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Veröffentlicht am 08.09.2025

Humorvolles aus dem Leben eines missverstandenen Mopses

Alle nennen mich Nein-Sam – Ein ahnungsloser Mops beißt sich durch
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„Miau war futsch. Frau Kuschel-Puschel verschwunden. Vor allem aber hatte Justin ein gebrochenes Herz. Und ich war an allem schuld.“ (S. 187)

Meine Meinung:
Dies ist das Tagebuch eines kleinen, unerschrockenen ...

„Miau war futsch. Frau Kuschel-Puschel verschwunden. Vor allem aber hatte Justin ein gebrochenes Herz. Und ich war an allem schuld.“ (S. 187)

Meine Meinung:
Dies ist das Tagebuch eines kleinen, unerschrockenen Mopses, den sein erster Nacktaffe „Nein-Sam“ getauft hat (obwohl er eigentlich Knurro-Wuff-Wuff heißt, aber was wissen die Nacktaffen schon?). Über Umwege (ein deprimierendes Gefängnis) zieht Nein-Sam dann bei einer neuen Familie ein, und obwohl sich Nein-Sam wirklich alle Mühe gibt, scheinen die Nacktaffen ihn immer wieder misszuverstehen…

Der kleine und (fast) furchtlose Nein-Sam wächst einem beim Lesen schon auf den ersten Seiten ans Herz. Aus seinen Augen erleben wir die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel und es ist kaum verwunderlich, dass die Kommunikation und das Verständnis zwischen Nein-Sam und den Nacktaffen doch sehr gestört ist. Hinter der wunderbaren Fassade seines neuen Zuhauses mit weißem Trinkbrunnen (in einem Extra-Zimmer!), K*ackteppich und Kausessel, lauern doch so viele Gefahren und ernstzunehmende Gegner, von der hartnäckigen Zauberin mit Donnerzepter, über eine hinterlistige Medusa bis hin zu einem mysteriösen Geisterwolf und Zombie-Piraten, die schatztruhenplündernd durch das Wohngebiet ziehen.

Doch zum Glück hat Nein-Sam mit Miau einen coolen Side-Kick (der in seinem magischem Sandofen auch noch die wunderbasten Leckerli-Plätzchen produzieren kann!). Und dann gibt es auch noch die beiden Nacktaffen Drago und Grisha, die ja soooooo nett sind!

Über rund 220 Seiten begleiten wir auf diese Weise das unglaublich humorvolle, manchmal aber auch zum Nachdenken anregende Abenteuer von Nein-Sam, wie er sich mühsam die schräge Welt der Nacktaffen erschließt und dabei so manch brenzlige Situation meistern muss. Das zu lesen macht einfach unglaublich viel Spaß und sorgt immer wieder für Grinser, Lacher und viel Gekicher. Auch dank der vielen großartigen Illustrationen.

Für mich nicht nur ein großartiges Kinderbuch, sondern auch eine tolle Lektüre für alle, bei denen zum ersten Mal ein Hund einzieht! 😉

FAZIT:
Eine wunderbar humorvolle Geschichte voller Missverständnisse mit einem kleinen Helden, der ganz groß herauskommt!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Ein würdiges Finale für Hans & Herbert!

Finale
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Sechs Jahre nach den „Inselhippies“ beschert uns Kult-Autor Friedrich Kalpenstein das „Finale“ seiner Herbert-Reihe. Nach den denkwürdigen und turbulenten Ereignissen auf Ibiza, hat sich bei Hans das Leben ...

Sechs Jahre nach den „Inselhippies“ beschert uns Kult-Autor Friedrich Kalpenstein das „Finale“ seiner Herbert-Reihe. Nach den denkwürdigen und turbulenten Ereignissen auf Ibiza, hat sich bei Hans das Leben eingegrooved und scheint nun in geordneten Familienahnen zu laufen. Doch vollkommen unerwartet taucht eine neue, große Herausforderung am sehr nahen Horizont für Münchens besten Burger-Bruzzler auf…

Was habe ich sie genossen, die sieben Vorgänger! Wie oft habe ich beim Lesen Tränen gelacht über Hans´ und Herberts Eskapaden. Entsprechend groß war meine Freude, als ich endlich das lang ersehnte „Finale“ in den Händen gehalten habe. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Auch wenn es nun etwas ruhiger und beschaulicher um H&H geworden ist, so bringt doch auch dieser Band wieder reichlich Humor mit, allen voran natürlich durch die wunderbaren Dialoge zwischen H&H und ihren beiden besseren Hälften. Aber auch diverse zotige Anekdoten sind natürlich wieder mit dabei - vom spontanen Hamster-Tod unterm Sofakissen bis hin zur tieffliegenden Geburtstagstorte oder der schockierenden und gleichfalls überraschenden Fremdgeh-Beichte von Hans, bei dem ich mir nun nach sieben Bänden felsenfest sicher bin, dass „Hansdampf“ nach unserem Hans benannt worden ist. Und was die Storyline angeht: Natürlich hat der Autor auch dieses mal die ein oder andere Überraschung für seine Protagonisten und uns im Gepäck!

Jede einzelne Seite habe ich beim Lesen genossen und bin viel zu schnell durch die Lektüre geflogen - ich konnte mich halt nicht zusammenreißen. Ein wirklich wunderbares Wiederlesen mit H&H! Und ein kleines bisschen habe ich ja auch noch die Hoffnung, dass es eines Tages auch noch einen Roman nach dem Finale geben wird… 😉

FAZIT:
Ganz wunderbar - wie immer! Vielen Dank für diese Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Das Spiel des Lebens - Eine anspruchsvolle wissenschaftliche Zeitreise, sehr unterhaltsam präsentiert

Cosmix
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„Energetisch gesehen besteht der Unterschied zwischen uns und einer Blume in einem einzigen Atom: Eisen in unserem Blut statt Magnesium im Chlorophyll. (..) Um Haaresbreite - etwa mit Magnesium anstelle ...

„Energetisch gesehen besteht der Unterschied zwischen uns und einer Blume in einem einzigen Atom: Eisen in unserem Blut statt Magnesium im Chlorophyll. (..) Um Haaresbreite - etwa mit Magnesium anstelle von Eisen - wären wir Zierpflanzen geworden.“ (S. 100)

Meine Meinung:
Auch wenn dieses Buch unter „Graphic Novel“ läuft und auch eine Geschichte erzählt (die von den Wissenschaftlern Luce & Hilbert, die eine wissenschaftliche Fernsehshow präsentieren) ist dies inhaltlich doch eher ein Sachbuch, das sich die Darstellungskraft von Bildern sehr gut und geschickt zu Nutze macht.

Autor Laurent Schafer, der sich rund drei Jahre mit diesem Projekt beschäftigt hat, fängt hier bei den Ursprüngen des Universums an und führt uns dabei über die Entstehung des Lebens bis hin zu einem nicht-lokalen Quantenuniversum. Das ist sehr viel Wissenschaft, sehr viel Theorie und viele abstrakt erscheinende Gedankengänge. Man sollte also schon ein gewisses Interesse an Naturwissenschaften, eine kleine Portion Neugier und eine ungeteilte Aufmerksamkeit mitbringen, um dieses Buch zu verstehen und auch zu genießen.

Wenn es einen zum Beispiel neugierig macht, dass Laurent Schafer uns hier unseren ältesten Vorfahren „Luca“ vorstellt, uns die Theorie des Multiversums als zweites Argument gegen den Zufall näherbringt und erstaunliche wissenschaftliche Phänomene, für die wir auch heute noch keine ausreichende Erklärung haben, vorstellt (wie etwa die „Regel 30“), dann wird einen dieses Buch begeistern - so wie es mich begeistert hat!

Natürlich sind nicht alle wissenschaftlichen Erkenntnisse auf den ersten Blick einfach zu verstehen, aber die Form der „Graphic Novel“ nutzt hierzu die Kraft der Bilder und Illustrationen wirklich großartig aus und stellt auch komplexe Zusammenhänge mit grafischen Modellen und Beispielen nachvollziehbar dar. Und selbst wenn man nicht alles beim ersten Lesen vollständig durchdringt, ist das auch kein Beinbruch. Dann liest man die Stelle einfach noch mal in Ruhe nach oder liest einfach weiter, denn man kann, aber man muss hier nicht zwingend alles wirklich verstehen. Sehr schön ist dabei auch, dass lustige kleine Details in der Rahmenstory (wie etwa den Pasta-Running-Gag oder auch den hyperaktiven Käfer Fred) das Leseerlebnis zwischendurch immer wieder auflockern und für „wissenschaftsfreie“ Unterhaltung sorgen.

FAZIT:
Wer sich neugierig auf diese spannende wissenschaftliche Reise einlässt, wird es nicht bereuen!

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Broken Angels - ein sehr gelungener Start für die neue Reihe!

Dunkle Sühne
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„Emmys Hand fuhr zum Mund, aber sie brachte keinen Ton heraus. Ihr Herz pumpte kein Blut mehr. Das Clifton-Eiswasser in ihren Adern war eingefroren. Sie war wie gelähmt vor Entsetzen.“ (S. 490)

Meine ...

„Emmys Hand fuhr zum Mund, aber sie brachte keinen Ton heraus. Ihr Herz pumpte kein Blut mehr. Das Clifton-Eiswasser in ihren Adern war eingefroren. Sie war wie gelähmt vor Entsetzen.“ (S. 490)

Meine Meinung:
North Falls, ein ruhiger kleiner Ort im US-amerikanischen Bundesstaat Georgia: Keine tausend Einwohner, eher wohlhabende Verhältnisse, jeder kennt jeden und die meisten Einwohner scheinen irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert zu sein. Doch die fragile beschauliche Kulisse fällt jäh in sich zusammen, als am Abend des Nationalfeiertags zwei Teenager spurlos verschwinden…

Zugegeben, ich brauchte etwas Zeit, um in diesem Buch, in dieser Story so richtig anzukommen. Nach einem spannenden Prolog nehmen die Charaktereinführung und dann -entwicklung sehr breiten Raum in der Geschichte ein. Sehr genau, ja fast schon akribisch, zeichnet die Autorin ein Portrait von North Falls und seinen Einwohnern. Auch wenn ich ihre oftmals großartig bildlichen Beschreibungen sehr mag, wie z.B. „Haarschnitt wie Ned-Flanders von den Simpsons“ oder auch ihr „Granny-Smith-Gesicht“, so habe ich im ersten Drittel doch das Tempo im Voranschreiten des Plots etwas vermisst. Nach rund 200 Seiten kam dann aber die erste faustdicke Überraschung, als die Geschichte plötzlich zwölf Jahre in die Zukunft gesprungen ist. Dies war dann der Startschuss, ab dem die Geschichte deutlich an Fahr aufgenommen hat und im Verlauf derer uns Karin Slaughter immer wieder mit neuen unvorhergesehenen Wendungen überrascht, sei es in der Storyline selbst oder z.B. durch die späte Einführung einer weiteren Protagonistin, die frisches Blut und neuen Schwung in die Geschichte bringt und damit eine tolle Bereicherung des „Ensembles“ ist. Manche dieser Wendungen haben mich zu wirklich zutiefst überrascht, andere regelrecht schockiert – und das ganz bis zum Schluss!

Alles in allem eine meisterhaft konstruierte und detailverliebt erzählte Geschichte, bei der sich der etwas längere Anlauf nach Hintern heraus absolut lohnt. Hier spielt die Autorin ihr ganzes Können und ihre jahrzehntelange Erfahrung aus und legt damit erfolgreich den Grundstein zu einer neuen Reihe, auf deren Folgebände ich mich freue!

FAZIT:
Karin Slaughter beweist einmal mehr, dass sie zu den absoluten internationalen Top-Thriller-Autorinnen gehört.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Die Auferstehung der drei Kult-Detektive - ein vielversprechender Start!

Die Auferstehung
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„Das war alles ziemlich aussichtslos, fand Justus. Überhaupt war das hier kein richtiger Fall, wenn man es recht bedachte. Es ging nicht, wie früher, um Spukschlösser, flüsternde Mumien, verfluchte Edelsteine ...

„Das war alles ziemlich aussichtslos, fand Justus. Überhaupt war das hier kein richtiger Fall, wenn man es recht bedachte. Es ging nicht, wie früher, um Spukschlösser, flüsternde Mumien, verfluchte Edelsteine oder verborgene Schätze.“ (S. 144)

Meine Meinung:
Es gibt nicht Vieles, was ich nachhaltig so sehr mit meiner Kindheit in den 80er Jahren verbinde wie die Abenteuer der „Drei ???“, egal ob als Buch oder auf Kompaktkassette (ja, später dann auch auf CD). Entsprechend gespannt war ich auf dieses Buch, zumal Andreas Eschbach zu meinen Lieblingsautoren gehört.

Passender Weise sind Justus, Peter und Bob in dieser Geschichte mitgealtert und nun Anfang 50. Die größte Überraschung war aber, dass es die „Drei ???“ nicht mehr gibt und sich die drei Freunde von damals auseinandergelebt haben und jeder seiner eigenen Wege gegangen ist. Und genauso wie ich selbst mit dieser Situation beim Lesen gehadert habe, hadern auch Peter, Bob und vor allem Justus damit. Entsprechend nimmt die aktuelle Vorstellung der drei im ersten Drittel des Buches sehr breiten Raum ein, während der Fall dieses Buches doch sehr deutlich in den Hintergrund rückt. Mir persönlich war es in diesem ersten Abschnitt etwas zu viel Gehader und Bedauern, insbesondere bei Justus, der irgendwie noch immer nicht richtig im Erwachsenenleben angekommen zu sein scheint.

Vergleichsweise spät nimmt dann der eigentliche Fall etwas Fahrt auf, aber auch hier war ich zunächst etwas enttäuscht. Ich bin von Andreas Eschbach sehr komplexe, raffiniert gewobene und außergewöhnliche Geschichten gewohnt, vom genialen „Jesus Video“ über den prophetischen „Herr aller Dinge“ bis hin zum sehr spannenden „Todesengel“. Die Grundidee dieses Falls hier hatte ich allerdings schon ein paar Mal in diversen Serien (z.B. „White Collar“) oder Filmen gesehen. Erst als der Autor dann noch einen mystischen Touch mit hineingebracht hat (was ja sehr gut zu den „alten“ Fällen der Drei ??? passt), konnte mich der Fall dann doch in seinen Bann ziehen.

Das zweite Drittel des Buches fand dann auch eine bessere Balance zwischen Charakterentwicklung und Storytelling und im finalen Drittel kam dann auch die (von mir lang erwartete) Spannung nicht zu kurz, so dass sich doch noch ein echtes Abenteuer mit Gefahren, Überraschungen und einem authentischen „Drei ???“-Feeling ergeben hat. Auf den letzten Seiten beschert uns Andreas Eschbach sogar noch ein extrem überraschendes Widersehen!

Es hat lange gebraucht, um die Drei ??? wieder zusammen zu bringen und mich in der Geschichte ankommen zu lassen. Doch nun, wo dies „geschafft“ ist, würde ich mich über weitere Bände sehr freuen, in denen dann sicherlich die Fälle wieder in den Vordergrund gerückt werden.

FAZIT:
Ein würdiger Start mit leichten Anlaufschwierigkeiten aber einem aussichtsreichen Versprechen auf weiter neue Fälle!

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