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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2021

Bin vor Spannung fast geplatzt!

Haunted Hearts
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„Ich bin nicht die schwache Blume, für die ihr mich haltet!“

Dieses Buch ist von Anfang bis Ende unglaublich spannend! Es gibt viele überraschende Wendungen und so einige Figuren sind nicht die, die sie ...

„Ich bin nicht die schwache Blume, für die ihr mich haltet!“

Dieses Buch ist von Anfang bis Ende unglaublich spannend! Es gibt viele überraschende Wendungen und so einige Figuren sind nicht die, die sie zu sein scheinen.

Darum geht's: Isabelle d'Hiver, Oberhaupt des gleichnamigen magischen Hauses, kehrt nach einigen Jahren wieder in ihre Heimatstadt Paris zurück. Ihr Herz ist gebrochen, seit ihr Geliebter Julien sie ohne einen ersichtlichen Grund verlassen hat. Viel Zeit zur Erholung bleibt ihr nicht, denn Isabelle ist nach Hause zurückgekehrt um die Häuser vor der dunklen Magie zu warnen, die sich auf der Welt breitmacht. In Paris angekommen wird ihr jedoch schnell klar, dass die sogenannte Schuldmagie auch schon ihre Heimat erreicht hat. Außerdem hat sich ein Poltergeist in ihrem Anwesen breitgemacht, der Isabelle an den Kragen will und sich als ein alter Bekannter entpuppt. Unterstützung erhält sie von Balthasar, dem Oberhaupt des Hauses Ivoire, doch auch er scheint eigene Absichten zu verfolgen. Wird Isabelle es schaffen, die Häuser vor dem Untergang zu bewahren?

Die Idee mit den Häusern finde ich wahnsinnig gut. In dem Buch gibt es acht von ihnen, fünf weitere sind bereits erloschen, da es keinem magiebegabten Erben gab. Ihre Fähigkeiten sind an die noch bestehenden Häuser übergangen. Isabelle gehört dem Haus Hiver an, dem Licht des Eises und des Winters. Jedes Haus hat eigene Fähigkeiten und ihre Magien sind unterschiedlich gefärbt. Am Ende des Buches gibt es eine Aufzählung der Häuser.

Isabelle ist eine starke Frau, die es als weibliches Oberhaupt Ende des 19. Jahrhunderts wahrlich nicht leicht hat. Von den männlichen Oberhäuptern wird sich belächelt und als eine zarte Blume betrachtet - dabei ist sie so viel mehr. Und genau das beweist sie allen.

Balthasar ist mein absoluter Liebling, er ist zwar undurchschaubar und man weiß nicht so recht, woran man bei ihm ist, aber hinter der harten Schale verbirgt sich ein weiches Herz - eine ganz wundervolle Figur.

Der Schreibstil ist echt super, die kurzen Kapitel lassen die Seiten nur so davonfliegen. Ich bin wirklich verliebt in dieses Buch - und in Balthasar - und kann es nur wärmstens empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2021

Religionskrieg hautnah!

Die Stadt der Tränen
3

„Hunderttausende Menschen wurden im Namen Gottes abgeschlachtet, […] und alles nur wegen des Rechts, so zu beten, wie wir es möchten, für das Recht, in der eigenen Sprache zu beten.“

Die spannende Buchreihe ...

„Hunderttausende Menschen wurden im Namen Gottes abgeschlachtet, […] und alles nur wegen des Rechts, so zu beten, wie wir es möchten, für das Recht, in der eigenen Sprache zu beten.“

Die spannende Buchreihe rund um Minou und Piet geht in die zweite Runde! Nach den Abenteuern aus Band 1 hat sich das Paar in Puivert niedergelassen, dort ziehen sie ihre Kinder Marta und Jean-Jacques groß, auch Tante Salvadora, Bernard, Alis und Aimeric sind mit von der Partie.
Doch direkt zu Beginn des Romans wird das glückliche Familienleben von dunklen Ereignissen überschattet, denn der Kampf gegen Vidal ist noch nicht gewonnen.
Die Familie wird nach Paris geladen, zur Hochzeit zwischen einem Hugenottenkönig und einer Katholikenprinzessin. Da sich die Hugenottenkriege gerade auf ihren Höhenpunkt zubewegen, ist dieses Ereignis von großer Bedeutung, alles was Rang und Namen hat findet sich in der Hauptstadt ein – und genau das wird ihnen zum Verhängnis.
Nach besagter Hochzeit ereignet sich die Bartholomäusnacht, der viele Hugenotten zum Opfer fallen. Auch die Familie unserer Protagonisten bleibt davon nicht verschont, sie werden auseinandergerissen, Minou und Piet fliehen nach Amsterdam, dabei steht ihnen eine niederländische Frau zur Seite, die brisante Neuigkeiten für Piet bereithält.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und angemessen für ein Buch dieses Genres. Der historische Hintergrund macht die Handlung sehr interessant, ich war schon vorher sehr interessiert an diesem Religionskrieg, deswegen hat mir dieses Buch umso besser gefallen. Kate Moss beschreibt das Leid, das die Bürger damals erdulden mussten, sehr eindringlich und schonungslos, einige Szenen sind echt heftig und zeigen aus heutiger Sicht sehr gut, wie sinnlos diese ganzen Tode waren. Es ist einfach nur furchtbar und regt einen wirklich zum Nachdenken an, schließlich gibt es auch heute noch Religionskriege, die nur anders geführt werden…

Wie in jedem historischen Roman gibt es viele Sichtwechsel, hier kommt jede wichtige Figur einmal an die Reihe. Manchmal war genau das etwas zu viel des Guten und man hätte sich diesen speziellen Perspektivwechsel sparen können, weil er einfach nichts zur Handlung beiträgt.

Außerdem bietet die Handlung viele nebensächliche Erzählstränge, die dem Hauptstrang an Spannung jedoch in nichts nachstehen. Allerdings wurde diesen teilweise nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet, sie sind durch Zeitsprünge einfach im Sande verlaufen, wodurch ein runder Schluss des Romans nicht möglich wird. Es stellt sich nun die Frage, ob diese Nebenstränge in Band 3 noch einmal aufgegriffen werden…

Diese kleinen Kritikpunkte fallen allerdings nicht allzu sehr ins Gewicht, ich hatte viel Freude beim Lesen dieses Romans und kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. :)

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 26.03.2021

Haufenweise Bookboyfriends!

Tavith (Band 1): Wenn Himmel und Hölle sich lieben
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Tavith ist mein erstes Buch aus dem Sternensandverlag und war gleich ein Volltreffer.

Im Fokus stehen der Nymphenkönig Jiyan und die Tavith Amaleya, deren Schicksale untrennbar miteinander verwoben sind. ...

Tavith ist mein erstes Buch aus dem Sternensandverlag und war gleich ein Volltreffer.

Im Fokus stehen der Nymphenkönig Jiyan und die Tavith Amaleya, deren Schicksale untrennbar miteinander verwoben sind. Während sie einander näherkommen, brechen unruhige Zeiten an. Dazu hütet Amaleya ein Geheimnis, das ihre Beziehung zu Jiyan auf ewig zerstören könnte...

Ich finde es super, dass sich die Autorin den Nymphen gewidmet an, denn diese nehmen in den meisten Geschichten nur eine untergeordnete Rolle ein. Die Darstellung des Nymphenvolkes war sehr schön, ich habe mich zwischen diesen offenen und warmherzigen Wesen sehr wohlgefühlt! Besonders Jiyans Freunde sind der Knaller.

Wie schon eingangs erwähnt hält dieser Roman eine Menge Bookboyfriends bereit, von Jiyan über Lorcas bis Sergen ist für jeden Geschmack etwas dabei, ich selber kann mich kaum für einen entscheiden. ;)

Am schönsten fand ich die Gedichte, die einige Kapitel von einander trennen und zu der aktuellen Situation passen. Diese Gedichte sind einfach nur wow, da musste ich jedes Mal ganz andächtig innehalten.

Der abgezogene halbe Stern hängt mit meinem einzigen Kritikpunkt zusammen: Ich kann Amaleya absolut nicht leiden. Während andere ihre Persönlichkeit als bewundernswert, stark und unabhängig bezeichnen, ist sie in meinen Augen einfach nur respektlos, uneinsichtig und weiß nicht, wann Schluss ist. Natürlich hat ihre harte Vergangenheit sie geprägt, aber diese Entschuldigung ist nur bedingt akzeptabel. Zum Ende hin gab es allerdings einige Szenen, in denen sie mir besser gefallen hat. Obwohl Amaleya als Hauptfigur recht häufig auftritt, hat dies meine Freunde an dem Buch keineswegs gemindert. Der Schreibstil ist angenehm und der Spannungsbogen wurde aufrechterhalten. Auch einige emotionale Stellen gab es, bei einer hatte ich echt Gänsehaut!

Tavith ist eine ganz klare Leseempfehlung für jeden Fantasyliebhaber.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2021

Komplexes Worldbuilding!

Rakna
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Als Kind gelangt Rakna durch Zufall in eine andere Welt, wo sie prompt von einem Dämon angefallen wird, nur das Eingreifen einer Elfe verhindert, dass Rakna selber zu einem Dämon wird. Nur ein Mal an ihrer ...

Als Kind gelangt Rakna durch Zufall in eine andere Welt, wo sie prompt von einem Dämon angefallen wird, nur das Eingreifen einer Elfe verhindert, dass Rakna selber zu einem Dämon wird. Nur ein Mal an ihrer Schulter erinnert an den Vorfall, ein Geheimnis, das Rakna penibel hütet, niemand darf es jemals zu Gesicht bekommen, denn dann würden die Menschen sie vertreiben. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen fliegt Rakna irgendwann auf und so landet sie erneut in der Elfenwelt, diesmal wird sie von dem Erdvolk aufgenommen und ausgebildet. Als Menschenfrau hat sie es dort natürlich nicht leicht, sie wird von einigen Elfen herablassend behandelt. Glücklicherweise stehen ihr ihre Freunde zur Seite, die die Ausbildung an ihrer Seite bestreiten.
Doch es brechen unruhige Zeiten in der Elfenwelt an, die Ereignisse überschlagen sich und Rakna findet sich mitten im Geschehen wieder – ein Krieg steht bevor.
Auch die Liebe kommt in diesem Roman nicht zu kurz, da hält die Autorin einige überraschende Wendungen bereit…

Josephine Becker versteht sich darauf, selbst den kleinsten Nebenfiguren eine Persönlichkeit einzuhauchen, so gehört der Käfer Brus zu meinen liebsten Figuren. Für seine Größe ist er eine ziemliche Dramaqueen und spielt in der Handlung eine wichtige Rolle.
Die Autorin hat diesen Roman im Selfpublishing veröffentlicht, was ich sehr bewundernswert finde, denn da steckt immer eine Menge Arbeit hinter!
Der Schreibstil ist recht angenehm, das Buch liest sich sehr schnell. Das Worldbuilding und das Glossar hinten im Buch erinnern mich etwas an die Elfen-Reihe von Bernhard Hennen, nur ist „Rakna“ nicht so langatmig und brutal.
Am Ende gibt es einen fiesen Cliffhanger, der Lust auf Band 2 macht, welcher glücklicherweise bald erscheint.

  • Cover
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  • Handlung
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