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Veröffentlicht am 04.09.2022

Mir zuviel Klamauk

Affenhitze (Kluftinger-Krimis 12)
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In einer Tongrube bei Pforzen wurden Teile des Skelets von Udo gefunden, einem Urzeitaffen, der wohl aufrecht gehen wurde. Bei einer feierlichen Veranstaltung wird dann aber noch ein Skelet gefunden, diesmal ...

In einer Tongrube bei Pforzen wurden Teile des Skelets von Udo gefunden, einem Urzeitaffen, der wohl aufrecht gehen wurde. Bei einer feierlichen Veranstaltung wird dann aber noch ein Skelet gefunden, diesmal aber ein frisches. Der Leiter der Grabung wurde unter einem Schaufelbagger verscharrt. Kluftinger und seine Kollegen machen sich also daran, herauszufinden, was passiert ist.

Privat macht Klufti sich Sorgen um seine Enkelin Maxima, die eine neue Nanny hat. Diese kommt ihm irgendwie seltsam vor, und so observiert er sie ein wenig, um herauszufinden, was sie so treibt.

Dieser zwölfte Fall für Klufti war wieder durchaus spannend. Mordmotive gibt es einige und bis zum Schluss ist es unklar, was denn nun genau passiert ist. Interessant fand ich auch das Thema mit der Sekte, die sich direkt neben der Tongrube niedergelassen hat.

Allerdings muss ich sagen, ging mir der klamaukige Humor diesmal teilweise einfach zu weit. Dass Klufti kein Technikfreak ist, wissen die Leser ja mittlerweile, aber mir war es dann teilweise auch einfach zu viel des Guten, wenn er wieder einmal mit der Technik und ihren Tücken gekämpft hat. An manchen Ecken passt sein Auftreten damit auch einfach nicht zu dem Ermittler, der am Ende ja doch immer den richtigen Riecher hat und die Einzelteile des Puzzles zusammenfügt.

Alles in allem habe ich mich aber gut mit diesem Fall amüsiert. Für Klufti Fans sicherlich wieder das richtige.

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Veröffentlicht am 01.09.2022

Leer in den Fünfzigern

Frisch ermittelt: Der Fall Vera Malottke
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Vera Malottke hat keinen guten Ruf. Als sie von Martha Frisch und ihrer Freundin und Nachbarin Traudel aber tot aufgefunden wird, glauben die beiden nicht daran, dass der Tod ein Unfall war. Und egal was ...

Vera Malottke hat keinen guten Ruf. Als sie von Martha Frisch und ihrer Freundin und Nachbarin Traudel aber tot aufgefunden wird, glauben die beiden nicht daran, dass der Tod ein Unfall war. Und egal was Frau Malottke getan hat, Gerechtigkeit verdient sie doch wohl trotzdem. Doch die Polizei möchte die gehobene Gesellschaft Leers, die wohl alle Kunden bei Frau Malottke waren, aus den Ermittlungen heraushalten und geht daher den leichten Weg: verhaftet wird ein Freund Veras, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Doch Kommissar Onnen hat seine Rechnung ohne Martha und ihre Freunde gemacht. Die machen sich auf den Täter auf eigene Faust zu ermitteln.

An sich hat mir das Buch gut gefallen. Die Geschichte war spannend und ich habe bis zum Schluss miträtseln können. Trotzdem habe ich mir ein wenig schwergetan, wird die Geschichte doch in der Gegenwart erzählt. Irgendwie mag ich das tatsächlich nicht so gern. Dazu kam, dass die Seilschaften, die hier geschildert wurden, mir eigentlich für diese Art Krimi schon wieder zu viel waren. Ja, natürlich gab es alte Nazi-Seilschaften in den Fünfzigern, die sich gegenseitig gedeckt haben, aber irgendwie fand ich, dass es hier nicht zu einem eher amüsanten Krimi gepasst hat.

Der Wechsel der Perspektiven hat mich wiederum nicht gestört, so lernte man alle Beteiligten gut kennen und selbst den Unsympathen unter ihnen konnte man einen menschlichen Zug nicht aberkennen. Das Setting hat gut in die Zeit gepasst du ich konnte mir Leer in den Fünfzigern gut vorstellen.

Am Ende gibt es noch eine Leseprobe zu Band 2, die Lust darauf macht den zweiten Band auch zu lesen. Ich werde dem Ganzen noch einmal eine Chance geben, jetzt kenne ich die Charaktere ja alle schon recht gut und es wird bestimmt wieder spannend.

Von mir daher durchaus eine Leseempfehlung für diesen Krimi aus der Nachkriegszeit.

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Veröffentlicht am 28.08.2022

schwächster Teil der Reihe

Töchter der Speicherstadt – Das Versprechen von Glück
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Band drei der Töchter der Speicherstadt setzt im Jahr 1956 ein und erzählt die Geschichte von Anna, der Tochter von Cläre. Anna interessiert sich für Kunst und Musik, wird aber von ihrer Mutter dazu angehalten ...

Band drei der Töchter der Speicherstadt setzt im Jahr 1956 ein und erzählt die Geschichte von Anna, der Tochter von Cläre. Anna interessiert sich für Kunst und Musik, wird aber von ihrer Mutter dazu angehalten im Kaffeekontor mitzuarbeiten. Anna möchte aber lieber das Leben genießen und als sie Hansi kennenlernt, scheint sich ihr eine neue Welt zu öffnen. Doch scheint es Hansi nicht ernst zu meinen und Anna beugt sich den Wünschen der Familie.

Ich muss sagen, der dritte Band der Reihe hat mich ein wenig enttäuscht. Am Anfang scheint sich Cläres Geschichte einfach zu wiederholen, allerdings zeigt Anna bei weitem nicht die Stärke ihrer Mutter und Großmutter. Sie nimmt vieles einfach hin und richtet sich ihr Leben mit so wenig Widerständen wie möglich ein. Ihr Charakter mag dem Frauenbild der 50er bis 70er Jahre entsprechen, passt aber meines Erachtens nicht zu den Frauen der Familie, die ihre eigenen Träume am Ende nie aus den Augen verloren haben.

Auch hat es mir nicht eingeleuchtet, dass Cläre ihrem Schwiegersohn zwar von Anfang an misstraut, sich aber über Jahrzehnte hinweg von ihm belügen lässt. Ich hätte mir hier gewünscht, dass sie die Zügel bei Behmer und Ehmke nach Kurts Tod wieder fester in die Hand genommen hätte. Die Geschichte rund um Irma und ihre Tochter Michaela war ein Schaustück dessen, was in der DDR passieren konnte. Hier ist es mir aber irgendwie nicht gelungen eine wirkliche Beziehung zu den beiden aufzubauen.

Ich hätte mir auch mehr über die Entwicklung der Kaffeebranche gewünscht. Tchibo und Kaffee Haag werden zwar am Rande erwähnt, aber welche Entwicklungen die Branche zwischen den 50ern und 80ern durchmacht, wird leider nicht näher dargestellt.

Trotz allem hat mich das Buch gut unterhalten und für mich ist die Reihe so auch gut beendet.

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Veröffentlicht am 22.08.2022

schöne Rezepte

Nudeln & Pasta! Das Goldene von GU
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Ich bin ja ein großer Fan der Goldenen von GU, ich blättere unheimlich gerne in diesen Büchern und probiere neue Rezepte aus.

Auch in diesem Buch rund um die Nudel gibt es wieder neue Dinge zu entdecken. ...

Ich bin ja ein großer Fan der Goldenen von GU, ich blättere unheimlich gerne in diesen Büchern und probiere neue Rezepte aus.

Auch in diesem Buch rund um die Nudel gibt es wieder neue Dinge zu entdecken. Das Buch gliedert sich in sieben Kapitel. Los geht es mit den Grundrezepten für Nudeln und Spätzle. Dann geht es um Suppen und Salate, schnelle Gerichte, Seelenfutter, gefüllte und überbackene Nudeln, sowie asiatische Gerichte. Jedem Kapitel sind allgemeine Tipps, passend zum Thema vorangestellt.

Was mir immer wichtig ist, ist ein aussagekräftiges Bild zum Rezept. Das ist bei jedem Rezept dabei und macht Appetit. Die Anleitungen sind gut verständlich. Die Rezepte sind jeweils für zwei Personen berechnet und lassen sich damit auch gut auf eine vierköpfige Familie hochrechnen.

Ich habe bis jetzt einige Rezepte ausprobiert, die gut bei meiner Familie angekommen sind und ich habe noch ganz viele Merker im Buch, was ich alles noch ausprobieren möchte.

Von daher kann ich das Buch wie auch andere aus der Reihe bedenkenlos empfehlen. Ein schöner Schmöker, in dem sich auch im elektronischen Exemplar gut blättern lässt.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

eine schöne Geschichte!

Inselheimat
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Lorna hat die schottische Insel Kip vor langer Zeit als junges Mädchen verlassen und kehrt nun mit ihrer Tochter dorthin zurück. Sie ist sich lange nicht sicher, ob es eine gute Idee, den Bruder, den sie ...

Lorna hat die schottische Insel Kip vor langer Zeit als junges Mädchen verlassen und kehrt nun mit ihrer Tochter dorthin zurück. Sie ist sich lange nicht sicher, ob es eine gute Idee, den Bruder, den sie seit 20 Jahren nicht gesehen hat und dessen ihr unbekannte Familie zu besuchen, aber ihre Tochter hat Kontakt zu ihrer Cousine aufgenommen und drängt nun, weil sie ihre Restfamilie kennenlernen möchte.

Das Buch wird wechselnd aus der Sich von Lorna und ihrer Schwägerin Alice in der Ich-Form erzählt. So lernt man beide Seiten der Familie gut kennen und erlebt, wie die beiden Frauen schneller als erwartet zueinander finden und Freundinnen werden. Und auch der Rest der Insel nimmt Lorna schneller wieder in die Gemeinschaft auf, als sich Lorna das erhofft hat.

Mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen. Lorna ist zwar sehr unsicher, ob sie willkommen, ist auf ihrer Heimatinsel, aber die Dorfgemeinschaft ist einfach toll, da freut man sich über jede kleine Geste. Kip selbst ist zwar recht herb beschrieben, scheint aber den Menschen, die dort Leben, eine wahre Heimat zu sein. Ich fand es schön, wie Lorna nach und nach ihre schützende Mauer einreißt und eine Annäherung nicht nur an ihren Bruder zulässt.

Mich hat die Geschichte zum Lachen und zum Lächeln gebracht und auch zwischenzeitlich zu Tränen gerührt. Ich habe mit Lorna, Alice und Jack mitgelitten und mich gefreut, wie sie sich langsam aneinander annähern und zu einer Familie werden. Der Autorin gelingt es hier eine wunderschöne Geschichte zu erzählen und dabei viele Dinge ganz nebenbei zu erwähnen. Dabei entsteht ein Bild im Kopf, so dass man eigentlich gerne nach Kip möchte, um dort einmal diese wunderbare Gemeinschaft zu erleben.

Von mir eine Leseempfehlung für dieses schöne Buch, das einen ein wenig mit in eine andere Welt nimmt.

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