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Veröffentlicht am 10.04.2017

Buch ohne Handlung!

Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen
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Junge, arme Studentin verliebt sich Hals über Kopf in reichen Multimillionär. Was wie der Beginn eines schlechten Märchens klingt, ist genau das. Mehr schlecht als Märchen, aber das ist das Grundgerüst ...

Junge, arme Studentin verliebt sich Hals über Kopf in reichen Multimillionär. Was wie der Beginn eines schlechten Märchens klingt, ist genau das. Mehr schlecht als Märchen, aber das ist das Grundgerüst von Shades of Grey.

Der erste Band der Trilogie hat mich zu Beginn überzeugt. Während der ersten 200 Seiten ist macht das Lesen Spaß und, unglaublich aber wahr, es ist tatsächlich eine Art Handlung vorhanden.

Diese geht jedoch im Laufe des Buchs irgendwo zwischen Schlaf-/und Spielzimmer verloren.

Anastasia ist eine intelligente junge Frau, die sich nicht unterordnen will. Wie geschaffen für die Rolle als Sub (ja, sicher) in der Geschichte wirkt sie (was für ein Wunder) aber trotzdem nicht sehr stark, da sie nicht viel mehr macht, als stöhnend ans Bett gefesselt zu sein.

Christian hat einen leichten (oder schweren) psychischen Schaden und erinnert verdächtig an einen kranken Psychopaten. Die Wünsche und Bedürfnisse seiner Partnerinnen akzeptiert er stets und drängt ihnen nicht seine eigenen Wünsche auf:

Ana: Ich will aber keinen Analverkehr! Hard Limit!!! Christian: Ich will aber! Es wird dir noch gefallen! A: Aber... C: Schön, dass du es auch willst! Ich hatte schon Angst, das wäre ein Hard Limit für dich! A: Ok...

Was ich beim Lesen schmerzlich vermisst habe, war eine Handlung. Es passiert einfach nichts interessantes (außer einer Menge Sex).

Mir hat sich beim Lesen immer wieder eine Frage aufgedrängt: Womit, um alles in der Welt, will diese Frau noch zwei weitere Bücher füllen? Aber was solls, die BDSM-Schatzkiste bietet noch Potenzial für hunderte weitere Sexszenen und die sind ja schließlich sowieso der einzige Grund, dieses Buch zu lesen. Frei nach dem Motto "Wer braucht schon Qualität, wenn er Sex haben kann."

Manche Formulierungen werden gefühlte hundert Mal wiederholt. Da fragt man sich doch unwillkürlich: Hatte die Autorin einfach keine Lust mehr, weiter zu schreiben? War sie gar mit Wichtigerem beschäftigt? Hier ein kleiner Ausflug in das Spiel,äh,entschuldigung, Schreibzimmer der Autorin:

"Ja, geil, wieder eine Sexszene und noch eine und... (oh nein) langsam wirds langweilig also schnell eine gute Fesselspiel-Szene hinterher und damits besser rutscht noch ne Sexszene.

Oh verdammt, jetzt muss ich ja noch eine Geschichte draus bauen, damit so etwas wie eine Handlung (haha, genau) entstehen kann. Mist, klappt nicht! Egal, für was gibts Google. Na ja, jetzt hat die Geschichte zwar immer noch keine Handlung, und jede Formulierung kommt zehn Mal vor, aber was solls! Fällt ja keinem auf."

Und dann haut die Autorin eine Szene raus, bei der dem unvorbereiteten Leser ganz schlecht wird. Denn diese Szene sprüht nur so vor Logik und Sinn: A: Schlag mich! C: Sicher? A: Ja, ganz sicher! Ich steh doch drauf! Bitte! Christian schlägt sie A: Au! Das tut ja weh! Du Monster! C: Aber... A: Das wars,ich hau ab C: ... Ich:...

Das war so schlecht, dass es weh getan hat.

Der Schreibstil ist an mehreren Stellen gewöhnungsbedürftig.

So sagt Christian tatsächlich als er mit Ana schläft, nein halt, fickt (und zwar hart) : "Was für ein Fick!"

Ich plädiere an dieser Stelle dafür, ein Verbot zur Substantivierung des Wortes "ficken" einzuführen. Dieses Wort gehört echt strafverfolgt. Ich musste die Stelle 10 Mal lesen und konnte immer noch nicht glauben, dass die Autorin es wirklich getan hat. Meine Gedanken bestanden aus "Das hat er nicht gesagt. Das steht da nicht wirklich! NEIN! BITTE!!!!" Das Wort "Fick" ist weder erotisch noch geil noch scharf noch sonst was, also hat es auch bitte nirgends etwas verloren.

Alles in allem ist "Shades of Grey" ein grottenschlechtes Buch, das einfach nichts bietet. Na ja, ich werde mir trotzdem den zweiten Band kaufen. Sex sellls.

Veröffentlicht am 10.04.2017

Schöne Geschichte!

Als sie Licht ins Dunkel brachte
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Der Schreibstil der Autorin war flüssig und ich konnte der Geschichte gut folgen.

Kleine Zeitsprünge die eingebaut waren haben mich zuerst etwas verwirrt, aber den Lesefluss nicht beeinträchtigt.

Mit ...

Der Schreibstil der Autorin war flüssig und ich konnte der Geschichte gut folgen.

Kleine Zeitsprünge die eingebaut waren haben mich zuerst etwas verwirrt, aber den Lesefluss nicht beeinträchtigt.

Mit Philip bin ich sofort warm geworden, er ist unglaublich sympathisch und wird so gut beschrieben, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, er sitzt neben mir :)

Betti fand ich auch nett, jedoch hat es eine Weile gedauert, bis ich sie gemocht habe. Sie macht im Lauf des Buchs die größte Entwicklung durch und ich habe sie Seite für Seite mehr in mein Herz geschlossen!

Das Buch ist sehr aktuell, da auch das Flüchtlingsthema angesprochen wird, und auch vor Themen wie Rassismus und Rechtsradikalismus macht die Autorin nicht halt.

Andererseits zeigt das Buch aber auch die andere Seite des Flüchtlingsthemas und erzählt eine Geschichte von Integration und Freundschaft.

Im Vordergrund steht jedoch die Liebesgeschichte von Betti und Philip, sodass das Buch für jeden Lesegeschmack etwas bietet.

Das Buch ist sehr gut gelungen!

Veröffentlicht am 10.04.2017

Vielseitige Liebesgeschichte!

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
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Elias und Laia ist eine unglaublich spannende und vielseitige (Liebes-) Geschichte, die eine Erzählung von Freundschaft, Mut, Stärke und natürlich Liebe ist.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und ...

Elias und Laia ist eine unglaublich spannende und vielseitige (Liebes-) Geschichte, die eine Erzählung von Freundschaft, Mut, Stärke und natürlich Liebe ist.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Einziger Kritikpunkt ist die etwas zu kleine Schrift, die das Lesen an einigen Stellen anstrengend und ermüdend macht.

Die Geschichte enthält Perspektivwechsel zwischen Elias und Laia, was unglaublich wichtig für das Buch ist, da dieses dadurch viel interessanter und vielseitiger wird. Elias und Laia unterscheiden sich in so ziemlich jeder Hinsicht, sie erleben unterschiedliche Dinge und haben unterschiedliche Ansichten, was dem Leser einen differenzierteren Blick auf die Ereignisse verschafft. Es ist auch interessant zu sehen, wie die beiden in der gleichen Situation unterschiedlich reagieren.

Der Perspektivwechsel ist somit einfach nur gelungen!

Laia war mir von anfang an sympathisch und ich habe sie als mutige junge Frau kennengelernt, die im Laufe der Handlung eine Entwicklung durchlebt, die sie noch sympathischer macht.

Da sie sich total von Elias unterscheidet, hat es mich verwundert, dass ich ihn ebenso nett fand, doch im Lauf der Handlung wird deutlich, dass das kein Widerspruch ist.

Das Buch war spannend bis zum Schluss und auch auf den letzten Seiten fragt man sich die ganze Zeit, wem man trauen kann und wem nicht.

Die Frage "Wer ist gut und wer böse" lässt sich nicht so einfach beantworten, da immer wenn man glaubt, eine Antwort gefunden zu haben, wieder eine unerwartete Wendung eintritt und alles verändert.

Ich kann dieses tolle Buch nur empfehlen und wünsche euch allen viel Spaß beim Lesen :)

Veröffentlicht am 10.04.2017

Mehr als nur eine Liebesgeschichte!

Kann das auch für immer sein?
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Ich habe das Buch von meiner Freundin bekommen und hätte es von selbst wahrscheinlich nie in die Hand genommen.
Das Cover lässt auf eine Liebesgeschichte schließen, was im Folgenden auch bestätigt wird. ...


Ich habe das Buch von meiner Freundin bekommen und hätte es von selbst wahrscheinlich nie in die Hand genommen.
Das Cover lässt auf eine Liebesgeschichte schließen, was im Folgenden auch bestätigt wird. Trotzdem bietet das Buch sehr viel mehr als nur das.

Da die Protagonisten entweder Juden oder Israelis sind, wird auch etwas Politik in die Geschichte mitverwoben. Dies ist jedoch eher nebensächlich.

Diese Liebeskomödie ist einfach unglaublich lustig und ich hatte konstant ein Schmunzeln auf dem Gesicht und gelegentlich sogar ein lautes Lachen (für meine Familie sicher auch ganz amüsant).

Mit der Protagonistin Amy hatte ich zunächst so meine Schwierigkeiten, da sie zu Beginn sehr oberflächlich wirkt, doch das gibt sich nach einer Weile, da sie eine unglaublich große Veränderung durchmacht.

Die Geschichte wird die ganze Zeit aus ihrer Sicht erzählt, was sehr schön ist, da sie als Person wirklich nicht in die Örtlichkeiten des Buches passt und somit viel Spaß schon vorprogrammiert ist.

Amy wurde mir mit jeder Seite des Buchs sympathischer und ich habe sie am Schluss richtig in mein Herz geschlossen.

Auch Avi habe ich sehr gemocht, da er als unglaublich attraktiv, sportlich und cool beschrieben wird (gut, dass ich jetzt nicht oberflächlich bin, haha :) ) und ich ihn die ganze Zeit bewundert habe.

Der Alltag in der israelischen Militärbasis wird sehr gut erzählt, ich konnte mir den Ort echt gut vorstellen und war schon nach kurzer Zeit voll in der Geschichte drin.

Der Schreibstil ist flüssig, ich konnte die Geschichte locker und leicht durchlesen und habe sie bereits nach einem Tag beendet.

Ich werde auf jeden Fall die anderen beiden Bände der Trilogie lesen (da sich diese bereits in meinem Bücherschrank befinden, dürfte das ja kein Problem sein ;) )

Veröffentlicht am 10.04.2017

Solides Buch für zwischendurch

Bloßmenschen
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Rezension vom 02.04.2017 (3)




Zuerst muss ich sagen, dass ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, das man auch zwischendurch in einer ...





Rezension vom 02.04.2017 (3)




Zuerst muss ich sagen, dass ich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen bin. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, das man auch zwischendurch in einer Pause oder parallel zu einem anderen Buch lesen kann.

Das Cover ist interessant gestaltet und durch den Titel des Buchs auch themenbezogen.

Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gefallen, es wurden witzige Stellen und viele Wortspiele eingebaut und man muss beim Lesen öfters lachen. Der erste Teil des Buchs hat mir viel besser gefallen als der Rest, da gerade hier viele lustige Kurzgeschichten zu finden waren. Auch wird im ersten Teil deutlich, warum das Buch den Titel "Bloßmenschen" hat: Es wird des Öfteren peinlich für die
beschriebenen Menschen die sich in aller Öffentlichkeit blamieren und bloßstellen. Mit zunehmender Seitenzahl lassen die Geschichten jedoch leider nach. Die Witzedichte nimmt ab und es gibt vermehrt Geschichten, die ich persönlich eher langweilig fand.



So hatte zum Beispiel die Kurzgeschichte "Ich sehe wie das ist" eher wenig, unteranderem keine wirkliche Handlung zu bieten. Und die Geschichte "Procrastination Diaries" war meiner Meinung nach ebenfalls ziemlich langweilig. Meine persönlichen Favoriten sind "Die Mütter vom Prenzlauer Berg" und "Saunamänner": Sie sind wirklich witzig und vor allem "Die Mütter vom Prenzlauer Berg" bietet auch Stoff zum Nachdenken. So wird nebenbei auf die schlechten Verhältnisse in anderen Teilen der Welt eingegangen und Kritik an den Helikoptereltern geübt. Und auch eine stille Aufforderung ist zu lesen: Eltern, erzieht eure Kinder und lasst ihnen nicht alles durchgehen!



Ich hätte mir mehr solche Geschichten erhofft, denn dann wäre das Buch sicherlich um einiges lustiger geworden.



Alles in allem kann man sagen, dass "Bloßmenschen" ein solides Buch für zwischendurch ist, das sicher einige interessante und lustige Geschichten zu bieten hat.