor kurzem noch genauso. Bis ich "Neon Birds" gelesen habe und dieses Buch all meine Vorurteile aus dem Weg geräumt hat.

Es ist episch, philosophisch und fesselnd.
Man trifft auf eine komplett neue Welt, die aufregend, fantasievoll und dennoch seltsamerweise sehr real ist.
Wie kann man so emotional und gleichzeitig rasant und actiongeladen schreiben?
Wie kann man so starke, einzigartige und vielseitige Charaktere schaffen?

Ich liebe Andra total und habe mein Herz an Okijen verloren. Und natürlich an Luke und Flover und Gerta und... Ach was... Alle Charaktere haben etwas ganz besonderes. ❤️

Es gibt so berührende Zitate und Weisheiten über die ich noch heute nachdenke.
Es gibt faszinierende Orte und einen detaillierten Weltenaufbau.
Der Glaube, die Kultur und die Technik...
All das ist eine wahnsinnig gut durchdachte Mischung und macht für mich ein richtig gutes Buch aus.

Ich bin einfach total fasziniert von dem Buch.
Die passenden Illustrationen, sowie die Spotify Playlist machen die Geschichte auch noch realistischer.

Fazit:
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Neon Birds ist nicht nur ein Buch für SciFi Fans, sondern für Leser die Fantasy mögen und Action lieben. Lest es und verliebt euch in diese wahnsinnig tollen Charaktere. Fiebert mit ihnen und lernt SciFi von einer anderen, ganz besonderen Art und Weise kennen 😍

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2020

Eine wunderschöne, berührende und positive Geschichte die zum Nachdenken anregt

Wörter auf Papier
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Immer wieder habe ich gelesen, wie außergewöhnlich und berührend die Romane des Königskinder Verlages sein sollen und nun ist es schon mein drittes Königskind in Folge und kein einziges hat mich bisher ...

Immer wieder habe ich gelesen, wie außergewöhnlich und berührend die Romane des Königskinder Verlages sein sollen und nun ist es schon mein drittes Königskind in Folge und kein einziges hat mich bisher enttäuscht.

Auch in diesem Roman werden so einzigartige und herzliche Charaktere gezeichnet, dass die Hintergrundgeschichten, sowie Probleme sehr anschaulich und authentisch dargestellt werden. Schon die ersten Sätze gaben mir das Gefühl, dass diese Geschichte etwas besonderes ist und mein Verständnis, wie viel Victor leiden musste, wuchs von Seite zu Seite.

Es ist ein spannendes Buch, weil viel passiert obwohl eigentlich gar nicht so viel passiert - Paradox.
Ich wollte einfach wissen, was er erlebt und welche Steine sich ihm in den Weg stellen. Nicht nur was das Stottern betrifft, sondern auch welche Fragen er sich stellt, welche Dinge er mit dem älteren Herren Mr. Spiro bespricht und auch was sich privat für ihn verändert.

Während seines Jobs als Zeitungsjunge entsteht eine ungewöhnliche und ganz besondere Freundschaft zwischen Victor und Mr. Spiro. Ebenso lernt er auf ungewöhnliche Art und Weise weitere Leute auf seiner Route kennen und gerät sogar in Gefahr.

Im Nachwort steht geschrieben: "während der Protagonist also mit einem schier übermächtigen Sprachproblem kämpft, lernt er auch, dass es im Leben noch viel mehr als stottern gibt." und das ist der große Punkt an der Sache.
Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt, denn die Unterhaltungen und Begegnungen mit den unterschiedlichen Leuten waren interessant, emotional und bewundernd und manchmal gibt es noch so viel wehr worüber man sich Gedanken machen könnte, als nur allein über das große Hauptproblem.
Es gibt mehr als stottern.
Was macht dich noch aus?
Wer bist du? :)

Der englische Orginaltitel lautet "Paperboy" und es lohnt sich einmal das Cover anzuschauen. Irgendwie finde ich es noch künstlerischer und ausdrucksstärker als die deutsche Fassung.

Fazit:
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Eine wunderschöne, berührende und dennoch positive Geschichte aus der man viel mitnehmen kann, die einen zum Nachdenken anregt und wunderbar unterhält.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

So ein schönes, abenteuerlustiges und positives Buch

Milchmädchen
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Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, über Vorurteile, Zusammenhalt und die Liebe zu Kühen.

Ich finde es wirklich erstaunlich und berührend, dass eine ganze Siedlung zusammenhält und ...

Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, über Vorurteile, Zusammenhalt und die Liebe zu Kühen.

Ich finde es wirklich erstaunlich und berührend, dass eine ganze Siedlung zusammenhält und ein großes Geheimnis bewahrt, nur um zwölf Kühe vor dem Schlachter zu retten. Es schweißt die Menschen zusammen und aus Fremden werden Freunde.

Inhalt:
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Eigentlich mag Gemma "Cowgirl" nicht wirklich. Aber eigentlich nur, weil ihre Freundin Sian sie nicht leiden kann. Doch die Umstände lassen sie zu Verbündeten werden, die gemeinsam Pferde, oder besser gesagt Kühe stehlen können.

Meine Meinung:
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Es gibt wenige Geschichten, die in so schöner, abenteuerlustigen und positiven Form zeigen, wie Freundschaften entstehen können und ein ganzes Dorf zusammenhält und das nur, weil zwei Mädchen sich dazu entscheiden ein Dutzend Kühe zu retten.
Es klingt verrückt, aber gleichzeitig auch motivierend und zeigt was man erreichen kann, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht und alle Vorurteile über Bord wirft.
Die Charaktere sind so herzlich, charismatisch und vielseitig. Die Hintergrundgeschichten sind berührend und sehr realitätsnah.
Am liebsten würde ich nach diesem Buch zu einer Weide spazieren und eine Kuh streicheln, denn diese Geschichte hat es geschafft, mir ein neues Bild von Kühen zu geben und sie ab sofot mit anderen Augen zu sehen.

Fazit:
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Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der eine schöne Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt lesen möchte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Hoffnung, Mitleid und Freude so nah bei einander - klare Lese Empfehlung

Der Geruch von Häusern anderer Leute
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Wenn man nach einem Buch das Verlangen nach Blaubeerkuchen hat und die verwobenen Schicksale der Charaktere weiter in den Gedanken herumkreisen, dann war es wohl ein sehr gutes Buch.
Und ja, das kann ...

Wenn man nach einem Buch das Verlangen nach Blaubeerkuchen hat und die verwobenen Schicksale der Charaktere weiter in den Gedanken herumkreisen, dann war es wohl ein sehr gutes Buch.
Und ja, das kann ich bei "Der Geruch von Häusern anderer Leute" eindeutig bestätigen.

In diesem wirklich feinfühligen Roman voller Poesie und faszinierender Einzigartigkeit, lernen wir die authentischen Lebenswelten warmherziger Charaktere kennen und erleben mit ihnen Hoffnung, Mitleid und Freude.

Inhalt:
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Sechs junge Leute, deren Geschichten wir in ihren jeweiligen Kapiteln kennenlernen, nehmen uns mit auf eine Reise in ihre Welt zwischen Kanada und Alaska, wo sich immer wieder ihre Wege kreuzen. Ob Zufall oder Schicksal - am Ende hat alles miteinander zu tun und wird zu einer gemeinsamen Geschichte.

Meine Meinung:
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Dieser Roman steckt voller sanfter Worte, berührender Momente und bildhafter Darstellungen.
Ich war gefangen in einer völlig neuen und dennoch realen Welt, die mich oft zum Nachdenken und Träumen gebracht hat.
Vor allem das letzte Kapitel hat mir Tränen in die Augen getrieben, weil es ein so schönes Ende war, auch wenn etwas Traurigkeit mitschwingt.
Ich habe mit diesem Werk ein neues Lieblingsbuch gefunden und mir noch weitere Bücher des Königskinder Verlages bestellt.
Ganz große Lese-Empfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere