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Veröffentlicht am 30.12.2019

Ein klasse vorgelesener, solider Thriller

Todesfalle
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Ich habe mich auf den neuen Thriller von Karen Rose gefreut. Da ich schon fast alles von ihr gelesen oder gehört habe, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.
Der Einstieg ist heftig, denn Jazzie findet ...

Ich habe mich auf den neuen Thriller von Karen Rose gefreut. Da ich schon fast alles von ihr gelesen oder gehört habe, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.
Der Einstieg ist heftig, denn Jazzie findet ihre zu Tode geprügelte Mutter, nicht ahnend, dass der Mörder noch in unmittelbarer Nähe ist. Dann hört sie ihn, sieht ihn aber nicht. Die Szene hat durch die emotionale Lesung von Sabina Godec ein echtes Gänsehautfeeling erzeugt.
Jazzie und ihre Schwester kommen in ein Therapieprogramm. Dort treffen sie auf Taylor, die dort eine Praktikumsstelle hat, auf die sie sich ganz gezielt beworben hat. Dafür hatte sie triftige Gründe, denn ihr leiblicher Vater, der von ihrer eigenen Mutter immer als Monster dargestellt wurde, arbeitet ebenfalls auf der Ranch.
Jazzie vertraut Taylor, ein Umstand, der beide in große Gefahr bringt, hat der Mörder doch beschlossen, kein Risiko einzugehen.
Ich war gespannt, wie es Karen Rose nach diesem Einstieg schafft, den Spannungsbogen hoch zu halten. Anfangs ist ihr das ganz gut gelungen und man ist nah dran an den Gedanken des Mörders, der ziemlich gefühlskalt und skrupellos ist. Bei seinen Gedanken stellen sich mir die Haare auf.
Im weiteren Verlauf erfährt man viel über Taylor und ihre Beweggründe, sich auf die Praktikumsstelle zu bewerben. Das war alles nicht uninteressant und ich mag es durchaus gerne, wenn man ein bisschen mehr über das Familienleben der Protagonisten erfährt. Aber durch diese ausführlichen Erzählungen bleibt die Spannung etwas auf der Strecke.
Und obwohl ich alle Teile der Baltimore-Reihe kenne, hat es etwas gedauert, bis ich die vielen Personen gedanklich sortieren konnte. Andererseits hat es mich gefreut, auf Protagonisten aus den Vorgängerbänden zu treffen.
Die Spannung wurde gegen Ende wieder deutlich gesteigert, aber dazwischen haben sich leise ein paar Unstimmigkeiten, was die Polizeiarbeit und die Handlung betrifft, eingeschlichen. Da kann man durchaus mal darüber hinwegsehen, aber es waren einfach zu viele Szenen, die mich nicht überzeugt haben.
Die bei Karen Rose obligatorische Liebesgeschichte ist auch hier zu finden, doch hat mir das Knistern zwischen den beiden Protagonisten gefehlt. Das kann die Autorin eindeutig besser!
Die Charaktere fand ich meist sympathisch und die Autorin hat diese vielschichtig geschaffen. Der Schreibstil ist locker-leicht und flüssig, sodass das Lesen oder Hören Spaß macht.
Sabina Godec hat „Todesfalle“ fantastisch gelesen. Ihre Stimme zu hören, war für mich ein bisschen wie heimkommen. Sie hat diesen gefühlsbetonten Thriller sehr emotional vorgetragen und den Hörer allein durch ihren Vortrag mit in die Handlung hineingezogen. Sie versteht es hervorragend, die Emotionen und Gefühle der unterschiedlichen Charaktere wiederzugeben.

Fazit:
„Todesfalle“ ist sicher nicht der beste Thriller der Autorin, aber ich hatte trotzdem spannende Hörstunden mit Sabina Godec. Es gab einige überraschende Wendungen, lebendige Charaktere, Familiendrama und viele Emotionen. Trotz kleiner Schwächen ein solider Thriller, den ich gerne weiterempfehlen kann

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Veröffentlicht am 29.12.2019

Ein solider Zons-Thriller, gut vorgelesen

Kalter Zwilling
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„Kalter Zwilling“ ist ein Thriller aus der Zons-Reihe der Autorin Catherine Shepherd. Wie bereits gewohnt, gibt es zwei Erzählstränge, die abwechselnd erzählt werden. Einen, der in Zons um 1500 spielt ...

„Kalter Zwilling“ ist ein Thriller aus der Zons-Reihe der Autorin Catherine Shepherd. Wie bereits gewohnt, gibt es zwei Erzählstränge, die abwechselnd erzählt werden. Einen, der in Zons um 1500 spielt und in der Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache für Recht und Ordnung sorgt. Dort hat eine alte Hexe ein junges Mädchen mit einem Fluch belegt, der auch die weiteren Generationen ihrer Familie treffen soll.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker, sodass man sich sehr schnell auf die Story einlassen kann.
Im mittelalterlichen Zons erschüttert eine schreckliche Mordserie das Städtchen. Bastian ermittelt und hat einen Verdacht, doch der gibt nur weitere Rätsel auf, in Form von gefälschten Münzen, die er bei seinen Ermittlungen findet. Wer steckt dahinter? Und was hat es mit einem der Zwillinge auf sich, der hin und wieder an Orten auftaucht, an denen ihn keiner vermutet? Was hat er gesehen? Und wie passt alles zusammen? Die mittelalterliche Welt von Zons ist von der Autorin gut beschrieben und es war spannend, die Geschehnisse und geheimen Aktivitäten zu verfolgen. Bastian ist sympathisch und ich habe mit ihm mitgefiebert. Je näher er der Lösung des Falles kommt, desto größer wird die Bedrohung für sein Leben und seine Familie.
Der andere Erzählstrang spielt in der Gegenwart, ebenfalls in Zons. Kommissar Bergmann beschäftigt ein grausamer Mord an einer Prostituierten. Doch das soll nicht das einzige Opfer bleiben. Zeitgleich möchte Olivers Freundin Emily einen Artikel über psychopatische Persönlichkeiten schreiben und recherchiert in einer psychiatrischen Klinik, die vor den Toren Zons liegt.
Der Fall in der Gegenwart beginnt spannend, aber dann schleichen sich Längen und Ungereimtheiten ein. Ich gestehe jedem Autor durchaus eine künstlerische Freiheit zu, aber hier waren es doch ein paar Dinge zu viel, sodass hier einiges recht konstruiert wirkt und damit nicht glaubwürdig ist. Was den Täter betrifft, bin ich lange im Dunkeln getappt, das war gut gemacht. Oliver Bergmannn ist ein sympathischer Ermittler, aber es gab einige Charaktere, deren Handlungen für mich nicht immer nachvollziehbar waren.
Leider konnte mich dieser Thriller nicht so packen wie die anderen aus dieser Reihe. Das lag daran, dass einiges einfach unglaubwürdig ist und ich es nicht nachvollziehen konnte. Die Verbindung der Gegenwart mit der Vergangenheit hat für mich nicht wirklich geklappt, das war mir eine Spur zu mystisch. Schade, das kann die Autorin besser. Und am Ende wurden leider auch nicht alle Fragen geklärt.
Ich habe mir das Hörbuch angehört, das von Wolfgang Berger klasse gelesen wurde. Seine Stimme und seine Art vorzulesen, passt hervorragend zu diesem Thriller. Er verbreitet ein richtiges Gänsehautfeeling und Spannung pur. Es hat Spaß gemacht, ihm zuzuhören.

Fazit:
Der Thriller hat mich diesmal nicht ganz überzeugt, da gab es in der Story leider zu viele Ungereimtheiten, über die ich trotz der tollen Lesung von Wolfgang Berger nicht hinwegsehen konnte. Die Story bekommt von mir 3 Sterne, der Sprecher volle 5 Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2019

Ein spannender Auftakt - klasse vorgelesen

Schwert & Meister 1
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Mir ist der Einstieg in die Geschichte „Schwerter & Meister 1“ leicht gefallen. Das lag zum einen am Schreibstil des Autors Florian Clever, der locker und leicht-verständlich, aber auch sehr bildhaft ist, ...

Mir ist der Einstieg in die Geschichte „Schwerter & Meister 1“ leicht gefallen. Das lag zum einen am Schreibstil des Autors Florian Clever, der locker und leicht-verständlich, aber auch sehr bildhaft ist, sodass man sich die Welt, in der der Schmied Woitilar und sein Sohn Glen leben sehr gut vorstellen kann. Zum anderen lag es am Sprecher Max Hoffmann, der den Zuhörer mit seinem Vortrag fesselt und mitreißt.
Der Schmied Woitilar bekommt unverhofft zwei Aufträge: Er soll für einen Herzog einen Stab aus dem sagenumwobenen Niyn fertigen, das er jedoch erst im Berg schürfen muss. Schwerter, die aus diesem magischen Erz geschmiedet werden, sind legendär, aber auch gefährlich. Und gleichzeitig bekommt Woitilar vom Reitervolk der Rashtei einen Großauftrag bezüglich einer Eisenlieferung.
Seine Familie wird bedroht, sollte er es nicht schaffen, diese Aufträge zu erledigen.
Bei dieser Geschichte handelt es sich um den Auftakt einer vielversprechenden Fantasy-Reihe. Gut gefallen haben mir die Namen, die sehr unterschiedlich sind, was das Hörbuch hören erleichtert. „Schwerter & Meister1“ ist spannend, fesselnd und überraschend, da die Story unverhofft und unerwartet Wendungen nimmt, was den Spannungsbogen hoch hält. In Band 1 lernen wir vor allem den Schmied Woitilar und seinen Sohn Glen näher kennen. Hat man das Hörbuch erst einmal begonnen, so kann man es nicht so schnell zur Seite legen. Und je mehr man hört, desto mehr schafft es die Geschichte, den Hörer in seinen Bann zu ziehen. Einziger Wermutstropfen: das Ende. Das war viel zu schnell da und dabei hätte ich so gerne gewusst, wie es weitergeht. Ich hoffe, dass die weiteren Bände ebenfalls als Hörbücher erscheinen.
Den Sprecher Max Hoffmann kannte ich tatsächlich noch nicht, obwohl mir seine Stimme sehr vertraut vorkam. Seine Stimme ist angenehm und lebendig und er setzt sie gekonnt facettenreich ein. Zu diesem Setting passt sie echt super. Überhaupt hat mir die Idee und die Welt von Mervaron sehr gut gefallen.

Fazit:
Ein vielversprechender Auftakt eines Fantasy-Epos, das einfach Spaß macht. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert. Von mir gibt’s eine Hörempfehlung für alle Fantasy-Fans.

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Veröffentlicht am 17.12.2019

Leidenschaftlich, emotional und spannend

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Von der Autorin Samantha Young habe ich schon sehr viel gehört. Boston Nights ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Es wird nicht mein letztes bleiben. Sie hat einen unglaublich tollen Schreibstil ...

Von der Autorin Samantha Young habe ich schon sehr viel gehört. Boston Nights ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Es wird nicht mein letztes bleiben. Sie hat einen unglaublich tollen Schreibstil – sehr angenehm, locker, emotional und gleichzeitig ausgesprochen humorvoll.
Ava hat das Gefühl, dass sich alles und jeder gegen sie verschworen hat. Sie will nach einer unschönen Zeit endlich nach Hause, aber ein Stolperstein namens Caleb stellt sich ihr ein ums andere Mal in den Weg. Er schnappt ihr das letzte Upgrade-Ticket vor der Nase weg, an der Kaffeeschlange ist es schneller und dabei ist er unglaublich arrogant und unfreundlich. Dann muss Ava im umgebuchten Flug zu ihrem Entsetzen feststellen, dass sie auch noch neben ihm sitzt. Dabei wäre sie lieber weit weg von ihm.
Man kommt schnell in die Story und diese hat mich so schnell nicht wieder losgelassen.
Die Geschichte ist ausschließlich aus Avas Sicht erzählt, was mir echt gut gefallen hat, denn es hat hier absolut gepasst. Zudem gibt es immer wieder Rückblicke in Avas Vergangenheit, sodass man nach und nach mehr über Avas Leben, ihre Gedanken, ihre Emotionen und warum sie so handelt, erfährt.
Zwischen Ava und Caleb sprühen gleich zu Beginn die Funken und zwar die aus Wut und Arroganz. Doch das hält nicht lange, und so lässt sich Ava auf einen One-Nights-Stand mit Caleb ein – mit dem besten Sex ihres Leben, denn im Bett sprühen die Funken weiter, aber nun sind es die der Leidenschaft. Anschließend besitzt Caleb die Frechheit, ihr während seines Aufenthalts in Boston eine unverbindliche Affäre anzubieten. Nun ist guter Rat teuer, aber was hat Ava schon zu verlieren?
Mit Ava und Caleb hat die Autorin zwei äußerst interessante und vielschichtige Charaktere geschaffen. Ava wirkt wie ein Püppchen, das nur wert auf ihr Äußeres legt, sie ist es aber nicht und man kommt nicht umhin, sie sehr schnell ins Herz zu schließen.
Caleb hat seine Mauern hochgefahren und verbirgt sein Herz hinter seiner Arroganz und seiner Überheblichkeit. Kann Ava seine Mauern einreißen und ist er bereit das zuzulassen?
Die Entwicklung der Protagonisten hat die Autorin exzellent dargestellt, die Emotionen sind greifbar und man fühlt sich als Leser nah dran am Geschehen. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam und kurzweilig und den Schlagabtausch zwischen den beiden Protagonisten fand ich ein ums andere Mal sehr amüsant. Es geht nicht nur um Leidenschaft, sondern auch um Freundschaft, um Liebe und Verrat, um Vergebung und den Mut, einen Neuanfang zu starten. Die Autorin hat sie abwechslungsreich, emotional und spannend erzählt, die Handlung ist nachvollziehbar und glaubhaft, der Sex ist heiß und prickelnd.
Fazit:
Von mir gibt’s‘ eine absolute Leseempfehlung für diese emotionale und leidenschaftliche Achterbahnfahrt.

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Veröffentlicht am 09.12.2019

Ein spannend vorgelesener Thriller

Dunkle Botschaft
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In „Dunkle Botschaft“ ermitteln der Kommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz in ihrem vierten Fall. Für mich war es der zweite Fall und der kann auch ganz gut ohne Vorkenntnisse ...

In „Dunkle Botschaft“ ermitteln der Kommissar Florian Kessler und die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz in ihrem vierten Fall. Für mich war es der zweite Fall und der kann auch ganz gut ohne Vorkenntnisse gelesen und gehört werden.
Catherine Shepherd hat einen angenehm flüssigen Schreibstil, der sich gut lesen lässt und der den Leser gleich von der ersten Seite an fesselt. Der Prolog ist gruselig mit Gänsehautfeeling und man fragt sich, wie jemand so grausam sein kann. Die Story ist ohne Frage spannend, die Handlung ist durchsetzt von nicht vorhersehbaren Wendungen Die Autorin hält den Spannungsbogen permanent hoch und setzt am Ende noch eins drauf! Dazu kommt, dass man bis zum Ende im Dunkeln tappt, was den Täter betrifft – klar man hat eine dunkle Ahnung, doch deswegen ist man kein bisschen schlauer.
Dieser Thriller wird aus unterschiedlichen Erzählperspektiven erzählt. Zum einen kann man sich ganz gut in die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz hineinversetzen. Julia nimmt sich ihre Fälle sehr zu Herzen und ermittelt dann auch mal selber bzw. zusammen mit ihrer Assistentin Lenya, obwohl dies wohl eher der Aufgabenbereich der Polizei wäre. Und natürlich schafft sie es, sich bei solchen Aktionen in Schwierigkeiten zu bringen. Auf der anderen Seite erlebt man die unschöne Jugend eines Unbekannten, die in Rückblenden erzählt wird. Jeder Erzählstrang für sich ist spannend und die Autorin schafft es, diese beiden am Ende geschickt miteinander zu verweben.
Ebenso nervenaufreibend ist die Suche nach dem Serientäter, der in seinen Opfern eine Botschaft hinterlässt, die die Polizei binnen kürzester Zeit lösen muss – sonst hat das nächste Opfer keine Chance.
Und neben der Aufklärung des Falles, hat Julia auch Schwierigkeiten in ihrem Privatleben.
Mir hat die Mischung aus Beruf und Privatlebens ganz gut gefallen. Außerdem mag ich Julia und Florian gerne, was bei den sympathischen und authentischen Protagonisten nicht weiter schwer fällt.
Ich habe mir „Dunkle Botschaft“ als Hörbuch angehört, welches Svenja Pages mit viel Gefühl und passenden Emotionen klasse vorgelesen hat. Grusige Stellen werden durch das gekonnte Einsetzen ihrer Stimme noch ein Stück gruseliger. Der Vortrag an sich ist kurzweilig, da sie den Personen unterschiedliche Stimmfärbungen gibt, wobei ich finde, dass ihr die männlichen Stimmen nicht ganz so gut gelingen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Und einmal angefangen, fiel es mir schwer, den Thriller auszuschalten – ich war an zwei Tagen mit dem Hören fertig.
Fazit:
Ich kann diesen Thriller, in dem ein perfider Serienmörder sein Unwesen treibt, jedem Thriller-Fan weiterempfehlen. Ich hatte spannende und unterhaltsame Hörstunden.

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