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Veröffentlicht am 23.03.2025

Schöne Idee, mangelhafte Umsetzung

Das Kaufhaus der Träume
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Das Buch zieht einen anfangs sehr schnell in seine Welt hinein. Alles wirkt frisch, neu, unverbraucht. Die Traumwelt, die beschrieben wird, wirkt interessant und man möchte darin gleich tiefer eintauchen ...

Das Buch zieht einen anfangs sehr schnell in seine Welt hinein. Alles wirkt frisch, neu, unverbraucht. Die Traumwelt, die beschrieben wird, wirkt interessant und man möchte darin gleich tiefer eintauchen und Abenteuer erleben.

An dieser Stelle folgt das ABER. Es bleibt bei einer schönen Idee. Wenn man das halbe Buch gelesen hat, weiß man eigentlich längst alles und es passiert auch nicht mehr wirklich viel. Kein Spannungsbogen, kein großes Problem das gelöst werden muss. Die Autorin hält sich sehr an den Codex von Dallerguts' Kaufhaus: Den Leuten ein gutes Gefühl geben. Ein wundervoller Appell, aber für eine wirkungsvolle Geschichte zu wenig. Dabei hätte es viele Elemente gegeben, um Spannung rein zu bringen. Es wird beispielsweise nie aufgegriffen, ob sich die Bezahlung von Kunden in Form von Gefühlen (nach dem Traum) irgendwie auch negativ auswirken könnte. Da gibt es Menschen, die nach ihren Träumen mit "Freudiger Aufregung", "Neugierde", "Erleichterung", "Selbstwertgefühl" oder "Selbstvertrauen" bezahlen. Das ist der Verdienst des Kaufhauses, anderer Läden und natürlich der Traumproduzenten. Aber den Menschen geht es nach den Träumen gut. Auch wird in der Traumwelt oft erwähnt, dass manche Träume sehr teuer sind. Wenn man aber einfach immer danach mit dem jeweiligen Gefühl beim Träumen zahlt, ist es für den Träumenden gleich. Zumal die Bezahlung keinen Einfluss auf ihr Leben hat.

Als Ideenentwurf ist der Roman wirklich gut. Ich habe mir selbst vorgestellt in dieser Welt umherzulaufen und Träume zu kaufen oder doch viel lieber selbst zu entwerfen. Es gibt einige schöne Details und einige Einwürfe aus verschiedenen Träumen sind schön und interessant zu lesen. Es fühlte sich aber stellenweise unausgereift an. Da hätte die Autorin handlungsfokusierter arbeiten sollen.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Spionage, Liebe und Kunst

Die tausend Farben von Paris
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Zunächst sei das außerordentlich schöne Cover gelobt. Es gefällt mir farblich mit den pastelligen Tönen sehr gut. Es wirkt dadurch sehr cozy. Davon sollte man sich allerdings nicht bezüglich der Handlung ...

Zunächst sei das außerordentlich schöne Cover gelobt. Es gefällt mir farblich mit den pastelligen Tönen sehr gut. Es wirkt dadurch sehr cozy. Davon sollte man sich allerdings nicht bezüglich der Handlung täuschen lassen. Es geht zwar auch um cozy Lovestories (ja, zwei!), aber eben auch Spionage und ein dunkles Kapitel des NS-Regimes.

Es fiel mir sehr leicht in das Geschehen des Buches einzutauchen. Der Lesestil ist außerordentlich gut, locker, leicht, aber gleichzeitig niveauvoll. Es werden komplexe Geschehnisse mit sehr viel Leichtigkeit eingestreut. Die Charaktere konnten mich alle auf Anhieb begeistern. Sie zeichnen verschiedene Facetten und Eigenschaften ab und fügen sich gut zueinander. Frank, kommt zunächst etwas sprunghaft rüber. Jack, Künstler durch und durch und Lebemann. Rose, die Fotografin, aus gutem Hause. Dazu noch Amelie, die in einem bescheidenen Blumenladen arbeitet und sich lieber von zu viel Drama fern halten will. Hinzu kommen zahlreiche größere und kleinere Nebencharaktere, die vor allem für die Krimikomponente des Romans entscheidend sind.

Das Buch macht jede Sekunde Freude zu lesen und man möchte wissen wie es weitergeht. Manches wurde etwas zu einfach zum Ende hin gelöst. Es passte ins Gesamtbild hinein, aber damit hätte man noch mehr spielen können.

Ich hatte das Buch innerhalb eines Tages durch. Damit hatte ich bei einem historischen Roman gar nicht gerechnet. Daher eine klare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Buchentwicklung

BEEP! BEEP! Read all about it!
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Peter Felixberger stellt in "BEEP! BEEP! Read all about it" sein selbstentwickeltes Buch-Entstehungs-Entwicklungs-Programm vor, kurz BEEP. Dabei geht er in 4 Schritten vor. Dazu zählen: Identität, Claim/Buchidee, ...

Peter Felixberger stellt in "BEEP! BEEP! Read all about it" sein selbstentwickeltes Buch-Entstehungs-Entwicklungs-Programm vor, kurz BEEP. Dabei geht er in 4 Schritten vor. Dazu zählen: Identität, Claim/Buchidee, Zielgruppen/Botschaften/Appelle, Titel/Positionierung. Dieses Modell wird anhand von 15 futuristischen Büchern vorgestellt. Jedes davon bildlich und typografisch gut in Szene gesetzt. Das Buch ist weniger dazu gedacht es von vorne bis hinten durchzulesen, als immer mal wieder durchzublättern und in den Beispielen zu stöbern. Der chemische Geruch des Buches ist allerdings etwas störend, verblasste bei mir jedoch nach ein paar Tagen etwas. Am Tag der Ankunft konnte ich es nicht lesen wegen dem Geruch.

Inhaltlich ist es qualitativ hochwertig. Ich hatte mir allerdings etwas anderes vorgestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt denke ich, dass ich eher auf mir bekannte Techniken und Stützen beim Schreiben zurückgreifen werde. Vielleicht wird es mir in der Zukunft aber doch noch hilfreich. Wer weiß? Momentan finde ich es in seinen Beispielen etwas zu konkret und mir fehlt irgendwie der Ansporn das Model konkret nach diesem Plan umzusetzen. Das Buch gibt wenig Appell zur Eigeninitiative in Punkto schreiben. Das fehlt mir etwas. Wer jedoch Beispiele für das Ausformulieren von Buchideen sucht ist hier sicher gut bedient.

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Veröffentlicht am 18.03.2025

Sozialexperiment?

Ganz aus Splittern
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Das Cover und der Buchschnitt gefallen mir ausgesprochen gut. Allerdings hätte ich bei dem Look eher klassisches New Adult, Spice, Dark Romance erwartet. Genres, die mir leider überwiegend gar ...

Das Cover und der Buchschnitt gefallen mir ausgesprochen gut. Allerdings hätte ich bei dem Look eher klassisches New Adult, Spice, Dark Romance erwartet. Genres, die mir leider überwiegend gar nicht gefallen. Allerdings haben sie oft eine schöne Gestaltung. Ich war überrascht eine tiefgründige und gesellschaftskritische Story wie diese hinter dieser Fassade zu finden. Das meine ich daher durchaus positiv.

Danke Lake ist noch eine sehr junge Autorin und "Ganz aus Splittern" ihr Erstlingswerk. Sie greift in diesem jedoch ein Thema auf, dass zumindest im deutschen Raum eher totgeschwiegen wird. Die gesellschaftlichen Schichten und damit verbundene Privilegien und Probleme.

Chrissys leben gleicht einen Scherbenhaufen, sodass der Titel des Buches Programm für die gesamte Geschichte bleibt. Berührend wird erzählt wie ihr bester Freund T ihr einziger Anker in ihrer Welt ist. Ihre Mutter dröhnt sich den ganzen Tag mit Tabletten zu und ignoriert wie toxisch ihr neuer Mann Marcel ist. Ihrer Tochter hört sie nicht zu, fängt an ihr gegenüber aggressiv zu werden. Die Möglichkeit an eine andere Schule zu wechseln wird für Chrissy zum Lichtblick, der allerdings nicht ganz ohne Hürden verläuft.

Ein Roman um Gerechtigkeit, Unrecht, vieles dazwischen. Eine Geschichte, die Hoffnung und Mut vermittelt, selbst wenn alles chancenlos wirkt.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Kult

Willkommen in Gravity Falls - Verschollene Legenden
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Obwohl ich wohl gar nicht mehr wirklich zur Alters-Zielgruppe gehöre, mag ich die Serie "Willkommen in Gravity Falls" sehr gerne. Es hat einen skurrilen Humor, der auch für Erwachsene durchaus ...

Obwohl ich wohl gar nicht mehr wirklich zur Alters-Zielgruppe gehöre, mag ich die Serie "Willkommen in Gravity Falls" sehr gerne. Es hat einen skurrilen Humor, der auch für Erwachsene durchaus lustig ist. Manche Feinheiten glaube ich versteht man sogar auch erst ab einem gewissen Alter.

Der Comic hat die gleiche Qualität wie die Serie. Es macht Spaß etwas zum blättern in der Hand zu haben. Der Druck ist sehr hochwertig und auch die Illustrationen stehen denen in der Serie in nichts nach. Ich hatte Spaß beim Lesen und es war mal etwas anderes. Jedem Fan der Serie kann ich es nur empfehlen. Ich hoffe es wird noch viele weitere Comics geben. Der mystische, chaotische, witzige Stil eignet sich einfach super dafür. In dieser Welt steckt so viel Liebe zum Detail und bietet meiner Meinung sogar Potential die Idee für Erwachsene nochmal mit echten Schauspielern umzusetzen.

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