Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2026

Unfreiwillige Mitbewohner

The Defender
0

„The Defender“ von Ana Huang ist der zweite Band ihrer Sports Romance Reihe Gods oft he Game.
Brooklyn Armstrong ist Praktikantin beim erfolgreichen englischen Fußballclub Blackcastle. Ihr Vater ist zwar ...

„The Defender“ von Ana Huang ist der zweite Band ihrer Sports Romance Reihe Gods oft he Game.
Brooklyn Armstrong ist Praktikantin beim erfolgreichen englischen Fußballclub Blackcastle. Ihr Vater ist zwar der Coach, aber Brooklyn hat den Job als Ernährungsberaterin nach ihrem Studium völlig allein ergattert. Doch auch außerhalb dieser familiären Beziehung ist Brooklyn mit dem Club eng verbunden. Schließlich ist ihre beste Freundin mit dessen Starspieler zusammen. Der Bruder ihrer Freundin ist sogar der Captain, aber Vincent DuBois ist außerdem eine unfassbare Nervensäge, der Brooklyn bei jeder Begegnung zur Weißglut treibt. Als Vincent jedoch von einem unheimlichen Stalker bedroht wird, willigt sie trotzdem ein, ihn vorübergehend als Mitbewohner aufzunehmen. Dabei knistert es gewaltig, auch wenn Beziehungen zwischen Mitarbeitern von Blackcastle streng verboten sind.

Es geht wieder in die englische Premier League, wo es neben dem Sport natürlich auch um die Liebe geht. Wer den ersten Teil gelesen hat, der hat auch schon einen Eindruck von Vincent und Brooklyn erhalten, die jetzt von Ana Huang ihre eigene Geschichte bekommen. Die Handlung wird abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählt und so dürfen wir hautnah an ihren Emotionen teilhaben.
Vincent ist nicht der arrogante Fußballstar, für den man ihn oberflächlich halten könnte. Seine Ängste und Geheimnisse machen ihn nahbar, auch wenn er sie oft mit seinem unwiderstehlichen Charme überspielt. Die Chemie zwischen ihm und Brooklyn ist absolut funkensprühend, wofür auch ihre heftigen Schlagabtausche verantwortlich sind.
Brooklyn versucht in England eine Beziehung zu ihrem entfremdeten Vater aufzubauen, denn in der Familienlotterie hat sie nicht gerade das große Los gezogen. Ihre Mutter ist ein Paradebeispiel für toxisch und so hat Brooklyn nicht nur mit ihren verbotenen Gefühlen für Vincent zu kämpfen, sondern auch mit ihren Familienproblemen.
Die Lovestory ist irgendwie süß, aber ich hätte mir trotzdem mehr Feuer gewünscht. Ich kann es gar nicht so genau festmachen, denn der Funke springt schon über. Doch der letzte Kick fehlt ein wenig.
Gegen Ende wird es nochmal richtig spannend, da der Stalker-Aspekt während der Handlung nur wenig zündet. Dafür entschädigt aber der packende Schluss.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

So süß

A Photo Finish
0

„A Photo Finish“ von Elsie Silver ist der zweite Band ihrer Debütreihe Gold Rush Ranch.
Für Violet Eaton hat sich ein Traum erfüllt, als sie als Jockey für die Gold Rush Ranch antreten darf. Ihr spektakulärer ...

„A Photo Finish“ von Elsie Silver ist der zweite Band ihrer Debütreihe Gold Rush Ranch.
Für Violet Eaton hat sich ein Traum erfüllt, als sie als Jockey für die Gold Rush Ranch antreten darf. Ihr spektakulärer Sieg in ihrem ersten Rennen wird jedoch getrübt, als sie auf den zweiten Miteigentümer der Ranch trifft. Cole Harding ist nicht nur schroff, abweisend und äußerst attraktiv. Er ist auch der Mann, mit dem Violet vor einem Jahr eine sehr vertraute, aber anonyme Online-Freundschaft hatte. Diese endete mit einem gebrochenen Herzen für Violet und so ist sie alles andere als begeistert, als sie nach einem Unfall bei einem Rennen vorübergehend bei Cole einziehen muss. Auch Cole ist plötzlich völlig außerhalb seiner Komfortzone, da die Frau seiner Träume auf einmal zum Greifen nahe ist. Aber für ein Happy End müsset er seine meterdicken Schutzmauern einreißen.

OMG, die Geschichte von Violet und Cole ist noch besser als der erste Teil, denn für Cole gilt definitiv, dass stille Wasser tief sind. Elsie Silver erzählt in ihrer Fortsetzung, die man auch ohne Vorkenntnisse lesen kann, eine gefühlvolle und tiefgründige Lovestory, die so viel mehr als nur Grumpy meets Sunshine ist.
Violet wirkt vielleicht klein und zart, aber sie ist ein tough Cookie und weiß was sie will. Sie hat es satt, bevormundet und behütet zu werden und geht ihren eigenen Weg, auch wenn er steinig und gefährlich ist. Dabei bleibt sie stets positiv und mutig und das mag ich so an ihr.
Cole ist für alle der unnahbare und schroffe Misanthrop, der alle Menschen auf Abstand hält und sich um niemanden schert. Wie falsch dieser Eindruck ist, zeigt sich nach und nach in den Rückblicken auf seine und Violets unkonventionelle Beziehung. Hinter Coles Verhalten steckt ein tiefes Trauma und es ist berührend, wie er für Violet seine Grenzen überwinden will.
Ich konnte beide Hauptcharaktere sehr gut verstehen und ihre funkensprühende Chemie ist unübersehbar. Wenn Violets unerschrockener Mut auf Coles Dämonen trifft, gibt es natürlich Konflikte, aber auch Hoffnung und herzzerreißende Momente. Eine wunderschöne Lovestory, die mitten ins Herz trifft.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2026

Verbotene Anziehung

Scandal Love
0

„Scandal Love“ von L.J. Shen ist der dritte Band ihrer spicy Sinners of Saint Reihe.
Trent Rexroth ist berüchtigt und gefürchtet. Er hat den Spitznamen „Der Stumme“, weil er nur sehr wenig Worte benötigt, ...

„Scandal Love“ von L.J. Shen ist der dritte Band ihrer spicy Sinners of Saint Reihe.
Trent Rexroth ist berüchtigt und gefürchtet. Er hat den Spitznamen „Der Stumme“, weil er nur sehr wenig Worte benötigt, um seine Wünsche durchzusetzen. Einzig bei seiner vierjährigen Tochter Luna hilft ihm sein Durchsetzungsvermögen nicht weiter. Seitdem ihre Mutter sie verlassen hat, spricht Luna nicht mehr und kommuniziert auch sonst kaum. Umso überraschter ist Trent, als ausgerechnet Edie Van Der Zee, die achtzehnjährige Tochter seines unliebsamen Geschäftspartners, von Anfang an eine Verbindung zu Luna hat. Widerwillig sucht Trent immer wieder ihre Nähe, denn er tut dies nicht nur Luna zuliebe, sondern er fühlt sich auch selbst unglaublich zu Edie hingezogen. Kann ausgerechnet eine fünfzehn Jahre jüngere Frau sein versteinertes Herz wieder zum Schlagen bringen?

Am Ende des Vorgängerteils ist bereits die Faszination spürbar, die Edie gegen seinen Willen auf Trent hat. L.J. Shen thematisiert aber nicht nur den Age Gap in ihrer Lovestory, sondern es gibt noch unzählige weitere Gründe, warum eine Beziehung zwischen Edie und Trent unmöglich erscheint.
Trent ist keiner von den Guten, auch wenn man in seiner liebevollen Beziehung zu Luna etwas anderes vermuten könnte. Er ist eiskalt, berechnend und geht über Leichen, zumindest solange, bis ihn eine Achtzehnjährige völlig aus der Bahn wirft.
Edie ist zwar oberflächlich ein Rich Kid, doch hinter der öffentlichen Fassade lauern tiefe und dunkle Abgründe. Sie tat mir unglaublich leid, denn sie ist meist völlig auf sich allein gestellt und muss an verschiedenen Fronten kämpfen. Trent ist da auch nicht gerade der strahlende Held und so muss sich noch zeigen, ob er Edie noch tiefer in den Abgrund reißt oder vielleicht doch ihr Hoffnungsschimmer ist.
Der Altersunterschied ist schon heftig, vor allem, da Edie ja erst achtzehn ist und an einem völlig anderen Punkt in ihrem Leben. Trotzdem passt es irgendwie, denn Edie ist auch sehr reif und abgeklärt, was mit ihren Lebensumständen zusammenhängt. Ich mag ihre direkte Art und dass sie Trent klare Grenzen setzt. Das bringt beide zumindest ansatzweise auf Augenhöhe, so dass die Entwicklung ihrer Beziehung glaubwürdig wirkt. Die Hot Holes brauchen definitiv starke Frauen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2026

Alles Lüge

Liars all around me
0

„Liars all around me“ von Clara Blais ist ein spannender Whodunit Thriller, in dem man niemandem trauen kann.
Die Gerüchte an der Highschool, die sich um Ryle ranken, werden immer abenteuerlicher und so ...

„Liars all around me“ von Clara Blais ist ein spannender Whodunit Thriller, in dem man niemandem trauen kann.
Die Gerüchte an der Highschool, die sich um Ryle ranken, werden immer abenteuerlicher und so wundert er sich nicht wirklich, als ihn die Musterschülerin Avery bittet, ihr eine Waffe zu besorgen. Ryler lehnt natürlich ab, aber eine Woche später ist plötzlich Averys schärfste Konkurrentin tot. Erschossen. Für Ryle steht die Täterin fest, doch er gibt Avery trotzdem die Chance, ihre Unschuld zu beweisen, bevor er zu Polizei geht. Avery schwört, dass sie nichts damit zu tun hat und überredet Ryle, ihr bei ihren eigenen Ermittlungen zu helfen. Zunächst widerwillig, aber dann immer engagierter muss Ryle erkennen, dass so ziemlich jeder etwas zu verbergen hat. Und mit jedem Tag wird das Lügengeflecht dichter.

Clara Blais erzählt ihre Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Ryle und Avery, die auf den ersten Blick völlig gegensätzlich sind. Die vermeintliche Kleinstadtidylle ist voller dunkler Abgründe, die erst im Laufe ihrer Ermittlungen sichtbar werden. Jeder scheint seine finsteren Geheimnisse vor der Öffentlichkeit zu verbergen, und das schließt nicht nur ihre Mitmenschen, sondern auch Ryle und Avery mit ein.
Die Handlung ist komplex und äußerst packend konstruiert, so dass man das Buch gar nicht zur Seite legen will. Der Pool aus Verdächtigen wird immer größer, genau wie die Zielscheibe auf Averys und Ryles Rücken, denn die Drohungen reißen nicht ab. Wer spielt hier ein falsches Spiel oder sind wir die ganze Zeit auf der völlig falschen Fährte?
Die zarte Romance zwischen Avery und Ryle passt hervorragend dazu und fügt sich harmonisch in die mitreißende Story ein. Die Gefühle wachsen langsam und man kann den kleinen Funken zwischen ihnen nicht übersehen.
Vorurteile und Misstrauen sind an der Tagesordnung, genau wie toxische Familienverhältnisse und Unsicherheiten. Das Spiel mit den Emotionen ist der Autorin absolut gelungen und ich habe bis zum Showdown mitgefiebert. Mit den Entwicklungen gegen Ende hätte ich niemals gerechnet und ich finde den Schluss einfach überragend.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2026

Hochzeit mit Hindernissen

Ein Frühling zum Tanzen
0

„Ein Frühling zum Tanzen“ von Kristin Emilsson ist der dritte Band ihrer skandinavischen Wohlfühlreihe, die auf Gotland spielt.
Julia und Petter sind glücklich in Stockholm, aber zu Petters Ärger steht ...

„Ein Frühling zum Tanzen“ von Kristin Emilsson ist der dritte Band ihrer skandinavischen Wohlfühlreihe, die auf Gotland spielt.
Julia und Petter sind glücklich in Stockholm, aber zu Petters Ärger steht ein neuer Aufenthalt auf Gotland an. Seine Exfrau heiratet dort ihre neue große Liebe und will endlich ihre persönliche Traumhochzeit feiern. Doch all die stressigen Hochzeitsvorbereitungen fordern ihren Tribut und so versinkt die vermeintliche Traumhochzeit bald im Chaos. Dazu kommen die kommunikativen Missverständnisse in der neuen Patchwork-Familie, die schnell zu ernsten Konflikten anwachsen. Das bringt sogar die glückliche Beziehung von Petter und Julia ins Wanken und das soll nicht die einzige emotionale Baustelle auf Gotland bleiben. Das Leben stellt alle vor neue Herausforderungen und es muss sich zeigen, wer diese meistern kann.

Bei dieser cosy Feel-Good-Reihe von Kristin Emilsson sind alle Charaktere eigentlich eine große Familie und man fühlt sich nach wenigen Seiten wie Zuhause. Wie auch im echten Leben läuft aber auch in dieser Familie nicht immer alles glatt und so knirscht es gewaltig, wenn auch noch eine stressige Hochzeitsplanung dazukommt.
Der warmherzige Schreibstil liest sich sehr gut und erneut dürfen wir die Geschichte aus mehreren Perspektiven lesen. So bekommt man einen direkten Einblick in die Gefühle und Beweggründe, aber man sieht auch frühzeitig, wenn sich Katastrophen und Missverständnisse anbahnen.
Die Autorin mixt Alltagsprobleme mit ernsteren Problemen, aber auch mit Humor, wie zum Beispiel der Bastelabend von Petter in der Grundschule, bei dem wahrscheinlich alle Eltern mitleiden können.
Das Buch ist jetzt nicht unbedingt der Pageturner und die Dramen sind eher alltäglich und realitätsnah. Es fühlt sich eben an, wie ein Familienbesuch, bei dem ja auch nicht alles rosarot ist. Gotland versprüht seinen idyllischen Charme, den man aber mögen muss.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere