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Veröffentlicht am 07.10.2024

Gelungene Fortsetzung

Tödliche Marillenzeit
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In der Wachau ist die Marillenernte in vollem Gange. Auch Ex-Polizistin Lou Conrad, die Inhaberin des beliebtesten Feinkostladens der Region ist, fährt zum Hof ihrer Bekannten Marta. Doch sie findet Marta ...

In der Wachau ist die Marillenernte in vollem Gange. Auch Ex-Polizistin Lou Conrad, die Inhaberin des beliebtesten Feinkostladens der Region ist, fährt zum Hof ihrer Bekannten Marta. Doch sie findet Marta tot im Marillengarten. Doch wer könnte hinter dieser Tat stecken? Gemeinsam mit Sternekoch Fabio und Berner Sennenhund Michelin macht sich Lou auf die Jagd nach dem Mörder.

"Tödliche Marillenzeit" ist der zweite Fall für Lou Conrad. Beate Maxian nimmt den Leser mit in eine wunderschöne Region, die sie auf hervorragende Weise äußerst bildhaft darstellt. Hier kommt richtig Ferienstimmung auf, die eigentlich nur durch den Mord gestört wird. Der Kriminalfall ist geprägt durch eine eher ruhige Spannung, die trotzdem zum miträtseln anregt. Denn mit einem spart Beate Maxian nicht: mit den Verdächtigen. Davon gibt es zahlreiche und man muß sich immer wieder neu orientieren. Mit Lou und Fabio hat man hier ein äußerst sympathisches Team, mit denen man gern gemeinsam ermittelt. Und natürlich verliert man sein Herz auch an Berner Sennenhund Michelin, der für mich eine richtige Bereicherung darstellt!

Mir hat dieses Buch richtig viel Spaß bereitet. Ein leicht lesbarer Krimi vor einer traumhaften Kulisse mit sympathischen Charakteren - diese Serie muß man einfach mögen!

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Veröffentlicht am 06.10.2024

Kuschelig

Das kleine Weihnachtsboot an der Nordsee
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Nina erbt das Hausboot Gertje ihres Onkels Pitt auf Juist. Dort möchte sie im Advent eine Auszeit verbringen. Doch statt Ruhe erwartet sie ein altes Boot und skeptische Nachbarn. Die Gertje soll sogar ...

Nina erbt das Hausboot Gertje ihres Onkels Pitt auf Juist. Dort möchte sie im Advent eine Auszeit verbringen. Doch statt Ruhe erwartet sie ein altes Boot und skeptische Nachbarn. Die Gertje soll sogar aus dem Hafen verschwinden. Hafenmeister Morten wird nach anfänglichen Schwierigkeiten hilfsbereit und packt mit an, als Nina und ihre neue Freundin Tessa auf der Gertje einen Wollmarkt veranstalten möchten. Morten und Nina kommen sich näher. Doch bald schon ist für Nina die Zeit gekommen, Juist zu verlassen. Entscheidet sie sich für Juist oder ihr altes Leben?

Unter dem Pseudonym Felicitas Kind haben die Autorinnen Regine Kölpin und Gitta Edelmann einen neuen weihnachtlichen Roman geschrieben. "Das kleine Weihnachtsboot an der Nordsee" sorgt für weihnachtliche Stimmung. Adventszeit auf Juist - man kann sich hier die Ruhe und Besinnlichkeit so gut vorstellen! Dieses Buch versprüht Gemütlichkeit und man kommt richtig zur Ruhe. Nina ist absolut sympathisch, mit ihr kann man lachen und weinen, fiebert ihrer Entscheidung über ihre Zukunft entgegen und wünscht ihr, daß sie sich richtig entscheidet. Aber auch die Inselbewohner werden hier bildhaft dargestellt. Man findet hier Charaktere, die auf Anhieb sympathisch sind, als auch Charaktere mit Ecken und Kanten. So, wie man sich die Inselbewohner vorstellt. Der Schreibstil ist wunderbar. Leicht und locker lesbar und neugierig darauf machend, wie die Geschichte weitergeht. Auch wenn man es sich eigentlich denken kann - denn ein Happy End gehört hier einfach dazu!

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Veröffentlicht am 05.10.2024

Ein tolles Team und eine außergewöhnliche Story

Lost Places
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Die Essener Staatsanwältin Camilla Lopez und der Kriminalhauptkommissar Deniz Müller werden in kurzer Zeit zu zwei Fällen gerufen, die eigentlich unspektakulär erscheinen: Ein Obdachloser liegt tot in ...

Die Essener Staatsanwältin Camilla Lopez und der Kriminalhauptkommissar Deniz Müller werden in kurzer Zeit zu zwei Fällen gerufen, die eigentlich unspektakulär erscheinen: Ein Obdachloser liegt tot in seinem Zelt in einem Wald in Essen und in der Innenstadt wird eine alte Frau tot in ihrer Wohnung gefunden. Erst als ihr gemeinsamer Freund, der Journalist Alexander Rahn, bei einer Recherche zu einem Artikel über Lost-Places-Hunter auf ein altes Krankenhaus in Bochum aufmerksam wird und drei Tote darin findet, kommen Camilla und der Kommissar auf die Vermutung, daß alle diese Fälle zusammenhängen. Ihre Ermittlungen ergeben dann, daß sie einer unfassbaren Mordserie auf die Spur gekommen sind. Die Zeit drängt, denn der Mörder hat schon sein nächstes Opfer im Visier.

Im Krimi "Lost Places - Wo die Toten schweigen" betritt ein neues Ermittlerteam die Bühne. Und dieses Team ist einfach großartig. Der Autor Norbert Horst hat in seinem Buch Figuren erschaffen, die man genau so überall antreffen könnte. Er spielt dabei mit den Vorurteilen der Menschen und beschreibt mit einem Augenzwinkern die Reaktion der Leute, wenn sie auf einen Türken namens Müller treffen oder auf einen Essener, der zufällig "Rahn" heißt. Dabei fand ich es erholsam, daß Norbert Horst in dieser Geschichte auf die oft völlig überspitzt wiedergegebene "Ruhrpott-Sprache" verzichtet hat. Das tat richtig gut! Der Krimi ist dabei äußerst spannend. Man kann sich nur schwer davon lösen und möchte einfach nur noch bis zum Ende durchlesen- und dieses Ende hat es in sich. Es macht fassungslos und gleichzeitig betroffen. Einfach ein Krimi mit Sinn und Verstand!

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Eine tiefgefrorene Leiche

Törtchen, Tod und Techtelmechtel
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80er Party im Wirtshaus - großer Spaß, bis die Hofreiter Mona tot in der Tiefkühltruhe gefunden wird. Sanitärfachverkäuferin und Hobbydetektivin Elli Fuchs muß dringend ermitteln! Ganz nebenbei kämpft ...

80er Party im Wirtshaus - großer Spaß, bis die Hofreiter Mona tot in der Tiefkühltruhe gefunden wird. Sanitärfachverkäuferin und Hobbydetektivin Elli Fuchs muß dringend ermitteln! Ganz nebenbei kämpft sie noch mit ihrer Diät, ihren Beziehungsproblemen und dann gibt es auch noch dreiste Diebe und einen ominösen Putzmittelvertreter, der allen weiblichen Dorfbewohnern den Kopf verdreht. Es gibt viel zu tun für Elli!

"Törtchen, Tod und Techtelmechtel" ist der zweite Fall für die sympathische Hobbyermittlerin Elli Fuchs. Alexandra Stiglmeier sorgt hier wieder für allerbeste Unterhaltung. Über Elli und ihre Diät inkl. innerem Schweinehund konnte ich sehr gut lachen. Das war so realistisch, da konnte ich mich ganz prima in sie hineinversetzen. Überhaupt strotz dieser Krimi vor gutem Humor, der richtig gekonnt eingesetzt wird. Dies wirkt umso besser, da der Krimi aus Sicht von Elli erzählt wird. Man kommt ihr und ihren Gedanken so nah, daß man das Gefühl hat, gemeinsam mit einer Freundin zu ermitteln. Alexandra Stiglmeier schreibt hier so, wie Elli das Geschehen tatsächlich erzählen würde. Sie verwendet regionale Wörter und läßt ihre Charaktere gern in bayrischer Mundart reden. Dies gefällt mir unheimlich gut, bringt es doch Authentizität in die Handlung. Verständnisprobleme wird es hier wohl trotzdem bei niemandem geben - falls doch, befindet sich am Ende des Buches ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen. Ein kleines Schmankerl findet man im Buch übrigens auch noch: Alexandra Stiglmeier hat sich selbst eine kleine Nebenrolle ins Buch geschrieben. Solch kleine Details runden ein Buch für mich perfekt ab. Bei allem Humor kommt die Spannung jedoch nicht zu kurz. Es gibt unendlich viele Verdächtige, immer wieder weisen Details auf andere Täter hin, so daß man gar nicht mehr weiß, wem man jetzt glauben schenken kann.

Mich hat dieser humorvolle und spannende Krimi bestens unterhalten!

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Veröffentlicht am 29.09.2024

Traurig und macht nachdenklich

Für immer, euer Prince
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Der junge Labrador Prince ist fest entschlossen, ein guter Familienhund zu sein. Andere Hunde sind nicht so idealistisch und im Hundepark kursieren Gerüchte über eine Revolte. Und auch Prince Familie droht ...

Der junge Labrador Prince ist fest entschlossen, ein guter Familienhund zu sein. Andere Hunde sind nicht so idealistisch und im Hundepark kursieren Gerüchte über eine Revolte. Und auch Prince Familie droht zu zerbrechen, die Ehe steht vor dem Aus und die Teenager geraten außer Kontrolle. Prince fühlt sich in der Verantwortung und erkennt, daß er drastische Maßnahmen ergreifen muß, um seine Familie zu schützen.

"Für immer, euer Prince" ist ein frühes Werk von Matt Haig. Dieser Roman ist aus der Sicht von Labrador Prince geschrieben. Dadurch erlebt man die Welt aus Sicht eines Hundes, was sehr interessant ist. Denn die Sichtweisen von Herrchen und Hund sind doch gewaltig unterschiedlich! Was für uns Menschen selbstverständlich ist, sieht durch Hundeaugen ganz anders aus! Aber sogar die Ansichten der verschiedenen Rassen sind erstaunlich. Matt Haig hat hier eine Geschichte geschrieben, die sowohl zum Lachen anregt, aber auch nachdenklich macht. Er scheut sich nicht schwierige Themen zu thematisieren, droht aber dabei nicht mit der Moralkeule. Und trotz so mancher Schwere bleibt der Schreibstil locker, leicht und es macht Spaß, dieses Buch zu lesen. Hunderomane gibt es viele - doch dieses sticht hervor!

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