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Veröffentlicht am 01.05.2018

Todesangst im schaurigen November

Kluftinger
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Es ist Allerheiligen, und in diesem Jahr nimmt der stolze Großvater, Klufti, sein geliebtes Enkelkind mit zum Gedenken der Toten. Auf dem Friedhof trifft er viele Bekannte, und dann entdeckt er etwas völlig ...

Es ist Allerheiligen, und in diesem Jahr nimmt der stolze Großvater, Klufti, sein geliebtes Enkelkind mit zum Gedenken der Toten. Auf dem Friedhof trifft er viele Bekannte, und dann entdeckt er etwas völlig Unerwartetes. An einem frischen Grab ist ein Kreuz mit seinem Namen zu finden.

Mit Hilfe seiner Kollegen sucht Kommissar Kluftinger nach Hinweisen auf den Beweggrund des Täters. Denn es bleibt nicht beim Kreuz. Eine Anzeige in der Zeitung weist auf seinen Tod hin, und in der Kirche liegen Sterbebildchen aus. Klufti fühlt sich bedroht. Er spürt, dass es um seine Vergangenheit geht. Der Täter nimmt Bezug auf zwei Episoden aus Kluftis Vergangenheit. Er hat sich wohl mit seiner Arbeit einen Feind gemacht. Aber wer ist es, und kann er ihn überführen bevor er ihm zum Opfer fällt?

Neben Kluftis angefülltem Leben, mit seiner Freude über seine Frau und Enkelkind, seine Sorge um seinen geliebten Passat, der Arbeit im Polizeipräsidium und seinen Freundschaften im Ort, erfährt der Leser in diesem Buch viel aus seiner Vergangenheit. In einzelnen Rückblenden geht es vor allem um den Heranwachsenden Berti, der zusammen mit seinen Freunden etwas Schreckliches erlebt, und um den jungen Polizisten, der wegen seiner aufrechten Arbeitsweise befördert wird.

Auch wenn manche Passagen etwas ausgedehnt sind, und das ständige Fluchen stört, macht es Spaß diesen kriminalistischen Heimatroman zu lesen. Der Humor und das gut vermittelte bayerische Lebensgefühl machen den besonderen Reiz dieses Buchs aus. Die Szenen aus dem Alltag Kluftis, vor allem seine Erlebnisse mit dem geliebten Enkelkind und seinem neuen Freund, Hund Wittgenstein, machen ihn sympathisch. Umso mehr bangt der Leser mit, denn er war wohl niemals dem Tod so nahe, wie in diesem Buch.

Dieses Buch lässt sich auch ohne Vorkenntnisse aus den anderen Bänden lesen. Ein gutes Buch, um den beliebten Kommissar besser oder erstmals kennenzulernen.

Veröffentlicht am 29.04.2018

Weisheit für das digitale Zeitalter

Wie dein Smartphone dich verändert
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Unsere Lebensweise ändert sich durch den technischen Fortschritt andauernd. Vorbei ist die Zeit der Wählscheibentelefone, die ihren festen Platz im Haus hatten. Kassettenrekorder, Faxgeräte, Navis – viele ...

Unsere Lebensweise ändert sich durch den technischen Fortschritt andauernd. Vorbei ist die Zeit der Wählscheibentelefone, die ihren festen Platz im Haus hatten. Kassettenrekorder, Faxgeräte, Navis – viele technische Geräte, die teilweise gar nicht mal so alt sind, gehören der Vergangenheit an, denn das Smartphone kann alles. Dieser stets bereite Helfer führt uns beim Autofahren den richtigen und schnellsten Weg. Wir finden darauf Kochrezepte, Reiseerfahrungen, Buchempfehlungen und viel mehr. Die neuesten Alben warten nur darauf abgespielt zu werden, und unsere umfangreiche Musiksammlung ist immer dabei. Kleinkinder sind beim Betrachten des Displays sofort ruhig, denn es gibt altersgerechte Spiele, Musik und Videos. Beim Fitness können Schritte gezählt werden, und die Diät App macht das Abnehmen leichter. Geldbeutel beim Gottesdienstbesuch vergessen? Kein Problem, das Smartphone macht auch das Spenden bei der Kollekte einfach. Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Für jedes Bedürfnis gibt es eine App. Und unzählige Apps sind dazu da, mit Freunden in Kontakt zu bleiben und alle aktuelle Neuigkeiten zu erfahren. Oh, und Telefonieren kann man mit diesem Gerät auch!

„Wie dein Smartphone dich verändert“, das ist wirklich ein wichtiges Thema, denn so manche Wandlung reißt uns schneller mit, als uns bewusst ist. Der Autor geht auf zwölf Veränderungen unserer Lebensweise ein, und bietet reichlich Stoff zum Nachdenken. Unsere allgegenwärtigen Smartphones warten nur darauf uns abzulenken und uns mit unwichtigen Inhalten aufzuhalten. Sie machen es uns leicht Inhalte aufzurufen, die uns auf Dauer schaden. Trotz der vielfältigen Möglichkeiten sich mit anderen zu verbinden, machen sie einsam. Sie drängen uns dazu, uns selbst in den Mittelpunkt zu stellen, mit unzähligen Selfies, auf denen wir uns von unserer besten Seite zeigen. Das sind nur einige der Veränderungen, auf die der Autor eingeht. Er hat gründlich recherchiert, und er erklärt und beweist seine Argumente mit vielen Beispielen.

Tony Reinke hebt aber nicht den drohenden Zeigefinger, wie man angesichts des Untertitels vermuten könnte. Die modernen Medien sind ihm persönlich bei seiner Arbeit sehr wichtig. Er möchte sie jedoch vor allem zu Gottes Ehre einsetzen. Er ist sich aber bewusst, dass es bei allen Vorteilen der Medien auch Fallen gibt, in die wir leicht hineintappen können. Darum ist das Anliegen seines Buchs darauf aufmerksam zu machen; dabei ruft er nicht nur den Leser zur Wachsamkeit auf, sondern zuallererst sich selbst.

In diesem Buch geht es nicht in erster Linie um die Gefahren von Smartphones. Der Leser kann erkennen, was ihm entgeht, wenn er das Handy auf die falsche Weise gebraucht. Der Mensch ist dazu geschaffen seine höchste Freude in der Anbetung des Schöpfers zu finden, daran erinnert der Autor immer wieder. Er fordert den Leser auf über den eigenen Umgang mit dem Handy nachzudenken, und selbst zu entscheiden wie es zu einem nützlichen Werkzeug werden kann, und nicht zu einem magischen Zauberstab, das uns selbst am Ende am meisten schadet.

Der Autor liebt Technik, wenn sie in der richtigen Weise gebraucht wird. Und er liebt Gott noch mehr, das ist auf jeder Seite dieses Buchs zu spüren. Wer sich nach Weisheit sehnt, um in unserer gegenwärtigen, schnelllebigen Zeit gute Entscheidungen zu treffen, wird dieses Buch mit viel Gewinn lesen.

Veröffentlicht am 29.04.2018

Die Grausamkeit des Kriegs

Roter Herbst in Chortitza
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Willi wächst in der Ukraine auf, in dem idyllischen Ort Osterwick. Vor langer Zeit fanden die mennonitischen Bewohner des Orts hier Zuflucht, und ihr tiefer Glaube prägt nun das Zusammenleben.

Der Ukrainer ...

Willi wächst in der Ukraine auf, in dem idyllischen Ort Osterwick. Vor langer Zeit fanden die mennonitischen Bewohner des Orts hier Zuflucht, und ihr tiefer Glaube prägt nun das Zusammenleben.

Der Ukrainer Maxim und sein Vater finden bei der mennonitischen Familie Berger Zuflucht. Ihre Familie wurde von Tschekisten, sowjetische Geheimpolizisten, auseinandergerissen und die anderen Familienmitglieder wurden verschleppt.

Die fast gleichaltrigen Jungen, Willi und Maxim, werden Freunde. Miteinander erleben sie wie die Idylle des Dorfs im Bürgerkrieg immer mehr zerbricht. Gewalt und Hunger sind an der Tagesordnung. Als Maxims Vater die Mutter von Willi verteidigt, kommt er ums Leben. Daraufhin verlässt der noch junge Maxim das Dorf.

Beide Jungen erleben die folgenden, bewegten Jahre der Sowjetunion ganz unterschiedlich. Willi bleibt zunächst im Dorf. Er heiratet und gründet eine Familie. Aber es gibt nur kurze Zeiten des Friedens. Nach dem Bürgerkrieg herrscht der Hunger. Die Bauern werden mit List und Tücke enteignet, die Kirche außer Betrieb gesetzt.

Dann bricht der zweite Weltkrieg herein, und die deutschstämmigen Mennoniten stehen zwischen den Fronten. Zu ihren Überzeugungen gehört Gewaltlosigkeit, aber angesichts ihrer misslichen Lage, fragen sie sich immer wieder ob sie sich zumindest wehren dürfen.

Zuletzt findet Willi mit seiner Familie in Thüringen Zuflucht, aber im Zuge der Repatriierung werden sie nach Sibirien verschleppt, wo sie viele Jahre trotz starker Entbehrungen und verzweifeltem Hunger arbeiten müssen.

Maxim macht im Sowjetregime Karriere. Bewegte ihn anfangs der Wunsch in seiner Position für Gerechtigkeit einzustehen, muss er mehr und mehr von seinen Träumen abrücken, denn ihm wird klar, entweder gehorcht er, oder er verliert sein Leben. Es dauert nicht lange, und er ist nicht mehr als ein Werkzeug des Staats.

Anhand von diesen beiden Lebensläufen erfährt der Leser in dieser spannenden Lektüre viel aus der grausamen Geschichte der Sowjetunion. Willi und seine Familie wachsen dem Leser ans Herz, aber beim Lesen kann man auch nachvollziehen warum Maxim seinen Lebensweg wählt. Die Grausamkeit der Staatspolizei und die schrecklichen Folgen des Hungers werden vor Augen gemalt. Bei Willi und den anderen Mennoniten taucht immer wieder die Frage auf, wo Gott in diesem schrecklichen Geschehen bleibt. Bis zum Schluss hält Willis Familie am Glauben fest, aber in der Geschichte überwiegt die Hoffnungslosigkeit.

Ein spannendes Buch, das auf eine wahre Lebensgeschichte beruht. Schade, dass die Hoffnungslosigkeit überwiegt. Aber es werden auch schreckliche Jahre in der Geschichte der Sowjetunion beschrieben.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Weltweit: Liebe gesucht

Mein Date mit der Welt
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Die Beschreibung dieses Buchs klingt verheißungsvoll. Wer hat nicht schon mal davon geträumt einfach für eine längere Zeit wegzugehen? Wie spannend muss es sein, im Laufe eines Jahres alle Kontinente zu ...

Die Beschreibung dieses Buchs klingt verheißungsvoll. Wer hat nicht schon mal davon geträumt einfach für eine längere Zeit wegzugehen? Wie spannend muss es sein, im Laufe eines Jahres alle Kontinente zu bereisen, und fremde Menschen und Kulturen kennenzulernen?

Schon immer hat die Autorin von einer solchen Reise geträumt, und einige Zeit nachdem ihr Lebenspartner sie schwer enttäuscht, packt sie es an. Von der Vorbereitung bis zur Rückkehr, erzählt sie in diesem Buch, was sie erlebt hat. Sie plant etwa ein Monat für jede Station ihrer Reise ein. Zwischen den Erlebnissen, aus etwas mehr als zwölf Ländern, finden sich viele Tipps für Menschen, die eine solche Reise planen.

Leider waren die Berichte eine große Enttäuschung. In den meisten Kapiteln ging es weniger um das Eintauchen in eine fremde Kultur; im Vordergrund stand meistens die Suche der Autorin nach Liebe. Mithilfe einer App sucht sie an fast jedem Ort ein Date, oder gleich mehrere. Sie erlebt einige beglückende kurze Beziehungen, aber auch einige Enttäuschungen. Es geht um eine Reisebegleitung, aber immer wieder auch um ein Zusammenleben auf Zeit. Dabei ist von vorneherein klar, dass die Beziehungen nicht von Dauer sein können, denn die Autorin wird ja bald weiterreisen. Schade, dass eine intime Beziehung hier nichts mit der Bindung an eine andere Person zu tun hat, das kann nur zu Enttäuschungen führen.

Wer gerne Reiseberichte und Geschichten über Menschen anderer Kulturen liest, wird von diesem Buch vermutlich enttäuscht sein. Wem es aber um Dating-Erfahrungen geht, findet sicher mehr Gefallen an den Erfahrungen der Autorin.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Wie kann man heute Jesus nachfolgen?

Die Wahrheit in Person
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Am Anfang dieses Buchs geht es um die Wahrheit. Der Autor untersucht die Frage, ob es eine allgemeine Wahrheit gibt, und wo diese zu finden ist. Dabei geht er auf die Denkweise unserer heutigen Zeit ein.

Im ...

Am Anfang dieses Buchs geht es um die Wahrheit. Der Autor untersucht die Frage, ob es eine allgemeine Wahrheit gibt, und wo diese zu finden ist. Dabei geht er auf die Denkweise unserer heutigen Zeit ein.

Im zweiten Teil des Buchs geht es um die Nachfolge. Nachdem der Autor im ersten Teil festgestellt hat, dass die Wahrheit in der Person Jesus zu finden ist, lädt er nun zur Nachfolge ein. Dabei geht er auf die verschiedenen Teile unserer Persönlichkeit ein, unser Denken, unsere Gefühle, unseren Willen, unser Körper und unsere Beziehungen.

Im dritten Teil geht es um die gemeinsame Nachfolge. Wie können wir als christliche Gemeinden Menschen zum Glauben einladen und zur Nachfolge ermutigen? Der vierte Teil ruft den Leser dazu auf, sich in der Gesellschaft für christliche Werte einzusetzen.

Der Autor versteht es den Leser auf eine gedankliche Reise mitzunehmen. Mit passenden Geschichten und Beispielen, gewürzt mit einer Prise Humor, lässt sich das Buch schnell lesen, und man kann die Überlegungen des Autors gut nachvollziehen. Wie er selbst schreibt, haben zwei amerikanische Autoren seine Gedanken geprägt, Dallas Willard und John Ortberg.

Jörg Ahlbrecht ist manchen vielleicht als Mitarbeiter bei Willowcreek Deutschland bekannt. Einige Erfahrungen aus dieser Arbeit ließen auch in das Buch ein. Wie bei der ursprünglichen Willowcreek Gemeinde in Chicago, spürt man Ahlbrechts Liebe zur Ortsgemeinde. Einzelne Menschen, die Jesus nachfolgen, so erklärt er, können als Teil der Ortsgemeinde wichtige Veränderungen in unserer Gesellschaft bewirken.

Entgegen der Beliebigkeit unserer Zeit, zeigt Jörg Ahlbrecht wie wichtig es ist, dass wir ein festes Fundament für unser Leben und unsere Gesellschaft haben. Die Wahrheit ist letztlich eine Person, Jesus, und wenn wir ihm wirklich nachzufolgen, trägt das entscheidend zum Gelingen unseres Lebens bei.