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Veröffentlicht am 03.02.2025

Berührend

Wie fühlt es sich an?
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Seit langer Zeit liebe ich die Bücher von Sophie Kinsella. Mit ihrem Humor und dem super flüssigen Schreibstil, hat sie in den 200er Jahren mein Herz erobert. Doch jetzt schlägt sie im Buch „Wie fühlt ...

Seit langer Zeit liebe ich die Bücher von Sophie Kinsella. Mit ihrem Humor und dem super flüssigen Schreibstil, hat sie in den 200er Jahren mein Herz erobert. Doch jetzt schlägt sie im Buch „Wie fühlt es sich an?“ eher leisere, nachdenkliche Töne an. Und das hat einen tragischenen Grund…

Sophie Kinsella berichtet auf literarische Weise von ihrer Krebsdiagnose und der Zeit danach. Sie ist also Hauptprotagonistin Eve. Und „Wie fühlt es sich an?“ hat mich wirklich sehr berührt.

Eve findet sich eines Tages im Krankenhaus wieder und erfährt die schlimme Diagnose: sie hat einen Hirntumor und dieser wurde operativ entfernt. Ihr geliebter Mann Nick ist an ihrer Seite. Und durch die OP verändert sich Eves ganzes Leben. Alles, was selbstverständlich war, muss sie neu erlernen: das Laufen, das Reden, das Schreiben, einfache Dinge des Alltags. Außerdem besteht die Gefahr, dass sie nie wieder dieselbe Person sein wird. Denn der Tumor hat vieles verändert. In ihr, in ihrem Leben und sie weiß nicht, ob sie jemals wieder heilen wird. Und dann steht sie vor dem Moment, in dem sie ihren Kids die ganze Situation erklären muss. Ihr bisheriges Leben scheint in Trümmern zu liegen. Sie muss mit der Unsicherheit leben. Aber dann beginnt Eve, die kleinen Dinge zu sehen, die so wertvoll sind. Die Zeit mit ihrem Mann, das Händchenhalten mit ihm, die Tasse Tee in der Frühe, die Auszeit mit ihren Kindern und vieles mehr. Sie beginnt, neuen Lebensmut zu fassen.

Sophie Kinsella bekam 2020 die Diagnose, einen agressive Hirnturmor zu haben. Sie ist noch immer in Therapie, aber hat die Hoffnung nicht aufgegeben. Und genau diese Hoffnung legt sie auch in die starke, authentische Gestaltung der Eve. Eine wunderbare Frau, die nicht aufgibt, obwohl ihre Zukunft ungewiss ist. Dieser Kurzroman hat mich sehr berührt, denn Krebs hat in meiner Familie leider immer eine Rolle gespielt. Als ich 9 war, erkrankte meine Mutter an Brustkrebs, dann verlor ich meinen Lieblingsonkel an einen Gehirntumor. Diese Krankheit ist so fordernd, so ungerecht. Sie stellt einfach so alles auf den Kopf und ist sehr besitzergreifend. Aber es gibt auch Dinge, die man trotz der Brutalität der Erkrankung nicht aus den Augen verlieren darf. Dinge und Werte. Liebe. Familie. Freunde. Zeit.



Mit „Wie fühlt es sich an?“ ist Sophie Kinsella ein authentischer Roman voller Tragik, Drama, Nachdenklichkeit gelungen, der mich sehr betroffen gemacht hat. Doch sie schenkt uns auch Hoffnung und Zuversicht und die Message, dass am Ende eines Tunnels immer Licht auf uns wartet. Egal, wie dunkel die Tage sind, es gibt immer etwas, was unser Leben wieder erleuchtet.

Der Schreibstil ist sehr einfühlsam, intensiv und mitreissend. Er ist gut verständlich und verpackt dieses traurige Thema in ein literarisches, sensibles Gewand. Stark und gefühlvoll.

Dieses Buch empfehle ich von Herzen!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Wichtige Themen, aber humorvoll verpackt

Caro ermittelt
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Ich lese gerne Sachbücher. Ich finde sie wertvoll, denn sie informieren und klären auf. Carolina Labusch erledigt beides mit ihrem neuen Buch „Caro ermittelt“. Was uns Leser:innen erwartet?

Caroline arbeitete ...

Ich lese gerne Sachbücher. Ich finde sie wertvoll, denn sie informieren und klären auf. Carolina Labusch erledigt beides mit ihrem neuen Buch „Caro ermittelt“. Was uns Leser:innen erwartet?

Caroline arbeitete nach einem Studium als Drechbuchautorin, Konzpeterin und Evaluatorin für bekannte, ausgezeichnete TV-Produktionen. Aber sie absolvierte eine Ausbildung zur Detektivin, welche sie abbrach und seitdem ist sie als Autorin und als Hobbyschnüfflerin unterwegs. Nun klärt sie uns in „Caro ermittelt“ über Betrugsfälle des täglichen Lebens auf.

Die Fälle in diesem Buch werden Caro quasi vor die Haustür gelegt. Es geht um Betrug in jeglichem Sinne. Sie berichtet darüber, was passiert, wenn man Spam-Mails öffnet und beantwortet, ermittelt gegen Betrüger, die sich den Enkeltrick bei Senioren zunutze machen und offenbart, mit welchen Risiken man dank Tinder und Kleinanzeigen lebt. Alles alltägliche Vorfälle, denen wir schnell zum Opfer fallen können. Und dazu gehören auch gewisse Werbelügen und Anzeigen im Internet. Sie geht auch auf die Spur von Spammern und Scammern.

Und das tut sie sehr humorvoll und mitreissend! Mit einer guten Portion Humor, lädt sie uns ein, in ihre Welt der Fälle einzutauchen und berichtet aus dem täglichen Leben der Hobbydetektivin. Sie hat einen wunderbar leichten, etwas bissigen, aber wirklich einladenden Schreibstil, der mir richtig gut gefallen hat. Und trotzdem packt sie sehr viel Wissen für uns Leser:innen in ihr Buch. Ich habe es gar nicht weglegen können. Sie schafft es, mich durch Betrugsfälle und die Aufklärung dazu komplett zu unterhalten. Ich habe gelacht, war oft erstaunt und sehe „Caro ermittelt“ als absolute Bereicherung. Man kann dadurch noch viel lernen.

Klasse!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Vielversprechender Auftakt

The Great Library Of Tomorrow
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Mit „The Great Library Of Tomorrow“ eröffnet Rosalia Aguilar Solace die neue Buchreihe „Das Buch der Weisheit“. Diese Trilogie basiert auf dem beliebten, weltbekannten „Tomorrowland“-Festival.

Tomorrowland ...

Mit „The Great Library Of Tomorrow“ eröffnet Rosalia Aguilar Solace die neue Buchreihe „Das Buch der Weisheit“. Diese Trilogie basiert auf dem beliebten, weltbekannten „Tomorrowland“-Festival.

Tomorrowland meets High Fantasy!

In der Papierwelt gibt es eine große Gefahr: der Aschenmann verbreitet Angst und Schrecken, dnn er will jegliches Licht auslöschen und alle Welten leiden lassen. Doch da sind noch die Weisen der Großen Bibliothek von Morgen- und zu ihnen gehört Helia. Sie will den Aschenmann stoppen und ist die Einzige, welche die Kraft dazu hat. Um sein Vorhaben zu vereiteln, muss Helia eine verlorene Erinnerung finden und geht dafür auf eine intensive, gefährliche reisen. Mit dieser Erinnerung ist die Bibliothek in der Lage, den Aschenmann und seine Zerstörungswut zu bekämpfen. Für diese Aufgabe muss Helia ganz tief in die Writen der Papierwelt eintauchen und muss die legendäre, mysteriöse ewige Stadt erreichen. Auf diesem Weg liegen viele Gefahren für Helia. Doch sie ist nicht allein. Sie findet echte Freunde und ihre wirkliche Bestimmung. Schafft sie es, die Erinnerung zu finden und der Bilbiothek somit die Kraft zu geben, die sie braucht, um den Aschenmann zu besiegen?

Ich muss zugeben, ich kenne die Welt von Tomorrowland nicht. Aber ich fand den Klappentext zu „The Great Library Of Tomorrow“ sehr vielversprechend, das Cover beeindruckend. Allerdings habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Welt einzutauchen. Das liegt am Schreibstil, der mich nicht sofort mitgerissen hat und am komplexen Wordbuilding. Das Buch hat großes Potenzial und ja, es gibt sehr starke fantastische Momente, die mich beeindrucken konnten. Aber ich hatte so meine Probleme mit der Welt. Jedoch freue ich mich auf weitere Bände der Trilogie. Der Schreibstil ist komplex, aber auch interessant und mal ganz anders.

Die Papierwelt gefällt mir gut, Helia mag ich. Sie ist stark und neugierig, nur manchmal fehlt mir bei ihr etwas.

Letzten Endes ist „The Great Library Of Tomorrow“ ein interessanter Auftakt einer High Fantasy- Trilogie, die ich so noch nicht gelesen habe. Mit viel Potential, mit einer düsteren Atomsphäre und ja, ich habe noch lange über den Storyplott nachgedacht.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Zu brutal, zu düster für mich

Narbenwald #Thriller
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Lust auf einen atmosphärischen, düsteren Thriller? Du kommst mit Brutalität klar? Dann möchte ich dir heute mit „N?benwald“ den Auftakt zu Chris Dominiks „Ein Davids-und-Martin-Thriller“ vorstellen.

Darum ...

Lust auf einen atmosphärischen, düsteren Thriller? Du kommst mit Brutalität klar? Dann möchte ich dir heute mit „N?benwald“ den Auftakt zu Chris Dominiks „Ein Davids-und-Martin-Thriller“ vorstellen.

Darum geht´s:

In einem alten, verlassenen Hotel in Königstein gibt es einen schrecklichen Fund: die Augäpfel eines Mannes. Darunter hat jemand mit Blut geschrieben: „Er hat es gesehen!“ Es dauert nicht lange, bis die Polizei die Leiche des Mannes findet und diese ist übel zugerichtet. Ein Fall für Kriminalhauptkommisar Marc Davids und seine attraktive Kollegin Zoé Martin. Sie sind noch ganz am Anfang ihrer Ermittlungen, als auf Social Media ein Video auftaucht. Dies zeigt die Polizei am Fundort, den Tatort, die beiden Kommissare selbst und alle schlimmen Einzelheiten zum Mord. Nur dieser selbst wird nicht gezeugt. Dann werden Ohren gefunden und erneut ist eine blutige Nachricht hinterlassen worden und es gibt ein weiteres Video. Die Ermittler tappen im Dunkeln. Ist es der Mörder, der die Videos dreht? Hat er eine Rechnung mit den Ermittlern offen? Oder ist er nur ein Zeuge, der der Polizei helfen will? Oder ist der Mörder selbst Opfer eines durchgeknallten YouTubers? Die Beiden tappen in Dunkeln und liefern sich gleichzeitig einen Wettlauf mit der Zeit…

Wie verstörend kann ein Buch sein? Ich muss zugeben, „Narbenwald“ ist absolut nichts für mein schwaches Gemüt. Der Storyplott ist ideal für Fans des Genres- für mich ist das alles zuviel. Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig, eindringlich und er scheut sich nicht, grausame Details zu nutzen, um die Taten genauer zu beschreiben. Die Atmosphäre ist nicht nur finster und hinterlässt bei mir ein ungutes Gefühl, das Ganze ist brutal und übergeht meine persönlichen Grenzen. Ich bin eben zart besaitet. Für Leser:innen des Genres wird „Narbenwald“ ein Highlight sein. Für mich ist es schwere Kost, die ich nur knapp aushalten konnte.

Zu brutal, zu düster, zu viel.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Echt nicht mein Ding!

May Morrigans mysteriöse Morde
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Mit „May Morrigans mysteriöse Morde“ ist Katherine Black ein Kriminalroman über eine pensuonierte Bibliothekarin namens May Morrigan gelungen. May ist speziell. Sie liebt pastellfarbene Kleidung und ihre ...

Mit „May Morrigans mysteriöse Morde“ ist Katherine Black ein Kriminalroman über eine pensuonierte Bibliothekarin namens May Morrigan gelungen. May ist speziell. Sie liebt pastellfarbene Kleidung und ihre Perlenkette. Sie führt eine beeindruckende Buchhandlung, wo sie sehr viel Zeut verbringt. Und dazu lebt sie in einer vorbildlichen Gegend, einem Vorort von London. Ihr Leben teilt sie mit ihren beiden Hunden und mit ihrem früheren Studienfreund Fletcher. Alles könnte so idyllisch sein. Aber Mays Hang hat ein Problem. Sie entledigt sich gerne nervigen und liebsamen Menschen. Wer das Idyll ihres Vororts stört, wird von ihr schnellstens beseitigt. Aber dann verschwindet ein junges Mädchen und May fragt sich: wer hat das Mädchen entführt- will jemand May übertrumpfen? Kann sie das unschuldige Mädchen retten und den Täter vor dem Zugriff der Polizei eliminieren?

Für die Lektüre braucht man wirklich einen Verständnis für schwarzen Humor und für schwarze, britische Krimis. Anders kann man die Erlebnisse von May Morrigan nicht ertragen. Die ältere Dame hat Spass daran, Leute aus dem Leben scheiden zu lassen, die ihr unliebsam sind. Das erledigt sie mit Erfahrung und einer gewissen Finesse. Ich habe mich schwer getan, in den Roman hinein zu finden.

Es liegt vielleicht am Schreibstil, der für mich nicht komplett mitreissend ist. Und ich mag May einfach nicht. Ja, sie ist eine Mörderin und ich hege keinerlei Sympathien für sie- und das ist das Problem. Mir ist der ganze Fall, der ganze Storyplott, zu viel. Auf der einen Seite ist da die bieder wirkende May, die in einem echten Idyll zu leben scheint und diese um jeden Preis bewahren will- koste, was es wille.

Mir ist das Buch zu schwarz, zu absurd. Sorry, aber nicht mein Ding!

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