Platzhalter für Profilbild

thenerdybookbird

Lesejury Profi
offline

thenerdybookbird ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit thenerdybookbird über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2023

Alles, was du am Ende brauchst, sind Hoffnung und Kraft.

Tales of Hope and Despair
0

Trotz des erbitterten Kampfs gegen das Chaos ist die Akademie gefallen. Den Begabten bleibt nur noch die Flucht in einen alten Bunker aus der Zeit der großen Bestienplage, bevor sich die Gaben entwickelt ...

Trotz des erbitterten Kampfs gegen das Chaos ist die Akademie gefallen. Den Begabten bleibt nur noch die Flucht in einen alten Bunker aus der Zeit der großen Bestienplage, bevor sich die Gaben entwickelt haben. Liana, Kieran und die anderen Ausgewählten sind die Einzigen, die das Chaos noch aufhalten können und vertrauen darauf, dass die Magie einen Plan hat. Doch dieser Plan könnte alles verändern, was sie bisher gekannt haben.

Bereits im ersten Band hat mir die ungewöhnliche Mischung aus Alchemie und verrückten Bestien gefallen, die von zwei gegensätzlichen Mächten kontrolliert werden. Nachdem Liana und Kieran in der Vergangenheit schon einige Herausforderungen gemeistert haben, die sie auch zusammengebracht hat, scheint nun doch alles verloren. Denn sie haben es nicht geschafft, die Akademie vor dem Chaos zu retten.

Zudem scheint auch die Magie immer schwächer zu werden. Früher hatte die Magie genug Kraft, um auch mit den Ausgewählten zu reden, doch nun schickt sie sie nur noch in die Trance und hofft, dass sie selbst darauf kommen, was die Magie von ihnen verlangt. Zudem müssen sie einige Verluste in ihren Reihen verdauen, die ihnen die Arbeit noch schwerer macht.

Ich hatte zu jeder Zeit ein ungutes Gefühl, denn man merkt, dass die Reihe zu Ende geht, aber über weite Stellen sieht es nicht so aus, dass die Reihe mit einem Happy-End endet. Bis zum großen Finale muss Liana noch einige schlimme Dinge erleben, bis ihr endlich eine rettende Idee kommt. Dies macht sich auch in der Beziehung zu Kieran bemerkbar, den sie eher vor ihren Gefühlen ausschließt. Ich habe den beiden die Daumen gedrückt, dass in diesem ganzen Chaos nicht auch noch ihre Beziehung daran zerbricht.

Demgegenüber schafft es Charlotte endlich ihren Eltern Kontra zu geben und zu sich und ihren Gefühlen zu stehen. Es wirkt wie ein Befreiungsschlag zu einer Zeit, in der die Welt in Chaos versinkt und ich habe mich auch für sie gefreut, denn es war wahrlich kein einfacher Weg für Charlotte.

Ebenso fand ich die Bestien-Kreationen in diesem Buch mal wieder große klasse. Zu den bisherigen bekannten Bestien gesellt sich der „Platzhirsch“ dazu, der seinem Namen alle Ehre macht. Man sollte sich auf jeden Fall nicht in seiner Nähe aufhalten.

Es ist auf jeden Fall ein großartiger Abschluss dieser Reihe und ich bin froh, Liana und Kieran auf ihrer Reise bis hierhin begleiten zu dürfen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der wissen möchte, wie die Reise für Liana und Kieran endet und lustige Bestien-Kreationen erleben möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2022

Was macht man mit den drei Wünschen, wenn man selbst ein Dschinn ist?

Das Erbe der Dschinn
0

Nach dem fast tödlichen Messerangriff ihrer Schwester Lana konnte Cassie mit Antony und den anderen zu Kalebs Familie fliehen. Dort versuchen sie ihre Kräfte zu sammeln und einen Plan zu entwickeln, wie ...

Nach dem fast tödlichen Messerangriff ihrer Schwester Lana konnte Cassie mit Antony und den anderen zu Kalebs Familie fliehen. Dort versuchen sie ihre Kräfte zu sammeln und einen Plan zu entwickeln, wie sie Cedric aufhalten können. Zwar fällt dies allen Beteiligten zunächst sehr schwer, da alle emotional sehr angespannt sind, aber als Cassie erfährt, dass ihre Mutter Charlott noch lebt, setzt sie alles daran, endlich Antworten zu erhalten und begibt sich auf die Reise.

Ich war schon im Vorfeld sehr gespannt darauf zu erfahren, wie es mit Cassie und den anderen weitergehen wird, denn am Ende von Band 1 war da ja dieser fiese Cliffhanger. Gott sei Dank hat Cassie den Angriff ihrer Schwester überlebt und konnte zu Kalebs Familie fliehen. Doch damit hören die Probleme aller Beteiligten leider nicht auf.

Während Lana an Cedrics Seite versucht, einen Weg zu finden, wie sie wieder ihre Tochter Alyssa in ihre Arme schließen kann, versucht Cassie einen Weg zu finden, Cedric aufzuhalten, indem sie ihre Mutter Charlott aufsucht. Anthony und Kaleb scheinen während dieser Geschehnisse nur Nebendarsteller zu sein, wenn sie auch genug mit sich zutun haben.

Denn Kaleb ist über lange Strecken eine beleidigte Leberwurst und lässt Anthony dies spüren, ohne aber mit ihm mal darüber zu reden. Dadurch wirkt Kaleb gleichzeitig wie ein Kleinkind und hat auch meine Nerven strapaziert, denn dieses ständige Weglaufen, ohne zu reden, erinnert mich immer an diese schlechten Telenovelas, in denen künstlich ein Konflikt am Leben erhalten wird. Dabei hat Kaleb durchaus berechtigte Gründe, beleidigt zu sein.

Anthony dagegen wirkt so, als ob er seine widerstreitenden Emotionen nicht unter einen Hut bekommt. Der Verrat seiner Exfrau Lana, die sexuelle und familiäre Verbundenheit gegenüber seinem Freund Kaleb und die erwachten Gefühle gegenüber Cassie. Noch dazu hat er ständig die Sorge um seine Tochter Alyssa im Hinterkopf. Da wirkt es schon fast als viel zu viel, dass er dann auch noch in seine Heimat zurückkehren und sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen muss. Doch Anthony versucht sich Stück für Stück ins Leben zurückzukämpfen und trotz allem war er mir mit Cassie zusammen am sympathischsten. Sowieso finde ich, dass die beiden ein großartiges Paar wären.

Darüber hinaus erfährt man noch einige neue Informationen über Dschinn oder besser gesagt Halb-Dschinn, die aus einer Liebelei zwischen Menschen und Dschinn entstehen können. Natürlich sind davon auch Cassie und die anderen betroffen und bald wird auch klar, dass die Geschichte wieder von den Stärkeren umgeschrieben worden ist und das waren nicht die Dschinn.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit Cassie, Anthony und Lana weitergehen wird. Deswegen kann ich das Buch jedem empfehlen, der wissen will, wie es mit den Erben der Dschinn weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2022

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.

Zwischen uns das Glück der Kleeblätter
0

Paula und Klara planen die beste Reise ihres Lebens: ein Roadtrip auf der Grünen Insel Irland. Im Juli soll ihr Abenteuer beginnen und Paula kann es kaum erwarten. Denn sie braucht schon seit Längerem ...

Paula und Klara planen die beste Reise ihres Lebens: ein Roadtrip auf der Grünen Insel Irland. Im Juli soll ihr Abenteuer beginnen und Paula kann es kaum erwarten. Denn sie braucht schon seit Längerem dringend einen Tapetenwechsel, doch nie hatte sie die Möglichkeit, sich ein paar Tage frei zu nehmen. Seit ihr Freund einfach aus heiterem Himmel ihre Beziehung für beendet erklärt hat, steht sie etwas neben sich und funktioniert nur noch bedingt. Als jedoch Klara plötzlich ein Jobangebot bekommt, auf dass sie schon seit Längerem hinarbeitet und die Reise absagt, entschließt sich Paula allein auf Abenteuerreise zu gehen…

Es ist schon ein paar Jahre her, seit ich selbst nach Irland gereist bin, deswegen freue ich mich jedes Mal, wenn ich von diesem besonderen Land in Büchern lesen kann. Auch dieses Buch greift einige bekannte Sehenswürdigkeiten von Irland auf und verwebt sie mit einer berührenden Geschichte einer Frau, die den Mut aufbringt, allein auf Reisen zu gehen und sich dabei viel besser kennenlernt.

Ich habe Paula sehr gerne bei ihrer Reise begleitet, denn ich habe mich auf gewisse Weise mit ihr verbunden gefühlt, da es mir auch schon oft so gegangen ist, dass ich irgendwo allein hingehen musste, weil mir jemand kurz vor knapp abgesagt. Danach stellt sich dann immer die Frage, ob man allein gehen soll oder ob man dann auch darauf verzichtet und sich damit einer neuen Erfahrung beraubt. Meistens habe ich mich dann dazu entschieden, allein dort hinzugehen und ich habe es bis jetzt nicht bereut.

Wenn man es genau nimmt, geht Paula auch nicht allein auf Reisen, sondern ihre Freundin Klara schaltet über Facebook ein Videoaufruf, dass Paula einen Mitreisenden sucht und daraufhin meldet sich der mysteriöse Bastian. Zunächst kann Paula mit dieser Option, einen Unbekannten mit nach Irland zu nehmen, nichts anfangen. Aber je näher sie dem Abreisedatum kommt, entscheidet sie sich doch, Bastian mitzunehmen. Ich fand diese Aktion an sich auch schon mutig, da sie Bastian nicht kennt und nicht einschätzen kann, wie er drauf sein wird.

Allerdings wird Mut meistens belohnt und so lernen sich Bastian und Paula nach und nach besser kennen und merken, dass sie viel gemeinsam haben. Ich fand es schön zu sehen, wie sich die beiden annähern und auch Paula den Mut fasst, über ihre gescheiterte Beziehung mit Bastian zu reden. Dabei war ich sehr gespannt zu erfahren, welches Geheimnis eigentlich Bastian mit sich herumträgt, denn er erzählt nicht viel über sich und lenkt immer ab, wenn Paula ihm Fragen zu seiner Arbeit oder Familie stellt.

Natürlich wird dieses Geheimnis im Laufe der Geschichte gelüftet und man kann besser verstehen, warum Bastian so verschlossen ist. Wenn mich sein ablehnendes Verhalten an manchen Stellen wirklich aufgeregt hat, denn Paula meint es ja nur gut und hat es nicht verdient, ohne Grund so behandelt zu werden.

Alles in allem kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der auch einen Kurztrip nach Irland vertragen kann und mit Paula auf den komplizierten Pfaden der Liebe reisen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2022

Nicht die Menschen, die immer gewinnen sind die stärksten, sondern die die niemals aufgeben.

Aurélie und die Nähwerkstatt der Träume
0

Ein tragisches Ereignis in der Kindheit zwingt Aurélie noch Jahre später dazu, sich vor anderen Menschen zu verstecken. Obwohl sie wunderschöne Kreationen in ihrem eigenen Nähstudio entwirft, die ihren ...

Ein tragisches Ereignis in der Kindheit zwingt Aurélie noch Jahre später dazu, sich vor anderen Menschen zu verstecken. Obwohl sie wunderschöne Kreationen in ihrem eigenen Nähstudio entwirft, die ihren Trägerinnen neuen Mut geben und auch ihre beste Freundin ihr gut zuredet, traut sich Aurélie nicht nach draußen. Erst mit dem Auftauchen von Luc, dem Erben des Fournier-Imperiums, schafft sie es, Stück für Stück ihre Welt zu erweitern. Doch Neid und Missgunst verfolgen sie bis zum Nachwuchswettbewerb von Fournier. Wie soll Aurélie das nur schaffen?

Da ich selbst gerne nähe, lese ich auch dementsprechend gerne Bücher, in denen es um dieses fabelhafte Hobby geht. Darüber hinaus bietet dieses Buch auch noch die Besonderheit, dass einige Schauplätze im Buch in Paris sind, eine der bedeutendsten Städte für Mode. Dadurch wurde das Buch noch interessanter für mich und ich habe mich gerne mit Aurélie auf die Reise in ihr neues Leben begeben.

Doch zunächst muss Aurélie noch einige persönliche Hürden überwinden. Am Anfang versteht man noch nicht sofort, warum sie sich von der Außenwelt abkapselt und sogar der alltägliche Einkauf für sie eine regelrechte Tortour ist. Erst nach und nach kommt man ihrem Geheimnis auf die Spur, dass sie versucht, so gut es geht vor Fremden zu bewahren. Ich fand es klasse, wie man nach einer Zeit herausfindet, unter welchem „Problem“ Aurélie leidet, ohne, dass man explizit darauf hingewiesen wird.

Nur ihre beste Freundin weiß um ihr Geheimnis und versucht sie so gut es geht in ihrer Nähwerkstatt zu unterstützen. Allerdings merkt man ziemlich schnell, dass es nicht ihr Traum ist, die Nähwerkstatt am Laufen zu halten, sondern ihre Leidenschaften in einem gänzlich anderen Bereich liegen. Doch Aurélie mit der Nähwerkstatt allein zu lassen, bringt sie auch nicht über sich.

Erst mit dem Auftauchen von Luc ändert sich einiges. Nicht nur, dass Aurélie die Möglichkeit erhält, an einem Designwettbewerb des Hauses Fournier teilzunehmen, sondern auch, dass sie endlich jemanden trifft, der die gleichen Interessen wie sie hat. Obwohl sie sich nie treffen, schreibt Luc ihr an die E-Mail-Adresse der Nähwerkstatt Mails und damit beginnt für Aurélie eine aufregende Zeit, denn endlich interessiert sich jemand für sie und ihre Leidenschaften.

Mir war Aurélie von Anfang an sympathisch, denn man merkt zwar, dass sie unter ihrem schweren Schicksal leidet, aber gleichzeitig den Mut in sich hat, etwas an ihrer Situation zu ändern. Sie möchte sich der Welt da draußen zeigen, denn sie ist Stolz auf das, was sie geschaffen hat. Ich fand Aurélies Stärke sehr bewundernswert und habe mit ihr mitgefiebert, als sie ihre Kreationen auf der Mode Show des Hauses Fournier präsentiert.

Luc ist da schon von einem gänzlich anderen Charakter, denn er traut sich jahrelang nicht, seinem Vater davon zu erzählen, wie er das Haus Fournier designtechnisch verbessern will. Er flüchtet sich lieber in belanglose Beziehungen und sucht die Schuld bei seinem älteren Bruder, der eigentlich nichts für das Zerwürfnis zwischen ihm und ihrem Vater kann. Wie gut, dass er auf Aurélie trifft und sich eine Scheibe Mut abschneiden kann.

Alles in allem kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der einfach mal eine Geschichte zum Träumen braucht und sich von der Modemetropole Paris verzaubern lassen möchte

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2022

Wo viele Schatten sind, da ist auch Licht.

Der Leuchtturm an der Schwelle der Zeit
0

Joe Tournier befindet sich am Bahnhof Gare du Roi in Londres und hat keinerlei Erinnerung daran, wie er dort hingekommen ist noch, wer er eigentlich ist. Auch nach einem Aufenthalt in einer Heilanstalt ...

Joe Tournier befindet sich am Bahnhof Gare du Roi in Londres und hat keinerlei Erinnerung daran, wie er dort hingekommen ist noch, wer er eigentlich ist. Auch nach einem Aufenthalt in einer Heilanstalt kommen seine Erinnerungen nicht wieder. Ein Monsieur namens Saint-Marie behauptet zwar, dass er seit seiner Kindheit als Leibeigener in seinen Diensten stand und eine Frau hat, aber auch diese Geschichte kommt ihm nur wenig vertraut vor. Doch er fügt sich in dieses Schicksal mit dem ständigen Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Als dann ein Brief aus der Vergangenheit auftaucht, ist die Zeit für ihn gekommen endlich etwas zu unternehmen.

Dieses Buch erzählt eine sehr gefühlvolle Geschichte eines Mannes, der vergessen hat, wer er ist. Ich mochte diese Art von Erzählung, da sie zuweilen surreal, ja fast träumerisch wirkt. Man wird über dem Lesen in eine alternative Realität entführt, in der Frankreich in der Schlacht von Trafalgar über die britischen Streitkräfte obsiegt und in der Folge Großbritannien besetzt hat. Aus „London“ wird „Londres“ und aus „King's Cross Railway Station“ wird “Gare du Roi”. Es ist verboten, Englisch zu sprechen und sogar die Tageszeitung erscheint in einfachem Französisch mit Bildern, damit die Bevölkerung sich an diesen Umstand gewöhnen kann. Nur Schottland konnte sich der Okkupation durch Frankreich entziehen und kämpft erbittert gegen ihren Feind im Süden.

Ich fand dieses Gedankenspiel ziemlich interessant, da es mal wieder zeigt, welche Auswirkungen bestimmte Ereignisse auf den Fortlauf der Geschichte haben können. Schnell wird im Laufe der Geschichte klar, dass eine Manipulation der Zeitlinie stattgefunden hat und Joe Tournier nicht ganz so unschuldig an diesem Umstand ist. Eines Tages erreicht ihn eine Postkarte, die den Leuchtturm Eilean Mòr in Schottland zeigt und obwohl er dieses Bild zum ersten Mal sieht, kommt ihm etwas vertraut an diesem Bild vor. Er macht sich natürlich auf die Reise zu diesem Leuchtturm, um dem Geheimnis seiner verlorenen Erinnerungen auf die Spur zu kommen.

Gerade diese Suche nach seinen verlorenen Erinnerungen fand ich spannend und ziemlich gut aufgebaut. Denn am Anfang begleitet man Joe in eine frühere Zeit, in der die Postkarte losgeschickt worden ist. Manchmal war ich etwas verwirrt, wenn es zu einem Wechsel in der Zeitebene gekommen ist, aber die Geschichte erklärt an den genau richtigen Stellen die Gesetze der Zeitreise. So wechselt das Buch immer wieder in die Zeit zu einem früheren Joe und dem jetzigen Joe, der aber in die damalige Zeit gereist ist. Man muss wirklich genau lesen, um alle Aspekte dieses Buchs genau zu verstehen, aber da ich unbedingt wissen wollte, wer Joe früher war, hat es mir keine Probleme bereitet, konzentriert zu bleiben.

Darüber hinaus war ich gerade zum Ende hin regelrecht von diesem Buch berührt. Denn die Auflösung, wer Joe ist, war einfach sehr schön und ich habe Joe fest die Daumen gedrückt, dass er mit seiner großen Liebe noch glücklich werden kann (egal in welcher Zeitlinie). Zwar war Joe als Charakter nicht so mein Fall, da er sich an manchen Stellen etwas hängen gelassen und sein Schicksal nur allzu schnell akzeptiert hat. Dies bessert sich aber im Laufe der Geschichte und er steht für sich ein.

Ich bin wieder einmal von einem Buch von Natascha Pulley regelrecht angetan und kann es nur jedem empfehlen, der eine gefühlvolle Reise eines Mannes lesen möchte, der erst nach und nach herausfindet, was wirklich wichtig im Leben ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere