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Veröffentlicht am 21.09.2023

Das Leben ist eine Party...aber was bleibt am Ende?

Ein Jahr Hölle
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Für Quinn ist das Leben eine einzige große Party – keine Verpflichtungen und keine Beziehungen erwünscht. Als sie jedoch eines Abends einen attraktiven Fremden in einem Club sieht, der ihr auch noch sein ...

Für Quinn ist das Leben eine einzige große Party – keine Verpflichtungen und keine Beziehungen erwünscht. Als sie jedoch eines Abends einen attraktiven Fremden in einem Club sieht, der ihr auch noch sein Interesse signalisiert, kann sie nicht anders als ihn nach draußen zu begleiten. Dass dies keine gute Idee ist, erfährt sie erst als es zu spät ist, denn der Fremde ist ein Dämon und braucht ihre Lebensenergie, um weiterleben zu können.

Da ich sehr gerne Geschichten von und mit Dämonen lese, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, auch einen Blick in „Ein Jahr Hölle“ zu werfen. Allerdings wird bereits zu Beginn sehr schnell klar, dass es sich weniger um eine schwarzhumorige, actionreiche Geschichte handelt wie z.B. die Bücher von Richard Kadrey, sondern eher um eine Liebesgeschichte. Dies sollte man beachten, falls man weniger an romantischen Geschichten interessiert ist.

Im Kern geht es nämlich darum, dass durch eine schicksalhafte Fügung zwei Personen aufeinandertreffen, die trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft, ähnlich empfinden. Sowohl Quinn als auch der Dämon haben in der Vergangenheit mit einem sehr schmerzhaften Verlust fertig werden müssen, der sie nachhaltig geprägt hat. Allerdings geht jeder damit unterschiedlich um. Quinn schließt die Trauer in sich ein und sorgt dafür, dass sie keine Spuren bei irgendjemanden hinterlässt. Sie kann nur noch oberflächliche Beziehungen führen und vermeidet Konflikte, wo sie nur kann.

Dagegen ist der Dämon im Grunde seines Wesens einfach nur wütend und hasst sein Leben, dass darin besteht in einer höllenartigen Umgebung vor sich hinzuvegetieren und jedes Jahr einen Menschen von der Erde zu entführen, um von dessen Lebensenergie ein weiteres Jahr zu leben.

Ich fand diesen Kontrast zwischen den beiden sehr interessant, da es auch wieder zeigt, dass jeder unterschiedlich mit Trauer umgeht und gleichzeitig zeigt es auch wieder, wie sehr man manchmal jemanden braucht, der einen versteht und weiß, was man gerade durchmacht. Obwohl Quinn am Anfang noch sehr leichtgläubig und unbedarft wirkt, merkt sie schneller als der Dämon, dass etwas in seiner Welt ganz und gar nicht stimmt und stellt ihm unbequeme Fragen wie z.B. „Warum er lesen kann, wenn er noch nie auf einer Schule war?“. Dies macht den Dämon zunächst nur noch wütender, da er selbst keine Antworten auf diese Fragen hat, doch schon bald geht er diesen Geheimnissen auf den Grund.

Ab diesem Zeitpunkt bilden die beiden ein sehr gutes Team und am Ende wird sogar noch ein Geheimnis gelüftet, das mich wirklich überrascht hat. Auch wenn ich Liebesgeschichten eher weniger gerne lese, hat mich das Buch gut unterhalten. Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine emotionale Reise zweier Personen lesen möchte, die im Grunde ihres Herzens dasselbe empfinden und aneinander brauchen, um wieder heilen zu können.

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Man sollte dem Leib etwas Gutes tun, damit die Seele Lust hat darin zu wohnen.

Das Restaurant der verlorenen Rezepte (Die Food Detectives von Kyoto 1)
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Der ehemalige Polizeibeamte Nagare betreibt mittlerweile mit seiner zwanzigjährigen Tochter Koishi ein kleines Restaurant in Kyoto. Wer das Restaurant findet, kann dort traditionelle Köstlichkeiten der ...

Der ehemalige Polizeibeamte Nagare betreibt mittlerweile mit seiner zwanzigjährigen Tochter Koishi ein kleines Restaurant in Kyoto. Wer das Restaurant findet, kann dort traditionelle Köstlichkeiten der japanischen Küche genießen. Doch die eigentliche Besonderheit dieses Restaurants, ist das dazugehörige Detektiv-Büro, in dem man Nagare damit beauftragen kann, einen Geschmack aus der Vergangenheit wiederzufinden z.B. der Geschmack der Udon-Suppe der verstorbenen Ehefrau.

Ich bin immer wieder von der Kreativität asiatischer Geschichten angetan. Vor kurzem habe ich auch das Buch „das Kaufhaus der Träume“ einer koreanischen Autorin gelesen, dass ein ähnliches kreatives Setting hatte wie auch nun „das Restaurant der verlorenen Rezepte“. Zudem sind diese Geschichten auch immer mit allerhand Lebensweisheiten und Anekdoten gespickt, sodass es einfach guttut, solche Geschichten zu lesen.

Das Restaurant der verlorenen Rezepte besteht aus 5 Geschichten oder „Aufträgen“, die auch getrennt voneinander gelesen werden könnten, da sie nur lose zusammenhängen. Im Mittelpunkt stehen immer Nagare und seine Tochter, die Besuch von einem neuen Klienten bekommen, der sich an einen Geschmack aus der Vergangenheit erinnern möchte. Dadurch wiederholen sich automatisch Erzählmuster oder Erklärungen, die auch schon in vorherigen Geschichten vorkamen, sodass ich generell empfehlen würde, zwischen dem Lesen der Geschichten immer eine Pause zu machen.

Dadurch bleibt auch der Zauber jeder Geschichte erhalten, denn fast jeder Fall ist sehr persönlich und emotional. Am besten ist mir dabei der Fall mit dem Witwer in Erinnerung geblieben, der noch einmal die Udon-Suppe seiner verstorbenen Ehefrau essen wollte. Zuerst müssen die Klienten Koishi genau erzählen, wann und wie sie diese Mahlzeit zu sich genommen haben. Auch entscheidend ist, in welchem Teil von Japan, das Gericht zubereitet wurde, denn je nach Region können sich auch die Gewürze und Zutaten ändern. Wenn Koishi alle Informationen aufgenommen hat, macht sich ihr Vater Nagare auf die Reise, um den Geschmack zu suchen und versucht danach, mit den neuen Erkenntnissen, das Gericht nach zu kochen. Im Fall des Witwers stellt sich schnell heraus, dass er das Rezept seiner Frau nie wirklich nachkochen konnte, da er aus einer anderen Region stammt bzw. seine neue Freundin andere Gewürze dazu verwendet hat.

Allerdings bleibt es nicht bei dieser „Suche nach dem verloren geglaubten Geschmack“, sondern Nagare gibt seinen Klienten immer noch eine Lehre mit auf den Weg z.B. ändert er das Gericht dann doch etwas ab, damit der Witwer seine neue Freundin besser akzeptiert, wenn sie weiterhin für ihn kocht, da er automatisch den Geschmack des Gerichts seiner verstorbenen Frau nun mit ihr verbindet. Dies mag zunächst komisch wirken, aber auf eine gewisse Weise funktioniert es auch immer wieder, denn Erinnerungen können manchmal trügerisch sein und manchmal will man einfach nur daran glauben, dass es dieser Geschmack aus der Vergangenheit ist.

Alles in allem bin ich von diesem Buch sehr begeistert und kann es jedem empfehlen, der ein Buch zum Entspannen sucht und sich von dem Zauber dieser Geschichten überzeugen möchte.

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren.

Nex – Die letzte Nacht
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Lexi hat eine Gabe, die ihr doch mehr und mehr, wie ein Fluch vorkommt. Denn sie besitzt die Fähigkeit durch eine kurze Berührung zu sehen, wie jemand sterben wird. Dadurch vermeidet sie den Kontakt zu ...

Lexi hat eine Gabe, die ihr doch mehr und mehr, wie ein Fluch vorkommt. Denn sie besitzt die Fähigkeit durch eine kurze Berührung zu sehen, wie jemand sterben wird. Dadurch vermeidet sie den Kontakt zu anderen, da sie es nicht ertragen kann, immer wieder mit Tod konfrontiert zu werden. Als jedoch eine Mordserie Los Angeles erschüttert, ist sie gezwungen, die Mordermittlungen zu unterstützen, denn Lexi ist einem der Mordopfer kurz vor ihrem Tod in einem Club begegnet und hat nichts unternommen, um ihren Tod zu verhindern.

Schon als ich das erste Mal von diesem Buch in einem der Neuerscheinungsübersichten erfahren habe, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Lexi und dieser spannenden Ausgangssituation weitergehen wird, denn die Handlung wirkte auf mich neu und erfrischend anders. Nun mehrere Monate später konnte ich das Buch endlich lesen und bin immer noch begeistert.

Denn das Leben von Lexi ist alles andere als einfach und schon nach den ersten Seiten wird der Leser in eine düstere und trostlose Welt entführt, in der es wenige Gründe zur Freude gibt. Lexi lebt ganz allein und in ärmlichen Verhältnissen, da sie schon früh ihre Eltern verloren hat und sich seitdem mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält wie z.B. als Barkeeperin in einem Club. Obwohl sie gerne studieren würde, bleibt ihr dieser Wunsch verwehrt, da sie es nicht ertragen kann unter Menschen zu sein und sowieso hätte sie auch nicht das Geld dafür. Ihr einzigen Bezugspersonen sind der Geist Trevor, der sich immer noch in der Menschenwelt aufhält, da er keine Lust hat in das Totenreich überzugehen und ihr Großvater, der die gleiche Gabe wie Lexi besitzt. Diese Ausgangssituation hat mir fast das Herz gebrochen, da man merkt, dass Lexi leidet.

Den Rest in ihrer aussichtslosen Lage gibt ihr dann auch noch der Umstand, dass sie den Tod eines Mädchens sieht und nicht eingreift, um ihn zu verhindern. Sie macht sich danach schwere Vorwürfe, wenn sie auch weiß, dass sie nichts hätte tun können. Allerdings scheint dieser Vorfall auch gleichzeitig ein Glücksgriff für Lexi zu sein, denn sie gewinnt dadurch eine weitere Geist-Freundin, die ihr dabei hilft herauszufinden, wer die Morde in Los Angeles verübt. Zwar muss sie sich immer wieder daran erinnern, dass diese Zusammenarbeit nur temporär ist, aber man merkt, dass Lexi regelrecht aufblüht und man mehr von der Person erahnen kann, die sie ursprünglich mal war.

Die tatsächlichen Mordermittlungen sind spannend umgesetzt und führen Lexi an einige gruselige Orte, die sogar von ihr verlangen, ihre Gabe auf gänzlich andere Weise einzusetzen, wie z.B. als Rückblende, um die letzten Augenblicke einer Leiche zu sehen. Darüber hinaus lernt man auch noch weitere magische Wesen kennen, die Lexi wertvolle Hinweise für ihre Ermittlungen mitgeben und man sich unweigerlich fragen muss, warum Lexi nicht mehr Vertrauen zu ihnen aufbaut. Aber auch dieses Rätsel wird nach einiger Zeit gelüftet.

Darüber hinaus ist das Buch auch optisch sehr schön gestaltet, mit den Buchzierden am oberen und unteren Buchrand, sodass die Geschichte gleich viel atmosphärischer wirkt. Zudem bilden die Buchzierden zusammen auch einen schwarzen Raben im Buchschnitt, sodass ich allem in allem sehr begeistert von diesem Buch bin.

Zwar ist die Auflösung am Ende des Buchs nicht so spektakulär wie anfangs gedacht, doch bis dahin bleibt das Buch ziemlich spannend und ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der ein Gefühl dafür bekommen möchte, wie es ist, wenn eine Gabe zu einem Fluch wird.

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Wenn der weiße Mann zum Tyrannen wird, zerstört er seine eigene Freiheit.

Club Paradies - Im Glanz der Macht
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Berlin, 1976: Hanns Borchardt ist der Mann der Stunde. Als Immobilienmogul setzt er ein Großprojekt nach dem anderen in Berlin um. Seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern Holger und Hanna kann er so ...

Berlin, 1976: Hanns Borchardt ist der Mann der Stunde. Als Immobilienmogul setzt er ein Großprojekt nach dem anderen in Berlin um. Seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern Holger und Hanna kann er so ein luxuriöses Leben bieten, doch diese sehnen sich nach gänzlich anderen Dingen. Maria fühlt sich immer mehr in ihrer Ehe eingeengt, während Hanna und Holger darüber nachdenken, wer sie eigentlich sein wollen, fernab von den Geschäften ihres Vaters. Als sich Hanns Borchardt bei seinem neusten Projekt finanziell übernimmt, scheint die Fassade der Familie Borchardt nach und nach zu bröckeln.

Nachdem ich in letzter Zeit viele historische Romane zur Zeit der 20er Jahre in Deutschland und anderen Teilen der Welt gelesen habe, hatte ich mich schon sehr darauf gefreut, endlich eine neue Zeit kennenzulernen. Die 70er Jahre erscheinen dabei noch nicht lange entfernt, um wirklich von einem „historischen Roman“ sprechen zu können und doch habe ich einiges Neues gelernt, dass ich noch nicht über diese Zeit wusste.

Zum einen scheint das Thema „Freiheit“ mehr denn je präsent zu sein. Es herrscht Aufbruchstimmung sowohl in den Familien als auch gesamtgesellschaftlich. Strukturen und Gegebenheiten, die die Gesellschaft lange Zeit als normal akzeptiert hat, werden in Frage gestellt. Zum einen sieht man dieses Umdenken an Hanns Borchardts Frau, die es nicht mehr länger aushält, in einer Ehe mit einem Tyrannen gefangen zu sein, obwohl das Thema Scheidung lange Zeit in der Gesellschaft ein Tabu-Thema war. Zum anderen sieht man dieses Umdenken an Hans Borchardts Sohn, der Probleme mit dem Kapitalismus-Denken seines Vaters hat. Auch seine Tochter Hanna macht eine Wandlung um Laufe der Geschichte mit, wenn sie auch eher darüber nachdenkt, welche Zwänge ihr von der Gesellschaft aufgedrückt werden im Hinblick darauf, wen sie lieben darf.

Ich fand diese Konstruktion rund um die verschiedenen Arten der Freiheit um das Leben von Hanns Borchardt ziemlich genial. Denn er lebt in gewisser Weise auch eine Form der Freiheit. Nämlich die, dass er sich von nichts und niemanden in seine Geschäfte reinreden lässt. Dabei hat er eine Art an sich, die mehr als unsympathisch ist. Er denkt, er sei stets im Recht und andere Menschen sind nur dazu da, seine Wünsche zu erfüllen. Allerdings hat er dabei nicht damit gerechnet, dass er mal auf eine Person trifft, die nicht so einfach nach seiner Pfeife tanzt. Erst als er die Nachtclub-Besitzerin Lea Stern trifft, wird ihm erst bewusst, was es bedeutet, wenn einem die Kontrolle nach und nach entgleitet.

Mir persönlich hat es gefallen, dass Hanns Borchardt gewisse Grenzen gesetzt bekommt, denn seine Art ist an manchen Stellen einfach nur überheblich und widerlich. Dadurch hält man automatisch Lea Stern und der Familie von Borchardt bei und hofft, dass Hanns Borchardt bald das bekommt, was er verdient. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit der Familie Borchardt weitergehen wird und kann jedem dieses Buch empfehlen, der über einen skrupellosen Immobilienpatriarch lesen möchte, der sogar über Leichen gehen würde, wenn er damit seinem Erfolg näher kommt.

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Der schönste Trick des Teufels ist es, dich davon zu überzeugen, dass er nicht existiert.

Höllenjäger
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Auch nach den Ereignissen aus dem ersten Band hält sich James „Sandman Slim“ Stark mit seinen Aufträgen als Kopfgeldjäger über Wasser. Zwar bekommt er zunächst nur Aufträge der Marke „finde diesen Vampir ...

Auch nach den Ereignissen aus dem ersten Band hält sich James „Sandman Slim“ Stark mit seinen Aufträgen als Kopfgeldjäger über Wasser. Zwar bekommt er zunächst nur Aufträge der Marke „finde diesen Vampir und töte ihn“, doch als Luzifer wieder auf der Erde weilt, wird er persönlich von ihm engagiert sein Bodyguard zu werden. Damit beginnen plötzlich wieder die Probleme für Stark. Denn nebenbei bricht so auch noch eine Zombieseuche aus, in deren Verlauf Stark gebissen wird.

Ich habe mich im Vorfeld schon sehr auf den zweiten Teil dieser verrückten Reihe gefreut, denn Sandman Slim ist einfach eine Erscheinung. Selten gerät in einem Buch in so kurzer Zeit so viel in eine Schieflage. Dadurch wirkt das Buch wie eine Achterbahnfahrt, nur dass es eben nie nach oben geht, sondern immer nur noch unten. Zwar hatte ich deswegen auch relativ schnell Mitleid mit Stark, doch manchmal ist er auch einfach selbst schuld an seinem Schicksal.

Dies hat zum einen damit zu tun, dass er alles andere als sympathisch auftritt. Seine innere Gedankenwelt und auch die Gespräche mit seinen „Freunden“ und Auftraggebern strotzt nur einer guten Portion Selbstüberschätzung und Ironie. Vor allem hat man das Gefühl, dass er nichts und niemanden ernst nimmt, sogar vor Luzifer scheint er nicht wirklich Respekt zu haben. Allerdings macht gerade dieser Charakterzug das Abenteuer mit Sandman Slim so unterhaltsam, da ständig etwas passiert. Zuerst jagt Stark Vampire, dann trifft er auf Lucifer, der plötzlich ins Filmbusiness einsteigen will und damit aus Versehen eine Zombie-Apokalypse hervorruft und zuletzt bei Stark damit eine mittlere Identitätskrise auslöst.

Denn als er von einem Zombie gebissen wird, stirbt in ihm seine menschliche Seite, obwohl er gar nicht wusste, dass in ihm auch eine unsterbliche Seite existiert. Scheinbar hatte seine Mutter ein amouröses Verhältnis mit einem Unsterblichen gehabt, sodass es für Stark auch immer wichtiger wird zu wissen, wer sein Vater eigentlich ist.

Auf jeden Fall hatte ich auch mit diesem Band meine helle Freude, sodass ich es kaum erwarten kann, einen weiteren Band mit Sandman Slim zu lesen. Ich kann jedem dieses Buch empfehlen, der eine etwas unkonventionelle Geschichte über einen Kopfgeldjäger lesen möchte, der erst noch seinen Platz in der Welt finden muss.

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