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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2017

Einfach herrlich

Radieschen von unten
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Loretta Luchs hat es nicht leicht. Die Arbeit bei einer Sex-Hotline verlangt schon einiges von ihr und zu Hause sitzt ihr Freund Tom, der nichts anderes im Sinn hat als seine Computerspiele und die dortigen ...

Loretta Luchs hat es nicht leicht. Die Arbeit bei einer Sex-Hotline verlangt schon einiges von ihr und zu Hause sitzt ihr Freund Tom, der nichts anderes im Sinn hat als seine Computerspiele und die dortigen "Freunde und Spielgefährten". Dies ist ihm sogar wichtiger als ein gemeinsames Leben mit Loretta. Loretta reicht es - sie zieht in den Schrebergarten ihrer Freundin. Doch auch dort ist nichts mit Ruhe und Beschaulichkeit. Ein Nachbar fällt vom Dach und landet kopfüber in der Regentonne und wird tot aufgefunden. Und es soll nicht die letzte Leiche sein... Gemeinsam mit ein paar neuen und alten Freunden macht sich Loretta auf die Suche nach dem Mörder.

"Radieschen von unten" macht einfach Spaß. Ein Krimi, gespickt mit viel rabenschwarzem Humor und einer Menge Spannung, die bis zum Schluß durchgängig ist. Loretta und ihre Freunde sind wunderbar charakterisiert, man muß sie einfach mögen und wünscht sich an so mancher Stelle, auch solche Freunde zu haben. Hier wird wirklich jeder Charakter beschrieben, von der Hausfrau bis zum Ruhrgebietsproll a la Atze Schröder. Sehr gelungen ist der typische Ruhrgebietsdialekt, der aber auch für "Auswärtige" gut zu verstehen sein wird (manches ergibt sich schon aus der Situation heraus).

Lotte Minck mal ohne Coautorin - einfach gelungen!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Tolle Fortsetzung

Der Fluch des Sündenbuchs
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Jana und ihr Verlobter Conrad machen sich im Jahre 1618 auf die Reise, den sagenumwobenen Schatz von El Dorado zu finden. Sie treten ihre Reise auf einem Sklavenschiff an, was besonders für Conrad als ...

Jana und ihr Verlobter Conrad machen sich im Jahre 1618 auf die Reise, den sagenumwobenen Schatz von El Dorado zu finden. Sie treten ihre Reise auf einem Sklavenschiff an, was besonders für Conrad als Arzt und Verfechter der Menschenrechte ein Hindernislauf wird. Er gerät mit dem Kapitän und dem Schiffsarzt in Streit und muß den Rest seiner Reise unter Deck bei den Sklaven verbringen. Kurz vor Ende der Reise wird das Schiff überfallen, Jana und Conrad werden getrennt. Conrad kann mit einem Sklaven fliehen, Jana wird von den Piraten entführt, kann aber kurz danach mit zwei Engländern fliehen. Beide sind davon überzeugt, der Partner wäre tot und machen sich alleine weiter auf die Suche nach dem Schatz.

Auch die Fortsetzung von "Das Sündenbuch" überzeugt. Beide Bücher sind in sich geschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden, ohne das "Der Fluch des Sündenbuchs" dadurch beeinträchtigt wäre. Die Spannung zieht sich auch hier wieder durch das gesamte Buch. Dazu kommen wunderbar detailreiche Beschreibungen des Lebens an Bord eines Sklavenschiffes. Die Ängste der Besatzung sowie das Elend der Sklaven wird so gut beschrieben, daß der Leser mitleidet. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt, diejenigen, die bereits im ersten Band eine Rolle spielten, haben hier ihren direkten Anschluß und entwickeln sich immer weiter. Ein unbedingt zu lesendes Buch für alle Freunde historischer Romane

Veröffentlicht am 11.02.2017

Gut

Falkenschwur
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England, 1647. Tom Neave, einst als Pestkind vom eigenen Vater verstoßen, ehemaliger Flugblattschreiber und nun von seinem realen Großvater Lord Stonehouse als Erbe anerkannt, ist Anhänger des derzeitigen ...

England, 1647. Tom Neave, einst als Pestkind vom eigenen Vater verstoßen, ehemaliger Flugblattschreiber und nun von seinem realen Großvater Lord Stonehouse als Erbe anerkannt, ist Anhänger des derzeitigen Parlaments. Sein Vater jedoch ist königstreu. Nun taucht Tom bei ihm auf und bittet ihn um Hilfe. Doch kann er seinem Vater trauen?

"Falkenschwur" ist die Fortsetzung des Romans "Pestsiegel". Und hier merkt man deutlich, daß dies eine Fortsetzung ist. Ich selbst habe leider zuerst Falkenschwur gelesen und festgestellt, ohne Vorkenntnisse ist dies Buch sehr schwer zu verstehen. Der Leser muß sich sehr anstrengen, um in die Handlung zu finden. Der Schreibstil ist sehr schön, die Beschreibungen der Begebenheiten ist gelungen - an dieser Stelle gibt es nichts zu meckern.

Ich habe nur die dringende Empfehlung, die beiden Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen! Denn dann ist Falkenschwur ein sehr schönes Buch!

Veröffentlicht am 11.02.2017

Mittelmaß

Göttinnensturz
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Das Ausseerland kurz vor dem Narzissenfest. Die Inhaberin des ortsansässigen Teesalons, Berenike, entdeckt während eines Spazierganges mit ihrer Freundin Ellen eine Leiche von Monika im Wolfgangsee. Dorfpolizist ...

Das Ausseerland kurz vor dem Narzissenfest. Die Inhaberin des ortsansässigen Teesalons, Berenike, entdeckt während eines Spazierganges mit ihrer Freundin Ellen eine Leiche von Monika im Wolfgangsee. Dorfpolizist Kain möchte die Sache gern als Unfall nach dem Schützenfest abtun, doch die um den Hals gewickelte Schürze des Dirndls spricht dagegen. Berenike informiert ihren Lebensgefährten Jonas. Kurze Zeit später wird der für die Gewänder der Narzissenhoheiten zuständige Trachtenschneider tot mit seinem Trachtenhemd an einem Mühlrad gebundenaufgefunden, und auch der Schuster entgeht dem Mörder nicht, er wird mit seinem Haferlschuh erschlagen....

Da dies bereits der 4. Band der Berenike-Serie ist, muß sich der Leser erstmal an die einzelnen Charaktere gewöhnen. Doch dies gelingt nach einer gewissen Zeit, auch wenn man immer das Gefühl hat, man hätte doch vorher die anderen Bände lesen sollen. Der Schreibstil ist flüssig und durch kurze Sätze geprägt. Der Spannungsbogen ist leider nicht durchgängig konstant, es gibt Höhen und Tiefen. Die Lösung des Falles ist nicht wirklich schlüssig, es bleiben doch Fragen offen. Auch der Bezug Tracht - Nazi ist für mich sehr weit hergeholt. Tradition ist halt Tradition, das hat mit einer politischen Gesinnung in meinen Augen nichts zu tun. Lobenswert ist die Einbringung des österreichischen Dialektes, den man problemlos verstehen kann.

Veröffentlicht am 11.02.2017

Zuckersüß

Vier Pfoten und das Weihnachtsglück
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An ihrem 18. Geburtstag sendet Sophie Lamberti eine Mail an den Weihnachtsmann. Inhalt: Sie wünscht sich, in genau 10 Jahren den Mann fürs Leben zu kennen. Und Hunde sollte er auch mögen.

10 Jahre später. ...

An ihrem 18. Geburtstag sendet Sophie Lamberti eine Mail an den Weihnachtsmann. Inhalt: Sie wünscht sich, in genau 10 Jahren den Mann fürs Leben zu kennen. Und Hunde sollte er auch mögen.

10 Jahre später. Sophie erhält den Auftrag, für das Magazin Zeitschritte als Fotografin an einer Artikelserie über Weihnachtsbräuche mitzuwirken. An ihrer Seite wird Carsten als Reporter an dieser Serie mitwirken. Carsten bekommt von seiner Schwester die Cockerhündin Lulu geschenkt, die sie bei ihm läßt, da sie als Modedesignerin mit ihrem Freund längere Zeit in der Karibik verbringen wird. Carsten und Lulu kommen zunächst nicht sehr gut miteinander aus und auch Sophie findet Carsten einfach schrecklich. Doch über Lulu kommen sich Carsten und Sophie näher. Was Sophie jedoch nicht weiß: Carsten ist eigentlich der Sohn der Verlagsinhaber. Was zu großen Komplikationen führen wird....



"Vier Pfoten und das Weihnachtsglück" ist ein weiterer Band aus der bekannten Hundeweihnachtsserie von Petra Schier. Auch dieses Buch ist ein absolutes Muß! Es ist wunderschön geschrieben, liest sich sehr, sehr schön und ist genau das richtige Buch für die Weihnachtszeit. Der Leser wird auf einige Bekannte treffen, so z. B. auf den Weihnachtsmann und seine Frau, die Elfen und auch Sophies Schwester Tessa und ihren Hund Ruprecht, die schon im Buch "Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum" ihre eigene Geschichte hatten. Das Cover ist einfach himmlisch gestaltet (wer kann diesen Hundeaugen schon wiederstehen?). Petra Schier hat hier wieder einen wundervoll romantischen, gefühlvollen Weihnachtsroman geschrieben, der den Leser einfach verzaubert!