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Veröffentlicht am 09.07.2024

Zu ähnlich der kleine Läden in Amalfi Reihe

Capri bedeutet für immer (Via dell'Amore 1)
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Von der deutschen Autorin Roberta Gregorio, die in Italien lebt und deren Geschichten an die italienische Amalfiküste führen, habe ich bereits die "Kleine Läden in Amalfi" Trilogie gelesen. Diese fand ...

Von der deutschen Autorin Roberta Gregorio, die in Italien lebt und deren Geschichten an die italienische Amalfiküste führen, habe ich bereits die "Kleine Läden in Amalfi" Trilogie gelesen. Diese fand ich sehr erfrischend und eine tolle Lektüre für den Sommer gegen etwaiges Fernweh. Wie mir nun ihr neuer Roman gefallen hat, erzähle ich euch heute.

Chiara hat vor Jahren ihre Heimat Neapel verlassen, um sich in Mailand zur Goldschmiedin ausbilden zu lassen. Zurückgeblieben ist ihre große Liebe Checco.
Als ihre Nonna Tommasina sie bittet für kurze Zeit zurück nach Neapel zu kommen, um in der Via dell'Amore für den erkrankten Besitzer Paolo einzuspringen, sagt Chiara nur widerwillig zu. Doch sie kennt ihre Nonna, die nicht so schnell aufgibt und für die die Via dell'Amore ihr Lebensmittelpunkt ist. In dieser speziellen Straße widmet sich jeder Geschäftsinhaber der Liebe: Bei Chiaras Bruder bekommt man die beste Hochzeitstorte, gegenüber findet man im Brautmodenladen das zukünftige Hochzeitskleid, daneben die dazu passenden Schuhe und selbst für die musikalische Umrahmung ist in der "Liebesstraße" gesorgt. Und in der angesprochenen Goldschmiede, die nun vorübergehend geschlossen werden musste, werden die zukünftigen Eheringe hergestellt.

Obwohl es einige Zeit gedauert hat, bis Chiara im nördlichen Mailand richtig angekommen ist, liebt sie ihren Job und steht noch dazu vor einer Beförderung. Sie ist hin- und hergerissen zwischen modernem Design und filigraner Handarbeit, die sie in der Via dell'Amore erwarten wird. Außerdem ist da noch Checco, den sie in all den Jahren nicht vergessen konnte...

Ich habe mich sehr auf den ersten Band "Capri bedeutet für immer" der neuen Reihe "Via dell"Amore" gefreut.
Wie schon in den anderen Romanen der Autorin gibt es einen Gegenwartsstrang und dazwischen immer wieder Kapitel mit Rückblenden. In diesen lernen wir Chiara vor ihren Umzug nach Mailand kennen und erleben wie sich Chiara und Checco kennenlernen.
Roberta Gregorio versteht es das Ambiente und die tolle Atmosphäre äußerst lebendig einzufangen. Beim Lesen hat man das Gefühl das Meer zu riechen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Ebenso hat man die malerische Via dell'Amore mit ihren Läden vor Augen und spürt das vibrierende Lebensgefühl der Italiener.

Die Figuren sind wieder liebevoll gezeichnet, jedoch erinnerte mich Nonna Tommasina fast zu sehr an Nonna Filippa aus der "Kleine Läden..." Reihe.
Generell hatte ich das Gefühl hier einen kleinen Abklatsch der von mir bereits gelesenen (und geliebten) Reihe vor mir zu haben. Dadurch war vieles vorhersehbar und konnte mich nicht richtig überzeugen.
Weitere Kritik habe ich an der langen Vorlaufszeit bis zur Versöhnung der beiden Protagonisten, welche dann aber viel zu schnell ablief und die vorhandenen Probleme, die zur damaligen Trennung führten, kaum ausdiskutiert wurden. Dadurch konnte ich weder das Knistern fühlen, noch hatte ich das Gefühl, dass hier die Dinge wirklich angesprochen worden sind.

Ich bin mir noch unsicher, ob ich den Nachfolgeband lesen werde, denn wirklich überzeugt hat mich "Capri bedeudet für immer" nicht.

Fazit:
Der Roman bietet ein tolles Ambiente und viel italienisches Flair. Trotzdem war für mich die Geschichte nicht wirklich etwas Neues und ich empfand sie eher als Abklatsch der Reihe um die kleinen Läden in Amalfi, die ich sehr gerne gelesen habe. Deshalb ist für mich dieser neue Roman der Autorin leider eine kleine Enttäuschung geworden.

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Veröffentlicht am 07.07.2024

Der See

Die Farben des Sees
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Matilda hat soben eine Trennung hinter sich, als sie erfährt, dass ihre Großmutter Enni gestorben ist. Als Kind war sie oft mit ihrer Schwester Juli am Bodensee bei den Großeltern, bis ihre Mutter plötzlich ...

Matilda hat soben eine Trennung hinter sich, als sie erfährt, dass ihre Großmutter Enni gestorben ist. Als Kind war sie oft mit ihrer Schwester Juli am Bodensee bei den Großeltern, bis ihre Mutter plötzlich die Besuche einstellte und den Kontaklt abgebrochen hat.
Als Matilda erfährt, dass ihre Mutter das Erbe ausgeschlagen hat und Juli und sie das Haus der Großmutter erben, ist sie überrascht. Am Bodensee angekommen rollen die Erinnerungen über Matilda herein und sie macht sich immer mehr Gedanken darüber, warum sie den Kontakt zu ihrer Großmutter nicht mehr gesucht hat. Es macht sie traurig und nachdenklich. Als sie ein altes Foto eines jungen Mannes in der Schublade von Ennis Nachtkästchens findet, der nicht ihr Großvater ist, beginnt sie nachzuforschen...

Der Roman ist in relativ großer Schrift geschrieben und besteht nur aus knapp 224 Seiten. Jedes Kapitel beginnt mit einer wunderbaren Beschreibung des Sees und seines einzigartigen Farbenspiels. Es ist bewundernswert, wie die Autorin dieses Naturschauspiel beschreibt und sich dabei nicht wirklich wiederholt.

Der See wird auch zum Ausgangspunkt für Matilda, deren Spaziergänge immer wieder dorthin führen. An diesem Platz versucht sie ihren Schmerz und ihre Einsamkeit zu vergessen. Sie sucht nach Antworten in ihrem Leben. Dabei begibt sie sich auf eine schmerzhafte, aber auch befreiende Konfrontation mit der Vergangenheit.

Die poetische Sprache von Rike Richtstein, die nicht nur die innere Zerissenheit der Protogonistin widerspiegelt, sondern auch das wechselnde Farbspiel des Sees perfekt miteinbaut, ist das Um und Auf dieses Romans. Die Autorin versteht es perfekt, die Gefühle von Matilda wiederzugeben. Eine gewisse Melancholie trägt den Leser durch die Seiten und macht nachdenklich. Man hält als Leser inne, um all die Gedanken und Gefühle auf sich einwirken zu lassen.
Nicht verstanden habe ich allerdings den Grund für den Kontaktabbruch von Matildas Mutter zu ihrer eigenen Mutter Enni. Ich empfand diesen absolut nicht gerechtfertigt und finde es traurig, wenn sich eigene Kinder von den Eltern lossagen.

Die Farben des Sees ist ein Roman, der sich wunderbar liest, aber mir vorallem wegen der poetischen Erzählweise in Erinnerung bleiben wird. Der Roman selbst ist eher unaufgeregt und befasst sich mit Trennung, Trauer und Vergangenem.

Fazit:
Es ist eine sehr ruhige Geschichte, die direkt aus dem Leben gegriffen ist und nichts Spektakuläres an sich hat. Beeindruckend ist jedoch die poetische Sprache der Autorin und die gelungene Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 04.07.2024

Ein absolutes Highlight!

Wir waren nur Mädchen
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Diese Romanbiografie über die niederländische Widerstandskämpferin Hannie Schaft ist mir bereits in der Vorschau aufgefallen, denn die Inhaltsangabe hat sofort mein Interesse geweckt.

Obwohl ich viele ...

Diese Romanbiografie über die niederländische Widerstandskämpferin Hannie Schaft ist mir bereits in der Vorschau aufgefallen, denn die Inhaltsangabe hat sofort mein Interesse geweckt.

Obwohl ich viele Bücher über den Holocaust und den zweiten Weltkrieg gelesen habe, war mir Hannie Schaft nicht bekannt. Ich wusste auch nicht wirklich viel über den Widerstand in den Niederlanden.

Die Geschichte beginnt eher ruhig mit dem Kennenlernen von Hannie, eigentlich Johanna, die Jura in Amsterdam studiert. Sie ist eine eher schüchterne junge Frau, die in den Mitstudentinnen Philine und Sonja endlich zwei Freundinnen gefunden hat. Alle drei haben ehrgeizige Pläne, die durch den Einnmarsch der Deutschen Truppen in den Niederlanden jäh zerstört werden. Philine und Sonja sind Jüdinnen und werden der Universität verwiesen. Hannie weigert sich die Verpflichtungserklärung des Deutschen Reiches zu unterzeichen und gibt ihr Studium, wie der Großteil der niederländischen Student:innen, auf. Besorgt um die Sicherheit ihrer Freundinnen versteckt sie Philine und Sonja bei ihren Eltern in Haarlem und schließt sich der bewaffneten Widerstandsgruppe RVV (Raad van Verzet) an. Zunächst sind es Botengänge und kleinere Diebstähle, doch schon bald bekommt Hannie auch Aufträge für Anschläge und Morde an hochrangigen Nazi-Offizieren. Die jugendlichen Schwestern Truus und Freddie Oversteegen und ihr "Lehrer" Jan Bonekamp sind dabei ihre engsten Freunde und Mitstreiter. Mit Jan verbindet sie auch bald mehr und ihre Aufträge werden immer gefährlicher....

Buzzy Jackson hat sich dem Leben der leider viel zu unbekannten Widerstandskämpferin Hannie Schaft, dem Mädchen mit den roten Haaren, angenommen. Der Roman wird in vier Teilen aus der Sicht von Hannie erzählt, ist ungeschönt und auch schwere Kost. Beim Lesen kommt man Hannie sehr nahe und je weiter die Seitenzahl steigt, umso bedrückender wird es. Man fühlt die Auswegslosigkeit und die Wut, die Hannie immer wieder dazu bringt, nicht aufzugeben. Dabei greift sie auch zu radikalen Mitteln, was mir nicht immer gefallen hat. Trotzdem empfinde ich für diese junge Frau große Empathie, die sich für die Freiheit ihres Volkes eingesetzt hat.

Im Wesentlichen erinnert mich die Geschichte an einem Farbverlauf von hell zu dunkel. Der Beginn erzählt, wie Hannie, eine erfolgreiche Jurastudentin, von ihrer Zukunft träumt, die jäh zerstört wird, als die Deutschen die Niederlande einnehmen. Ganz langsam, aber stetig übernehmen sie das Land und ihre Einwohner. Zuerst mit verdeckten Mitteln, später immer offensichtlicher, werden die Einschränkungen für die Niederländer immer mehr. Tyrannei, Verfolgung, Unterdrückung, Deportation, sinnlose Tötungen - bis in den letzten Jahren der Hunger überhand nimmt und besonders im Hungerwinter 1944/45 grausam zuschägt. Es ist eine Geschichte, die viele Menschen zu dieser Zeit erfahren mussten.

Besonders das letzte Drittel des Romans ist sehr bewegend und hat mich tief berührt. Obwohl ich schon sehr viele Bücher zu diesem Thema gelesen habe, verlangt die Lektüre dem Leser einiges ab. Die Vergeltungsmaßnahmen, die im Gegenzug zu den Widerstandsaktionen durchgeführt wurden, die Grausamkeiten der deutschen Wehrmachtssoldaten und ganz besonders die Beschreibung der Folter am Ende des Buches, sind nicht einfach zu lesen.

Trotz der erschütternden Geschichte liest sich dieser biografischer Roman, in dem die Autorin Wahrheit und Fiktion vereint hat, sehr flüssig. Die holländischen Ausdrücke und Phrasen, die verwendet werden, sind kursiv gedruckt und werden sofort übersetzt.
Buzzy Jackson hat hervorragend recherchiert und mit der kurzen Lebensgeschichte der Hannie Schaft ein weiteres Andenken an diese außergewöhnliche Frau geschaffen, die in ihrem Heimatland unvergessen ist. Auch wenn ich in vielen Situationen nicht wie Hannie hätte handeln können, ist ihr Mut und ihr starker Wille für die Freiheit zu kämpfen bemerkenswert.
Auf jeden Fall sollte man noch das Nachwort und die Anmerkung der Autorin lesen.
Unwillkürlich fragt man sich selbst: Wie weit würde ich gehen? Und was würde ich in dieser Situation tun?

Fazit:
Ein sehr bewegender Roman über das Leben der niederländischen Widerstandskämpferin Hannie Schaft - hervorragend recherchiert und grandios erzählt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 02.07.2024

Fuchs und Nachtigall

Eifelfrauen: Der Ruf der Nachtigall
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Altenburg 1945. Der Krieg ist zu Ende, doch die Bevölkerung leidet noch unter den Nachkriegwehen. Hunger und die Anwesenheit der Besatzer lässt die Menschen - nicht nur in der Eifel - auf bessere Zeiten ...

Altenburg 1945. Der Krieg ist zu Ende, doch die Bevölkerung leidet noch unter den Nachkriegwehen. Hunger und die Anwesenheit der Besatzer lässt die Menschen - nicht nur in der Eifel - auf bessere Zeiten hoffen.

Im zweiten Band der Dilogie "Eifelfrauen - Der Ruf der Nachtigall" stehen Klara und Mia, die Töchter von Johanna, im Fokus. Unterschiedlich wie Tag und Nacht, jedoch unzertrennlich, lieben sie das Leben auf dem Land. Die schüchterne Klara liebt die Musik und singt wie die titelgebende Nachtigall. Mia hingegen geht auf die Menschen zu, ist praktisch veranlagt und hat ein Gespür für Zahlen. Als es einen Tanzabend in Kätts Gasthaus gibt, lernen beiden den verwegenen Tschechen Pavel Vévoda kennen. Der Musiker verdreht beiden Mädchen den Kopf und überredet Klara in Köln eine Gesangskarriere zu starten. Auch Mia zieht hinaus aus Altenburg. Sie nimmt das Angebot ihres Onkel Heinrichs an, der sie in die Fuchs Tabakwerke einführt. Heinrich und Greta fehlt es an einem Nachfolger und Mia soll ausgerechnet an den Ort, vor dem Johanna damals geflüchtet ist.
Kann der Familienzwist dadurch behoben werden? Und welchen Weg werden die beiden jungen Frauen gehen?

Der Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Mia und Klara erzählt. So erhalten wir einen perfekten Einblick in das Gefühlsleben beider Schwestern.
Die Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und besitzen Tiefe. Auch die Nebenfiguren wirken authentisch und einige von ihnen schließt man sehr ins Herz.
Natürlich treffen wir dabei auch auf alte Bekannte, aber auch auf neue Figuren. Ein Personenregister am Beginn des zweiten Bandes hilft bei der Orientierung, denn die Anzahl der Figuren ist doch groß.

Sehr gefallen hat mir auch der Blick hinter die Kulissen der Oper und des Bühnenbildes. Klaras Wandel von der schüchternen jungen Frau hin zu einer selbstsicheren Opernsängerin ist bemerkenswert. Sie findet in der Musik ihre innere Stärke. Nur in der Liebe scheint Klara kein Glück zu haben...
Auch Mia ist verunsichert, was die Liebe betrifft. Warum interessiert sich Simon, der Leiter der Werbeabteilung der Fuchs Tabakwerke, so detailliert für ihre Familiengeschichte?

Der Schreibstil von Brigitte Riebe ist wie immer ausdrucksstark, einfühlsam und atmosphärisch. Manchmal fand ich ihn jedoch etwas zu detailliert, denn oftmals wird in Nebensächlichkeiten abgeschweift.
Die Figuren sind sehr lebendig dargestellt und man fiebert mit ihnen mit. Die historischen Begebenheiten sind wieder perfekt in die Handlung miteinbezogen.
In der Nachkriegszeit sind besonders Themen, wie die Aufteilung in Besatzungszonen, Lebensmittelmarken, der Wiederaufbau und die juristische Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen wichtig. Geschichte, die lebendig wird, ist mir bei Romanen dieser Art ganz besonders wichtig und das beherrscht die Autorin wirklich großartig!

Fazit:
Eine tolle Fortsetzung der Eifelfrauen Dilogie, die mich sehr gut unterhalten hat und nun einen würdigen und atmosphärischen Abschluss bildet. Ich empfehle den ersten Band unbedingt vor "Der Ruf der Nachtigall" zu lesen, damit man das "Komplettpaket" noch mehr genießen kann.

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Veröffentlicht am 29.06.2024

Back in Grenn Valley

New Horizons
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Nun sind wir bei Band vier der Green Valley Reihe von Lilly Lucas angelangt. Natürlich kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, aber wenn man die Reihenfolge einhält, lernt man nach und nach ...

Nun sind wir bei Band vier der Green Valley Reihe von Lilly Lucas angelangt. Natürlich kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, aber wenn man die Reihenfolge einhält, lernt man nach und nach die ganze Truppe richtig kennen und man wird auch nicht gespoilert. Man bekommt nämlich immer wieder Hinweise über Vorfälle, die sich in den ersten drei Bänden ereignet haben.

Auch diesmal kennen wir bereits die Figur, die wir im vierten Band besser kennenlernen dürfen. Annie, die nach ihrem schweren Unfall im Koma lag, ist erwacht und versucht sich nun in ihrem Leben neu zu orientieren. Sie muss nicht nur wieder laufen lernen, sondern auch sprechen und essen. Natürlich möchte sie so schnell wie möglich wieder in der Autowerkstatt ihres Vaters arbeiten, doch sie muss es langsam angehen. Eine Reha soll ihr helfen, ihre Muskeln wieder aufzubauen und fit zu werden.

Netflix Serienstar Cole Jacobs kann sich nach einer peinlichen Aktion nicht mehr in LA blicken lassen und flüchtet nach Green Valley. Im Luxushotel von Wills Mutter in Vail quartiert sich der "gefallene Star" ein und trifft dort im Fitnessbereich auf Annie, die die Übungen ihrer Physiotherapeutin abarbeitet. Annie ist furchtbar genervt von diesem Typen, der immer dann im Fitnessraum trainiert, wenn sie dort ihre Ruhe haben möchte. Und Cole ist überrascht, dass er jemanden gegenübersteht, der ihn nicht erkennt. Immer wieder laufen sich die Beiden über den Weg und treffen beim alljährlichen Weihnachtskrippenspiel wieder aufeinander. Trotz einiger Meinungsverschiedenheiten sprühen trotzdem bald die Funken zwischen Annie und Cole...

Ich muss zugeben, dass mir dieser Teil der Reihe nicht so gut gefallen hat, wie die Vorgänger. Warum kann ich nicht genau sagen, aber irgendwie bin ich beiden Figuren nicht so nahe gekommen, wie den Protagonisten der ersten drei Teile. Ich finde aber, dass jeder seine eigenen Lieblingsteile der Reihe hat und diese auch unterschiedlich empfindet. Es trägt sicher auch viel dazu bei, womit man sich am besten selbst identifizieren kann oder wie sympathisch einem die Protagonisten sind.
Neben Annie und Cole treffen wir natürlich auch wieder auf altbekannte Charaktere, wobei diesmal Lena aus dem ersten Band etwas mehr im Vordergrund steht, die sich mit Annie anfreundet.

Der Charme und der Flair der Kleinstadt hat mich hingegen wieder richtig verzaubert. Genossen habe ich auch die Wortgefechte der beiden Protas, die Lilly Lucas mit einem Augenzwinkern perfekt beherrscht. Ich mag einfach ihren Humor.
Die Entwicklung der Charaktere und der Geschehnisse im Roman haben mir ebenfalls wieder gut gefallen. Und nun wird es Zeit für den fünften Band! ;)

Fazit:
Obwohl mir dieser vierte Band der Reihe nicht so gut, wie die Vorgänger gefallen hat, liebe ich diese Reihe und verbringe immer wieder gerne Zeit in Green Valley.

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