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Veröffentlicht am 10.04.2026

Racheplan

Chicago Ruthless (Band 4) - Painful
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„Chicago Ruthless – Painful“ von Sadie Kincaid ist der vierte und abschließende Band ihrer düsteren und spicy Mafia Romance Reihe.
Keres Sideres hat nur ein einziges Ziel im Leben. Rache an den Männern, ...

„Chicago Ruthless – Painful“ von Sadie Kincaid ist der vierte und abschließende Band ihrer düsteren und spicy Mafia Romance Reihe.
Keres Sideres hat nur ein einziges Ziel im Leben. Rache an den Männern, die nicht nur ihr Leben, sondern das unzähliger Frauen und Kinder zur Hölle gemacht haben. Ganz oben auf ihrer Liste stehen die Morettis, mit denen Keres mehr verbindet, als sie gern möchte. Um die berüchtigte und unantastbare Mafiafamilie anzugreifen, braucht Keres einen Zugang, den sie sich über die beiden Bodyguards Ace und Romeo erhofft. Und es ist tatsächlich leichter als gedacht, die knisternden Funken zwischen ihnen zu entzünden. Dabei darf Keres jedoch niemals ihr eigentliches Ziel aus den Augen verlieren. Denn zwischen Hass und Anziehung ist es ganz leicht, sein Herz zu verlieren. Das gilt auch für Ace und Romeo, denen es genauso geht.

Sadie Kincaid lässt in ihrem Finale die Funken absolut heiß lodern, denn diesmal ist es nicht nur ein Paar, sondern gleich ein Trio, welches sich ineinander verliert. Es wird natürlich wieder richtig spannend, aber auch tief berührend, wenn sich die Geschichte von Keres nach und nach offenbart.
Keres ist eine Heldin, wie ich sie mag, denn sie ist unglaublich tough und stark. Ihre verletzlichen Seiten hat sie tief in sich begraben, denn die Vergangenheit hat sie schwer traumatisiert. Trotz aller Grausamkeit hat sie klare Grenzen und einen durchaus funktionierenden moralischen Kompass. Ihre wachsenden Gefühle für Ace und Romeo stellen ihre bisherigen Prinzipien auf den Kopf und es ist glaubhaft erzählt, wie sie ihr versteinertes Herz nach und nach öffnet.
Ace und Romeo haben eine ganz besondere Beziehung, die noch Platz für eine weitere Person hat. Es geht aber nicht nur um spicy time, die natürlich nicht zu kurz kommt, sondern auch um echte Emotionen, die man den Charakteren hundertprozentig abnimmt.
Das Finale ist also rundum gelungen und steht den Vorgängerteilen in nichts nach. Für mich als absoluten Fan von Epilogen ist lediglich der letzte Abschnitt für meinen Geschmack einen Tick zu cheesy geraten. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Spannender Auftakt

Forged in Blood
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„Forged in Blood“ von Sadie Kincaid ist der spicy Auftakt zu ihrer Urban Fantasy Trilogie um die etwas spezielle Montridge University.
Ophelia Hart ist seit ihrer Geburt durch unzählige Pflegefamilien ...

„Forged in Blood“ von Sadie Kincaid ist der spicy Auftakt zu ihrer Urban Fantasy Trilogie um die etwas spezielle Montridge University.
Ophelia Hart ist seit ihrer Geburt durch unzählige Pflegefamilien gegangen und kennt nur ein Leben als Außenseiterin. Ihr Studium an der Montridge University, welches durch einen plötzlich aufgetauchten Treuhandfond finanziert wird, soll endlich ein Neuanfang werden. Leider stolpert sie gleich in der ersten Woche über die drei attraktiven Anführer der berüchtigten Ruby Dragon Society, die sich dabei als Vampire herausstellen. Axl Thorne, Malachi Young und Xavier Adams machen ihr daraufhin das Leben zur Hölle und isolieren Ophelia von den übrigen Studenten. Sie ahnt nicht, dass die Intention hinter diesem Verhalten eine völlig andere ist, als die offensichtliche. Doch nicht nur die Vampire haben es auf Ophelia abgesehen, denn plötzlich taucht auch noch ihre alte Erzfeindin aus der Highschool auf, deren Rachepläne eskalieren.

Bisher kenne ich nur die Mafia Romances der Autorin, aber auch in ihrer Urban Fantasy mit Dark Academia Feeling bleibt sie ihrem Stil treu. Es wird sehr spicy, so dass man manchmal fast den Eindruck gewinnen könnte, es ginge ausschließlich darum. Grundsätzlich dreht sich die Handlung aber um das geheimnisvolle Schicksal von Ophelia, die offenbar im Zentrum einer uralten Prophezeiung steht.
Ophelia war mir von Anfang an sympathisch und sie hatte mein vollstes Mitgefühl. Ihr Leben war bisher traumatisch bis schrecklich und ich hätte ihr einen unbelasteten Neuanfang hundertprozentig gegönnt. Da sie aber gleich in die Fänge von Axl, Malachi und Xavier gerät, wird es damit nix.
Ich mag die wechselnden Perspektiven zwischen den unterschiedlichen Charakteren, da man dadurch hinter ihr äußerliches Verhalten und direkt in ihre Gedanken blicken kann. Bei den Jungs drehen sich diese Gedanken zu neunzig Prozent um nur eine Sache und da kann man durchaus mal die Augen verdrehen.
An Ophelia hat mich im Laufe der Handlung gestört, dass sie in Gegenwart ihrer vier persönlichen Vampire immer ihr Gehirn abzugeben scheint und sich teilweise schmerzhaft naiv und total kindisch benimmt. Ab und zu hat sie einen Moment, in dem ich dachte, ihr wäre endlich ein Rückgrat gewachsen, aber dann ist das auch wieder schnell vorbei.
Die Grundstory an sich hat mich schon sehr neugierig gemacht und ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Es gibt jede Menge interessante Charaktere, die ich noch nicht richtig einschätzen kann, auf deren Entwicklung ich mich jedoch freue.

Mein Fazit:
Solider Auftakt und sehr gute vier Sterne!

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Mehr als nur Feinde

Blade of Night. Silberkuss
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„Blade of Night. Silberkuss“ von Jessica Iser ist der erste Band ihrer düsteren Romantasy Dilogie Make Me Your Villain.
Der ewige Krieg zwischen Menschen und Nachtelfen ist immer gegenwärtig, obwohl momentan ...

„Blade of Night. Silberkuss“ von Jessica Iser ist der erste Band ihrer düsteren Romantasy Dilogie Make Me Your Villain.
Der ewige Krieg zwischen Menschen und Nachtelfen ist immer gegenwärtig, obwohl momentan ein fragiler Frieden herrscht. Dieser droht jedoch zu zerbrechen, als eine uralte Bedrohung aus der tiefen Sternenkluft auftaucht, die beide Reiche trennt. Die menschliche Heerführerin Zelie und der Nachtelfe Aries versuchen beide auf ihre Art, die Gefahr zu bekämpfen, aber sie treffen dabei immer wieder aufeinander. Das gemeinsame Ziel lässt sie eine vorübergehende Allianz schmieden, obwohl beide auf gegensätzlichen Seiten stehen und eigentlich Todfeinde sind. Bei ihrer Zusammenarbeit kommen sie sich jedoch auch persönlich näher und sie geben der verbotenen Anziehung nach. Doch kann man seinem Feind wirklich vertrauen?

Sie ist mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht mein letztes. Jessica Iser erschafft in ihrer High Fantasy eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die von Krieg, Misstrauen und dunklen Intrigen geprägt ist. Auf der einen Seite stehen die Nachtelfen, deren Motive man aufgrund ihrer Geschichte nachvollziehen kann. Und auf der anderen Seite befinden sich die Menschen, deren Existenz plötzlich extrem bedroht wird. Der jahrhundertelange Krieg hat nicht nur äußerlich, sondern auch in den Köpfen Spuren hinterlassen. Und diese tiefen Wunden können auch unerwartet auftauchende Gefühle für den Feind nicht einfach verschwinden lassen.
Zelie und Aries werden anfangs fast schon distanziert und unnahbar dargestellt. Aber diese Stimmung passt zu den Charakteren und ihrem rauen Lebensstil. Für Romantik ist da kein wirklicher Platz, denn beide sind erfahrene und hochangesehene Krieger ihres jeweiligen Volkes und Schlachten und Tod sind ihr Tagesgeschäft.
Trotzdem kann man die kleinen Funken zwischen ihnen entdecken, die sich in winzigen Gesten und sehr begrenzten Momenten zeigen. Und auch wenn sie diesen Funken nachgeben, heißt das nicht, dass sie sich hundertprozentig vertrauen würden. Es ist auf jeden Fall Zuneigung und Respekt füreinander sichtbar. Doch ihre Loyalität liegt von Anfang an woanders und das macht diesen Konflikt so spannend.
Ich konnte beide Hauptfiguren gut verstehen und ihre Beweggründe nachvollziehen. Zusätzlich kämpfen sie mit der Schwierigkeit, in den undurchschaubaren Intrigen ihrer Herrscher nicht unterzugehen. Der Cliffhanger heizt die Spannung zusätzlich an und ich habe so viele Fragen, die das Finale hoffentlich beantwortet.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Hoffnung für die Liebe

First-Time Caller
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„First-Time Caller“ von B.K. Borison ist eine romantische und berührende Liebeserklärung an die Liebe.
Lucie erwischt ihre zwölfjährige Tochter dabei, wie diese in der Late-Night-Radiosendung Heartstrings ...

„First-Time Caller“ von B.K. Borison ist eine romantische und berührende Liebeserklärung an die Liebe.
Lucie erwischt ihre zwölfjährige Tochter dabei, wie diese in der Late-Night-Radiosendung Heartstrings anruft und um Hilfe für Lucies Liebesleben bittet. Völlig überfordert landet sie selbst am Telefon und schüttet dem Moderator Aiden ihr Herz aus. Leider stellt sich eine Woche später heraus, dass die Sendung viral gegangen ist und offenbar bei vielen Menschen einen Nerv getroffen hat. Aidens Chefin bittet Lucie, zusammen mit ihm die Show zu moderieren und dabei die große Liebe für sich selbst zu suchen. Lucie schöpft Hoffnung und lässt sich auf den Deal ein, denn schlimmer kann ihr Datingleben ja nicht werden. Während der Sendungen kommen sich Lucie und Aiden aber immer näher, obwohl er deutlich gemacht hat, dass er nicht an die Liebe glaubt.

Die Autorin steht für romantische und gefühlvolle Wohlfühlgeschichten und auch dieses Buch fällt hundertprozentig in diese Kategorie. Die süße und sehr berührende Story trifft mitten ins Herz und man kann viel lachen, aber auch weinen.
Lucie ist müde und resigniert, denn tief in ihrem Inneren glaubt sie an die große romantische Liebe, während die Realität eher desillusionierend ist. Sie hat mit 29 für sich bereits aufgegeben, aber ihre Tochter zwingt sie aus ihrer selbst gewählten Isolation. Lucie hat mit jedem Wort recht, was sie sagt, und leider bestätigen sich ihre Ängste immer wieder. Trotzdem lebt immer noch ein kleiner Funke Hoffnung in ihr, der ausgerechnet in Aidens Anwesenheit immer größer wird.
Geheime Romantikerin trifft abgeklärten Zyniker, der im Radio Liebesratschläge geben soll. Aiden glaubt nicht mehr an die Liebe, denn sie verursacht seiner Meinung nach nur Schmerz und seine Anrufer in den letzten Jahren bestätigen das. Die Slow Burn zwischen ihm und Lucie lebt von winzigen vertrauten Momenten und Gesten, in denen sie sich langsam annähern und trotzdem ignorieren, dass das Glück vielleicht gleich nebenan sitzt. Beide haben Angst, aber vor allem Lucie ist auch stark und mutig, obwohl sie allen Grund hätte aufzugeben. Sie ist bewundernswert und verdient jemanden, der sie vorbehaltlos liebt. Aber ob Aiden den gleichen Mut besitzt, sollte man unbedingt im Buch herausfinden.

Mein Fazit:
Wunderschön und zum Dahinschmelzen. Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Monsternachwuchs

Shadowbound – Academy of Death
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„Shadowbound – Academy of Death“ von Freya Dawn ist der erste Band ihrer spicy Dark Romantasy über Werwölfe, Vampire und noch viel Schlimmeres.
Erneut ist Liora von einem Internat geflogen und ihre Außenseiterrolle ...

„Shadowbound – Academy of Death“ von Freya Dawn ist der erste Band ihrer spicy Dark Romantasy über Werwölfe, Vampire und noch viel Schlimmeres.
Erneut ist Liora von einem Internat geflogen und ihre Außenseiterrolle war nie deutlicher. Leider bleiben ihr nach dem Tod ihrer Mutter nicht mehr viele Optionen und so entscheidet sie sich doch, die elitäre Akademie ihres verstorbenen Großvaters aufzusuchen, wo sie angeblich immer einen Platz hat. Kurz nach der Ankunft in dem abgelegenen und düsteren Schloss kommen Liora jedoch schnell Zweifel an ihrer Entscheidung. Nichts ist, wie sie es erwartet hatte und statt reicher und verwöhnter Sprösslinge sind ihre Mitschüler eher tödlicher Abstammung. Aber auch im Schloss lauern gefährliche Geheimnisse, die scheinbar nur auf die Ankunft der lang verschollenen Erbin gewartet haben.

Der Klappentext hat mich definitiv neugierig gemacht und ich mag die Grundidee der Academy of Death. Ein weiterer Pluspunkt sind die verschiedenen Perspektiven, was ich bezüglich der Dynamik einer Story immer positiv finde. Die düstere und bedrohliche Atmosphäre ist hier absolut gelungen und ein klares Highlight des Buches.
Der Schreibstil von Freya Dawn liest sich leicht und locker und die Sprache passt zu den Charakteren. Liora steht eindeutig im Fokus der Handlung, aber auch die anderen Charaktere erfüllen wichtige Rollen.
Es handelt sich um einen ersten Teil, wo natürlich viele Fragen offenbleiben. Aber trotzdem hat mir persönlich ein wenig der rote Faden gefehlt, denn manchmal hatte ich bezüglich der Aktionen der Charaktere nur ein Fragezeichen über dem Kopf. Liora wirkt erst tough und selbstbewusst, aber dann agiert sie völlig naiv und kopflos. Die Motive der übrigen Protagonisten bleiben fast komplett im Dunkeln und ich hoffe hier schnellstmöglich auf Antworten. Wie die Buchbeschreibung schon sagt, gibt es auch jede Menge Spice, wobei sich hier bei mir wieder die Fragezeichen häuften, weil ich manchmal einfach nur dachte: Warum. Über den Spice hinausgehende Emotionen konnte ich zumindest nicht glaubhaft erkennen.
Die Fortsetzung würde ich aber trotzdem lesen, denn wie schon gesagt, die Grundidee hat echt Potenzial.

Mein Fazit:
Noch fraglich, wohin die Reise geht, aber von mir gibt es knappe 4 Sterne!

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