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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2025

Traurig und hoffnungsvoll

Wie die Luft zum Atmen
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„Wie die Luft zum Atmen“ von Brittainy C. Cherry ist der emotionale Auftaktband ihrer Elements Reihe.
Seit dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr ist Elizabeth am Boden zerstört. Auch der Abstand zu ihrer ...

„Wie die Luft zum Atmen“ von Brittainy C. Cherry ist der emotionale Auftaktband ihrer Elements Reihe.
Seit dem Tod ihres Mannes vor einem Jahr ist Elizabeth am Boden zerstört. Auch der Abstand zu ihrer kleinen Heimatstadt hat nichts gebracht und so kehrt sie mit ihrer fünfjährigen Tochter zurück in das Haus, wo sie mit Steven glücklich war. Gleich bei ihrer Rückkehr fährt Elizabeth jedoch versehentlich einen Hund an. Der wütende Besitzer Tristan Cole beschimpft sie übel und macht klar, dass sie sich von ihm fernhalten soll. Der tätowierte Einsiedler ist in der Stadt berüchtigt und gefürchtet, aber er ist auch Elizabeths Nachbar, dem sie nicht aus dem Weg gehen möchte. Sie sieht in seinen Augen den gleichen Schmerz, der auch sie heimsucht. Und so findet sie trotz aller Widerstände einen Verbündeten, mit dem sie die dunklen Momente aufhellen kann.

Das Buch ist ja als Debütreihe der Autorin schon etwas älter und wurde neu aufgelegt, aber die tiefen Emotionen haben definitiv nichts von ihrer Kraft eingebüßt. Brittainy C. Cherry macht hier ihrem Ruf als Queen of Sad alle Ehre, denn ich habe seit langem nicht mehr so viele Taschentücher gebraucht, wie hier.
Die Trauer von Elizabeth raubt einem fast den Atem, aber man kann ihren Schmerz auch absolut nachvollziehen. Die Flucht aus dem gewohnten Zuhause hat nicht funktioniert und so kehrt sie zurück, aber die Verzweiflung ist auch nach einem Jahr genauso stark präsent.
Der verschlossene und abweisende Tristan versinkt ebenfalls in seinem Schmerz, seinen Schuldgefühlen und seiner düsteren Trauer, denn er hat noch mehr verloren als Elizabeth. Beide geben sich Halt und Momente der Ablenkung, auch wenn sie wissen, dass dies vielleicht nicht der gesündeste Weg ist. Trotzdem entstehen nach und nach auch echte Gefühle für den anderen, der schon längst nicht nur ein Ersatz für das Verlorene ist.
Diese berührende Lovestory zerreißt einem das Herz, denn die Autorin konfrontiert uns immer wieder mit den rohen und ungefilterten Emotionen ihrer Charaktere. Für mich gehört dieses Buch zu einem ihrer Besten, da sie zwischen all der Wut und Trauer auch immer die Hoffnung aufblitzen lässt. Die spannenden Twists runden das Ganze ab, so dass sich am Ende der Kreis perfekt schließt.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2025

Liebe kennt kein Alter

Men of Manhattan - An Unplanned Match
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„Men of Manhattan – An Unplanned Match“ von Vi Keeland und Penelope Ward ist der vierte und finale Band ihrer humorvollen und emotionalen Reihe The Law of Opposites Attract um die vier Freunde aus New ...

„Men of Manhattan – An Unplanned Match“ von Vi Keeland und Penelope Ward ist der vierte und finale Band ihrer humorvollen und emotionalen Reihe The Law of Opposites Attract um die vier Freunde aus New York.
Auch nachdem seine drei besten Freunde ihre große Liebe gefunden haben und nun als Familienväter durchstarten, ist Brayden Foster mit seinem Single-Leben ganz zufrieden. Die Arbeit bei seiner wohltätigen Stiftung, die Häuser für Bedürftige renoviert, erfüllt ihn vollkommen, zumindest bis er Alex, den nervigen Teamleiter seines neuen Projekts kennenlernt. Eigentlich handelt es sich dabei um die attraktive Alexandra, die Brayden sofort den Atem raubt. Zum ersten Mal ist er von einer Frau völlig verzaubert, nur leider ist Alexandra einige Jahre älter als er. Für Alex ist das ein absoluter Dealbreaker, obwohl Brayden alles tut, um ihr zu beweisen, dass das Alter völlig unerheblich ist.

Auch der letzte Teil der unterhaltsamen Reihe des Autorinnenduos konnte mich bestens unterhalten und mal wieder ist es eine völlig andere Geschichte, als in den Büchern zuvor. Age Gap ist das zentrale Trope und zwar nicht die häufige Variante, dass er älter und erfahrener ist als sie, sondern genau umgekehrt. Dadurch ergeben sich natürlich auch andere Probleme, mit denen sich Alex und Brayden auseinandersetzen müssen.
Ich liebe den humorvollen Schreibstil und vor allem die drei Freunde von Brayden sorgen für einige Lacher. Es ist aber auch Raum für die ernsteren Gefühle und gerade, wenn Brayden und Alex die kleinen Patienten im Krankenhaus besuchen, muss man oft die Taschentücher bereithalten.
Brayden ist ganz klar einer von den Guten und ich mag es, wie offen er mit seinen Gefühlen umgeht. Er spielt keine Spielchen und ist eindeutig reif genug für eine ernste Beziehung.
Alex hat verständlicherweise Angst, denn erstens ist eine solche Alterskombination leider immer noch bösen Kommentaren ausgesetzt, und zweitens unterliegt ihre Zukunftsplanung rein biologisch anderen Grenzen.
Die Autorinnen erzählen ihre Lovestory sehr gefühlvoll und lassen auch das ein oder andere Drama nicht aus. Ihre Charaktere bleiben aber immer authentisch, so dass man immer mit ihnen mitfühlen kann. Der wunderschöne Epilog ist dann am Ende das ganz große Highlight und die zuckersüße Kirsche auf dem Eisbecher.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2025

Unvergesslicher Sommer

Starting Something Great
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„Starting Something Great“ von April Dawson ist der dritte und finale Band ihrer Starting Something Reihe, die in der Glitzerwelt des Showbusiness spielt.
Die Make-up-Artistin Jasmina Delic finanziert ...

„Starting Something Great“ von April Dawson ist der dritte und finale Band ihrer Starting Something Reihe, die in der Glitzerwelt des Showbusiness spielt.
Die Make-up-Artistin Jasmina Delic finanziert mit drei Jobs das Studium ihrer jüngeren Schwester, doch die Erhöhung der Gebühren lässt sie fast verzweifeln. Die Möglichkeit, bei START Entertainment in Vollzeit engagiert zu werden, wäre in diesem Moment die Lösung. Mina ahnt jedoch nicht, dass sie dieser Rettungsanker mit ihrer nie überwundenen Sommerliebe zu Julian Vaughn konfrontiert, dem Sänger der weltbekannten Rockband Saving Winter. Vor zwei Jahren verbrachten beide eine unvergessliche Woche in Minas eigentlicher Heimat Bosnien, wo sie sich ineinander verliebten und Mina trotzdem, aufgrund ihrer unterschiedlichen Welten, einen krassen Schlussstrich zog. Für Julian war Mina immer die Eine, für die er nach ihrem überraschenden Wiedersehen unbedingt kämpfen will. Dabei hat sich an dem damaligen Trennungsgrund immer noch nichts geändert.

Mit diesem Abschlussband erzählt April Dawson eine emotionale Second Chance, die die beiden Hauptfiguren auf eine wahre Gefühlsachterbahn schickt. Die Handlung spielt sowohl in der Gegenwart, als auch in der einen magischen Woche vor zwei Jahren, die das Schicksal von Mina und Julian unwiederbringlich beeinflusst hat.
Mina ist temperamentvoll, selbstlos und fürsorglich, denn für die Menschen, die sie liebt, würde sie wirklich alles tun. Leider neigt sie auch zu sehr impulsiven Entscheidungen, die oft in unnötigen Dramen enden können.
Julian ist kein klischeehafter Rockstar, denn er ist sehr sensibel und verletzlich, vor allem, wenn es um seine Familie geht oder um seine große Liebe Mina, die ihn immer wieder an seine Grenzen bringt und die er trotzdem nicht loslassen kann.
Man spürt die knisternde Chemie zwischen Mina und Julian, auch wenn ich Minas Entscheidungen manchmal überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Ein großer Rückhalt ist jedoch die warmherzige Dynamik in der Band, die zu meinen klaren Highlights gehört. Es gibt auch ein kleines Wiedersehen mit den bekannten Charakteren aus den anderen Teilen, aber Vorkenntnisse sind absolut nicht erforderlich.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2025

König und Retterin

The Half King
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„The Half King“ von Melissa Landers ist eine spannende Romantasy voller Magie und Intrigen.
Als Zweitgeborene einer Adelsfamilie ist es Celises Solons Bestimmung, ihr Leben von Geburt an im Tempel zu verbringen. ...

„The Half King“ von Melissa Landers ist eine spannende Romantasy voller Magie und Intrigen.
Als Zweitgeborene einer Adelsfamilie ist es Celises Solons Bestimmung, ihr Leben von Geburt an im Tempel zu verbringen. Eigentlich müsste sich ihre Gabe als Orakel längst gezeigt haben, aber so sehr sich Celise auch anstrengt, sie kann nichts vorhersagen. Umso überraschter ist sie, als sie von der obersten Seherin dazu bestimmt wird, als Botschafterin am Hof des Halbkönigs zu leben. Dieser ist, wie alle Erstgeborenen der vier Adelshäuser, mit einem Fluch belegt, der ihn dazu zwingt, sich jede Nacht in Schatten aufzulösen und erst am Morgen wieder zu erscheinen. Zumindest bis zu seinem 21. Geburtstag, an dem er sich komplett in den Schatten auflösen wird. Celise wird nach ihrer Ankunft von allen als Fluchbrecherin verehrt, dabei hat sie überhaupt keine Kräfte. Trotzdem versucht sie das Geheimnis der Flüche zu ergründen und kommt dabei dem jungen Herrscher verboten nahe.

Es fällt überhaupt nicht schwer, in die Welt von Mortara abzutauchen, wo Celise nach ihrer eigenen Bestimmung sucht und gleichzeitig alle anderen retten möchte. Melissa Landers hat einen fesselnden Schreibstil und das Worldbuilding ist absolut gelungen. Ich mag die geheimnisvolle und teils düstere Atmosphäre, in der Celise wie ein liebenswerter Sonnenschein wirkt.
Ihre Entwicklung vollzieht sich Stück für Stück, denn aus der von Geburt an gläubigen Tempeldienerin wird im Laufe der Handlung eine selbstbewusste und starke Frau, die selbstlos für die Menschen, die sie liebt, kämpft. Celise beginnt, die alten und misogynen Strukturen zu hinterfragen, die ihr einst Sicherheit gaben, aber eigentlich nur unterdrücken wollen.
Ihre Rolle wird immer wichtiger und gleichzeitig wächst auch ihre Beziehung zum Halbkönig, der durch Celise zum ersten Mal wieder Hoffnung schöpft. Die Chemie zwischen den beiden funktioniert hervorragend, aber auch die Nebencharaktere sind tiefgründig und facettenreich gezeichnet. Man weiß nie, wem man trauen kann, und ob derjenige ein falsches Spiel spielt. Das beweisen auch die unerwarteten Twists, mit denen es nie langweilig wird. Das grandiose Ende setzt noch einmal ein Ausrufezeichen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Mein Fazit:
Ich gebe eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Herzzerreißend

Beneath Broken Skies
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„Beneath Broken Skies“ von Anna Savas ist der Auftakt ihrer emotionalen London is Lonely Reihe, die uns auf eine echte Gefühlsachterbahn schickt.
Bücher sind Madelyns Safe Space und ihr wichtigster Halt ...

„Beneath Broken Skies“ von Anna Savas ist der Auftakt ihrer emotionalen London is Lonely Reihe, die uns auf eine echte Gefühlsachterbahn schickt.
Bücher sind Madelyns Safe Space und ihr wichtigster Halt in einer Welt, in der sie von fast allen Menschen verlassen wurde, die sie eigentlich lieben sollten. Deshalb geht sie in ihrem Job im Verlag ihres Großvaters auch völlig auf und hat fast kein Privatleben. Umso schockierter ist sie eines Tages, als sie erfährt, dass ihr Großvater den Verlag verkauft hat. Ihre Zukunftsträume, dass irgendwann Madelyn den Verlag übernehmen würde, sind damit geplatzt. Zudem ist es ausgerechnet Wesley Knight, der ihr neuer Boss ein wird. Wes und sein Bruder waren Madelyns beste und einzige Freunde auf dem Internat, bevor beide vor sechs Jahren den Kontakt komplett abbrachen. Madelyns Gefühle für Wes gingen sogar noch tiefer, aber den Fehler, ihn erneut in ihr Herz zu lassen, will sie nicht erneut begehen.

Anna Savas ist wahrlich die Queen der Emotionen, denn dieses Buch hat mir das Herz zerrissen und ist gleichzeitig so wunderschön und voller Gefühl. Ihr mitreißender und einfühlsamer Schreibstil lässt die Emotionen der Charaktere lebendig werden und man fühlt und leidet jede Sekunde mit ihnen mit.
Madelyn liebt Bücher mehr als Menschen und man kann es ihr aufgrund ihrer Erfahrungen in der Vergangenheit nicht verübeln. Sie will nie wieder so verletzt werden, wie es unter anderem auch Wes getan hat, und so schottet sie sich lieber von allen anderen ab und vergräbt sich in ihrer Arbeit.
Wes hat keine Ahnung, warum ihn Madelyn so abrupt abweist, denn er hatte Hoffnungen auf einen Neuanfang. Auch er verbirgt seine echten Gefühle vor der Außenwelt, denn er ist gefangen zwischen Pflicht und Schuldgefühlen. Seine Hartnäckigkeit, die manchmal schon an Verzweiflung grenzt, ist bewundernswert. Wes will die Schutzmauern von Madelyn unbedingt einreißen, denn für ihn ist sie die Eine, sein Anker und Safe Space.
Für Büchermenschen ist das Setting im Prince-Verlag der absolute Traum und die tiefe Liebe zu Büchern wird in jeder Zeile deutlich. Die bittersüße Lovestory von Madelyn und Wes ist einfach nur herzzerreißend, vor allem, wenn man mit dem heftigen Cliffhanger konfrontiert wird. Ich mochte beide Hauptfiguren unglaublich gern und kann die Fortsetzung kaum erwarten.

Mein Fazit:
Hier würde ich sogar mehr als fünf Sternchen geben und natürlich eine klare Leseempfehlung!

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