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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Schaffen es Liv und Davis einander zu vertrauen?

Florida Falcons - Play me naughty
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Zum Inhalt:
Die berühmte Popsängerin Liv Rodriguez hat sich auf den freien Abend mit ihrer Freundin aus Unizeiten gefreut. Gemeinsam mit Melissas Schwester haben die drei Frauen ein Heimspiel der Florida ...

Zum Inhalt:
Die berühmte Popsängerin Liv Rodriguez hat sich auf den freien Abend mit ihrer Freundin aus Unizeiten gefreut. Gemeinsam mit Melissas Schwester haben die drei Frauen ein Heimspiel der Florida Falcons besucht. Beim Verlassen des Stadions geschieht es dann. Sie werden in die falsche Reihe gedrängt und landen bei der Signierstunde der Spieler. Dort unterhält sich Liv ungezwungen mit dem Spieler Davis Johnson und ahnt nicht, was dies für Konsequenzen haben wird. Denn sie wurde ohne ihr Wissen fotografiert. Genau dieses Foto landet in den sozialen Medien und anschließend auf den Titelseiten der Zeitungen. Liv will nichts lieber als das Gerücht, dass sie eine Liebesbeziehung mit Davis hat, aus der Welt schaffen. Doch ihr Management und das der Florida Falcons haben ganz andere Pläne. So sind Liv und Davis gezwungen, vier Wochen lang allen vorzugaukeln, dass sie ein Paar sind. Dabei lernen sich beide immer besser kennen und wissen bald nicht mehr, ob sie sich nicht auch selbst etwas vorspielen.

Meine Meinung:
Die Handlung wird aus der Sicht von Liv Rodriguez und Davis Johnson geschildert. Dadurch lernen wir die beiden nicht nur immer besser kennen, sondern erfahren, wie sie die ganze Sache rund um die gespielte Beziehung auffassen. Dabei wird klar, dass beide einigen Ballast mit sich herumtragen, der ihr Handeln und ihre Reaktionen beeinflusst. Dadurch entstehen sehr viele Missverständnisse zwischen den beiden, die teilweise zu Überreaktionen und hitzigen Wortgefechten führen, die zum Teil schon amüsant waren.

Liv ist eine liebenswerte junge Frau, die oftmals sehr verloren und überfordert wirkt und anscheinend vor etwas davonläuft. So scheint sie große Schuldgefühle zu haben, die sie drohen aufzufressen. Über den Grund für ihre Schuldgefühle werden wir aber lange im Unklaren gelassen, was ich gar nicht schlimm fand. Viel mehr hat es mich dazu bewegt weiterzulesen und mir aus den kleinen Andeutungen etwas zusammenzureimen. Ich konnte schon verstehen, wieso Liv denkt, dass sie alle nur ausnutzen, um selbst im Rampenlicht zu stehen. Vor allem weil ihre Managerin sie herumreicht wie einen Gegenstand nicht auf ihre Bedenken und Bitten eingeht und Dinge vereinbart, ohne diese mit Liv abzusprechen.

Davis ist ein toller junger Mann, der versucht, sein Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Ich konnte die Zwickmühle, in die er durch sein Management gebracht wurde, nachvollziehen. Umso besser natürlich, je mehr ich ihn kennengelernt habe. Denn zum einen will er sein Privatleben schützen, zum anderen ist die Publicity gut fürs Team. Zudem hat auch er etwas zu verbergen, bei dem ich mich die ganze Zeit gefragt habe, was das ist. Denn ebenso wie bei Liv bekommen wir immer nur kleine Bruchstücke, um das Bild zusammenzusetzen.

Die Gefühle zwischen den beiden entwickelt sich langsam, was aber gut zu ihnen passt. Schon alleine wegen der Dinge, mit denen sie hadern. So hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass sie an einer Stelle einen Schritt weitergekommen sind, um im nächsten Moment wieder zwei zurücktreten. Was oftmals nur an Missverständnissen liegt und auch an Livs Misstrauen, was Davis mit seinem Handeln wirklich bezwecken will. Ich fand dies auf einer Seite schon frustrierend, konnte es aber aus der Sicht der beiden schon verstehen. Zudem bliebt dadurch natürlich bis kurz vor Schluss offen, ob sie wirklich zusammenfinden oder nicht.

Richtig süß und zum Schmunzeln fand ich, wie Kaylas und Simons Tochter Zoey sich Liv genähert hat, sobald ihre Eltern unaufmerksam waren. Diese Chance konnte sie sich auch wirklich nicht entgehen lassen und ich habe ihre Nervosität richtig gespürt. Zudem fand ich es von ihr sehr mutig, Liv anzusprechen.

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte über zwei Personen, die einigen Ballast mit sich herumtragen und nicht wissen, ob sie einander wirklich vertrauen können. Dadurch entstehen viele Missverständnisse zwischen den beiden, die zu Überreaktionen und hitzige Wortgefechte führen. So entwickeln sich die Gefühle der beiden füreinander nur langsam, was gut zu ihnen gepasst hat, auch wenn es für mich frustrierend war, dass sie, sobald sie mal einen Schritt vorankamen, kurz darauf gleich wieder zwei zurücktraten. Dadurch war aber bis zum Schluss unklar, ob sie überhaupt zueinanderfinden. Dies und die Ungewissheit, was beide verbergen, hat dazu geführt, dass ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Denn ich wollte unbedingt wissen, wie es für die beiden weitergeht.

Veröffentlicht am 29.04.2025

Kann Atlas Cahira retten?

Serpent Queen 2. In Love She Falls
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Zum Inhalt:
Cahira Cade hat es geschafft. Sie herrscht über Veneria. Doch von einem Frieden zwischen den Reichen kann keine Rede sein. Zwar hat sie in Fiona und Atlas zwei Verbündete, doch Avriel ist ...

Zum Inhalt:
Cahira Cade hat es geschafft. Sie herrscht über Veneria. Doch von einem Frieden zwischen den Reichen kann keine Rede sein. Zwar hat sie in Fiona und Atlas zwei Verbündete, doch Avriel ist immer noch da draußen und will den Thron von Falconia zurückerobern. Zudem scheint Cahira sich immer mehr zu verändern. Sie ist nur noch von ihren Rachegedanken getrieben und wird jedem gegenüber immer grausamer. Doch was soll Atlas nur dagegen tun? Hilfe erhält er unerwartet von Rhea, die Herrscherin von Carapaxia, die eigentlich eine Feindin ist. Kann Atlas Rheas Worten wirklich vertrauen? Da ihm kein anderer Ausweg bleibt und er für seine Liebe zu Cahira alles tun würde, lotst er sie durch eine List auf die Insel Nyrestia. Doch dort ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Meine Meinung:
Cahira Cade ist eine interessante Protagonistin, die mir sympathisch war. In diesem Band wirkt sie jedoch düsterer, kälter und grausamer. Zudem ist sie getrieben von ihrer Rache an Rhea und Avriel, was immer wieder deutlich wird. Ich fand diese Rachsucht und teilweise auch Machtgier an ihr schon erschreckend, weil dies so gar nicht zu Cahira passt. Gerade weil es einen Grund gibt, wieso Cahira sich so verändert hat, hätte ich es schön gefunden, wenn dies bereits viel früher in der Handlung deutlicher dargestellt worden wäre. Außerdem konnte ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Cahira davon so gar nichts mitbekommt.

Atlas ist mir inzwischen richtig sympathisch. Man merkt, wie viel ihm Cahira bedeutet und es ist erstaunlich, wie weit er gehen würde, um sie zu retten. Zumal er nicht nur sein Leben und das seines Seelentiers, sondern auch sein Königreich mit all den Menschen darin dafür riskiert. Er ist ein erstaunlicher junger Mann, der im Laufe der Handlung zu einem richtigen König heranwächst.

Die Reise von Cahira und Atlas war nervenaufreibend und spannend. Zumal sie immer wieder in große Gefahr geraten, nie wissen, wem sie wirklich vertrauen können und Atlas noch das Problem hat, seine wahren Beweggründe für die Reise vor Cahira geheimzuhalten. Ich war echt gespannt, ob ihm das gelingt, ebenso wie Cahira von der Dunkelheit zu befreien. Zudem fand ich es interessant, einige Kapitel aus der Sicht von Aruna zu lesen. So bekam man einen guten Eindruck davon, wie sie wirklich war.

Natrix zeigt in diesem Band im Laufe der Handlung immer mehr sein wahres Gesicht, wen er wirklich unterstützt und welchen Stellenwert Cahira für ihn hat. Geschmunzelt habe ich über Nalini, das Seelentier von Atlas. Nalini nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt Atlas deutlich, was sie von seinen Plänen hält. Sie unterstützt Atlas aber auch, wo sie kann und hilft ihm aus vielen brenzligen Situationen.

Fazit:
Ein guter Abschluss der Reihe, in dem Cahira und Atlas vor großen Herausforderungen stehen, schon alleine deswegen, weil sich Cahira zusehends verändert und immer rachsüchtiger und skrupelloser wird. Ich war gespannt, ob Atlas es schafft, Cahira von der Dunkelheit zu befreien, um gemeinsam mit ihr und Fiona Frieden in die vier Königreiche zu bringen. Da die Reise von Cahira und Atlas viele Gefahren für sie bereithält, sie nicht wissen, wer ein falsches Spiel spielt und die Veränderung von Cahira ihre eigenen Gefahren und Probleme mit sich bringt, war für Spannung gesorgt. Einzig hätte ich mir gewünscht, dass man Cahiras Veränderung bereits früher deutlicher dargestellt würde. Zudem fand ich es unverständlich, dass sie selbst davon nichts mitbekommt.

Veröffentlicht am 26.04.2025

Wer hat den Schlagersänger Pablo Lavega auf dem Gewissen?

Mordseemusik
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Zum Inhalt:
Caro Falk und der Rest des Chors sollen den Schlagersänger Pablo Lavega bei seinem Auftritt im Musikpavillon begleiten. Die Stimmung ist gut. Denn trotz der hohen Temperaturen sind viele Menschen ...

Zum Inhalt:
Caro Falk und der Rest des Chors sollen den Schlagersänger Pablo Lavega bei seinem Auftritt im Musikpavillon begleiten. Die Stimmung ist gut. Denn trotz der hohen Temperaturen sind viele Menschen gekommen, um Pablo Lavega zu sehen. Doch dann geschieht es. Mitten in seinem Auftritt ringt der Schlagerstar nach Luft und bricht kurz darauf zusammen. Zwar wird er sofort ärztlich versorgt, kann aber nicht mehr gerettet werden. Caro und Jan Akkermann sind sich nicht sicher, ob Pablo Lavega eines natürlichen Todes gestorben ist und stürzen sich gleich in die Ermittlungen. Dabei erfahren sie unfassbare Dinge über den Schlagersänger und decken einige Geheimnisse auf, die besser verborgen geblieben wären. Doch können Caro und Jan auch den Täter überführen?

Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus der Sicht von Caro Falk erzählt, die seit einiger Zeit Mitglied in einem Chor ist. Dieser begleitet nun den Schlagersänger Pablo Lavega bei seinem Auftritt im Musikpavillon. Deswegen ist sie auch vor Ort, als dieser auf der Bühne zusammenbricht und wenig später stirbt.

Caro ist eine sympathische Frau, die das Herz am rechten Fleck hat. Sie ist hilfsbereit, hat einen guten Spürsinn und ich mag einfach ihre direkte und vor allem Kommissar Bachmann gegenüber freche Art. Gerade deswegen hat es mir gefallen, auch mal ihre unsichere Seite kennenzulernen, die hervorkommt, weil sie plötzlich nicht mehr weiß, ob sie für Jan doch mehr empfindet oder sich dies von ihrem Umfeld hat einreden lassen. Zudem finde ich, sind ihr Schwiegervater Hinnerk Falk und sie inzwischen ein eingespieltes Team. Man merkt einfach, wie gut es den beiden tut, unter einem Dach zu leben, ebenso wie Caros Sohn Justus.

Caros Spürsinn kommt ihr zugute, als sie sich zusammen mit Jan auf die Suche nach der Mörderin oder dem Mörder von Pablo Lavega machen. Gerade weil dieser keine so reine Weste hat, wie es auf den ersten Blick erscheint und nicht nur die anderen Bandmitglieder ihre Geheimnisse haben, gibt es einige Verdächtige. Da man von diesen bis zum Schluss kaum einen wirklich ausschließen kann und Caro, Jan und Hinnerk immer neue Geheimnisse aufdecken, die alles in einem anderen Licht erscheinen lassen, war für Spannung gesorgt. Ich habe Caro und Jan jedenfalls wieder gerne bei ihren Ermittlungen begleitet und hatte zwar meine Vermutungen, was die Person hinter der Tat angeht, aber mit ihrem Motiv konnte mich die Autorin dennoch überraschen.

Die Autorin hat es geschafft, den besonderen Charme der Inselbewohner und die Atmosphäre auf der Insel einzufangen. Außerdem hat sie die Schauplätze so lebendig und bildreich beschrieben, dass ich sie beim Lesen nicht nur vor Augen hatte, sondern das Gefühl hatte, der Wind würde mir um die Nase wehen.

Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, in dem Caro Falk unverhofft in die nächsten Ermittlungen gerät, als der Schlagersänger Pablo Lavega auf der Bühne zusammenbricht. Zusammen mit Jan Akkermann macht sie sich sofort an die Ermittlungen, bei denen ich die beiden wieder sehr gerne begleitet habe. Da Caro und Jan dabei auf einige Geheimnisse stoßen und auch das Opfer einiges auf dem Kerbholz hat, gab es einige Verdächtig, von denen man bis zum Schluss kaum einen ausschließen konnte. Dadurch war von Anfang bis Ende für Spannung gesorgt.

Veröffentlicht am 23.04.2025

Wer hat die Tulpenbeete zerstört?

Die Hausboot-Detektei - Tödliche Blüten
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Zum Inhalt:
Die vier Detektive der Hausboot-Detektei genießen die ersten Anzeichen des Frühlings, als sie einen Anruf von Zacharias Muis, dem Direktor der Keukenhof-Gartenanlage bekommen. Jemand hat die ...

Zum Inhalt:
Die vier Detektive der Hausboot-Detektei genießen die ersten Anzeichen des Frühlings, als sie einen Anruf von Zacharias Muis, dem Direktor der Keukenhof-Gartenanlage bekommen. Jemand hat die Tulpenbeete mit seiner neuen Tulpe zerstört. Nur eine der Blumen war noch zu retten. Erste Ermittlungen lassen vermuten, dass Wühlmäuse die Übeltäter waren. Doch Zacharias Muis ist überzeugt, dass jemand die Wühlmäuse gezielt ausgesetzt hat und so nehmen die Detektive weitere Ermittlungen auf. Dabei stoßen sie auf eine verschwundene Gärtnerin und ahnen, dass der Fall doch größer ist, als sie dachten.

Meine Meinung:
Wir begleiten die Detektive der Hausboot-Detektei bei einem Fall, der auf dem ersten Blick ziemlich leicht zu lösen ist. Denn die zerstörten Tulpen gehen auf das Konto von einer Horde Wühlmäuse. Doch wie sind diese in die Keukenhof-Gartenanlage bekommen? Als sie bei weiteren Ermittlungen dann noch auf eine verschwundene Gärtnerin stoßen, wird der Fall immer undurchsichtiger. So begeben wir uns zusammen mit Arie, Maddie, Jan und Elin auf die Spurensuche, die gar nicht so leicht ist. Dies liegt nicht nur daran, dass keine Person wirklich verdächtig scheint. Zum anderen gibt es einen Haufen Gerüchte, die es den Detektiven schwer machen, die Wahrheit herauszufinden.

Ich habe Arie, Maddie, Jan und Elin gerne auf ihrer Spurensuche begleitet, versucht der Täterin oder dem Täter auf die Schliche zu kommen ebenso wie den Motiven hinter den Taten. Dies war wirklich nicht so leicht und deswegen hat es gedauert, bis ich eine Ahnung hatte, um was es wirklich geht, was mir sehr gut gefallen hat. Zumal dadurch auch die Spannung aufrechterhalten blieb.

Ich fand es interessant, wie es Arie, Maddie, Jan und Elin inzwischen ergangen ist und auch wie Isa sich in ihrer Modefirma Coole Chica macht. Zudem bin ich gespannt, was sich Maddie einfallen lässt, damit Isa es schafft, auch mal für ein paar Stunden alleine zu bleiben, um an neuen Ideen für ihre Modefirma zu arbeiten. Ich konnte voll und ganz nachempfinden, wie viel Sorgen sich Arie um Hund macht ebenso wie Jan um das Eichhörnchen Fru Gunilla. Zumal mir beide ebenso wie die vier Detektive ans Herz gewachsen sind. Geschmunzelt habe ich über Elins wilde Theorien, was das Motiv angeht. Einige davon waren mehr als haarsträubend, dadurch aber sehr amüsant.

Fazit:
Ein spannender Krimi, in dem die Detektive der Hausboot-Detektei es mit einem auf den ersten Blick leichten Fall zu tun bekommen, der zusehends größer wird. Ich habe Arie, Maddie, Jan und Elin gerne bei ihren Ermittlungen begleitet und war gespannt, was sie dabei alles herausfinden. Denn der Fall ist ziemlich verzwickt, was daran liegt, dass es im Grunde keine Person gibt, die wirklich verdächtig scheint und es für die vier Detektive durch die vielen Gerüchte schwierig ist, die Wahrheit herauszufinden. Dadurch ist auf jeden Fall für Spannung gesorgt. Zudem fand ich es interessant zu erfahren, wie es Arie, Maddie, Jan, Elin und Maddies Schwester Isa inzwischen ergangen ist.

Veröffentlicht am 20.04.2025

Zwei Frauen wagen einen Neuanfang

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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Zum Inhalt:
Gestern war Louise Dumont mit ihrem Mann noch in einer schicken Bar in Hamburg und heute wacht sie alleine in ihrem Hotelzimmer auf. Ihr Mann ist spurlos verschwunden. Wäre dies noch nicht ...

Zum Inhalt:
Gestern war Louise Dumont mit ihrem Mann noch in einer schicken Bar in Hamburg und heute wacht sie alleine in ihrem Hotelzimmer auf. Ihr Mann ist spurlos verschwunden. Wäre dies noch nicht schlimm genug, scheint er überall Schulden gemacht zu haben. Louise weiß sich nicht anders zu helfen und flüchtet mittellos aus dem Hotel. Was soll sie nur machen? Durch einen Zufall trifft sie auf die ehemalige Prostituierte Ella und teilt sich mit ihr ein kleines Zimmer in einer Pension. Hätten die beiden Frauen nicht schon genug damit zu tun, sich durchzuschlagen, wird ein Juwelier ermordet und der vermeintlichen Mörder läuft ausgerechnet den beiden Frauen in die Arme. Da diese an die Unschuld des Jungen glauben, verstecken sie ihn vor der Polizei und bekommen dabei unerwartete Hilfe vom ehemaligen Polizisten Paul.

Meine Meinung:
Im Hamburg des Jahres 1913 begegnen wir Louise, Ella und Paul, die alle drei ihr Päckchen zu tragen haben. Louise wird von ihrem Ehemann mittellos zurückgelassen und weiß nicht, wie es für sie weitergeht. Ella flüchtet aus der Zwangsprostitution und Paul hat nach dem Verlust seines Arms sämtlichen Lebenswillen verloren. Da die Handlung abwechselnd aus der Sicht von Louise, der von Ella und der von Paul geschildert wird, lernen, wie die drei im Laufe der Handlung nicht nur besser kennen, sondern erfahren auch, was in ihrer Vergangenheit geschehen ist. Dadurch habe ich die Reaktionen, Handlungen und Gedankengänge der drei mit der Zeit immer besser verstehen können und konnte so mit ihnen mitfühlen.

Louise wirkte gerade zu Anfang recht hilflos, was wohl auch daran lag, dass sie ein luxuriöses, behütetes Leben gewohnt war. Mit der Zeit wächst sie aber zusehends an der Situation und erlangt immer mehr Stärke, was mir gefallen hat. Ebenso fand ich es beeindruckend, dass sie sich nicht hat unterkriegen lassen.

Ella ist ein richtiger Sonnenschein. Ich fand es beeindruckend, dass sie trotz allen schlimmen Dingen, die sie erleben musste, nicht verbittert war, anderen hilft, sie aufmuntert und die positiven Dinge im Leben sehen will. Dennoch merkt man zwischen den Zeilen immer wieder, wie sehr ihr die Dinge in ihrer Vergangenheit zugesetzt haben. Zudem fand ich ihr Durchhaltevermögen bei der Arbeitssuche und ihren Willen dazuzulernen bewundernswert. Mir ist Ella mit ihrer Mopsdame Principessa von allen am meisten an Herz gewachsen.

Paul merkt man an, wie sehr er darunter leidet, kein Polizist mehr zu sein und wie sehr ihn die Rache an Hinnerk Macke zerfrisst. Ich finde aber, man sieht im Laufe der Handlung, wie sein Lebensmut immer mehr zurückkommt und er schafft in die Zukunft zu sehen. Zudem hat mir seine Hilfsbereitschaft gefallen und sein Engagement, die Unschuld von Joshua zu beweisen.

Da Louise und Ella immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und die Suche nach dem wahren Mörder des Juweliers ihre eigenen Probleme und Gefahren mit sich bringt, war für Spannung gesorgt. Vor allem im letzten Drittel der Geschichte wurde es noch mal richtig spannend. Bis dahin gab es aber leider auch einige Längen, durch die sich die Handlung zog. Dennoch war ich gespannt, wie Louise, Ella und Paul Joshuas Unschuld beweisen wollen, ob Louises verschwundener Mann noch mal auftaucht und was sie alle noch so erleben.

Die Autorin hat die Schauplätze so anschaulich beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, selbst durch die Straßen von Hamburg im Jahr 1913 zu streifen. Zudem hat sie es geschafft, die Atmosphäre der Zeit, die damaligen Lebensumständen der einzelnen Bevölkerungsschichten und die Stellung der Frau zur damaligen Zeit deutlich zu machen.

Fazit:
Ein guter Auftakt der Reihe, in der wir Louise, Ella und Paul, die alle ihre Päckchen zu tragen haben, die ihre Schultern schwer belastet. Ich habe alle drei gerne auf ihrem Weg begleitet, was gespannt, was sie alles erleben werden und ob sie es schafften, Joshuas Unschuld zu beweisen. Da Louise und Ella vor immer neuen Herausforderungen stehen und die Suche nach dem wahren Mörder des Juweliers einige Gefahren mit sich bringt, war für eine gewisse Spannung gesorgt. Leider gab es auch einige Längen, durch die sich die Handlung zog.