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Veröffentlicht am 14.01.2023

Kluftinger kommt ins schwitzen

Affenhitze (Kluftinger-Krimis 12)
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Es ist heiß im Allgäu. Ausgerechnet jetzt muß Kluftinger in einer aufgeheizten Tongrube ermitteln, in der Professor Brunner vor einiger Zeit das Skelett eines Urzeitaffen ausgegraben hat. Nun liegt Brunner ...

Es ist heiß im Allgäu. Ausgerechnet jetzt muß Kluftinger in einer aufgeheizten Tongrube ermitteln, in der Professor Brunner vor einiger Zeit das Skelett eines Urzeitaffen ausgegraben hat. Nun liegt Brunner verscharrt selbst tot in der Grube. An Verdächtigen mangelt es Kluftinger nicht, der Professor war umstritten, hatte viele Feinde. Auch privat zeigt Kluftinger gerade Einsatz - so überwacht er die Tagesmutter seiner Enkelin. Dafür nimmt er sogar Flugstunden mit einer Drohne - und das geht völlig daneben...

Das Autorenduo Klüpfel/Kobr schickt ihren Kluftinger diesmal bei "Affenhitze" auf Ermittlungstour. Es ist so warm im Allgäu, daß diesmal sogar das Cover schwitzt. Dieser Effekt ist einfach ein genialer Hingucker. Die Autoren bleiben ihrem Stil zum Glück treu. Kluftinger sorgt mit seiner Tolpatschigkeit für einige Lacher. Das mag ich so an ihm, denn dadurch wirkt er richtig menschlich. Seine Kenntnisse der englischen Sprache sind mittlerweile wohl legendär. Die Handlung gestaltet sie wie gewohnt spannend und logisch aufgebaut. Dem Täter kommt man bis zum Schluß nicht auf die Spur, was der Spannung natürlich gut tut. Was mir persönlich immer gefällt ist, wenn die Ermittler ein Privatleben haben, dem man im Laufe der Zeit folgen kann. Dadurch bekomme ich einfach mehr Bezug zu ihnen. Dies ist hier perfekt in die Handlung eingeflochten, ohne Überhand zu nehmen. Aber auch das Allgäu kommt hier nicht zu kurz, so wird die wunderbare Landschaft lebendig und man fühlt sich einfach wohl in diesem Krimi!
Auch dieser "Kluftinger" bekommt von mir eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Erstklassiges Debüt

Aller-Wolf
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Flora Kamphusen lebt mit ihren Eltern und Großvater Carsten, Kriminalhauptkommissar im Ruhestand, im ruhigen Aller-Leine-Tal. Als Bloggerin betreibt sie einen News-Blog mit Nachrichten aus der Region. ...

Flora Kamphusen lebt mit ihren Eltern und Großvater Carsten, Kriminalhauptkommissar im Ruhestand, im ruhigen Aller-Leine-Tal. Als Bloggerin betreibt sie einen News-Blog mit Nachrichten aus der Region. Dieser läuft eher schleppend - denn groß etwas passieren tut hier nichts. Doch als eine Fremde im Gasthof der Eltern erscheint und Fragen zu ihrer Tante stellt, die vor Jahren verschwand, kommen Flora, Mutter Anna und Carsten dahinter, daß außer der Tante noch zwei weitere Frauen des Dorfes verschwunden sind. Alle drei waren sehr gut befreundet und gingen zusammen zur Schule. Liegt dort der Zusammenhang für das Verschwinden? Die drei kommen dem Täter immer näher und Flora gerät durch ihre Blogeinträge immer mehr in Gefahr!

"Aller-Wolf" ist der Auftakt einer neuen Serie von Bettina Reimann. Dieser erste Fall für Carsten, Anna und Flora ist richtig gut! Nicht nur, daß man es hier mit unendlich sympathischen Charakteren zu tun bekommt, man erhält auch eine richtig spannende Handlung in einer tollen Kulisse. Ich weiß gar nicht, wen ich sympathischer fand. Egal ob Carsten, Anna oder Flora - sie alle drei haben mein Herz im Sturm erobert. Sie bilden ein richtig gutes Familienteam und arbeiten Hand in Hand. Gemeinsam schaffen sie es, ihre Ermittlungen zum Ziel zu führen und sogar die Polizei zu überraschen. Dabei stoßen sie, genau wie der Leser, immer wieder auf Irrwege und falsche Verdächtige. Dadurch bricht der Spannungsbogen nie weg. Bettina Reimann vermittelt aber auch gekonnt die Schönheit des Aller-Leine-Tales. Man streift hier gedanklich durch die Wälder und besucht Hofläden - es ist alles richtig gut bildhaft beschrieben. Bettina Reimann verfügt über einen locker-leichten Schreibstil, bei dem man Spaß hat, der Geschichte zu folgen. Dabei schafft sie es aber auch, Spannung zu vermitteln und den Leser an die Geschichte zu fesseln.
"Aller-Wolf" hat mich richtig gut unterhalten und gehört für mich zu einem der besten Regionalkrimis, die ich bisher gelesen habe. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Fall für Flora, Anna und Carsten!

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Veröffentlicht am 11.01.2023

Wunderschöne Fortsetzung

Miss Veronica und der Ruf der Pinguine
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Trotz ihrer 87 Jahre ist Veronica McCreedy voller Tatendrang. So unterstützt sie die Pinguinforschung in der Antarktis und nimmt Daisy sogar als Pflegekind auf. Sie zögert auch nicht, als sie das Angebot ...

Trotz ihrer 87 Jahre ist Veronica McCreedy voller Tatendrang. So unterstützt sie die Pinguinforschung in der Antarktis und nimmt Daisy sogar als Pflegekind auf. Sie zögert auch nicht, als sie das Angebot erhält, eine Naturfilmreihe über Pinguine zu drehen und reist dafür zusammen mit Daisy in die Heimat der Pinguine.

Hazel Prior läßt den Leser noch einmal Miss Veronica zu den Pinguinen begleiten. "Miss Veronica und der Ruf der Pinguine" ist eine gekonnte Mischung aus Roman, Sachbuch und Reisebericht. Miss Veronica und Daisy sind einfach absolut liebenswerte Charaktere. Gerade vor Miss Veronica kann man nur den Hut ziehen. Was sie in ihrem Alter noch auf die Beine stellt, diese Energie wünscht man sich selbst im Alter noch zu haben. Besonders toll sind hier allerdings die Beschreibungen der Landschaft und des Lebensraumes der Pinguine. Dies ist so intensiv beschrieben, daß man automatisch zu frieren beginnt - dabei ist die Geschichte so warmherzig! Auch die Lebensweise der Pinguine wird hier sehr gut beschrieben. Man lernt hier tatsächlich so ganz nebenbei eine Menge über ihre Lebensumstände, ihr Verhalten und wie sozial sie miteinander umgehen. Wer Pinguine bisher nicht wirklich wahrgenommen hat, wird sich hier mit Sicherheit in diese tollen Tiere verlieben! Hazel Prior beschreibt allerdings auch, wie gefährdet deren Lebensraum ist, so daß hinter diesem unterhaltsamen Roman auch eine Botschaft steckt und der Leser zum Nachdenken angeregt wird.

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Neues von Gut Erlensee

Gut Erlensee - Cäcilias Erbe
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Im März 1922 hat Cäcilia ihre Ausbildung zur Lehrerin beendet. Daß sie für ihren Traumberuf auf eine Ehe verzichten muß, stört sie nicht. Als sie Jakob Kaltenbrunner begegnet, kommen ihr zum ersten Mal ...

Im März 1922 hat Cäcilia ihre Ausbildung zur Lehrerin beendet. Daß sie für ihren Traumberuf auf eine Ehe verzichten muß, stört sie nicht. Als sie Jakob Kaltenbrunner begegnet, kommen ihr zum ersten Mal Zweifel, ob ihre Entscheidung richtig war. Doch schon bald bekommt Cäcilia die Nachricht, daß ihr Vater gestorben ist. Obwohl der Cäcilia nach dem Tod ihrer Mutter zu ihrem Patenonkel nach Gut Erlensee geschickt hat und danach keinen Kontakt mehr zu ihr hatte, reist sie zu seiner Beerdigung nach Nürnberg. Was sie dort bei der Testamentseröffnung erfährt, zieht ihr den Boden unter den Füßen weg. Auch auf Gut Erlensee schlägt ihre Neuigkeit ein wie eine Bombe und das Verhältnis zur Familie wird dramatisch gestört. Nur Jakob Kaltenbrunner gibt Cäcilia jetzt Halt. Sie muß sich nun fragen, welchen Weg sie einschlagen will.

Im zweiten Teil der Geschichten von "Gut Erlensee" dreht sich fast alles um Cäcilia Herringer. Juliana Weinberg beschreibt in ihrem Roman "Cäcilias Erbe" sehr lebhaft, wie eine junge Frau zwischen ihrem Wunsch Lehrerin zu sein und der Liebe zu einem Mann hin und her gerissen wird. Denn im Jahr 1922 durfte eine Lehrerin nicht verheiratet sein. Es ist kaum zu glauben, aber dieses Gesetz hat noch viele Jahre danach weiter Bestand gehabt. Die Geschichte wird warmherzig und oft humorvoll erzählt. Man sieht den keifenden Pfarrer direkt vor sich. Es entstehen Bilder im Kopf, die den Leser schmunzeln lassen. Doch auch ernstere Themen werden angesprochen. Da man die Menschen schon im vorherigen Buch kennengelernt hat, sind sie vertraut und manchmal leidet man auch mit ihnen. Das Ende dieses Buches gibt wohl schon die Richtung für Band drei an - ich kann es kaum abwarten, bis er erscheint!

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Veröffentlicht am 07.01.2023

Macht gute Laune

Amsel, Drossel, tot und starr
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Manne und Caro sind seit kurzem hochoffiziell als Privatdetektive tätig. Da erreicht sie ein Anruf des Vorsitzenden der Kleingartenkolonie Rosenthal. Die Laube des Vorstandsmitgliedes Maik Reuter ist abgebrannt. ...

Manne und Caro sind seit kurzem hochoffiziell als Privatdetektive tätig. Da erreicht sie ein Anruf des Vorsitzenden der Kleingartenkolonie Rosenthal. Die Laube des Vorstandsmitgliedes Maik Reuter ist abgebrannt. Da dieser nicht gerade beliebt ist, nimmt der Vorsitzende Schmittchen an, daß jemand Maik Reuter einen Denkzettel verpassen wollte. Manne und Caro sollen nun herausfinden, wer von den Kleingärtnern der Brandstifter war. Als Caro sich in den Trümmern der Hütte umsieht, findet sie eine verkohlte Leiche. Das ruft sofort das LKA Berlin auf den Plan und somit auch Kommissar Lohmeyer. Daß der nicht begeistert ist, schon wieder auf Manne und Caro zu treffen, liegt nahe. Er will die beiden nicht am Tatort sehen. Aber das stört die Neu-Detektive nicht. Sie ermitteln munter weiter - und das mit Erfolg.

Die Schrebergarten-Krimis von Mona Nikolay sind einfach herrlich. Sie nehmen die heile Welt der Kleingärtner so richtig auf die Schippe. Auch im neuen Krimi "Amsel, Drossel, tot und starr" geht es um Vorschriften, wie hoch die Hecke sein darf und wo wieviel Gemüse wachsen muß. Das ist schon sehr eigenartig und wohl typisch deutsch. Aber das ist ja nur der Rahmen um die eigentliche Geschichte, die diesmal wieder sehr spannend ist. Es ist bis zum Schluß unklar, um was es eigentlich bei diesem Verbrechen geht. Deshalb ist die Überraschung am Ende groß. Die Dialoge zwischen Manne und Caro sind manchmal wirklich köstlich. Die beiden Ermittler, die eigentlich gar nicht zusammen passen, ergänzen sich prima und werden immer mehr zu einem Dreamteam. Wer sich bei einem Buch entspannen will und gute Laune bekommen möchte, der findet dies bei Mona Nikolay und ihrem Schrebergarten-Krimi "Amsel, Drossel, tot und starr"!

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