Zu ähnlich der kleine Läden in Amalfi Reihe
Capri bedeutet für immer (Via dell'Amore 1)Von der deutschen Autorin Roberta Gregorio, die in Italien lebt und deren Geschichten an die italienische Amalfiküste führen, habe ich bereits die "Kleine Läden in Amalfi" Trilogie gelesen. Diese fand ...
Von der deutschen Autorin Roberta Gregorio, die in Italien lebt und deren Geschichten an die italienische Amalfiküste führen, habe ich bereits die "Kleine Läden in Amalfi" Trilogie gelesen. Diese fand ich sehr erfrischend und eine tolle Lektüre für den Sommer gegen etwaiges Fernweh. Wie mir nun ihr neuer Roman gefallen hat, erzähle ich euch heute.
Chiara hat vor Jahren ihre Heimat Neapel verlassen, um sich in Mailand zur Goldschmiedin ausbilden zu lassen. Zurückgeblieben ist ihre große Liebe Checco.
Als ihre Nonna Tommasina sie bittet für kurze Zeit zurück nach Neapel zu kommen, um in der Via dell'Amore für den erkrankten Besitzer Paolo einzuspringen, sagt Chiara nur widerwillig zu. Doch sie kennt ihre Nonna, die nicht so schnell aufgibt und für die die Via dell'Amore ihr Lebensmittelpunkt ist. In dieser speziellen Straße widmet sich jeder Geschäftsinhaber der Liebe: Bei Chiaras Bruder bekommt man die beste Hochzeitstorte, gegenüber findet man im Brautmodenladen das zukünftige Hochzeitskleid, daneben die dazu passenden Schuhe und selbst für die musikalische Umrahmung ist in der "Liebesstraße" gesorgt. Und in der angesprochenen Goldschmiede, die nun vorübergehend geschlossen werden musste, werden die zukünftigen Eheringe hergestellt.
Obwohl es einige Zeit gedauert hat, bis Chiara im nördlichen Mailand richtig angekommen ist, liebt sie ihren Job und steht noch dazu vor einer Beförderung. Sie ist hin- und hergerissen zwischen modernem Design und filigraner Handarbeit, die sie in der Via dell'Amore erwarten wird. Außerdem ist da noch Checco, den sie in all den Jahren nicht vergessen konnte...
Ich habe mich sehr auf den ersten Band "Capri bedeutet für immer" der neuen Reihe "Via dell"Amore" gefreut.
Wie schon in den anderen Romanen der Autorin gibt es einen Gegenwartsstrang und dazwischen immer wieder Kapitel mit Rückblenden. In diesen lernen wir Chiara vor ihren Umzug nach Mailand kennen und erleben wie sich Chiara und Checco kennenlernen.
Roberta Gregorio versteht es das Ambiente und die tolle Atmosphäre äußerst lebendig einzufangen. Beim Lesen hat man das Gefühl das Meer zu riechen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Ebenso hat man die malerische Via dell'Amore mit ihren Läden vor Augen und spürt das vibrierende Lebensgefühl der Italiener.
Die Figuren sind wieder liebevoll gezeichnet, jedoch erinnerte mich Nonna Tommasina fast zu sehr an Nonna Filippa aus der "Kleine Läden..." Reihe.
Generell hatte ich das Gefühl hier einen kleinen Abklatsch der von mir bereits gelesenen (und geliebten) Reihe vor mir zu haben. Dadurch war vieles vorhersehbar und konnte mich nicht richtig überzeugen.
Weitere Kritik habe ich an der langen Vorlaufszeit bis zur Versöhnung der beiden Protagonisten, welche dann aber viel zu schnell ablief und die vorhandenen Probleme, die zur damaligen Trennung führten, kaum ausdiskutiert wurden. Dadurch konnte ich weder das Knistern fühlen, noch hatte ich das Gefühl, dass hier die Dinge wirklich angesprochen worden sind.
Ich bin mir noch unsicher, ob ich den Nachfolgeband lesen werde, denn wirklich überzeugt hat mich "Capri bedeudet für immer" nicht.
Fazit:
Der Roman bietet ein tolles Ambiente und viel italienisches Flair. Trotzdem war für mich die Geschichte nicht wirklich etwas Neues und ich empfand sie eher als Abklatsch der Reihe um die kleinen Läden in Amalfi, die ich sehr gerne gelesen habe. Deshalb ist für mich dieser neue Roman der Autorin leider eine kleine Enttäuschung geworden.