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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2019

High-Fantasy vom Feinsten

Die Krone der Dunkelheit
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Klappentext: "Freya kennt die Wahrheit. Sie hat herausgefunden, was mit ihrem Bruder im Land der Fae geschehen ist, und nun bleibt für sie nur noch eines zu tun: Sie muss nach Thobria zurückkehren und ...

Klappentext: "Freya kennt die Wahrheit. Sie hat herausgefunden, was mit ihrem Bruder im Land der Fae geschehen ist, und nun bleibt für sie nur noch eines zu tun: Sie muss nach Thobria zurückkehren und sich ihrem Schicksal als zukünftige Königin stellen. Doch der Hof ist ein goldener Käfig voller Regeln und Verbote, dabei will Freya nichts sehnlicher als Magie wirken und Larkin finden, der als gesuchter Verbrecher noch immer auf der Flucht vor dem König ist. Zeitgleich ziehen die geplatzte Krönung und das gescheiterte Attentat auf den jungen Fae-Prinzen Kheeran immer gravierendere Folgen nach sich. Unruhen brechen unter den Unseelie aus und womöglich findet diese Bedrohung schon bald einen Weg in das Reich der Menschen."

Ich habe den zweiten Teil unmittelbar nach dem ersten gelesen, so dass das Leseerlebnis besonders intensiv war. Wir begleiten die schon bekannten Charaktere, jedoch kommen auch einige neue interessante Figuren dazu. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, so kommen neben Freya, Kheeran, Ceylan und Larkin auch Leigh und Elroy zu Wort. Im Vergleich zu Teil eins kann auch der zweiten Band super mithalten, ich hatte nicht das Gefühl dass er schwächer war, im Gegenteil. Die Charaktere gewinnen an Tiefe, man lernt sie immer besser kennen und die Handlung ist turbulent und bringt so einige Überraschungen und Wendungen, mit denen ich echt nicht gerechnet hätte. Ich konnte ganz tief in diese Geschichte mit all ihrer Magie eintauchen, fand die Spannung gegen Ende unerträglich.

Laura Kneidl schreibt phantastisch, schön locker flockig, so dass die Seiten nur so dahin fliegen. Die Figuren sind sehr schön charakterisiert, meine Lieblinge sind ganz klar Freya und Larkin, aber auch Leigh wurde mir hier immer sympathischer, je mehr man über ihn erfahren hat. Ich habe echt jede Seite genossen, jetzt bleibt nur noch, auf den nächsten Teil zu warten. Und das bei einen wirklich fiesen Cliffhanger. Wie soll ich nur die Wartezeit überstehen?

Fazit: High-Fantasy vom Feinsten, auch der zweite Teil hat mich begeistert.

Veröffentlicht am 07.10.2019

gelungene Fortsetzung

Die Flucht der Meisterbanditin
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Es geht weiter mit Marie, der Meisterbanditin, die ich schon in Teil eins kennenlernen durfte. Auch wenn der Teil für sich gelesen werden kann, empfehle ich, mit dem ersten Teil zu beginnen, weil es viel ...

Es geht weiter mit Marie, der Meisterbanditin, die ich schon in Teil eins kennenlernen durfte. Auch wenn der Teil für sich gelesen werden kann, empfehle ich, mit dem ersten Teil zu beginnen, weil es viel mehr Spaß macht, wenn man die Vorgeschichte und die Beziehungen der Protagonisten kennt.

Wie gewohnt ist der Schreibstil schön flüssig und bildhaft, so dass die Seiten nur so dahin fliegen und ich nach kurzer Zeit in diese längst vergangene Zeit eintauchen konnte. Wir schreiben das Jahr 1721, Marie und Jost führen inzwischen ein beschauliches Leben in Ludwigsburg, das jäh endet, als Jost wegen Mordes festgenommen wird. Marie weiß nur einen Ausweg, sie bittet Wilhelmine von Grävenitz um Hilfe, Hilfe, die ihr jedoch verwehrt wird. Kurzentschlossen befreit Marie Jost aus dem Kerker, die beiden fliehen um ihr Leben.

Maries Geschichte ist von Anfang an so fesselnd, dass ich das Buch in kurzer Zeit ausgelesen hatte. Silvia Stolzenburg hat hier interessante Charaktere erschaffen, die sich weiterentwickeln. Facettenreiche Figuren, die immer für eine Überraschung gut sind. Marie ist für die damalige Zeit tough und clever, neigt aber auch dazu, sich zu überschätzen. So trifft sie Fehlentscheidungen, die sie und Jost bald wieder in Gefahr bringen. Durch die bildhafte Sprache hatte ich Kopfkino, ich hatte sowohl die Personen als auch die Szenerie bildlich vor Augen und konnte tief in die Geschichte eintauchen. Es gibt einige Wendungen, die mich überrascht haben, ich habe mit Marie mitgelitten und gebangt, dass am Ende alles gut ausgeht.

Fazit: Eine gelungene Fortsetzung, die Teil eins in nichts nachsteht. Ich bin auf die Fortsetzung schon gespannt.

Veröffentlicht am 25.09.2019

Außergewöhnlich

Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
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Auf dem Anwesen der Familie Hardcastle findet ein Maskenball statt, an dessen Ende Evelyn Hardcastle tot sein wird. Was wie ein Selbstmord aussieht, ist in Wirklichkeit Mord und Aiden Bishop hat die Aufgabe, ...

Auf dem Anwesen der Familie Hardcastle findet ein Maskenball statt, an dessen Ende Evelyn Hardcastle tot sein wird. Was wie ein Selbstmord aussieht, ist in Wirklichkeit Mord und Aiden Bishop hat die Aufgabe, ihn aufzuklären.

Dieser außergewöhnliche Krimi besticht durch eine sehr komplexe Handlung mit sehr vielen Protagonisten. Aiden Bishop erlebt den Tag des Mordes an Evelyn Hardcastle immer wieder neu, seine Aufgabe ist es, den Mörder zu finden und die Hintergründe aufzuklären. Was er anfangs nicht weiß, er ist nicht der Einzige, der mit dieser Aufgabe betraut ist und nicht jeder ist ihm wohlgesonnen. Der Anfang hat mich noch nicht so mitgerissen, aber als klar war, wie Aiden den nächsten Tag erlebt, war mein Interesse geweckt. Die Idee zur Story ist ziemlich genial, durch Aiden lern man viele verschiedene Charaktere kennen, die allesamt sehr gut gezeichnet sind und sich durch bestimmte Eigenheiten auszeichnen. Man sollte das Buch sehr konzentriert lesen, ansonsten besteht die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Die Story rollt sich aus der Sicht vieler unterschiedlicher Personen auf, man muss wirklich aufpassen, um nicht ducheinanderzukommen. Der Schreibstil ist in etwas antiquierter Sprache verfasst und passt zu der Zeit, in der die Geschichte spielt.

Das Miträtseln macht unheimlich viel Spaß, zu sehen wie Aiden mit jedem Tag neue Erkenntnisse gewinnt und der Auflösung Schritt für Schritt näher kommt. Dabei geht es auch mal blutig und brutal zu. Alles in allem hat mir der Krimi gut gefallen, ich war besonders auf das Ende, was hinter allem steckt, gespannt. Die Auflösung bietet noch eine Wendung, mit der ich nie gerechnet hätte. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Der Architekt

Architekt des Bösen
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Im fünften Fall für das Ermittler-Dreamteam Helen und Nicolas Eichborn geht es um perfekte Verbrechen. Geplant vom einem Mann, der "der Architekt" genannt wird. Aus Ermittlerkreisen wird vermutet, dass ...

Im fünften Fall für das Ermittler-Dreamteam Helen und Nicolas Eichborn geht es um perfekte Verbrechen. Geplant vom einem Mann, der "der Architekt" genannt wird. Aus Ermittlerkreisen wird vermutet, dass der Architekt nur ein Mythos ist, allein Hauptkommissar Joshua Lehmann ist sich sicher, dass es sich um eine real existierende Person handelt. Und er hat auch schon einen Ermittlungsansatz. Undercover schleust er sich in eine Gruppe Reichsbürger ein. Bruno Sander, der Kopf der Gruppe, plant ein Verbrechen von unglaublich großem Ausmaß, wofür er den Architekten engagiert hat. Als Helen und Nicolas involviert werden, scheint es schon zu spät zu sein....

Da es sich um den fünften Teil einer Reihe handelt ist es ratsam, die vorigen Teile zu kennen, ansonsten könnte es aufgrund der vielen Protagonisten für Quereinsteiger nicht ganz so einfach sein. Ich habe die Reihe von Anfang an verfolgt, wie schon in der Vorgängern punktet Nicolas mit flapsigen Sprüchen und lockeren Dialogen. Am Anfang eines jeden Kapitels steht ein Zitat, das sich im folgenden Text findet. Eine klasse Idee, die mir genauso gefällt wie die kurzen knackigen Kapitel, die sich super flüssig lesen lassen. Man gerät in Versuchung immer noch ein Kapitel mehr zu lesen.

Die Story ist wieder mal up to date, brisant und fesselnd. Spannend, trotzdem hätte ich mir noch ein klein wenig mehr Spannung gewünscht.

Die Handlung wird aus der Sicht von verschiedenen Protagonisten aufgerollt, so entsteht eine ganz eigene Dynamik. Für meinen Geschmack waren die Figuren sehr gut gezeichnet, sowohl die Guten als auch die Bösen. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten, mehr wird hier aber nicht verraten. Nicolas ist mit seinen Sprüchen und seinen unkonventionellen Methoden wirklich einzigartig, dank seiner Selbständigkeit kann er auch mit nicht ganz legalen Mitteln arbeiten.

Fazit: Fesselnder Thriller mit einem sehr brisanten Thema, ich freue mich schon auf den nächsten Fall für Nicolas und Helen.

Veröffentlicht am 06.09.2019

spannender Krimi mit Blick hinter die Politkulisse

Öxit
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Klappentext:
Eine Geschichte von Bestechung, Terror, Verrat und Tod.

Schmieren, verleumden, verängstigen und erpressen: Wer in der Politik an die Macht will, darf nicht zimperlich sein. Doch wie weit ...

Klappentext:
Eine Geschichte von Bestechung, Terror, Verrat und Tod.

Schmieren, verleumden, verängstigen und erpressen: Wer in der Politik an die Macht will, darf nicht zimperlich sein. Doch wie weit kann man gehen? Zwei Tote rufen Oberst Radek Kubica, Chef der Wiener Mordkommission, auf den Plan – und bringen ihn auf die Spur eines kriminellen Netzwerks, das bis in höchste Kreise reicht und ein ungeheuerliches Ziel verfolgt.

Die Journalistin Lou Sorko ist ehrgeizig und scheut auch vor Risiken nicht zurück. Sie wittert eine brisante Geschichte, als sich ein Informant bei ihr meldet, doch allzu schnell ist Lou Sorko tot. Augenscheinlich durch einen dummen Unfall gestorben, doch Radek Kubica und sein Kollege Dvorak ermitteln, da Kubica nicht an die Theorie des Unfalls glaubt, sondern Mord wittert.

Ich habe die Reihe um Radek Kubica von Anfang an verfolgt, auch dieser Teil hat mich nicht enttäuscht. Hier wird es politisch, es geht um politischen Filz, Bestechung und Macht. Unweigerlich fragt man sich ob es im real life ähnlich zugeht. Zumindest bekommt man einen kleinen Einblick, wie auf der Politbühne agiert wird, ohne Rücksicht auf Verluste. Aus verschiedenen Perspektiven verfolgt man die Handlung, so dass man als Leser immer über mehr Informationen verfügt, als die Ermittler. Kubicas Chef schießt quer, doch auch private Probleme machen die Ermittlungen für Kubica nicht einfach. Ein Schicksalsschlag hat mich sehr betroffen gemacht.

Der Schreibstil ist wie gewohnt wunderbar flüssig zu lesen, die Protagonisten sind schön detailliert beschrieben und die Spannung kommt auch nicht zu kurz. Dazu noch Österreich-Flair für den perfekten Krimigenuss.

Fazit: Spannender Krimi im Politmilieu, ich bin auf Kubicas nächsten Fall jetzt schon gespannt.