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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2018

Näher, Jesus, zu dir

Wofür mein Herz schlägt
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Es ist schon außergewöhnlich, dass ein Buch fünf Jahre nach dem Tod des Autors erscheint. Hans Peter Royer, ein beliebter Prediger, begeisterter Sportler, und Direktor eines christlichen Zentrums in Österreich, ...

Es ist schon außergewöhnlich, dass ein Buch fünf Jahre nach dem Tod des Autors erscheint. Hans Peter Royer, ein beliebter Prediger, begeisterter Sportler, und Direktor eines christlichen Zentrums in Österreich, verunglückte 2013 bei einem Gleitschirm-Unfall.

Sein nächstes Buchprojekt sollte ein Buch über die Liebe Gottes sein. Selbst ist er nicht mehr dazu gekommen, aber in diesem Buch veröffentlicht seine Frau Texte zu diesem Thema, aus seinem Nachlass.

Obwohl die verschiedenen Abschnitte des Buchs teilweise wie eine Predigtsammlung nebeneinanderstehen, passen sie inhaltlich gut zusammen. Es geht um die grundlegenden Fragen des christlichen Lebens. Gottes Wesen, Beziehungen (zu Gott und zu anderen Menschen), der Weg zu einem Leben mit Gott, das Leben als Christ, Zweifel und Glauben, Dankbarkeit und die teilweise nachlassende Liebe zu Gott im Laufe eines Lebens als Christ. Dazu kommen einige Informationen über und Fotos von Hans Peter Royer.

Die Texte sind gut geschrieben; inhaltsreich und doch leicht zu lesen. Vor allem die vielen Beispiele zur Veranschaulichung helfen dem Leser die vorgestellten Gedanken und Konzepte zu begreifen. Ganz gleich wo man auf seinem Weg des Glaubens steht, gibt es in diesem Buch sicher Neues zu entdecken, denn es enthält nicht nur Gedanken über den Weg zu Gott, sondern auch über das Leben als Christ. Sehr offen erzählt der Autor über seine eigenen Zweifel. Und das Kapitel über die erste und zweite Liebe ist könnte dem Leser helfen, der seiner ersten Liebe zu Gott nachtrauert.

Dieses Buch muss nicht unbedingt von vorne nach hinten gelesen werden, denn wie gesagt, es wirkt stellenweise wie eine Predigtsammlung. So kann der Leser bei dem Thema einsteigen, das ihn gerade interessiert.

Hans Peter Royer war davon überzeugt, dass Sterben ein Gewinn ist für den, der sich Jesus hingegeben hat. Dieses Buch zeigt deutlich, was im Leben wirklich wichtig ist, und macht Mut ganz für Jesus zu leben. Sehr zu empfehlen!

Veröffentlicht am 17.05.2018

Ich habe einen Traum…

Und wenn Gott schwarz wäre ...
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März 2016 verlässt Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende seine katholische Gemeinde im bayrischen Zorneding. Als schwarzer Pfarrer, der sich zudem nicht scheut seine Meinung zu sagen wenn es um Ungerechtigkeit ...

März 2016 verlässt Pfarrer Olivier Ndjimbi-Tshiende seine katholische Gemeinde im bayrischen Zorneding. Als schwarzer Pfarrer, der sich zudem nicht scheut seine Meinung zu sagen wenn es um Ungerechtigkeit und Fremdenhass geht, hat er sich Feinde gemacht. Obwohl der Großteil seiner Gemeinde hinter ihm steht, führen hasserfüllte Briefe und Morddrohungen dazu, dass er zurücktritt.

Enttäuscht fragt er sich inwieweit die Institution Kirche einer solchen Unbarmherzigkeit Raum gibt. In diesem Buch setzt er sich mit der Frage auseinander, wie Kirche heute aussehen sollte.

Was genau in Zorneding vorgefallen ist, wird im ersten Kapitel des Buchs ausführlich berichtet. Danach ergreift Pfarrer Olivier das Wort. „Was wäre wenn…“, so beginnen die nächsten sechs Kapitel, die seinen Traum von einer demütigen, barmherzigen und offenen Kirche beschreiben. Pfarrer Olivier erzählt jeweils am Anfang eines Kapitels, passend zum Thema, Erlebnisse aus seiner Kindheit in Kongo. Dann beschreibt er die Kirche seiner Träume, und begründet diesen Traum mit dem Vorbild Jesu. Er schreibt von einer Kirche, in der alle Menschen gleich sind, die arm ist, liebevoll und barmherzig; eine Kirche, in der Priester heiraten dürfen und auch Frauen als Priester ordiniert werden. Im letzten Kapitel fasst er seinen Traum zusammen. Es entsteht das Bild einer fröhlichen, liebevollen und warmherzigen Kirche.

Pfarrer Olivier greift wichtige Themen auf, und in vielen Bereichen wäre eine Veränderung, wie er sie beschreibt, sicher dringend notwendig. Manchmal schießt er jedoch vielleicht über das Ziel hinaus. Er überlegt, dass Gott mehr weibliche Eigenschaften hat und fragt daher, „Was wäre wenn Gott eine Frau wäre?“ Und da der Mensch zum Bilde Gottes geschaffen wurde, und Evolutionisten sagen die Menschen waren am Anfang alle schwarz, kommt er zu dem Schluss, „Gott ist eine Frau, Gott ist schwarz.“ (Seite 166) Danach schreibt er jedoch, dass Gott bunt ist, wie ein Chamäleon, und unvorstellbar. Gerade, weil Gott unvorstellbar ist, ist wohl jeder Versuch ihn nach unseren menschlichen Kategorien zu definieren zum Scheitern verurteilt.

Ein Pfarrer, der auch nach traurigen Erfahrungen an seinem Traum von Kirche festhält.

Veröffentlicht am 17.05.2018

Mit Gott dankbar ans Ziel

Freihändig
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Nick Vujicic wurde 1982 ohne Arme und Beine geboren. Trotz seiner Behinderung versuchte er schon als Kind alle Hürden und Hindernisse zu überwinden. Mit Hilfe seiner Stirn und einem kleinen Fuß am Rumpf, ...

Nick Vujicic wurde 1982 ohne Arme und Beine geboren. Trotz seiner Behinderung versuchte er schon als Kind alle Hürden und Hindernisse zu überwinden. Mit Hilfe seiner Stirn und einem kleinen Fuß am Rumpf, lernte er sich fortzubewegen, aufzusetzen und vieles mehr. Trotzdem zweifelte er oft an Gott, und fragte sich wieso er nicht mit einem vollständigen Körper geboren werden konnte. Als Kind wollte er sich selbst umbringen, aber der Gedanke an seine Eltern hielt ihn davon ab.

Durch den Glauben an Gott konnte er schließlich das Positive an seinem außergewöhnlichen Lebensweg sehen. Inzwischen ist er glücklich verheiratet, Vater von vier Kindern, und auf der ganzen Welt als Motivationstrainer unterwegs.

In diesem Buch geht Nick Vujicic auf wichtige Lebensthemen ein. Es sind Themen und Fragen, die immer wieder im Gespräch mit seinen Zuhörern auftauchen. In jedem der zehn Kapitel geht es um ein anderes Thema. Der Autorbeschreibt gegenwärtige Trends, greift Statistiken auf, berichtet von den Erfahrungen vieler Menschen, denen er begegnet ist, und gibt bei jedem Thema eine positive, motivierende Antwort. Die einzelnen Kapitel erinnern an Vorträge zu den jeweiligen Themen.

Diese Themen sind:
1. Lebenssinn
2. Krisen
3. Liebe und Partnerschaft
4. Beruf und Lebensbestimmung
5. Beeinträchtigungen, Krankheit und Leid
6. Selbstzerstörerisches Verhalten und Selbstmord
7. Mobbing und Einsatz für Benachteiligte
8. Loslassen und Hingabe
9. Gutes tun und einen Beitrag leisten
10. Lebensbilanz

Mit Humor und vielen Beispielen ist der Schreibstil dieses Buchs sehr ansprechend und gut lesbar. Vor allem jüngere Leser werden von den beschriebenen Erfahrungen profitieren. Seine Krankheit und Beeinträchtigungen erwähnt er eher am Rande. Er berichtet von Menschen, die nach einer Begegnung mit ihm oder nach seinen Vorträgen neuen Lebensmut schöpfen, und an manchen Stellen scheint es vielleicht ein bisschen zu sehr um ihn und um seine Organisation zu gehen. Auf der anderen Seite erzählt er auch sehr offen und ehrlich über die dunklen Zeiten in seinem Leben, über Krisen, Zweifel und Scheitern. Besonders schön zu lesen ist seine Liebesgeschichte - wie er die Liebe seines Lebens gefunden hat.

Ein motivierendes Buch, gefüllt mit einer ganzen Menge Lebenserfahrung und vielen guten und motivierenden Ratschlägen!

Veröffentlicht am 03.05.2018

Mein schönes, vernarbtes „Ich“

Ich bin so frei
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Nach ihrem ersten Buch, „Im Käfig der Angst“, in dem Ille Ochs von dem sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit erzählt, wagt sie in diesem Buch, zusammen mit ihrem Leser, den Weg heraus aus dem Käfig, oder ...

Nach ihrem ersten Buch, „Im Käfig der Angst“, in dem Ille Ochs von dem sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit erzählt, wagt sie in diesem Buch, zusammen mit ihrem Leser, den Weg heraus aus dem Käfig, oder aus dem Stall. Das Buch beginnt nämlich mit der Beschreibung eines Pferdes, das nur zögernd aus seinem Stall tritt, schließlich aber ausgelassen über die Wiese tobt. Das ist ein Bild für unser Leben. Wie ungern verlassen wir unseren vertrauten Stall oder Käfig, auch wenn wir uns nach der Freiheit sehnen, die draußen auf uns wartet.

Ille Ochs zeigt anhand von vielen Beispielen, was uns alles gefangen halten kann. Das kann die Angst sein andere zu enttäuschen, das Gefühl sich selbst verleugnen zu müssen, es können aber auch prägende Sätze unserer Kindheit oder unsere falsch verstandenen Glaubensüberzeugungen sein.

Der Weg zur Freiheit, so schreibt so, beginnt mit dem Kennenlernen und Annehmen des Inneren Kindes. Mit überzeugenden Beispielen zeigt sie, dass zur Freiheit auch gehört sich den anderen zuzumuten. Wir müssen nicht nur unsere perfekte Seite zeigen. Gerade unsere Schwächen können eine Ermutigung für andere sein. Das Buch schließt mit Gedanken über Spiritualität. Wer sich selbst gefunden hat, kann sich nach Gott ausstrecken und von ihm inspiriert werden.

„In diesem Buch geht es um Lebendig-Sein, Ganz-Werden, um ein gestärktes, echtes, authentisches Ich.“ So fasst Ille Ochs das Anliegen ihres Buchs zusammen. Neben vielen Beispielen aus ihrer Beratungspraxis und der Tanztherapie, finden sich immer wieder Fragen, damit der Leser das Gelesene vertiefen und auf sein eigenes Leben übertragen kann. Der Glaube der Autorin steht im Mittelpunkt ihres Lebens, das ist deutlich zu spüren. Aber weil sie selbst schlechte Erfahrungen mit einem übergestülpten Glauben gemacht hat, ist es ihr sehr wichtig jedem den Freiraum zu geben Spiritualität auf seine eigene Weise zu (er)leben.

„Abgeschminkt, vernarbt und wunderschön“ – der Untertitel ist eine gute Zusammenfassung dieses Buchs. Narben bleiben nach traumatischen Erlebnissen zurück, aber sie werden zu einem Teil der Identität und Schönheit einer jeden Frau. Dieser Ratgeber ersetzt sicher keine Therapie, kann aber ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Heilung sein.

Veröffentlicht am 02.05.2018

Retro-Märchen

Hänsel und Gretel und weitere Märchen
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Schon das Bild auf dem Cover lässt ahnen, in dieser Hülle ist ein alter Schatz zu finden. Diese CD, mit einer Länge von etwa einer Stunde, verzaubert Kinder- und Erwachsenenherzen mit fünf verschiedenen ...

Schon das Bild auf dem Cover lässt ahnen, in dieser Hülle ist ein alter Schatz zu finden. Diese CD, mit einer Länge von etwa einer Stunde, verzaubert Kinder- und Erwachsenenherzen mit fünf verschiedenen Märchen der Brüder Grimm. Manche Details unterscheiden sich vielleicht von der Version, die der Hörer kennt, aber das macht das Zuhören umso spannender.

Die Erzählstimme erinnert an einen Großvater, der die Kinder auf den Schoß nimmt, und bedächtig erzählt. Die eingespielte Orchestermusik ist wunderschön, und die Geschichten werden durch verschiedene Stimmen und kleine Lieder aufgelockert.

Ein absoluter Hörgenuss, den Kinder im Grundschulalter sich immer wieder anhören werden! Aber auch Erwachsene werden viel Freude an dieser CD haben, da Erinnerungen an ihre eigene Kindheit wach werden.