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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2024

Kurzweilig und interessante Unterhaltung

Dieser Beitrag wurde entfernt
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Ein kurzes, aber intensives Leseerlebnis. Das Buch mit etwas über 100 Seiten liest sich schnell und flüssig, was durch den packenden Erzählstil der Autorin unterstützt wird. Trotz seiner Kürze schafft ...

Ein kurzes, aber intensives Leseerlebnis. Das Buch mit etwas über 100 Seiten liest sich schnell und flüssig, was durch den packenden Erzählstil der Autorin unterstützt wird. Trotz seiner Kürze schafft es der Roman, einen erschreckend realistischen Einblick in den Alltag eines Content Betrachters zu geben.
Die psychischen Belastungen werden gut dargestellt, denen Menschen ausgesetzt sind, die tagtäglich verstörende Inhalte auf sozialen Medien moderieren müssen. Dabei wird nicht nur die Schwere dieses Jobs deutlich, sondern auch, wie sehr soziale Medien unser Denken und unsere Wahrnehmung beeinflussen können. Besonders beeindruckend fand ich, wie Bervoets die Diskrepanz zwischen Fremd- und Eigenwahrnehmung darstellt und den Leser dazu bringt, über die eigene Nutzung und Wahrnehmung sozialer Medien nachzudenken.
Die Charaktere sind alle eher etwas schemenhaft und eher distanziert skizziert, was es eher schwer macht eine Beziehung aufzubauen. Tut aber auch nicht unbedingt Not bei der Kürze.
Das Ende des Buches kommt etwas plötzlich und bleibt sehr offen, was vielleicht nicht jedermanns Geschmack trifft. Es lässt jedoch Raum für eigene Interpretationen und Nachdenken darüber, was man gerade gelesen hat. Insgesamt ist "Dieser Beitrag wurde entfernt" ein aufwühlendes Werk, das mit wichtigen Fragen und Themen konfrontiert, die in unserer digitalisierten Welt oft übersehen werden.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Leider enttäuscht

WiccaCreed | Rache & Feuer
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(Enthält leichten Spoiler)
Rache und Feuer ist der abschließende Band der Wicca-Trilogie und konnte leider meine Erwartungen nicht erfüllen. Obwohl die Geschichte mit Band Eins einen vielversprechenden ...

(Enthält leichten Spoiler)
Rache und Feuer ist der abschließende Band der Wicca-Trilogie und konnte leider meine Erwartungen nicht erfüllen. Obwohl die Geschichte mit Band Eins einen vielversprechenden Anfang nahm, zieht sich die Handlung in diesem finalen Teil enorm in die Länge.

Ein zentrales Problem war für mich die immer wiederkehrende Darstellung der bösen Königin. Sie wird als übermäßig böse beschrieben, stets drei Schritte voraus und fast schon unbesiegbar. Diese einseitige Darstellung führt dazu, dass sich die Geschichte immer wieder in denselben Mustern verliert: „Sie ist so böse und ich bin so schwach.“ Diese wiederkehrenden Gedanken der Protagonistin werden schnell ermüdend, da sie die Handlung nicht wirklich voranbringen, sondern vielmehr auf der Stelle treten lassen. Das die Protagonistin eigentlich eine der mächtigsten Figuren ist, macht diese Gedanken noch ein Stück nerviger.
Auch die Beziehung zwischen der Protagonistin und dem "bösen Auferstandenen" ist ermüdend. Ständig wird betont, dass er ja der Böse ist und ihm nicht zu trauen ist, und dennoch scheint sie ihm immer wieder zu verfallen. Diese innere Zerrissenheit ist zu Beginn des Buchs noch spannend, wird aber mit fortlaufender Story eher eine nervende Wiederholung desselben Konflikts, ohne dass sich die Figuren dabei weiterentwickeln.

Die ständige Wiederholung und die zahlreichen, oft unnötigen Verstrickungen führen dazu, dass die Handlung trotz eines schnellen und einfachen Schreibstils nervend wird.
Am Ende des Buches blieb bei mir ein Gefühl der Enttäuschung zurück. Nach all den Längen und Wiederholungen kommt die Geschichte zu einem kurzen und wenig zufriedenstellenden Ende. Der finale Kampf ist innerhalb von ein paar Seiten abgevespert und danach Friede, Freude, Eierkuchen, wo noch ein paar Seiten davor ihr Herz unwiderruflich gebrochen wurde. Der ewige Aufbau des Plots wirkt im Nachhinein nicht gerechtfertigt, da das Finale weder überrascht noch wirklich fesselt.

Ich wollte die Reihe wirklich so gerne mögen, nach dem ersten Band war ich auch sehr positiv gestimmt. Leider wird dieses Potential in den beiden anderen Bänden, aber vor allem im Finale nicht genutzt und hinterlässt mich eher frustriert als begeistert. Was als spannende Trilogie begann, endet leider in einem langatmigen und enttäuschenden Abschluss.

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Veröffentlicht am 17.08.2024

Anders als erwartet

Liebe auf drei Pfoten
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Das niedliche Cover und der Titel lassen auf den ersten Blick auf eine leichte, herzerwärmende Lektüre schließen. Doch der Inhalt überrascht und entwickelt sich anders als erwartet. Tatsächlich verbirgt ...

Das niedliche Cover und der Titel lassen auf den ersten Blick auf eine leichte, herzerwärmende Lektüre schließen. Doch der Inhalt überrascht und entwickelt sich anders als erwartet. Tatsächlich verbirgt sich hinter den Seiten eine tiefgründigere Erzählung, die sich jedoch leider nicht immer flüssig lesen lässt.
Die Charaktere sind sehr schön und detailreich gestaltet, was es einfach macht, sich in sie hineinzuversetzen und mit ihnen mitzufühlen. Ihre persönlichen Entwicklungen und Beziehungen untereinander sind gut durchdacht und wirken authentisch. Allerdings zieht sich die Handlung an einigen Stellen, sodass ich mich dabei erwischte, gedanklich abzuschweifen oder auf die nächsten spannenderen Ereignisse zu warten.
Der Verlauf der Geschichte hat mich immer mal wieder überrascht, allerdings hätte ich mir an einigen Stellen einen fließenderen Übergang und weniger langatmige Passagen gewünscht. Die Zusammenhänge ergeben sich nur langsam und schleppend, ergeben am Schluss aber ein rundes Bild.
War ok, aber leider nicht so richtig mein Geschmack.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Faszinierendes Werk

Das alte Japan. Sagen, Mythen, Märchen, Bräuche
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Ein faszinierendes Werk, das den Leser in die Welt der japanischen Mythen, Legenden und Bräuche entführt. Mitford, der als britischer Diplomat im 19. Jahrhundert in Japan lebte, bietet eine Sammlung von ...

Ein faszinierendes Werk, das den Leser in die Welt der japanischen Mythen, Legenden und Bräuche entführt. Mitford, der als britischer Diplomat im 19. Jahrhundert in Japan lebte, bietet eine Sammlung von Geschichten, die einen tiefen Einblick in die japanische Kultur und Traditionen gewähren.
Das Buch ist jedoch kein leichtes Lesevergnügen, das man in einem Rutsch durchlesen kann. Die Geschichten, die oft voller Details und kultureller Anspielungen sind, verlangen nach Pausen, um die Eindrücke zu verarbeiten und die vielfältigen Aspekte der japanischen Kultur wirklich zu würdigen.
Das Inhaltsverzeichnis dient dabei als hilfreicher Leitfaden. Es gibt einen kurzen Überblick über die behandelten Geschichten und ermöglicht es, gezielt in einzelne Themen einzutauchen.
Insgesamt ist "Das alte Japan" eine wertvolle Sammlung, die jedoch Geduld und Muße erfordert. Wer bereit ist, sich auf die Reise einzulassen und den Geschichten Zeit zum Nachklingen gibt, wird mit einem tieferen Verständnis der japanischen Kultur und ihrer historischen Wurzeln belohnt.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Gelungener Start

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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Ein wunderschönes, ruhiges Meisterwerk, das die Herzen von Bücherliebenden und Romantikern gleichermaßen berührt. In dieser zauberhaften Erzählung tauchen wir tief in die Welt einer kleinen Buchhandlung ...

Ein wunderschönes, ruhiges Meisterwerk, das die Herzen von Bücherliebenden und Romantikern gleichermaßen berührt. In dieser zauberhaften Erzählung tauchen wir tief in die Welt einer kleinen Buchhandlung im Tokioter Stadtteil Jimbocho ein, einem Paradies für alle, die Bücher und das geschriebene Wort lieben.
Die Geschichte folgt der jungen Protagonistin Takako, die nach einer persönlichen Krise Zuflucht in der Buchhandlung ihres Onkels findet. Was als vorübergehender Aufenthalt beginnt, entwickelt sich zu einer Reise der Selbstfindung, Heilung und einem tiefen Verständnis für die Kraft der Literatur. Yagisawa schafft es, die Atmosphäre der Buchhandlung so lebendig und greifbar zu machen, dass man sich selbst zwischen den staubigen Regalen und alten Büchern wiederfindet.
Die Charaktere sind liebevoll und authentisch gezeichnet, besonders der Onkel Satoru, dessen unkonventionelle, aber herzliche Art sofort Sympathien weckt. Die Entwicklung von Takako ist nachvollziehbar und berührend; ihre wachsende Liebe zu Büchern und das Wiederentdecken von Lebensfreude ist inspirierend.
Yagisawas Erzählstil ist ruhig und dennoch fesselnd, voller kleiner Weisheiten und poetischer Momente, die zum Nachdenken anregen. Die subtilen, aber tiefgründigen Botschaften über die Bedeutung von Familie, Freundschaft und dem Finden eines Platzes im Leben machen dieses Buch zu einem besonderen Erlebnis.
Es ist ein liebevoller Tribut an das Lesen und an die stille Kraft, die Literatur in unserem Leben entfalten kann. Ein absolutes Muss für alle, die sich nach einer warmherzigen, ermutigenden Lektüre sehnen.

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