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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2018

Wunderschön

Weit weg und ganz nah
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Jess wurde von ihrem Mann verlassen und trägt nun alleine die Verantwortung für ihre Tochter, den Sohn ihres Mannes aus erster Ehe und den Hund. Finanziell sieht es sehr schlecht für sie aus. Eines Tages ...

Jess wurde von ihrem Mann verlassen und trägt nun alleine die Verantwortung für ihre Tochter, den Sohn ihres Mannes aus erster Ehe und den Hund. Finanziell sieht es sehr schlecht für sie aus. Eines Tages findet sie ein Bündel Geld und steht vor der Frage,  ob sie es nimmt und ihrer Familie damit hilft oder ob sie ehrlich ist.  Spätabends hat sie eine Autopanne - und bekommt Hilfe von dem Mann, dem das Geld eigentlich gehört....

Auch dieses Buch hat mir wieder bestens gefallen. Jojo Moyes gelingt es, den Leser sofort mit den Charakteren vertraut zu machen. Dadurch bekommt man von Beginn an das Gefühl, mit ihnen verbunden zu sein. Die Charaktere sind nebenbei auch alle sehr sympathisch. Langweilig wird die Handlung nie - denn hier passiert einfach sehr viel und manchmal geht es wirklich Schlag auf Schlag. Dabei wirkt das Buch allerdings auf keinen Fall überladen. Dies alles und der gekonnte Schreibstil von Jojo Moyes machen dies Buch einfach lesenswert.

Veröffentlicht am 18.11.2018

Gelungene Fortsetzung

Sörensen fängt Feuer
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Kriminalhauptkommissar Sörensen, der aufgrund seiner Angstzustände von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzt ist, hat es eigentlich jetzt ganz ruhig. Doch ausgerechnet kurz vor Weihnachten läuft ...

Kriminalhauptkommissar Sörensen, der aufgrund seiner Angstzustände von Hamburg nach Katenbüll in Nordfriesland versetzt ist, hat es eigentlich jetzt ganz ruhig. Doch ausgerechnet kurz vor Weihnachten läuft dem Tankwart fast eine blinde Frau vor das Auto. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Vater, der sie 20 Jahre lang im Keller eingesperrt hat. Sörensen nimmt sie bei sich auf. Doch als wenn er jetzt nicht schon genug zu tun hätte, geschieht auch noch ein Mord und überall trifft man auf eine Sekte. 

Mit Sörensen fängt man nicht nur Feuer - man bekommt auch richtig Spaß! Sven Stricker schafft es, norddeutsche Art und den typischen Humor dem Leser auf wunderbare Art und Weise zu vermitteln. Die Charaktere sind einfach zu klasse. Skurril,  eigen und norddeutsch. Dies allerdings ohne sich über sie lustig zu machen auf eine herzliche Art. Man muß diese Typen einfach mögen. Die Handlung ist spannend, immer wieder entdeckt man neue Informationen und man erfährt die Lösung wirklich erst zum Ende. Vorher tappt man ständig in die Irre und wird geschickt fehlgeleitet. Der Stil ist gut lesbar und macht riesig viel Spaß. Wie es so Gesetz der Natur ist - gute Bücher lesen sich leider sehr schnell. So auch dieses. Und schon beginnt die Warterei auf den dritten Sörensen.

Bei diesem Buch muß ich einfach auch ausnahmsweise etwas zum Cover schreiben. Es ist wunderschön und könnte als Gemälde gerahmt werden. Das würde bestimmt toll an der Wand aussehen!

Veröffentlicht am 18.11.2018

Inselfeeling

Das Haus auf Föhr
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Marina flieht aus ihrer längst langweiligen Ehe auf die Insel Föhr. Geplant sind ein paar Tage Auszeit. Doch sie verliebt sich in die Insel. In ihrer Pensionswirtin Grete findet sie eine wunderbare Freundin. ...

Marina flieht aus ihrer längst langweiligen Ehe auf die Insel Föhr. Geplant sind ein paar Tage Auszeit. Doch sie verliebt sich in die Insel. In ihrer Pensionswirtin Grete findet sie eine wunderbare Freundin. Und auch Gretas Tante Astrid zieht Marina auf irgendeine Art in ihren Bann. Als Marina während eines Spaziergangs das alte und verwahrloste Flensenhaus entdeckt, steht ihr Entschluß fest. Sie will dieses Haus kaufen, renovieren und dort eine Senioren-WG gründen. Zunächst beginnt alles gut, die unbekannte Eigentümerin verkauft das Haus zu einem Spottpreis. Doch nicht jeder ist von Marinas Vorhaben begeistert und sie muß so manches Hindernis überwinden.


"Das Haus auf Föhr" ist einfach wunderschön. Bei diesem Roman beginnt man zu träumen und kann seine Seele baumeln lassen. Doris Oetting verzaubert den Leser und bringt ihm ganz nebenbei die Insel Föhr näher. Sie erwähnt Örtlichkeiten, die absolut Sehenswert sind und vermittelt geschichtlichen Hintergrund dazu. Das hat mir wirklich sehr gefallen. Dazu baut sie Charaktere ein, die unterschiedlicher nicht sein können. Die meisten sind absolut sympathisch, aber auch die hinterhältigen Charaktere fehlen nicht. Eine gelungene Mischung also. Die Handlung selbst ist überwiegend leichte Unterhaltung, jedoch gespickt mit Geheimnissen und auch Intrigen, wodurch doch auch eine Art Spannung aufkommt. Durch diese interessante Mischung und dem schön zu lesenden Schreibstil, liest sich das Buch richtig schön und vermittelt einige gemütliche Stunden

Veröffentlicht am 14.11.2018

Gelungen

Bluthaus
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Frida Paulsen hilft gerade auf den Apfelhof ihrer Eltern aus und überlegt, wie sich ihre weitere Arbeit bei der Polizei gestalten wird, als ihre Freundin Jo in den Verdacht gerät, eine Frau ermordet zu ...

Frida Paulsen hilft gerade auf den Apfelhof ihrer Eltern aus und überlegt, wie sich ihre weitere Arbeit bei der Polizei gestalten wird, als ihre Freundin Jo in den Verdacht gerät, eine Frau ermordet zu haben. Als Jo auf eigene Faust ihre Unschuld beweisen will, verschwindet sie spurlos. Auch Fridas Kollege Bjarne hat Probleme. Seine frühere Freundin erklärt ihm, er wäre Vater einer 40jährigen Tochter, die dringend eine Lebertransplantation benötigt. Frida macht sich auf die Suche nach Jo und stößt dabei auf ein Haus mit blutiger Vergangenheit.

Das Buch hält, was es verspricht. Die Spannung ist von Beginn bis Ende sehr hoch und man kann das Buch fast nicht unterbrechen. Durch die kurzen Kapitel ist es ein leichtes, immer wieder einmal doch noch ein Stück zu lesen und seiner Neugierde nachzugeben. Auch der angenehme Schreibstil erleichtert den Lesefluß ungemein. Die Charaktere Bjarne und Frida entwickeln sich hier zu Band 1 weiter und es macht Spaß, ihren Werdegang zu verfolgen. Die beiden Charaktere sind einfach sympathisch und man verfolgt ihr Leben gern weiter. Die Handlung selbst ist, wie bereits geschrieben, spannend und schließt nahtlos an Totenweg an. Wobei man auch ohne Vorkenntnisse hier sehr gut in die Serie einsteigen kann. Die zum Verständnis nötigen Informationen werden hier gekonnt vermittelt, ohne jedoch diejenigen Leser zu langweilen, die diese Informationen bereits haben. Die Infos kommen gut dosiert!

Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 13.11.2018

Hanna Hemlokk und die rasenden Kühe

Heringshappen
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Im beschaulichen Bokau am Passader See geht es rund. Der Wirt des neuen Restaurants "Heuschrecke" wird tot auf einer Kuhweide gefunden. Zertrampelt von einer Kuh. Hanna kann nicht glauben, daß eine friedliebende ...

Im beschaulichen Bokau am Passader See geht es rund. Der Wirt des neuen Restaurants "Heuschrecke" wird tot auf einer Kuhweide gefunden. Zertrampelt von einer Kuh. Hanna kann nicht glauben, daß eine friedliebende Kuh der Mörder war. Als wenn das nicht schon genug zu ermitteln wäre, stirbt jemand beim Knicken durch eine Motorsäge, ein Reichsbürger und ein Horror-Clown treiben ihr Unwesen und Wahlkampf ist auch noch. Zudem muß Hanna sich um Schildkröterich Gustav Sorgen machen, denn der verweigert seine Salatblätter...


Es ist immer wieder schön in Bokau. Hanna hat einfach keine Langeweile. Und ich als Leser ebenfalls nicht. Zu spannend sind Hannas Fälle. Mit jedem Buch immer wieder neu. Diese Serie schwächelt einfach nicht. Aber wie soll sie auch - Autorin Ute Haese gehen die Ideen halt nicht aus. Diesmal hat sie sich Begebenheiten vorgenommen, wie sie durch die Medien gingen. Vor allem der Horror-Clown. Aber auch die Lösung des Falles hat ein reales Vorbild. Das wird hier aber nicht verraten. Schließlich will ich niemandem die Spannung nehmen - die auch hier wieder sehr hoch angesiedelt ist. Trotz des Genres Krimi kommt der Humor hier nicht zu kurz. Alleine durch die Art, wie Ute Haese manche Dinge beschreibt, kommen die Lachtränen ganz von allein. Hannas Privatleben entwickelt sich natürlich immer weiter und es macht Spaß, sie und ihre sympathischen Freunde durch die Jahre zu begleiten. Was auch hier wieder auffällt, ist die besondere Liebe der Autorin zu ihrer Heimat. So detail- und liebevoll beschrieben - man erkennt die einzelnen Orte und fühlt sich direkt an die Küste versetzt. Da ich diese wunderschöne Gegend gut kenne, hatte ich das Gefühl neben Hanna z. B. zu den Fischbuden zu laufen. Die real existieren und ich direkt Hunger auf den frischen Fisch bekam. Bei mir kommen irgendwie immer "Heimatgefühle" auf, wenn ich mit Hanna unterwegs bin. 


Und nun - heißt es leider wieder warten. Auf den neuen Fall für Hanna. Ich bin schon gespannt, welcher Fisch dann im Titel verewigt wird.