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Veröffentlicht am 07.10.2024

Roman über Friesland, die Nordsee und einen Neuanfang

Friesentorte für Fortgeschrittene
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Die Nordsee und Friesland sind meine Herzensheimat. Sobald ich dort bin, geht es mir einfach gut und ich kann durchatmen. Deshalb lese ich auch liebend gerne Romane mit einem Nordsee-Setting. Umso größer ...

Die Nordsee und Friesland sind meine Herzensheimat. Sobald ich dort bin, geht es mir einfach gut und ich kann durchatmen. Deshalb lese ich auch liebend gerne Romane mit einem Nordsee-Setting. Umso größer war die Freude, als mich der Roman „Friesentorte für Fortgeschrittene“ von Tina Wolf als Rezensionsexemplar erreichte. Im Handel ist es seit dem 11.04.22 erhältlich. Und ich möchte euch diesen wunderbaren Roman ans Herz legen.

Klappentext: „Obwohl Mo nichts mehr liebt als ihren Job, lässt sie sich von ihrer Mutter zu einem Kurzurlaub auf Föhr überreden. Doch kaum sind sie auf der Fähre, verschwindet ihre Mutter. Anstelle ihres Laptops und Handys findet Mo nur das alte Familienalbum voller Kindheitserinnerungen an Föhr, verbunden mit einer Aufgabe: Sie soll die Orte und Menschen auf den Fotos aufsuchen. Zwar lässt sich Mo zunächst nur widerwillig darauf ein, aber schon bald erinnert sie sich daran, dass das wahre Glück nach salziger Luft und Friesentorte schmeckt. Oder liegt es an dem attraktiven Architekten Janne, dass sie sich zwischen Reetdachhäusern und Wattenmeer immer wohler fühlt“

Mo ist ein Workaholic. Ständig findet man sie am Laptop oder Handy, um ihren Job zu koordinieren, sie arbeitet, auch oft zuviel. Ihre Mutter schafft es trotzdem, mit ihr ein paar Tage Urlaub zu nehmen. Reiseziel: die Nordseeinsel Föhr. Mo soll ein paar Tage ausspannen und mal die Arbeit vergessen. Ihre Mutter reiste früher oft mit ihr dorthin, als sie ein Kind war.
Doch es dauert nicht lange, bis das Chaos losgeht. Auf der Überfahrt zur Insel verschwindet ihre Mutter und mit ihr Mos Laptop und ihr Mobiltelefon. Dahinter steckt aber ein Plan. Ihre Mutter hat ihr Erinnerungen an ihre glückliche Kindheit auf Föhr hinterlassen und Mo soll wieder in diese Zeit eintauchen. Sie muss die ort auf der Insel und ihre Bewohner finden. Eigentlich hat Mo keine Lust auf dieses Spiel, aber ihr bleibt nichts anderes übrig. Und so nimmt die Protagonistin uns mit auf eine Reise quer über die Insel. Ich finde das wunderbar, denn mein Fernweh nach diesem Ort wurde geweckt. Es sind ganz besondere Plätze und Menschen, die Mo im Rahmen ihrer Aufgabenstellung aufsucht und mir ging das Herz beim Lesen auf.
Nach und nach kann Mo sich für die Insel begeistern und fühlt sich immer mehr wie ein Teil von ihr. Sie kann sich wieder an glückliche Kindheitstage erinnern und bekommt ein Gefühl für die wunderbare, friesische Welt. Sie lernt, wie im Klappentext erwähnt, die salzige Luft zu lieben und entdeckt ihre Vorliebe für Friesentorte tatsächlich. Kurz gesagt: sie entdeckt ihre große Liebe zu Föhr. Dabei lernt sie Janne kennen, der als Architekt arbeitet und auf der Insel lebt. Sie nähert sich ihm an- und verliert ihr Herz doppelt. An ihn und an Föhr. Doch kann sie dauerhaft aus ihrer Haut oder ist der Drang, beruflich weiterzupowern größer als alles andere?

„Friesentorte für Fortgeschrittene“ ist ein wunderbarer Roman über Friesland, über die Nordsee und über das Gefühl, nach Hause zu kommen. Wunderbar!

5/5*

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Auftakt der Norderney-Reihe

Leuchtturmliebe
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Bücher, die am Meer spielen, insbesondere an der Nordsee, sind einfach mein Ding. Aus dem Grund ist kürzlich mit „Leuchtturmliebe“ der erste Band der Norderney-Reihe von Lotte Römer bei mir eingezogen. ...

Bücher, die am Meer spielen, insbesondere an der Nordsee, sind einfach mein Ding. Aus dem Grund ist kürzlich mit „Leuchtturmliebe“ der erste Band der Norderney-Reihe von Lotte Römer bei mir eingezogen. Und hat sich direkt zum ersten Jahreshighlight 2022 für mich gemausert…

Nina will neu anfangen. Nachdem ihr Langzeitfreund sie betrogen hat, kehrt sie ihm und ihrer Heimat den Rücken. Sie will einen Laden auf ihrer Herzensinsel Norderney eröffnen, eine Patisserie, in der sie u.A. Leuchttürme aus Marzipan verkaufen will. Schnell lernt sie den kratzbürstigen Surfer Finn kennen, der scheinbar irgendein Problem mit ihr hat. Doch dann gerät sie in eine gefährliche Situation und er rettet ihr das Leben. Es funkt gewaltig zwischen ihnen und bald kommen sie sich näher. Aber dann entstehen Missverständnisse zwischen ihnen, die ihre gerade entstandene Liebe zerstören könnten. Schaffen sie es, den Weg zueinander zu finden?

Das Setting auf der Insel Norderney hat direkt mein Herz erobert. Genauso wie der flüssige Schreibstil von Lotte Römer. Ich habe das Buch mit seinen 240 Seiten in einem Rutsch durchgelesen und habe jede Seite genossen. Die Geschichte von Nina und Finn ist wunderschön und ich konnte das Buch einfach nicht weglegen. Ein absoluter Wohlfühlroman, der perfekt für mein Leseherz ist. Mein erstes wahres Highlight in diesem Jahr. Ganz große Leseliebe!

5/5 *

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Neuer Roman der JetSet-Autorin

Die große Liebe kann mich mal
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Sophia ist übrigens die Tochter eines englischen Grafen- kein Witz. Sie ist auch Autorin für Prominenten- und Royalmedien, immerhin bekommt sie durch ihren Stand einen gewissen Einblick. Ihr locker-leichter ...

Sophia ist übrigens die Tochter eines englischen Grafen- kein Witz. Sie ist auch Autorin für Prominenten- und Royalmedien, immerhin bekommt sie durch ihren Stand einen gewissen Einblick. Ihr locker-leichter Schreibstil und ihr Wissen über die Oberschicht der Gesellschaft, machten ihre bisherigen Romane zu Erfolgen. Nun durfte ich ihr drittes Werk lesen.

Florence ist chronischer Single. Aber sie kommt gut damit klar, immerhin hat sie ihren Buchladen in London. Sie lebt mit ihrem übergewichtigen Kater zusammen und hatte noch nie eine Beziehung. Sie kommt gut mit ihrem Leben klar und hat nicht vor, irgendwas daran zu ändern. Ganz im Gegensatz zu ihrer Stiefmutter. Sie stört sich an Florence´ Beziehungsstatus und schickt sie zu einem Beziehungscoach. Florence soll so einen passenden Mann finden. Als erste Aufgabe schreibt sie eine Liste mit allen Anforderungen, die sie an ihren Traumpartner hat. Sie ist nicht gerade begeistert vom Coaching und setzt nahezu uptoische Punkte auf diese Liste. Weitere Beachtung schenkt sie dem ganzen nicht. Aber dann steht sie ihrem Traummann plötzlich gegenüber- er steht ihr in ihrem Buchladen gegenüber. Er erfüllt alle Punkte von ihrer eigentlich nicht so ernst gemeinten Liste und somit der ideale Partner- und würde ihre Stiefmutter sicher enorm gut gefallen. Er heißt Rory und er findet auf Anhieb Gefallen an Florence.
Neben dem eingentlich Plot, lernen wir auch Florence „echte“ Familie kennen, die aus verwirrenden Charakteren besteht und für mich die Geschichte ziemlich belasten und abflachen.
Den lockeren Schreibstil der Autorin muss man mögen. Da ich bereits zwei ihrer Bücher gelesen habe, habe ich mich daran gewöhnt. Die Geschichte hat Potential, nur empfinde ich sie manchmal als ziemlich oberflächlich. Der Handlungsstrang rund um Florence Geschichte hat es mir schwer gemacht, das Buch wirklich zu lieben.
Die Autorin erschafft mit Florence jedoch eine weitere sympathische Protagonistin, die ich erst später ins Herz schließe.

An und für sich, ist „Die große Liebe kann mich mal“ ein angenehmer, kurzweiliger Roman, den man schnell weglesen kann. Aber er ist keiner, der im Kopf bleibt oder einen Platz in meinem Leserherzen eingenommen hat. Kein Highlight, einfach eine passende Lektüre für zwischendurch.

3,5/5 *

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Roman um den Mythos rund um den mutigen Ritter

Lancelot
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ich als Leseratte liebe es, wenn ich zwischendurch Bücher eines anderen Genres lesen kann. Dieses Mal war es eine echte Herausforderung. Fast 900 Seiten umfasst „Lancelot“ von Giles Kristian.

Schon immer ...

ich als Leseratte liebe es, wenn ich zwischendurch Bücher eines anderen Genres lesen kann. Dieses Mal war es eine echte Herausforderung. Fast 900 Seiten umfasst „Lancelot“ von Giles Kristian.

Schon immer fasziniert mich der Mythos rund um Lancelot, König Artus und die Ritter der Tafelrunde. Daher fühlte ich mich auch sehr geehrt, diesen Roman lesen zu dürfen.

Grob gesagt, behandelt das Werk von Giles Kristian das ganze Leben des weltbekannten Ritters Lancelot.

Das Buch startet mit der Kindheit und Jugend Lancelots. Hier gab es für mich leider einige unnötige Längen und die Handlung wurde so überflüssigerweise gestreckt. Trotzdem mag ich den Plot, denn es treten oft unvorhersehbare Ereignisse in Lancelots Leben ein, die das Buch nicht langweilig machen, sondern zu einer sehr spannenden Lektüre.

Kommen wir zum für mich zentralen Mythos hinter der ganzen Sage: das Verhältnis zwischen Lancelot und König Artur. Der Roman schildert sehr ansehnlich, wie die Verbundenheit der Beiden zueinander entstand und erzählt uns auch von Lady Guinevere und natürlich von Merlin, dem Zauberer. Ab diesem Punkt hat mich „Lancelot“ endgültig gepackt. Die Geschichte hat so eine Tiefe, beschreibt die Entwicklung der Figur Lancelot so vielseitig und beleuchtet seine Lebensgeschichte so bildreich, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Zugegeben, am Anfang hatte ich Respekt vor der Länge des Buches, doch ich bereue es nicht, diesen Schmöker gelesen zu haben. Mitreissend, spannend, hier und da mit ein paar Längen, aber die kann man locker verkraften.

Nicht nur für Fans des Mythos ein Highlight. Toll! 4,5/5*

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Veröffentlicht am 07.10.2024

Regt stark zum Nachdenken an

Der letzte Weg
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stell dir eine Welt vor, in der das Leben der Menschen durch krasse, einschneidende Erlebnisse bedroht wird? Die Bevölkerungsrate nimmt ab, Biowaffen sorgen für tödliche, massenweise Angriffe. Das Szenario, ...

stell dir eine Welt vor, in der das Leben der Menschen durch krasse, einschneidende Erlebnisse bedroht wird? Die Bevölkerungsrate nimmt ab, Biowaffen sorgen für tödliche, massenweise Angriffe. Das Szenario, welches Autorin Eve Smith in „Der letzte Weg“ schildert, ist zwar dystopisch, jedoch näher an unserer Realität dran, als wir denken.

Die Lektüre des Buches hat mich sehr nachdenklich gestimmt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Heute möchte ich dir erzählen, warum ich dir dieses Buch ans Herz lege.

Das Buch spielt, typisch für eine Dystopie, in einer imaginären Welt der Zukunft. Das Überleben der Menschheit wird bedroht, sie ist nahezu resistent gegen Antibiotika geworden. Aus dem Grund werden die wertvollen Medikamente nun rationiert und ist den Menschen vorbehalten, die noch länger leben könnten. Alle über 70 Jahren erhalten kein Antibiotikum mehr. Sie erhalten einen Medikamentmix, der sie tötet. Dies bewahrt den Rest der Weltbevölkerung vor einem frühen Tod.

Inmitten dieses Settings lebt Kate, von Beruf Pflegerin .Sie möchte ihre leibliche Mutter finden, ein weiterer Handlungsstrang im Buch. Hier gibt es die eine oder andere Länge, was ein wenig zu sehr vom Hauptplott ablenkt. Mir hat Kate imponiert. Sie kämpft für Gerechtigkeit und will parallel ihre Mutter finden. In ihrem Job arbeitet sie für einen sanften Tod des über 70jährigen, lange Zeit gehört dies zu ihrem Weltbild und sie nimmt die Situation lange Zeit hin.
Doch es ist ausgerechnet die schwierige Suche nach ihrer Mutter, welche ihr die Augen öffnet und sie die Wahrheit erkennen lässt.
Ausserdem erzählt und Heimbewohnerin Lily aus ihrem Leben und von ihrer Sicht der Dinge. Sie steht kurz vor ihrem 70. Geburtstag und durch ihre Erzählungen erfahren wir mehr über die utopische Welt des Romans.

Mich hat „Der letzte Weg“ mitgerissen und ja, auch deutlich mitgenommen. Der Roman ist zwar dystopisch, doch erinnert er mich oft an unsere aktuelle Weltlage. Das lässt Parallelen zu, die ein gewisses Gefühl hinterlassen. Ich bin beeindruckt vom Plott und kann euch nur empfehlen, das Buch zu lesen.

4,5/5 *

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