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Veröffentlicht am 11.04.2019

Hyggelig

Mühle mit Meerblick
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Line kommt nach Strynø um dort nach ihrer Mutter zu suchen. Das Bild ihrer Mutter vor der dortigen Mühle ist der einzige Anhaltspunkt, den Line hat, um ihre Familie zu finden. Als sie dort ankommt, findet ...

Line kommt nach Strynø um dort nach ihrer Mutter zu suchen. Das Bild ihrer Mutter vor der dortigen Mühle ist der einzige Anhaltspunkt, den Line hat, um ihre Familie zu finden. Als sie dort ankommt, findet sie zwar nicht ihre Mutter, aber ihre Großmutter, die sie mit offenen Armen bei sich aufnimmt. Auch der Rest der Inselbewohner nimmt sie in ihre Gemeinschaft auf.
Auf der Insel lebt auch Adam, zurückgezogen und misstrauisch beäugt von den restlichen Bewohnern, hat er sich doch nie in das Leben dort integriert. Doch Line schafft es zu ihm vorzudringen und ihn hinter seinem Schutzwall hervorzuholen.

Mühle mit Meerblick ist ein wirklich wundervolles Buch. Line ist total unglücklich und auf Krawall gebürstet, als sie auf Strynø ankommt und verwandelt sich durch die Liebe ihrer Großmutter und der Unterstützung von Adam und den Inselbewohnern in eine selbstbewusste junge Frau. Was wie ein kitschiger Liebesroman klingt ist aber so toll geschrieben, dass man das breite Lächeln während des Lesens gar nicht aus dem Gesicht kriegt. Zwischendrin gibt es immer wieder Rückschläge, aber Line meistert die Aufgaben, die ihr das Leben stellt nicht ohen Selbstzweifel aber am Ende doch mit großem Selbstbewusstsein. Sie auf ihrem Weg zu begleiten hat wirklich Spaß gemacht. Und auch Adam entwickelt sich ganz toll von einem eigenbrötlerischen Griesgram zu jemanden, der Wissen weitergibt und andere dazu ermutigt, sie selbst zu sein, egal was andere dazu sagen.

Das Buch war das zweite Buch der Autorin, das ich gelesen habe und es hat mir um Welten besser gefallen als das erste, das ich auch gerne gelesen habe.
Daher von mir eine volle Leseempfehlung für dieses hyggelige Buch!

Veröffentlicht am 09.04.2019

Die Königinnen

Das Modehaus - Töchter der Freiheit
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Das Modehaus führt uns in drei Zeiten und wir begleiten drei Frauen. Einmal Fanny, die es kurz nach dem ersten Weltkrieg nach Paris zieht, um dort als Modeschöpferin zu arbeiten, da ihr daheim die Unterstützung ...

Das Modehaus führt uns in drei Zeiten und wir begleiten drei Frauen. Einmal Fanny, die es kurz nach dem ersten Weltkrieg nach Paris zieht, um dort als Modeschöpferin zu arbeiten, da ihr daheim die Unterstützung fehlt. Dann Lisbeth, die nach dem Krieg versucht das Modehaus König wieder aufzubauen und nach dem Krieg wieder neu anzufangen. Und zu guter Letzt ihre Tochter Rieke, die sich Anfang der siebziger Jahre plötzlich mit der Leitung des kurz vor dem Konkurs stehenden Modehauses beschäftigen muss. Allen dreien werden immer wieder Steine in den Weg gelegt und alle drei müssen sich klar werden, was sie aus ihrem Leben machen wollen.

Dabei sind die drei sehr verschieden. Fanny widersetzt sich den Konventionen und bricht aus, wohingegen die beiden anderen auf ihre Weise ihr Leben so leben, wie es von ihnen erwartet wird. Beide wagen den Ausbruch aber nur eine von beiden bekommt am Ende ihre Wünsche und die Erwartungen der Anderen unter einen Hut.


Das Buch zeigt sehr deutlich die Einschränkungen, unter denen die Frauen des letzten Jahrhunderts lange zu leiden hatten. Die Freiheit selbst über sich und ihr Leben zu entscheiden blieb den meisten Frauen verwehrt. Entweder durften sie von Staats her nicht arbeiten, oder weil der Mann es nicht wollte. Oder aber sie durften arbeiten, aber nur zu den Bedingungen der Männer.


Julia Kröhn ist es gelungen die Zeiten farbig einzufangen. Man sieht die Bilder vor Augen, Frankreich und Italien in den Zwanzigern, das zerbombte Frankfurt nach dem Krieg und das wiederauferstandene Frankfurt in den Siebzigern. Auch die gesellschaftlichen Gegebenheiten sind toll wiedergegeben. Wie die Frauen nach den Kriegen anpackten und wie es in den Siebzigern absolut unüblich war, als Ehefrau und Mutter arbeiten zu gehen. Und wie gleichzeitig über Abtreibung und die richtige Form des Feminismus diskutiert wurde.


Das Buch wird nicht chronologisch erzählt, es wechselt immer zwischen den Geschichten von Fanny, Lisbeth und Rieke. So fügt sich das Gesamtbild der Familie auch erst ganz am Ende zusammen.


Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, allerdings bin ich mit den drei Frauen nicht wirklich warm geworden. Dafür waren sie mir alle drei zu spröde und gefühlsarm. Die durchaus vorhandenen Gefühle werden regelmäßig unterdrückt und verleugnet. Glücklich ist keine der drei damit. Am nächsten ist mir am Ende doch Rieke gekommen, wahrscheinlich weil es der einzige Teil ist, der in der Ich-Form geschrieben ist.


Alles in allem war es ein schönes Buch, das mich aber emotional nicht so richtig packen konnte.

Veröffentlicht am 05.04.2019

Der vierte Happily Inc Band

Einmal für immer, bitte
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Einmal für immer, bitte ist der vierte Teil aus der Happily Inc Serie von Susan Mallery. Diesmal dreht sich alles um Silver, der Chefin von AlcoHaul, einer mobilen Bar, mit der sie die Hochzeiten im Ort ...

Einmal für immer, bitte ist der vierte Teil aus der Happily Inc Serie von Susan Mallery. Diesmal dreht sich alles um Silver, der Chefin von AlcoHaul, einer mobilen Bar, mit der sie die Hochzeiten im Ort unterstützt. Die Geschäfte laufen gut und sie muss immer wieder Termine absagen, weil die Kapazitäten fehlen.
So stellt Silver einen Antrag auf einen Kredit bei der Bank, der allerdings abgelehnt wird. Hier kommt dann Drew ins Spiel, der die Bank zwar mit leitet, aber an der Kreditentscheidung nicht beteiligt war. Drew bietet Silver an, als Teilhaber mit in die Firma einzusteigen und damit das nötige Kapital mit einzubringen, um zwei weitere Trailer zu kaufen.
Silver ist sich erst unschlüssig, waren Drew und sie doch ein Paar uns hatten ein Kind, das sie nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatten. Trotzdem willigt sie ein und so werden Drew und sie Geschäftspartner.

Mich hat dieses Buch wieder gut unterhalten, trifft man doch auf alte Bekannte und auch die Geschichte von Cade und Bethany wird weitergeführt. Was ich allerdings schade fand, dass Wynn uns Jaspers Geschichte nur so nebenbei angekratzt wurde. Hier hätte ich mir doch ein eigenes Buch gewünscht.
Allerdings habe ich bei https://happilyinc.susanmallery.com/ gesehen, dass im Oktober ein weiteres Buch erscheinen wird, in dem Jasper die Hauptrolle spielen wird. Ich bin gespannt, wann dann die deutsche Übersetzung dazu kommt.

Alles in allem ist es nicht das stärkste Buch der Serie, trotzdem habe ich es gerne gelesen und ich war sehr gespannt, wie sich die Verwicklungen am Ende wieder auflösen. Denn ein Happy End ist bei solchen Büchern ja Pflicht.
Für Fans der Serie ist es auf jeden Fall empfehlenswert, Neueinsteigern würde ich jedoch raten, vorher erst die anderen Bände zu lesen um die Zusammenhänge besser zu verstehen.

Von mir daher eine Leseempfehlung

Veröffentlicht am 04.04.2019

eine wunderbare Familiengeschichte!

Die Fliedertochter
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In "Die Fliedertochter" begleiten wir zwei Frauen auf ihrer Reise von Berlin nach Wien. 1936 beschließt die Halbjüdin Luzie Berlin zu verlassen und in Wien ein neues Leben als Künstlerin zu beginnen. Sie ...

In "Die Fliedertochter" begleiten wir zwei Frauen auf ihrer Reise von Berlin nach Wien. 1936 beschließt die Halbjüdin Luzie Berlin zu verlassen und in Wien ein neues Leben als Künstlerin zu beginnen. Sie findet dort Freunde, Familie und die Liebe, aber auch unendliches Leid.
2018 macht sich Paulina dann auf den Weg nach Wien um dort für ihre großmütterliche Freundin Antonia ein Tagebuch in Empfang zu nehmen und auf den Spuren Luzies Wien zu erkunden. Auch für sie ändert sich durch diese Reise vieles im Leben.
Teresa Simon nimmt uns mit, und das im doppelten Sinn. Einmal begleiten wir Paulina und Luzie durch das Wien ihrer Zeit und zusätzlich leiden wir mit Luzie unter den Umständen und Grausamkeiten, die Wien während der Nazizeit beherrscht haben.

Cover und Klappentext versprechen einen Familienroman, in dem diverse Geheimnisse aufgedeckt werden. Das Buch ist jedoch viel mehr. Es ist ein Zeichen gegen das Vergessen. Es zeigt wie schlimm die Judenverfolgung in Wien losbrach, als Österreich "heim ins Reich" geholt wurde. Und wie es trotzdem möglich ist, in dieser Zeit seine Menschlichkeit zu behalten. Luzie trifft auf Menschen, die sie hassen und quälen, aber sie hat auch Menschen an ihrer Seite, die unbedingt für sie da sind und ihr helfen.
Paulinas Geschichte bringt Licht ins Dunkel von Luzies Geschichte. Mit ihr erleben wir das moderne Wien, das mit kulinarischen Köstlichkeiten, einer wunderbaren Stadt und tollen Plätzen zum Verweilen einlädt. Paulina orientiert sich hier neu, findet die Liebe und auch ihre Familie neu.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Der Wechsel zwischen hell und dunkel, fröhlichem hier und jetzt und der bedrohlichen Vergangenheit ist der Autorin ganz hervorragend gelungen. Durch die Zeitsprünge hat man immer wieder die Möglichkeit, das Gelesene sacken zu lassen.
Der Schreibstil ist einfach toll, ich hatte Wien und auch Berlin sofort vor Augen. Die handelnden Personen waren gut ausgearbeitet und auch die Nebenfiguren hatten ein Gesicht und eine Geschichte.
Für mich ist dieses Buch auf jeden Fall eines meiner Jahreshighlights. Da ich von der Autorin sonst noch nichts gelesen habe, wandern ihre weiteren Bücher auf meine to-read-Liste.

Von mir eine absolute Leseempfehlung für dieses berührende Buch!


Veröffentlicht am 25.03.2019

Nicht meins

Stoneheaven
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Mariella ist eine Tannin, genauer gesagt die Tochter einer der höchsten Mitglieder der Familie. Ihr Leben besteht nur aus Widerstand gegen die Familie und als sie es übertreibt, wird sie nach Stoneheaven ...

Mariella ist eine Tannin, genauer gesagt die Tochter einer der höchsten Mitglieder der Familie. Ihr Leben besteht nur aus Widerstand gegen die Familie und als sie es übertreibt, wird sie nach Stoneheaven gebracht, einem Umerziehungslager.
Was soll ich sagen, das Buch ist nicht schlecht geschrieben und doch habe ich es nicht beendet. Bei ca der Hälfte habe ich beschlossen, dass es nichts für mich ist.
Ich habe leider nicht herausgefunden, wo es denn hingehen soll. Bis zu meinem Abbruchzeitpunkt geht es eigentlich nur darum, wie die Jugendlichen in Stoneheaven durch Schikanen gebrochen werden sollen. Die meiste Zeit wird sich aggressiv gestritten und bedroht. Selbst in der Gruppe, der Mariella zugeteilt ist, gibt es mehr Generve als Zusammenarbeit. Manchmal scheint zwar etwas Teamgeist durch, aber der nächste Knall ist bereits vorprogrammiert.
Mir ist es dann auch schlichtweg zu eklig geworden. In der Szene, in der ich abgebrochen habe ist es mir beim Lesen leicht übel geworden. Das mag für die Schreibkunst der Autorin sprechen, für mich ist es aber nichts. Daher habe ich an dieser Stelle dann auch abgebrochen.
Schade, man hätte sicher mehr aus der Geschichte machen können.

Von mir daher eher keine Leseempfehlung.