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Veröffentlicht am 24.02.2025

Dunkler Stalker

Nero
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„Nero“ von S.J. Tilly ist eine gelungene Dark Mafia Romance und der Auftakt ihrer Alliance Reihe.
Die 27-jährige Peyton arbeitet in einem Café und führt ein zurückgezogenes Leben unter dem Radar. Sie ...

„Nero“ von S.J. Tilly ist eine gelungene Dark Mafia Romance und der Auftakt ihrer Alliance Reihe.
Die 27-jährige Peyton arbeitet in einem Café und führt ein zurückgezogenes Leben unter dem Radar. Sie ist froh, ihrer Vergangenheit entkommen zu sein, deren Albträume sie jedoch immer noch quälen. Als eines Nachts ein attraktiver fremder Mann durch ihre offen Balkontür spaziert, scheint einer ihrer Albträume lebendig zu werden. Doch statt verängstigt zu sein, ist Peyton eher unfreiwillig fasziniert. Nero ist definitiv keiner von den Guten, den in seiner Welt herrschen Gewalt und Blut. Die unschuldige Peyton berührt trotzdem irgendwie sein Herz und plötzlich ist er sich sicher, dass er sie niemals wieder gehen lassen kann. Dabei hat Peyton kein wirkliches Mitspracherecht, auch wenn sie durch die Verbindung zu Nero plötzlich eine dicke Zielscheibe auf dem Rücken hat.

Dies ist mein erstes Buch der Autorin, aber der lockere und teils humorvolle Schreibstil hat mir auf Anhieb gefallen. Ihre Dark Mafia Romance erfüllt natürlich die üblichen Kriterien, aber ihr düsterer Held landet dank seiner Besessenheit auch in Situationen, wo ich einfach nur laut lachen musste. Das ist mal eine schöne Abwechslung zu anderen Büchern des Genres.
Peyton ist schüchtern, unschuldig und zugegebenermaßen schon ziemlich naiv. Ich mag sie trotzdem, auch wenn sie jetzt nicht unbedingt der Inbegriff einer toughen Heldin ist. Dafür hat sie ein gutes Herz, obwohl sie in ihrem Leben schon viel mitmachen musste.
Nero ist gefährlich, düster und skrupellos. Er ist, wie die Autorin schon sagt, eine wandelnde Red Flag, der die Protagonistin natürlich trotzdem völlig haltlos verfällt. Seine extremen Stalker-Tendenzen sind alles andere als gesund. Und auch sein Beschützerinstinkt läuft 24/7 auf Hochtouren.
Das Buch ist definitiv unterhaltsam und mitreißend, wenn man im Hinterkopf behält, dass die Helden lieber fiktiv bleiben sollten. Ich würde auf jeden Fall auch die Fortsetzung lesen, denn auf King bin ich sehr neugierig.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2025

Guter Abschluss

Boss Game
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„Boss Game“ von Velvet Scott ist der vierte und finale Band der unterhaltsamen Sports Romance Reihe um das Team der Las Vegas Legends.
Paxton Knight ist der angehende Boss der Las Vegas Legends, auch wenn ...

„Boss Game“ von Velvet Scott ist der vierte und finale Band der unterhaltsamen Sports Romance Reihe um das Team der Las Vegas Legends.
Paxton Knight ist der angehende Boss der Las Vegas Legends, auch wenn ihm sein Vater ständig über die Schulter blickt und kontrolliert. Nur widerwillig reist er nach Las Vegas um wichtige Sponsoren-Deals abzuschließen, doch sein Aufenthalt wird von einem unvergesslichen One-Night-Stand versüßt. Paxton kann diese Nacht einfach nicht vergessen und ist umso überraschter, als die gleiche Frau plötzlich in seinem Büro auftaucht. Offensichtlich haben beide falsche Namen benutzt, denn es handelt sich bei ihr um Cleo Vanderbroek, die mit ihrer Firma den Hauptsponsor des Teams vertritt. Auch Cleo ist entsetzt, aber sie will sich trotz der unbestreitbaren Anziehung nicht von ihren geschäftlichen Plänen abhalten lassen. Leider spielt da Paxton nicht mit.

Diesmal steht nicht einer der Spieler im Mittelpunkt, sondern es geht im Abschlussband um den eigentlich knallharten und stets professionellen Boss höchstselbst. Velvet Scott hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und zwischen Cleo und Paxton sprühen unübersehbar die Funken. Die Footballmannschaft der Las Vegas Legends sind das verbindende Thema dieser Sport Romance Reihe, in der jedes Buch von einer anderen Autorin beigesteuert wird. Dadurch bekommt jede Lovestory ihre ganz eigene Note, was mir sehr gefällt.
Cleo ist eine toughe und unabhängige Geschäftsfrau, die eigentlich weiß, was sie will. Doch Paxton bringt sie aus komplett ihrer gewohnten Ruhe und reizt sie bei jeder ihrer Begegnungen.
Paxton kann und will Cleo nicht einfach gehenlassen, obwohl das überhaupt nicht seinem üblichen Verhalten entspricht. Beide agieren auf Augenhöhe und gerade deshalb ist ihre Dynamik so mitreißend.
Der Abschluss ist der Autorin gut gelungen und damit wird diese Reihe perfekt abgerundet. Man kann die Bücher aber auch unabhängig voneinander lesen und einfach die glitzernde Atmosphäre von Vegas genießen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2025

Starlight

The Stars are Dying
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„The Stars are Dying“ von Chloe C. Peñaranda ist der durchaus gelungene Auftakt ihrer Nytefall Trilogie.
Als Astraea vor fünf Jahren gefunden wurde, fehlten ihr sämtliche Erinnerungen. Ihre Erfahrungen ...

„The Stars are Dying“ von Chloe C. Peñaranda ist der durchaus gelungene Auftakt ihrer Nytefall Trilogie.
Als Astraea vor fünf Jahren gefunden wurde, fehlten ihr sämtliche Erinnerungen. Ihre Erfahrungen begannen für sie erst ab diesem Zeitpunkt, doch da sie von ihrem Beschützer in einer Art Goldenem Käfig abgeschirmt wurde, sind dies nicht wirklich viele. Kleine geheime Fluchten sind ihre größte Freude und bei einem dieser Ausflüge trifft sie auf den geheimnisvollen Nyte. Nyte sucht offensichtlich immer wieder Astraeas Nähe, aber der düstere und mächtige Vampir verbirgt seine eigentlichen Motive sehr gut. Astraea lässt sich trotzdem auf einen Handel mit ihm ein, denn sie will ihr Königreich bei den tödlichen Prüfungen des Libertatem vertreten und für die nächsten hundert Jahre von der Schreckensherrschaft der Vampire befreien. Dabei ahnt sie noch nicht, auf was sie sich eingelassen hat.

Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt sind ein klares Highlight und auch die Beschreibung klang auf jeden Fall vielversprechend. Die Autorin hat eine düstere und geheimnisvolle Welt erschaffen, die voller Magie und tödlicher Fallstricke ist. Das Worldbuilding ist aber bis zum Schluss nicht ganz durchschaubar, so dass das Mitfiebern manchmal schwierig ist. Vielleicht geht es in den Fortsetzungen noch weiter in die Tiefe, so dass ich mal optimistisch bin.
Astraea ist eine nicht ganz einfache Heldin, denn obwohl sie auf den ersten Seiten noch einen toughen und cleveren Eindruck macht, hatte ich die meiste Zeit der Handlung das Gefühl, dass sie überhaupt nicht weiß, was sie tut. Zum Teil hat dies sicher auch mit ihren Umständen zu tun, die ich hier nicht spoilern will, aber trotzdem hatte ich oft ein Fragezeichen über dem Kopf und musste die Augen verdrehen.
Nyte ist der mysteriöse und dunkle Bad Boy, der definitiv Gefahr ausstrahlt und von dem sich Astraea doch keine Sekunde fernhalten kann. Er ist der Champion in verschwurbelten Antworten und Andeutungen, was mich irgendwann genervt hat. Die gegenseitige Anziehung ist trotzdem immer spürbar, auch wenn das permanente Ja-Nein-Spiel vielleicht nicht so präsent sein hätte müssen.
Die Story ist komplex aufgebaut und hat auf jeden Fall viel Potenzial. Ich gebe zu, dass sich der Auftakt stellenweise etwas zieht und erst gegen Ende rasanter und spannender wird. Ich bin trotz der kleinen Schwächen sehr gespannt, wie es mit Astraea und Nyte weitergehen wird, denn beide Charaktere haben noch jede Menge Raum, sich zu entwickeln.

Mein Fazit:
Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2025

Licht und Schatten

Kingdom of Light
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„Kingdom of Light – Die Lichtkriegerin“ von Becca S. Hale ist der erste Band ihrer spannenden Kingdom Reihe.
Adalyn Sterling hat in ihren 21 Jahren bereits alles verloren, was ihr wichtig war. Nun möchte ...

„Kingdom of Light – Die Lichtkriegerin“ von Becca S. Hale ist der erste Band ihrer spannenden Kingdom Reihe.
Adalyn Sterling hat in ihren 21 Jahren bereits alles verloren, was ihr wichtig war. Nun möchte sie wenigstens den großen Traum ihrer älteren Schwester erfüllen, die dieser das Leben gekostet hat. Im Dienst der königlichen Armee von Solas möchte Lyn eine Lichtkriegerin werden, aber davor muss sie drei tödliche Prüfungen bestehen. Doch Lyn ist alles andere als eine starke Kriegerin, auch wenn ihre Hartnäckigkeit beeindruckend ist. Scheinbar hat sie jedoch außergewöhnlich Talente, die sogar die Königin auf sich aufmerksam machen. In der Folge bekommt sie deshalb Privatunterricht von General Draven, der es vom ersten Tag auf Lyn abgesehen hat. Was Lyn zunächst als Höchststrafe sieht, entpuppt sich bald als großes Glück, denn Draven scheint Lyn überhaupt nicht zu hassen.

Die mitreißende Romantasy hat es schon nach wenigen Seiten geschafft, dass ich das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte. Der fesselnde Schreibstil von Becca S. Hale entwickelt schnell eine Sogwirkung, so dass ich am liebsten sofort mit der Fortsetzung weitermachen würde. Die gesamte Handlung wird aus Lyns Perspektive erzählt, was grundsätzlich gut funktioniert. Ich gebe zu, dass ich ab und zu gern in Dravens Gedanken geschaut hätte, aber so bleibt sein geheimnisvoller Charakter eben größtenteils mysteriös.
Lyn gibt äußerlich nicht unbedingt das Bild einer starken Kriegerin und Heldin ab, aber der erste Eindruck täuscht. Sie ist durchaus mutig und vor allem zäh, was sie von vielen ihrer Mitbewerber unterscheidet. Mir hat gerade gefallen, dass Lyn eben nicht perfekt ist, sondern hart trainieren muss, um irgendwie mithalten zu können. Dafür ist sie extrem loyal und würde so ziemlich alles tun, um die Menschen zu schützen, die sie liebt.
Der düstere Draven bleibt, wie gesagt, sehr geheimnisvoll, und nur in seltenen Momenten blitzen seine wahren Emotionen hervor. Im Laufe der Zeit wird deutlich, wie viel ihm Lyn tatsächlich bedeutet und das ist zum Dahinschmelzen.
Die Story ist spannend aufgebaut und enthält einige überraschende Twists. Es wird an keiner Stelle langweilig, auch wenn ich ehrlicherweise statt des fiesen Cliffhangers lieber ein Happy End gehabt hätte. Aber so bleibt es eben aufregend und wir dürfen gespannt sein, wie es weitergehen wird.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Supernova

Covered Colors (Golden Hearts, Band 2)
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„Covered Colors“ von Marina Neumeier ist der zweite Band ihrer Golden Hearts Reihe, die in der schillernden Münchner High Society spielt.
Die selbstbewusste und wohlhabende Nova gehört als Tochter einer ...

„Covered Colors“ von Marina Neumeier ist der zweite Band ihrer Golden Hearts Reihe, die in der schillernden Münchner High Society spielt.
Die selbstbewusste und wohlhabende Nova gehört als Tochter einer prominenten Schmuckdesignerin zu den absoluten It-Girls von München. Doch hinter ihrer toughen Fassade lauern Selbstzweifel und negative Glaubenssätze, die vor allem von ihrem Vater befeuert werden, der ausgerechnet jetzt für ein paar Wochen in München residiert. Möglicherweise war Nova nicht ganz ehrlich, was ihre Job- und Beziehungssituation angeht, damit ihr Erzeuger nicht noch schlechter von ihr denkt. Also müssen schnellstens ein angesehener Job und ein passender Freund her, wofür sich Henry Saint Clair, ihr letzter One-Night-Stand, anbieten würde. Henry passt eigentlich gar nicht in Novas Beuteschema, doch die Fake-Beziehung gefällt beiden besser als gedacht.

Wer Gossip-Girl liebt, der wird auch das Münchner-Kindel feiern, denn nichts liebt die geheimnisvolle Klatschseite mehr, als die Skandale des Promi-Nachwuchses. Marina Neumeier konnte mich schon mit ihrem ersten Teil überzeugen und ich war sehr neugierig auf die Geschichte von Nova, die mir bereits dort ans Herz gewachsen war. Der Schreibstil liest sich leicht und locker und wie immer sind die Gossip-Einleitungen der Kapitel ein echtes Highlight.
Nova ist extrovertiert und eine Naturgewalt, aber genau das versucht sie vor ihrem konservativen Vater und ihren beiden grauenhaft gehässigen Stiefgeschwistern zu verbergen. Ich konnte es manchmal gar nicht mit ansehen, wie extrem sie sie kleinmacht und verbiegt, um in deren sinnfreie Maßstäbe zu passen. Nova ist definitiv ein Main Character und eine Supernova, doch sie muss endlich an sich selbst glauben.
Der eher introvertierte Henry hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, aber auch hier zerreißt es einem das Herz. Er ist genau der Mann, den Nova braucht, obwohl sich beide zunächst einreden, dass alles nur ein Deal ohne echte Gefühle wäre.
Die bittersüße Lovestory ist genauso berührend und mitreißend, wie die von Lilli und Vincent. Es lohnt sich, bei dieser Gefühlsachterbahn mitzufahren, und ich bin schon sehr gespannt auf Luis und Minnie.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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