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Veröffentlicht am 03.11.2019

Auf Abschiedstour mit Harry, Ron & Hermine

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7)
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Es herrscht Krieg. Voldomort ist zurück an der Macht und nach Dumbledores Tod steht Harry vor den rätselhaften Anweisungen die der Schulleiter ihm im Kampf gegen den dunklen Lord hinterlassen hat. Zusammen ...

Es herrscht Krieg. Voldomort ist zurück an der Macht und nach Dumbledores Tod steht Harry vor den rätselhaften Anweisungen die der Schulleiter ihm im Kampf gegen den dunklen Lord hinterlassen hat. Zusammen mit Ron und Hermine ist es an ihm Horkruxe zu finden und zu vernichten. Doch warum waren Dumbledores Anweisungen nicht konkreter, warum hat er ihnen nur kryptische Hinweise hinterlassen, warum hat Dumbledore so weinig über sich selbst preisgegeben? Immer wieder in Zweifel verstrickt häufen sich die Fragen an und immer wieder stoßen die Freunde auf neue Rätsel und Hindernisse. Doch was wirklich zählt ist die Freundschaft, die Liebe und der Zusammenhalt in der Zaubererwelt und Klarheit gibt es wie immer erst zum Schluss.

Im Abschlussband der Reihe ist nochmal alles dabei. Liebe, Freundschaft, Hass, Rätsel, Tod, Zweifel und vor allem jede Menge Spannung. Lange ist unklar, wo die Reise hinführen soll und wie das Ende aussehen wird. Nocheinmal treffen wir alle liebgewonnen Figuren, besuchen ins Herz geschlossene Orte und enden wie sollte es auch anders sein in Hogwarts. Der Abschluss der Reihe ist deutlich dramatischer und erwachsener als die Vorgänger. Der Kampf Gut gegen Böse neigt sich seinem Ende zu und die Opfer werden zahlreicher. Wir müssen uns von alten Bekannten verabschieden, Streit und Zwietracht stellen Harry und seine Freunde auf harte Proben. Im Laufe der Reihe sind Harry, Ron und Hermine gereift und erwachsen geworden. Sie stehen zu Entscheidungen, halten zusammen und opfern sich auf. Eine tolle Entwicklung die die Protagonisten durchlaufen haben. Die Stimmung im Buch ist oft düster, man befindet sich schließlich im Krieg und die Lage scheint oft aussichtslos. Aber auch immer wieder fließen witzige Momente ein, die nicht nur die Stimmung heben, sondern auch den Protagonisten immer wieder Mut geben. Gefühlt folgen wir unserem Trio auf einer Abschiedtour bis zum großen Finale.

Mein Herz wird immer an dieser Reihe hängen. Immer an den Figuren, Hogwarts, den phantastischen Wesen und der zauberhaften Welt von Harry Potter. Mit dem Abschlussband ist die Reihe zu einem würdigen Ende gekommen.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Mittelmäßige Unterhaltung durch unrunde Figuren

Ein Moment fürs Leben
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Lucy scheint zufrieden, bis Sie ein Briefe von ihrem Leben bekommt und um ein Treffen gebeten wird. Als es sich nicht mehr verhindern lässt, lässt sich Lucy auf dieses Treffen ein und stellt fest, dass ...

Lucy scheint zufrieden, bis Sie ein Briefe von ihrem Leben bekommt und um ein Treffen gebeten wird. Als es sich nicht mehr verhindern lässt, lässt sich Lucy auf dieses Treffen ein und stellt fest, dass ihr Leben doch nicht so glücklich und zufrieden verläuft, wie sie es sich vormacht. Zusammen mit ihrem Leben, löst sie Probleme, bringt Licht ins Dunkel und kann sich nach und nach unangehme Wahrheiten eingestehen und Lügen aus dem Weg räumen.

Mich hat Lucys Leben eher verwirrt. Die Idee "das Leben" als Person in der Geschichte vorkommen zu lassen, gefiel mir nur teilweise. Irgendwie blieben Zusammenhänge offen und die Figur "Lucys Leben" war mir teilweise einfach zu wechselhaft und schwankend. Ich wurde nicht so wirklich warm mit dieser Figur. Lucy als Protagonistin war sympathisch, aber auch nicht wirklich rund. Die Sprache im Buch war verständlich, der Schreibstil flüssig, aber die ganz großen Worte blieben aus. Der Unterhaltungsfaktor ist definitiv gegeben, durch die unrunden Figuren schwankt die Spannung aber immer wieder.

Für mich hatte die Story ihre Höhen und Tiefen, was im Gesamtergebnis nur auf ein "mittelmäßig" hinausläuft.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Vergeben und Vergessen`

Nur einen Horizont entfernt
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Vergebung und Reue sind wieder im Trend. So scheint es zumindest, als die Versöhnungssteine der Autorin Fiona Knowles zum Phänomen werden. Auch Hannah gehört zu den Empfängern solcher Steine. Fiona machte ...

Vergebung und Reue sind wieder im Trend. So scheint es zumindest, als die Versöhnungssteine der Autorin Fiona Knowles zum Phänomen werden. Auch Hannah gehört zu den Empfängern solcher Steine. Fiona machte Hannahs Leben in der gemeinsamen Schulzeit zur Hölle und bittet nun, Jahre später um Vergebung. Mit dem Zurückschicken eines Steines vergibt man dem Absender seine Verfehlung, den zweiten Stein soll man an jemanden schicken, den man selbst um Verzeihung bitten möchte.
Schnell wird klar, dass die Vergebung ihrer Mutter nach jahrelangem Kontaktverlust naheliegt. Doch kann man alles verzeihen? Sollte man die Vergangenheit wieder aufrütteln und in alten Wunden bohren?

Einfühlsam und echt nimmt uns Lory Nelson Süielman mit auf eine Reise zwischen Verletzungen und Vergebung. Zwischen Liebe und Hass und zwischen Wahrheit und Lüge.
Anfangs ist mir nicht ganz klar, wo die Geschichte hinführen soll? Geht es um Liebe? Geht es um Familie? Geht es um Erfolg? Doch schnell wird klar, dass Hannahs Geschichte mehr zu bieten hat, als seichte Unterhaltung. In das Phänomen der Erinnerungssteine eingebettet geht es um ein Familiendrama, um Wahrnehmung, um Verlust und Verdrängung.
Hannah ist mir auf Anhieb sympathisch. Gespickt mit Charme und Witz, aber auch einer gewissen Verletzlichkeit wirkt sie wie das Mädchen von Nebenein. Ein Mädchen mit Träumen und Wünschen, aber auch Problemen und Ängsten. Man muss sie einfach mögen. Man möchte sie auf ihrem Weg begleiten und ihr helfen ihr Leben ins Reine zu bringen.
Stimmungsvoll und wechselhaft gleiten wir durch die Story, treffen auf Freud und Leid und allerlei Nebencharaktere, die der Suppe die richtige Würze verleihen und mehr oder weniger großen Einfluss auf Hannahs Entscheidungen nehmen.

Dieses Buch lässt einen irgendwie innehalten. Lässt einen überlegen, wem man vielleicht selber einmal Unrecht getan hat und wen man gegebenenfalls um Verzeihung bitten müsste. Es zeigt aber, dass es nie zu spät ist, über seinen Schatten zu springen, dass nicht jede Entschuldigung angenommen werden muss und dass es manchmal besser ist mit der Ungewissheit zu leben, anstatt alles zu ergründen.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Der Anfang von Ende - der Showdown beginnt.

Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter 6)
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Nach Voldemorts Rückkehr herrscht Krieg in der magischen Welt. Der dunkle Lord scharrt immer mehr Anhänger und Gefolgsleute um sich.
Auch in Hogwarts sind Veränderungen zu spüren. Die Sicherheitsvorkehrungen ...

Nach Voldemorts Rückkehr herrscht Krieg in der magischen Welt. Der dunkle Lord scharrt immer mehr Anhänger und Gefolgsleute um sich.
Auch in Hogwarts sind Veränderungen zu spüren. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm, Ausflüge rar und die Stimmung angespannt.
Harry taucht zusammen mit Dumbledore in die Vergangenheit von Voldemort ein um ihn auf Kommendes vorzubereiten.
Ein altes Zaubertrankbuch, das dem Halbblutprinz gehört, beschert Harry nicht nur besondere Einblicke in die Welt der Zaubertränke,
sondern verbirgt auch Geheimnisse, die besser geheim bleiben sollten, denn am Ende ist es der Halbblutprinz, der im entscheidenen Moment sein wahres Gesicht zeigt.

Man merkt, deutlich, dass Harry und seine Freunde dem Kindesalter entsprungen sind. Die Geschichte wird dunkler, kleine Liebelein beginnen,
die Gedanken schweifen weiter aus, die Sorgen der Freunde werden erwachsener.
Mir hat besonders gut gefallen, dass vieles so unvorhersehbar war. Bis zum Ende war unklar, wer sich hinter dem Halbblutprinzen verbirgt,
wie das Schuljahr endet wird und wer auf welcher Seite steht. Für mich gerade zum Ende hin der bisher spannendste Teil der Reihe.

Der Anfang von Ende - der Showdown beginnt.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Ein Wegbereiter für folgende Abenteuer

Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
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Nach den schrecklichen Ereignissen im Trimagischen Tunier des letzten Schuljahres, überschlagen sich in den Ferien die Ereignisse und Harrys Rückkehr nach Hogwarts steht auf der Kippe.
Der mysteriöse Phönixorden ...

Nach den schrecklichen Ereignissen im Trimagischen Tunier des letzten Schuljahres, überschlagen sich in den Ferien die Ereignisse und Harrys Rückkehr nach Hogwarts steht auf der Kippe.
Der mysteriöse Phönixorden tritt in Erscheinung, doch Harry und seine Freunde werden im Ungewissen gelassen. Zurück in der Schule muss Harry sich nicht nur vor Angriffen von außerhalb hüten, sondern auch innerhalb der sicheren Mauern der Schule auf der Hut sein. Als der Dunkle Lord wieder in Erscheinung tritt, muss Harry auf die Unterstützung seiner Freunde hoffen um den drohenden Gefahren Stand zu haltern.

Dieses Buch hat es nicht nur inhaltlich, sondern auch vom Umfang her in sich. Auf über 1000 Seiten begleiten wir Harry in seinem 5. Schuljahr. Mittlerweile ist man mit Hogwarts, den Figuren und Umständen und der magischen Welt so vertraut, dass das ein oder andere Kapitel vielleicht nicht hätte sein müssen. Für ein Kinder-/Jugendbuch ist es schon wirklich umfangreich.
Immer stärker tritt die Beziehung zu Sirius in den Vordergrund. Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt werden immer mehr betont.

Meiner Meinung nach der schwächste Band der Reihe, der Harry als Wegbereiter für folgende Abenteuer dient, durch Umfang und Nebenschauplätzen, aber ein wenig langatmig wird.