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Veröffentlicht am 05.07.2023

Hinter verschlossenen Türen

Wenn sie wüsste
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Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht - die Hype um den Thriller hat mich jedoch etwas abgeschreckt. Als ich das Buch in der Bücherei entdeckte, nahm ich es sofort mit und kann mich nun ...

Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht - die Hype um den Thriller hat mich jedoch etwas abgeschreckt. Als ich das Buch in der Bücherei entdeckte, nahm ich es sofort mit und kann mich nun den positiven Bewertungen anschließen.

Die arbeits- und wohnungslose Millie Calloway sucht verzweifelt einen Job und kann es gar nicht glauben, dass die wohlhabende Familie Winchester auf Long Island ihr eine Chance gibt. Als Millie jedoch ihren ersten Arbeitstag beginnt, ist alles anders, als bei ihrem Vorstellungsgespräch. Die zuvor duchgestylte Nina und ihr Haushalt sind plötzlich alles andere als perfekt. In der Küche sieht es aus, als wäre ein Tornado hindurchgefegt und Nina wechselt ihre Stimmungen im Minutentakt. In einem Moment herrscht sie Millie vollkommen ungerechtfertigt an und bezichtigt sie der Lüge und im nächsten Moment bedankt sie sich überschwänglich für die Hilfe. Die verwöhnte Tochter Cece macht es Millie ebenfalls schwer. Schnell erkennt sie, dass ihr Job doch nicht so toll ist, wie sie dachte...doch Millie braucht ihre Arbeit, denn auch sie verheimllicht etwas....
Und als sie der italienische Gärtner vor einer Gefahr warnt, läuten erst recht die Alarmglocken.

Von Beginn an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen! Beginnt der erste Teil noch relativ harmlos und man rätselt wohin die Autorin will, ändert sich ab Teil zwei alles. Der eingebaute Twist ist absolut gelungen!

Der Psychothriller kommt mit wenigen Figuren aus: Millie, Nina, Ninas Tochter Cece und ihr Mann Andrew, Gärtner Enzo und wenige Nebenfiguren, die die Geschichte abrunden. Auch das Setting ist minimal: Es spielt sich fast alles im Haus der Winchesters ab und niemand weiß, was hinter den verschlossenen Türen tatsächlich abgeht. Ich liebe solche Art von Psychothriller!

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Nach Teil Eins, der hauptsächlich aus Millies Sicht erzählt wird, startet Teil zwei aus der Sicht von Nina - und plötzlich ist nichts mehr, wie es scheint.

Wer hier böse ist, habe ich tatsächlich schon in Teil Eins anhand eines einizigen Satzes durchschaut, aber welche Abgründe sich hier tatsächlich verbergen, war auch für mich noch schockierend und unerwartet. Obwohl ich die richtige Vermutung hatte, blieb die Spannung aufrecht.
Der Schreibstil ist flott, die Kapitel kurz und der Zeitpunkt des Twists in der Mitte des Buches ist gut gewählt.

Der Psychothriller ist ein Pageturner und sehr temporeich geschrieben. Es geht um Manipulation, häusliche Gewalt und Psychoterror. Ich habe ihn an einem Sonntag Nachmittag gelesen....das sagt schon sehr viel aus. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, was noch alles passieren wird.

Somit kann ich den Hype verstehen, auch wenn es vielleicht ein paar kleine logische Ungereimtheiten gibt, bei denen ich diesmal aber bewusst ein Auge zugedrückt habe.


Fazit:
Ein packender Psychothriller mit einem tollen Twist, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Die Hype kann ich nun nachvollziehen, obwohl es schon ein paar kleine Ungereimtheiten gab. Trotzdem endlich wieder ein richtiger Pageturner! Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Todes-Sinfonie

Wiener Todesmelodie
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Mit "Wiener Todesmelodie" hat Mina Albich ihren zweiten Wien-Krimi veröffentlicht, der im Musikermilieu spielt. Dies war auch vorallem der Grund, dass ich mich bei Lovelybooks dafür beworben habe. Und ...

Mit "Wiener Todesmelodie" hat Mina Albich ihren zweiten Wien-Krimi veröffentlicht, der im Musikermilieu spielt. Dies war auch vorallem der Grund, dass ich mich bei Lovelybooks dafür beworben habe. Und Grund Nummer zwei ist die Location Wien. Vorab kann ich gleich sagen, dass ich mir den ersten Band "Mexikoplatz" noch besorgen und lesen werde.

Nach einem Klavierkonzert im Stadtpalais der Kunstmäzenin Marie Rettenbach wartet auf Bezirksinspektor Felix Grohsmann ein neuer Fall. Kaum hat er die Villa verlassen, wird er auch schon zurückgerufen, denn im Kofferraum der jungen Pianistin Dorothea Zauner, die eben noch im Palais gespielt hat, wird die Leiche ihres Freundes Mariusz Lión gefunden. Der junge Mann war ebenfalls Pianist und äußert begabt. Ihm stand eine große Karriere bevor. Bald steht fest, dass der eigentliche Tatort nicht der Auffindungsort gewesen sein kann. Felix Grohsmann und seine Kollegin Joe Kettler ermitteln in alle Richtungen. Mit der angehenden Kriminalpsychologin Nicky Witt hat Grohsmann ein weiteres Ass im Ärmel. Doch die Ermittlungen sind schwierig...

Der Krimi beginnt rasant und hat mich gleich in den Bann gezogen. Nach dem starken Einstieg nimmt die Autorin etwas Tempo raus, um die Figuren näher vorzustellen. Für mich als Neueinsteiger perfekt - für Leser, die den ersten Band bereits kennen, eine kleine Erinnerungshilfe.

Von Beginn an gibt es jede Menge Verdächtige, denn obwohl Mariusz gemocht und verehrt wurde, gibt es genügend Tatmotive. Doch welches davon ist das wirkliche Mordmotiv? Ich habe mitgerätselt und verwarf alle paar Kapitel meine Vermutungen wieder. Der Spannungsaufbau ist gelungen und die Autorin hat jede Menge falsche Fährten gestreut. Mit dem wahren Täter habe ich nicht gerechnet, was sehr klug eingefädelt wurde.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Mina Albich schreibt lebendig, humorvoll und kurzweilig. Sie erklärt nicht nur die klassische Musik und ihre Zusammenhänge äußert interessant, sondern man hat bei jedem Thema, dass hier angesprochen wird das Gefühl, hier bestens "beraten" zu sein.
Die örtlichen Beschreibungen der Gassen und Plätze in Wien hat mein Kopfkino angeregt und mich mitspazieren lassen und auch das typische Wienr Flair kommt nicht zu kurz. Das miteingebundene Privatleben der einzelnen Figuren fand ich ebenfalls gelungen und teilweise amüsant, wie auch die tierischen Begleiter.

Am Ende wird alles stimmig zusammengeführt und aufgelöst. Nicht nur Freunde der klassischen Musik oder Wien-Fans werden an diesem Krimi ihre Freude haben.

Fazit:
Ein spannender Wien-Krimi mit vielen Verdächtigen und Motiven, der im Musiker-Milieu spielt und mich sehr gut unterhalten hat. Gerne mehr davon! Den Vorgänger werde ich mir sobald wie möglich noch kaufen.

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Veröffentlicht am 29.06.2023

Der Beginn des Fernsehens - toller Auftaktband

Wunder gibt es immer wieder
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München 1953. Die 19jährige Eva Vordemfelde freut sich auf ihren Urlaub in Fuschl am See, den sie gemeinsam mit ihrer Cousine Margit verbringen wird, die in einem Hotel arbeitet. Doch Margit muss kurzfristig ...

München 1953. Die 19jährige Eva Vordemfelde freut sich auf ihren Urlaub in Fuschl am See, den sie gemeinsam mit ihrer Cousine Margit verbringen wird, die in einem Hotel arbeitet. Doch Margit muss kurzfristig ein paar Tage arbeiten, weil im und um das Hotel Dreharbeiten zum ersten "Sissi"-Film starten. Eva ist begeistert und darf kurzfristig als Statistin mitarbeiten. Besonders angetan haben es ihr aber die wunderbaren Kostüme. Eva träumt schon länger davon Kostümbildnerin zu werden. Sie liebt es Kleider zu entwerfen und zu nähen. Doch die junge Frau muss sich ihrem herrschsüchtigen Vater Axel unterordnen, denn sie ist noch nicht volljährig. Er sieht ihre Schneiderei nur als Hobby und verbietet ihr Kostümbildnerin zu werden. Dabei versucht er wirklich mit allen Mitteln Eva ihre "Flausen" zu vertreiben.
Der Familienpatriarch arbeitet seit seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft hart an seiner Karriere als Journalist. Nach der gewünschten Beförderung zieht er ohne vorherige Absprache mit seiner Frau und den Kindern von München nach Bonn. Für Eva besorgt er eine Anstellung als Sekretärin beim Fernsehsender NWDR in Köln, die ihr alles andere als Freude bereitet. Doch Eva hält an ihren Traum fest und stellt sich ihren Vater entgegen...
Die Geschichte hat mich von Beginn an gepackt. Besonders gefallen hat mir gleich der Einstieg, wo wir hinter die Kulissen der Sissi Verfilmung blicken dürfen. Ich bin ein großer Fan von Romy Schneider, die ein so tragisches Leben geführt hat.

Alle Figuren, bis hin zum letzten Nebencharakter, sind sehr lebendig gezeichnet. Ich habe mit Eva mitgelitten und ihren Vater aus ganzen Herzen gehasst. Als narzistisches Familienoberhaupt hatten die Frauen in seinem Haus wahrlich nichts zu lachen.
Evas Liebe zur Schneiderei und dem Herstellen von Kostümen fühlte ich durch jede Zeile. In der heutigen Zeit kann man sich mit Eva sehr gut identifizieren, denn sie weiß ganz genau, was sie möchte. Doch in den noch konservativen Fünfziger Jahren in Westdeutschland und auch in Österreich hatte der Mann das alleinige Sagen. Als Frau benötigte man die Unterschrift des Ehemannes oder Vater, wenn man einer Arbeit nachgehen oder den Führerschein machen wollte.
Auch die politischen und sozialen Verhältnisse dieser Zeit werden sehr anschaulich beschrieben und perfekt in die Story miteingebettet.

Neben Evas Wunsch Kostümbildnerin zu werden, lässt uns Beate Sauer in die Welt des Fernsehens und des Hörfunks von damals hineinschnuppern, wo Journalisten noch in ihre Diktiergeräte sprachen und Sekretärinnen ihre Berichte abtippten. Die Übertragung der Krönungszeremonie von Queen Elisabeth oder die ersten Samstagabend Shows mit Peter Frankenfeld oder Robert Lemke waren Highlights im damaligen schwarz-weiß TV.

Der Schreibstil ist mitreißend und bildhaft. Er passt sich den Zeitverhältnissen an. Ich hatte jederzeit Bilder im Kopf und konnte die Geschichte kaum aus der Hand legen. Sie hat mich in ihren Bann gezogen und mir wundervolle Lesestunden beschert..

Fazit:
Ein großartiger Auftakt dieser Trilogie von Beate Sauer, die die Fünfziger Jahre und den Beginn rund um das neue Medium Fernsehen aufleben lässt. Ich kann es gar nicht erwarten die Fortsetzung zu lesen und freue mich schon auf Teil 2, der leider erst im Januar 2024 erscheinen wird. Von mir gibt es eine fette Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Spannender Schweizer Krimi

Lorzentobel
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Ich habe bereits einige Krimis der Schweizer Autorin Monika Mansour gelesen, jedoch noch keinen aus dieser Reihe rund um die Detektei Trust Investigations. Der Einstieg fiel mir nicht schwer, obwohl "Lorzentobel" ...

Ich habe bereits einige Krimis der Schweizer Autorin Monika Mansour gelesen, jedoch noch keinen aus dieser Reihe rund um die Detektei Trust Investigations. Der Einstieg fiel mir nicht schwer, obwohl "Lorzentobel" bereits der vierte Band ist.

Eines Tages bekommt die Detektei Besuch von Elias Tanner, genannt ET. Der Bassist einer Rockband hat Toms Tochter Lucy bei einem seiner Konzerte kennengelernt und erfahren, dass ihr Vater als Detektiv arbeitet. Der rebellische Sechzehnjährige bittet Sara, Tom und Natalie von Trust Investigations um Hilfe. Seine Mutter Bianca wird seit Jahren von ihrem ehemaligen Arbeitsgeber gestalkt. Beide haben bisher keinerlei Hilfe von anderen Stellen erhalten und sie sind seine letzte Anlaufstelle.
Der angesehene Zahnarzt Doktor Roman Wagner soll Elias Mutter seit Jahren terrorisieren, nachdem er sie fristlos entlassen hat. Sara, Natalie und Tom lehnen zuerst ab, beginnen aber jeder selbstständig nachzuforschen, jedoch sind alle seine Patienten begeistert von Wagner. Besonders Sara, eine ehemalige Polizistin, möchte ET helfen. Als Elias Mutter durch einen angeblichen Selbstmord stirbt, übernimmt die Trust Investigation offiziell den Fall.

Der Fall ist von Anfang an spannend und undurchsichtig. Der Krimi ist fesselnd und wendungsreich. Die Erzählperspektiven wechseln öfters und man erhält tiefe Einblicke in verschiedene Gemütszustände und in die Gedanken der Figuren. Des Weiteren gefiel mir die persönliche Entwicklung der Protagonisten, insbesondere die von Sara und auch von ET.
Monika Mansour hat es perfekt verstanden den Leser mit überraschenden Wendungen und der immerwährenden Frage: Wer lügt hier? an die Geschichte zu fesseln. Alle paar Kapitel fragte ich mich, ob meine Vermutung nun richtig oder falsch ist.
Der Krimi lebt von seinen Verwirr- und Psychospielchen. Nichts ist, wie es scheint. Der Spannungsbogen ist und bleibt die ganzen 304 Seiten über hoch.

Die Dialoge sind lebendig und die Charaktere facettenreich. Dieser Krimi hebt sich eindeutig von anderen ab und entpuppt sich als spannender Pageturner.

Fazit:
Ein toller Schweizer Krimi, mit dem ich spannende Lesestunden hatte! Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.06.2023

Unaufgeregt

Das Café ohne Namen
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"Das Café ohne Namen" ist mein erster Roman von Robert Seethaler. Seit Ewigkeiten will ich ein Buch von ihm lesen, wobei "Der Trafikant" ganz oben auf meiner Wunschliste steht. Deswegen habe ich jetzt ...

"Das Café ohne Namen" ist mein erster Roman von Robert Seethaler. Seit Ewigkeiten will ich ein Buch von ihm lesen, wobei "Der Trafikant" ganz oben auf meiner Wunschliste steht. Deswegen habe ich jetzt in der Bücherei bei seinem neuen Roman gleich zugegriffen. Alles rund um Kaffee und Café interessiert mich. Außerdem spielt es in Wien und startet in meinem Geburtstjahr.

Die stimmungsvolle Erzählung führt uns ins Jahr 1966 in die Leopoldstadt nach Wien. Robert Simon lebt zur Untermiete bei einer Kriegswitwe. Der 31jährige Mann ist selbst Waise und arbeitet als Gelegenheitsarbeiter. Er ist fleißig und packt überall mit an. Seit Jahren träumt er von einem eigenen kleinen Café. Als eine Gastwirtschaft unweit des Karmelitermarktes leer steht, ergreift er die Chance und erfüllt sich seinen langgehegten Traum. Er eröffnet sein eigenes Café. Das Angebot ist überschaubar, aber bald hat er seine Stammkundschaft aus dem Grätzl: Handwerker, Schichtarbeiter und Markthändler. Nur ein passender Name will ihn partout nicht einfallen. Bald braucht Robert Hilfe. Als die arbeitslose Näherin Mila ohnmächtig vor seiner Tür zusammenbricht, bekommt er eine tüchtige und zuverlässige Mitarbeiterin.

Robert Seethaler wirft einen liebevollen Blick auf die damalige Zeit und haucht seinen Figuren Leben ein. Sie kommen aus demselben Viertel und sind Arbeiter.
Mila, seine Mitarbeiterin, verliebt sich in René, einem gutmütigen, aber unzuverlässigen Ringer vom Heumarkt, der Sympathien für den Kommunismus hegt. Roberts Nachbar, Fleischermeister Johannes Berg, der seine immer größer werdende Familie kaum mehr ernähren kann und außerdem seinen demenzkranken Vater bei sich hat, blieb mir neben den Hauptprotagonisten noch am meisten im Gedächtnis. Mehr Eindrücke konnte ich jedoch trotzdem nicht von ihm gewinnen. Manche Figuren betreten nur kurz die Szenerie und lassen den Leser etwas ratlos zurück, wie die Jugoslawin Jascha, die Simon kurz den Kopf verdreht.

Der Roman ist ruhig und liefert eher Momentaufnahmen und Episoden aus dem Leben kleiner Leute. Es ist eine Art Milieustudie, die das harte Leben der Menschen zu dieser Zeit, ihre Sorgen und Nöte einfängt. Es sind alltägliche, wenig spektakuläre Schicksale, die der Autor mit uns Leser:innen teilt.
Der Schreibstil ist jedoch bildhaft und stimmungsvoll. Man fühlt sich während des Lesens als Beobachter oder als Gast in Roberts "Café ohne Namen". Den damalige Zeitgeist hat der Autor perfekt eingefangen - und doch war es mir etwas zu wenig.

Fazit:
Robert Seethaler hat ein stimmungsvolles Portrait dieser Zeit geschaffen. Leider blieb mir der Roman trotzdem zu sehr an der Oberfläche, wie auch die Figuren. Am Ende erhält man eine Geschichte, die mir nicht wirklich langne im Gedächtnis bleiben wird, was sehr schade ist.

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