Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2023

Schuldgefühle

Killer: Befreie mich aus der Dunkelheit (Außergewöhnliche Helden Teil 4)
0

„Killer: Befreie mich aus der Dunkelheit“ von Hayley Feldman ist der vierte Band ihrer packenden Romance Reihe, die in der texanischen Kleinstadt Gallup spielt.
Louis ist ein erfolgreicher Profiboxer, ...

„Killer: Befreie mich aus der Dunkelheit“ von Hayley Feldman ist der vierte Band ihrer packenden Romance Reihe, die in der texanischen Kleinstadt Gallup spielt.
Louis ist ein erfolgreicher Profiboxer, der nach seinem letzten Kampf mit schweren Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Sein Gegner starb im Ring, aber Louis traf objektiv keine Schuld daran. Das ändert nichts an seinen Gefühlen, die er in seiner kleinen Heimatstadt wieder in den Griff bekommen möchte. Gleichzeitig möchte Louis um eine zweite Chance bei Tulip kämpfen, die ihn nach einer heißen Nacht abservierte und zu ihrem betrügerischen Langzeitfreund zurückkehrte. Doch die Gründe für Tulips Abfuhr sind anders als von Louis vermutet und so muss er sie nun davon überzeugen, dass er es tatsächlich ernst mit ihr meint.

Auch hier ähnelt das Grundmotiv den vorangegangenen Bänden, denn es geht um zweite Chancen und wie man sein Leben trotz aller Widrigkeiten und Hindernisse wieder auf die Reihe bekommt. Man kann das Buch aber problemlos auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Louis sieht sich zu Unrecht als Killer und ertrinkt in seinen Schuldgefühlen, wegen denen er am liebsten seine Boxhandschuhe an den Nagel hängen möchte. Seine inneren Konflikte sind nachvollziehbar beschrieben, genau wie seine Gefühle für Tulip, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht.
Tulip sieht sich selbst als White Trash und nicht würdig, an der Seite eines erfolgreichen und guten Mannes wie Louis zu leben. Es ist traurig mitanzusehen, wie sie sich quasi selbst bestraft und so völlig ohne Hoffnung ist.
Wenn beide endlich ihre zweite Chance ergreifen, geben sie sich erstmals gegenseitig Hoffnung und man darf mit ihnen mitfiebern, ob ihnen eine gemeinsame Zukunft gelingen wird. Zusätzlich hat Hayley Feldman erneut wieder ein paar nervenkitzelnde Spannungsmomente im Gepäck, die die Dynamik der Story ankurbeln.

Mein Fazit:
Spannung und Gefühl gekonnt gemixt. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2023

Schicksalskinder

Die Erben der Drachen
0

„Die Erben der Drachen: Götterfluch“ von Sabine Schulter ist eine mitreißende High Fantasy, in der nicht nur Drachenfans auf ihre Kosten kommen werden.
Die Zwillinge Fiha und Noss gehen unterschiedlich ...

„Die Erben der Drachen: Götterfluch“ von Sabine Schulter ist eine mitreißende High Fantasy, in der nicht nur Drachenfans auf ihre Kosten kommen werden.
Die Zwillinge Fiha und Noss gehen unterschiedlich damit um, dass sie von ihrem Volk als Schicksalskinder und Nachfahren der Meeresdrachen verehrt werden. Während Noss als Priester die Prophezeiung akzeptiert hat, würde Fiha viel lieber ganz normal leben. Doch leider bleibt ihr keine Wahl, denn die Anzeichen verdichten sich, dass die wütende Göttin Phersika kurz vor dem Ausbruch steht und ihre geliebte Heimat vernichten wird. Um die übrigen zwei Schicksalskinder zu finden, müssen Fiha und Noss ins Reich der Menschen reisen, wo sie sich auf neue Gefahren gefasst machen müssen.

Ich habe schon einige Fantasy Romane der Autorin gelesen und bei Drachen kann ich generell nicht widerstehen. Wie ich es nicht anders erwartet habe, war ich unglaublich schnell in der faszinierend konstruierten Story angekommen. Das Worldbuilding ist für mich persönlich sehr gut gelungen und ich konnte wortwörtlich in die schillernden Meereswelt abtauchen.
Fiha und Noss sind als Zwillingspaar total interessante und facettenreiche Hauptfiguren. Ich mag es, dass sie derart unterschiedlich sind, aber auch ihr unheimlich enges Band, welches sie ohne große Worte verbindet. Beide erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven und ich finde es toll, dass in diesem Buch die Geschwister im Vordergrund stehen und kein Love-Couple.
Die übrigen Figuren können ebenfalls mit zahlreichen spannenden Facetten aufwarten, wobei vor allem der geheimnisvolle Asciir für überraschende Twists sorgt. Insgesamt haben alle Figuren im Buch eine mitreißende Dynamik, die einen förmlich an den Seiten kleben lässt.
Sabine Schulter lässt die Gefühle und unterschiedlichen Beweggründe ihrer Charaktere gekonnt zusammenspielen und aufeinanderprallen, wobei die Konflikte glaubwürdig und nachvollziehbar ausgearbeitet sind. Es kommt nie Langeweile auf und man darf sich auf viele Überraschungen gefasst machen.

Mein Fazit:
Ein packendes Drachenabenteuer, welches von mir sehr gern eine Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne bekommt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2023

Schöner Abschluss

Dream and Dare (Faith-Reihe 3)
0

„Dream and Dare“ ist der dritte und finale Band der emotionalen und sehr berührenden Faith-Reihe aus der Feder von Sarah Stankewitz.
Isaac ist ein gefeierter Rockstar, der mit seiner Band nicht nur in ...

„Dream and Dare“ ist der dritte und finale Band der emotionalen und sehr berührenden Faith-Reihe aus der Feder von Sarah Stankewitz.
Isaac ist ein gefeierter Rockstar, der mit seiner Band nicht nur in seiner Heimat Großbritannien, sondern weltweit große Erfolge feiert. Doch die Schattenseiten des Ruhms treffen ausgerechnet seine geliebte Stiefschwester, die die in einen unfreiwilligen Skandal gerät. Da sich Isaac dafür die Schuld gibt, verliert er schlagartig seine Kreativität und sogar seine Stimme. Das stürzt die Band in eine Krise, aus der sie ihr Manager mit einer unkonventionellen Idee retten will. Die talentierte Straßensängerin Hope soll für Isaac einspringen, wovon der überhaupt nicht begeistert ist. Doch für Hope ist dies eine einmalige Chance, die sie sich von dem abweisenden Rockstar nicht kaputt machen lassen will.

Ich liebe diese wunderschöne Reihe von Sarah Stankewitz, die hier ihren gelungenen Abschluss findet. Damit schließt sich der Kreis, denn mit Isaacs Band Crashing December nahm alles auch irgendwie seinen Anfang.
Der Schreibstil liest sie wie gewohnt leicht und locker und Hope und Isaac dürfen abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählen.
Hope hat es nicht leicht und kämpft nicht nur für sich, sondern hauptsächlich für ihren jüngeren Bruder. Das ist berührend beschrieben, auch wenn man Hope manchmal aufrütteln möchte, damit sie die leicht toxische Spirale durchbricht.
Isaac wirkt wie der typische Rockstar, aber hier bricht seine verletzliche Seite hervor. Er ist mir im Laufe des Buches echt ans Herz gewachsen mit all seinen Ecken und Kanten, die es ihm oft nicht leicht machen.
Im Vergleich zu den beiden ersten Teilen muss ich zugeben, dass mich die Story diesmal nicht ganz so tief berühren konnte wie die Vorgänger. Trotzdem ist regt die intensive Geschichte zum Nachdenken an und trifft ebenfalls mitten ins Herz. Die Autorin spricht wieder sehr ernste und wichtige Themen an, für die es eben keine pauschale Musterlösung gibt.

Mein Fazit:
Eine Gefühlsachterbahn, die sich lohnt. Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2023

Hin und her

Like Thunder and Storm
0

„Like Thunder and Storm“ von Eliza Hart erzählt eine stürmische Young Adult Lovestory, die eine Mischung aus Friends-to-Lovers und Enemies-to-Lovers ist.
Seit ihrer Kindheit waren Sadie und Ash sehr eng ...

„Like Thunder and Storm“ von Eliza Hart erzählt eine stürmische Young Adult Lovestory, die eine Mischung aus Friends-to-Lovers und Enemies-to-Lovers ist.
Seit ihrer Kindheit waren Sadie und Ash sehr eng befreundet. Mit 15 wollte Ash den nächsten Schritt gehen und gestand Sadie seine Liebe. Doch Sadie ließ ihn eiskalt abblitzen, woraufhin Ash mit seinen Eltern wegzog. Drei Jahre später ist Ash zurück an Sadies Highschool. Doch aus dem schüchternen Nerd ist ein tätowierter Bad Boy geworden, dem die Mädchen reihenweise hinterherschmachten. Sadie lässt er links liegen, aber ausgerechnet ihre ältere Schwester Brooke zählt zu seinen neuesten Eroberungen. Als Ash auch noch bei der Schülerzeitung anfängt und Sadie ihren Platz streitig macht, rastet diese aus. Leider müssen sich beide für eine wichtige Artikelserie zusammenraufen und die alten Gefühle kommen wieder hoch.

Das Grundschema ist bereits bewährt und ich hatte mich auf viele unterhaltsame Schlagabtausche gefreut. Diese Erwartungen haben sich zum Teil auch durchaus erfüllt, aber insgesamt konnte mich diese Lovestory leider nicht so ganz überzeugen.
Der Schreibstil liest sich leicht und locker und passt zu den beiden Hauptcharakteren, von denen mir Ash eindeutig sympathischer ist. Die Handlung wird hauptsächlich aus der Perspektive von Sadie erzählt und erst gegen Ende darf auch Ash ein paar Kapitel aus seiner Sichtweise beisteuern. Leider dreht sich alles gefühlt hundertmal im Kreis, obwohl das Setting gut gelungen und abwechslungsreich ist. Aber die emotionale Ebene ist absolut kindisch und teils auf Kindergartenniveau.
Sadie konnte ich bis zum Schluss nicht wirklich leiden. Sie hat null Impulskontrolle, ist unfair, beleidigend, trotzig und nervig. Ich konnte ihre Entscheidungen die meiste Zeit überhaupt nicht nachvollziehen und habe mich gefragt, was das alles soll.
Zu Ash habe ich da einen besseren Zugang gefunden, aber auch seine Spielchen sind nicht hundertprozentig nachvollziehbar.
Die ganze Story ist ein einziges hin und her und erinnert eher an Grundschule als an Oberstufe. Trotzdem erkenne ich einen gewissen Unterhaltungswert, auch wenn objektiv betrachtet, nicht ernsthaft viel passiert.

Mein Fazit:
Wer Highschooldramen mag, der ist hier genau richtig. Von mir gibt es dafür knappe drei Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2023

Liebe zur Musik

Beyond the Stars
0

„Beyond the Stars“ von Mareen Knoth schlägt mit einer Rockstar Romance ganz ungewohnte Töne an.
Nachdem ihre eigene aussichtsreiche Gesangskarriere zerplatzt ist, hat sich Natalie Winter als Stimmcoach ...

„Beyond the Stars“ von Mareen Knoth schlägt mit einer Rockstar Romance ganz ungewohnte Töne an.
Nachdem ihre eigene aussichtsreiche Gesangskarriere zerplatzt ist, hat sich Natalie Winter als Stimmcoach darauf spezialisiert, anderen Künstlern aus ihren Gesangskrisen zu helfen und deren Stimmkünste zu optimieren. Nie hätte Natalie damit gerechnet, dass der weltbekannte Rockstar Renard ihre Dienste in Anspruch nehmen würde. Kurzerhand reist sie nach Kanada, aber offenbar ist Renard bzw. Pascal Girard alles andere als begeistert von Natalies speziellen Methoden. Doch das Management macht Druck und so raufen sich beide doch noch zusammen. Zwischen Training und gemeinsamen Stunden in Pascals Villa kommen sie ich immer näher und bald können sie die sprühenden Funken nicht mehr unter Kontrolle halten.

Der Schreibstil von Mareen Knoth liest sich leicht und flüssig und ich mag vor allem die kurzen Kapitel, die einen automatisch verleiten, immer weiter zu lesen. Das Buch ist der Auftakt zur Renard-Reihe, aber in sich abgeschlossen.
Natalie ist hat sich als professionelle Stimmtrainerin etabliert, doch der neue Auftrag könnte ihre Karriere enorm pushen. Aber ein Misserfolg könnte diese genauso gut zerstören, was für enormen Druck sorgt.
Unsere Hauptfigur schwankt zwischen absoluter Professionalität und naiven Gedankenspielen, was nicht in jeder Situation glaubhaft wirkt. Ich mag Natalie, aber stellenweise ist sie ziemlich bestimmend und dogmatisch und stellt ihre Meinung als die einzig Wahre hin. Damit habe ich immer so meine Probleme.
Pascals Krise ist komplett nachvollziehbar und auch der ganzheitliche Ansatz von Natalie macht bei ihm durchaus Sinne. Seine emotionalen Sprünge verursachen manchmal Kopfschmerzen, aber dafür fand ich das Ende total süß und gelungen.
Für mich als klaren musikalischen Laien waren die vielen Fachbegriffe und Trainingsbeschreibungen oft viel zu viel und zu komplex. Dadurch geht die eigentliche Lovestory und die Verbindung zu den Charakteren etwas verloren, weil alles für meinen persönlichen Geschmack so steril und nüchtern erscheint. Die Grundidee ist gut, aber der letzte Funke ist bei mir nicht ganz übergesprungen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung und sehr gute vier Sterne!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere