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Veröffentlicht am 12.07.2021

Liebeskummer lohnt sich nicht …

Die Pension der gebrochenen Herzen
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Die Pension der gebrochenen Herzen
Diane Jordan
Aus, Schluss, vorbei, den fünf Männern in meinem neuesten Roman „Die Pension der gebrochenen Herzen“ von Karine Lambert ereilt fast zeitgleich ein dramatischer ...


Die Pension der gebrochenen Herzen
Diane Jordan
Aus, Schluss, vorbei, den fünf Männern in meinem neuesten Roman „Die Pension der gebrochenen Herzen“ von Karine Lambert ereilt fast zeitgleich ein dramatischer Lebensabschnitt. Sie werden von ihren besseren Hälften abserviert und an die frische Luft gesetzt oder in die Wüste geschickt. Die Schriftstellerin ist mir schon von einigen anderen Büchern und Hörbüchern bekannt und vertraut. Ich mag ihren Schreibstil und die Wortwahl. Sie hat meist einen besonderen Blickwinkel und eine andere Sicht auf die Dinge. Auch in diesem Plot ist das wieder so, was ich freudig beim Lesen feststellen kann. Der Spannungsaufbau hat für mich etwas von einem leicht französischen Lebensstil und Gefühl. Die Protagonisten: Max, Theo, Simon, Paul und Fabrizio sind liebevoll erdacht und authentisch beschrieben. Fast hat man als Leser den Eindruck, dass sie so tatsächlich in Paris leben könnten. Der Neuanfang als Männer WG in der französischen Metropole gefällt mir, samt den teils sehr komischen Vorkommnissen, sehr gut. Die klischeehaften Verhaltensweisen der fünf Männer werden fein wiedergegeben. Ebenso wie die verschiedenen Geschlechterrollen. Für mich als Frau ist es sehr interessant, einmal „typisch Mann, typisch Frau“ beim Lesen zu durchdenken. Karin Lambert schreibt witzig und unterhaltsam. Trotzdem werden, wie kleine Leuchtzeichen einer Taschenlampe, auch einige gesellschaftskritische Gesichtspunkte thematisiert, was ich ganz erfrischend finde. Den gebeutelten Männern gelingt es jedenfalls nach und nach Freundschaften aufzubauen und Neuanfänge zu wagen. Und das Ganze wäre natürlich auch ohne L’Amour kein richtiger Roman nach meinem Geschmack. Das Savoir-Vivre, die französische Lebensfreude, das Leben in Paris werfen einen Blick auf „Die Pension der gebrochenen Herzen“, die zum Ende mit vielen hübschen Zitaten, wie ein opulentes mehrgängiges Essen aufbereitet wird, was man so in Frankreich auch erwartet. Für Leser, die Frankreich, französische Filme, die Menschen und ungewöhnliche Blickwinkel lieben, empfehle ich diesen Herzschmerz-Liebesroman besonders. Und auch das Cover reiht sich treffend und passend, wie ich finde, ein. Der Leser sieht ein großes geschwungenes Herz mit bunten Farbklecksen. In schwarzen Scherenschnitt Silhouetten sieht man fleißig werkelnde Männer und ein kleines Kätzchen angedeutet. Diese Umrisse machen sich gut vor dem hellen Hintergrund des Herzens. Der gelbe Coverhintergrund auf dem das ganze platziert ist, steht für mich für Optimismus. Die Farbe wirkt hell und warm und drückt für mich die Lebenslust und den Mut für Neuanfänge aus. Und mir gefällt es als gesamtes Bild, da es mein Kopfkino anspringen lässt und ich auch schon kräftig renoviert und einen Neuanfang gewagt habe.
Inhalt:
Max, Paul, Simon, Fabrizio und Theo wird kurz hintereinander von ihren Frauen der Laufpass gegeben. Nach und nach ziehen sie alle in eine alte Schule in Paris ein, die Max gerade zu einer Pension umbaut. Als Mitbewohner gegen ihren Willen läuft das Zusammenleben im Alltag nicht immer reibungslos, doch die fünf raufen sich zusammen und bei gemeinsamen Ausflügen und Gesprächen über Frauen und Gefühle gewinnen sie neue Einsichten in das Beziehungsleben. Ihre Welt ist in sich zusammengefallen. Wird es ihnen gelingen, eine neue zu erfinden? Eines ist sicher: Auf die Liebe werden sie nie verzichten.
Die Autorin:
Karine Lambert ist eine belgische Fotografin und Schriftstellerin. Nach längeren Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Ob in Bildern oder Worten, immer erzählt Karine Lambert von der Freude und der Liebe, von der Verletzlichkeit und der Fähigkeit, sich neu zu erfinden. Die Romane der Bestsellerautorin erscheinen in über 25 Ländern.
Weitere Bücher:
Und jetzt lass uns tanzen, Eines Tages in der Provence, Das Haus ohne Männer, Der unsichtbare Garten,
Fazit: **** Der Roman „Die Pension der gebrochenen Herzen“ von Karin Lambert ist im Diana Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 224 Seiten die einen besonderen Blick auf das Rollenverhalten von Mann und Frau werfen. Und dabei alle liebenswerten und schrulligen Eigenarten augenzwinkernd aufs Korn nehmen.

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Veröffentlicht am 10.07.2021

Traumberuf ...

Die Journalistin - Die Macht der Worte
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Die Journalistin - Die Macht der Worte:
Diane Jordan

Mein neuester Roman „Die Journalistin – Die Macht der Worte“ von Maria Reig zieht mich augenblicklich in den Bann. Das Cover sieht großartig aus, wie ...

Die Journalistin - Die Macht der Worte:
Diane Jordan

Mein neuester Roman „Die Journalistin – Die Macht der Worte“ von Maria Reig zieht mich augenblicklich in den Bann. Das Cover sieht großartig aus, wie ich finde.
Rechts im Bild sieht man Gebäudeteile einer großen Stadt, die teilendsättigt wirken, links steht eine junge Frau im türkiesen Outfit. Sie trägt ein flottes Hütchen, mit dem sie sehr dynamisch und keck aussieht. Unter einem für die Zeit typischen Ornament steht der Titel in einem hübschen Rotton. Der Klappentext gefällt mir sehr gut und gespannt fange ich an zu lesen. Für mich scheint das 20. Jahrhundert sehr widersprüchlich. Daher bin ich besonders gespannt, was mich lesetechnisch erwartet. Der Plot spielt in Madrid (Spanien). Die Protagonisten Elisa Montero, Tante Doña Manuela, Pilar, Don Ernesto, Ramón López, um nur einige zu nennen, sind fein erdacht und authentisch beschrieben. Der Roman beginnt mit einer wunderbaren Widmung, die mir sehr gefällt. Anschließend werden die wichtigsten Personen des recht dicken Wälzers erläutert. Gestartet wird in Madrid um 1908 bis ungefähr 1922. Für mich als Leserin ist das sehr spannend. Ein Zeitsprung, der die Rolle der Frau, Gewalt, Ideologien und einige Katastrophen aufzeigt. Das das natürlich auch für meine Romanfigur Elisa Montero nicht ganz einfach wird, war abzusehen. Das Elisa mutig und mit Raffinesse versucht ihrem Traumberuf zu ergattern, finde ich verwegen und sehr bemerkenswert. Zur damaligen Zeit war es Frauen oft nicht mal erlaubt, ohne männliche Begleitung, das Haus zu verlassen. Geschweige denn arbeiten zu gehen. Gleichberechtigung - Pustekuchen. Das Elisa daher unter falschem Namen veröffentlicht, um überhaupt als Journalistin und nicht nur als Assistentin bei einer Zeitung zu arbeiten, finde ich mehr als mutig. Für ihren großen Traum und seine Erfüllung zu schreiben, tut sie fast alles. Der Schreibstil und die Wortwahl von Maria Reig gefallen mir gut. Der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und so fiebere ich begeistert mit meiner Journalistin Elisa mit, die unter falschem Namen als Mann veröffentlichen muss. Die Höhen und Tiefen, die damit verbunden sind, kann ich sehr gut nachempfinden. Und mir fällt dazu auch ein anderes Buch, was ich kürzlich gelesen habe ein. Dort wollte eine Frau sehr gerne Gärtnerin werden, was fast unmöglich war zu dem Zeitpunkt und auch nur Männern vorbehalten war. Irgendwie freue ich mich gerade sehr, dass sich die Zeiten für uns Frauen geändert und verbessert haben, wenn auch noch einiges in Punkto Gleichberechtigung im Argen liegt. Ich freue mich, dass Elisa Montero so mutig ihren großen Traum verfolgt und ich ihr dabei ein wenig über die Schulter blicken kann, wie sie alles riskiert um ihren Berufswunsch zu verwirklichen.

Inhalt:
Madrid Anfang des 20. Jahrhunderts: Elisa Montero wächst bei ihrer Tante Doña Manuela auf, die in den besten Kreisen der Stadt verkehrt. Doch in der eleganten Villa, in der strenge Regeln herrschen, fühlt sie sich eingeengt. Einzig die Zeitungen, die sie jeden Morgen liest, eröffnen ihr einen Blick in die große weite Welt. Während Doña Manuela sie möglichst gut verheiraten will, träumt Elisa davon, selbst Journalistin zu werden. Aber mehr als eine Stelle als Assistentin in der Zeitungsredaktion ist für sie als Frau nicht möglich. Es sei denn, sie veröffentlicht ihre Artikel unter falschem Namen …


Die Autorin:
María Reig, geboren 1992 in Barcelona, hat in Madrid Journalismus und Unternehmenskommunikation studiert. Ihren ersten Roman »Die Journalistin« hat sie zunächst durch Crowdfunding finanziert, bis ein großer spanischer Verlag darauf aufmerksam wurde und ihn zum Bestseller machte.

Weitere Bücher:
Die Journalistin - Der Preis der Wahrheit- Teil 2

Fazit: ***** Der Roman „Die Journalistin – Die Macht der Worte“ von Maria Reig ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 624 Seiten, die mir sehr gut gefallen haben und eine interessante Sichtweise auf die damalige Zeit und das Rollenbild der Frau versus Berufswahl gegeben haben. Jetzt warte ich freudig, gespannt und mit Herzklopfen auf die Fortsetzung dieser tollen Geschichte.

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Veröffentlicht am 05.07.2021

Urlaub auf der Insel …

Herzklopfen unterm Sternenhimmel
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Herzklopfen unterm Sternenhimmel

Diane Jordan

Hin und wieder träume ich mich gerne weg ... Besonders gut gelingt dass, wie ich finde, mit dem neuen Roman „Herzklopfen unterm Sternenhimmel“ von meiner ...


Herzklopfen unterm Sternenhimmel

Diane Jordan

Hin und wieder träume ich mich gerne weg ... Besonders gut gelingt dass, wie ich finde, mit dem neuen Roman „Herzklopfen unterm Sternenhimmel“ von meiner neuen Lieblingsautorin Cornelia Engel. Verliebt auf Borkum Teil 2 überzeugt mich genau wie schon Teil 1 “Herzensbrecher am Horizont“, welches ich begeistert gelesen habe. Das Cover ist hinreißend gestaltet und passt perfekt neben „Verliebt auf Borkum“ in mein Bücherregal. Der kauzige Protagonist Tierarzt Hark Harksen ist mir bereits bekannt und so freue ich mich lesetechnisch auf ein Wiedersehen mit ihm. Aber auch die anderen Romanfiguren, wie zum Beispiel Frauke, Hinni oder Ella mag ich sehr. Die Charaktere sind liebevoll erdacht und authentisch beschrieben, ebenso wie die ältlichen Quertreiber. Der Plot ist spannend und teils sehr romantisch. Die Wortwahl und die Schreibe ist humorvoll und macht Lust auf mehr. Als Leser bilde ich mir ein, die Sonne auf der Haut zu spüren, den Wind in den Haaren zu fühlen und den Sand unter den Füßen knirschen zu hören. Dazu den fröhlichen Wellenschlag der sommerlichen Nordsee und diese kleine, aber feine Geschichte, erlaubt mir gedanklich eine Auszeit vom Alltag. Der Start auf dem Leuchtturm passt perfekt und wirkt für mich auch gleich etwas als Synonym für die richtige Richtung. Das die Liebelei zwischen Hark und Ella, aber auch so kompliziert sein muss. Am liebsten würde ich heimlich dazwischenfunken und den beiden einen Schubs in die Arme des anderen geben. Und selbstverständlich mache ich mir auch Gedanken zur Liebe im zweiten Anlauf… Tssssst, ob das dann wohl besser klappt? Allerdings passen die beiden endliebten Singles für mich einfach perfekt zusammen. Der Spannungsbogen ist perfekt aufgebaut. Es passieren wieder einige unerwartete und teils sehr witzige Dinge, wie zum Beispiel die Sache mit den Haschkeksen. Ich fühle mich heiter und beschwingt, habe wie es sich für einen kleinen Liebesroman gehört, auch ein wenig Herzklopfen und liebe und leide, wie immer kräftig mit. Der magische Sternenzauber passt natürlich hervorragend und fördert die zusätzliche Romantik. Mein Wohlfühlroman begeistert mich bis zur letzten Seite und ich freue mich schon auf einen Teil 3 dieser tollen Serie, der hoffentlich bald erscheint und noch ungeklärte Fragen beantwortet.


Inhalt:
Zwischen Leuchtturm und Sternenhimmel: die herzerwärmende Fortsetzung der Reihe »Verliebt auf Borkum«.
Borkums allseits beliebter Tierarzt Hark Harksen ist überzeugter Single. Doch dann tritt seine Jugendliebe Ella wieder in sein Leben. Zwischen Zwillingskälbern und einem drolligen Minischwein kommen die beiden sich allmählich wieder näher. Bald merkt Hark, dass seine Gefühle für Ella noch genauso präsent sind wie die alten Probleme zwischen ihnen. Tierarzt ist Hark schon immer mit Leib und Seele, aber wird es ihm auch gelingen, Platz für die Liebe in seinem Leben zu schaffen?

Die Autorin:
Cornelia Engel wurde in Bamberg geboren und wuchs in einer literaturbegeisterten Familie auf. Sie lebte längere Zeit im Ausland und übte danach verschiedene selbstständige Tätigkeiten aus, bevor sie Kommunikationswissenschaften studierte. Mittlerweile arbeitet Cornelia Engel hauptberuflich als Autorin.
Unter dem Pseudonym Isabel Morland hat sie bereits mehrere erfolgreiche Romane bei namhaften Publikumsverlagen veröffentlicht. Diverse Aufenthalte auf den Friesischen Inseln inspirierten sie zu der Borkum-Serie um die Groß- und Kleintierpraxis von Dr. Hark Harksen.
Mit ihren vier Kindern lebt Cornelia Engel in der fränkischen Heimat.

Weitere Bücher:
Herzensbrecher am Horizont (Verliebt auf Borkum 1)

Fazit: ***** Der Roman „Herzklopfen unterm Sternenhimmel“ ist im Montlake Verlag erschienen. Das Buch hat 319 romantische und witzige Seiten, die Lust auf einen Urlaub, mit meinem Lieblingsmenschen, auf Borkum machen.



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Veröffentlicht am 04.07.2021

It’s Crime-Time…

Klippentod
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Klippentod: Ein Cornwall-Krimi (Simon Jenkins ermittelt, Band 1)

Ferienzeit heißt für mich meist auch Krimi-Zeit. Mein neuestes Buch „Klippentod“ von dem mir vorher unbekannten Ian Bray passt also perfekt ...


Klippentod: Ein Cornwall-Krimi (Simon Jenkins ermittelt, Band 1)

Ferienzeit heißt für mich meist auch Krimi-Zeit. Mein neuestes Buch „Klippentod“ von dem mir vorher unbekannten Ian Bray passt also perfekt in mein Lesebeuteschema. Das Cover ist ansprechend und sieht sehr geheimnisvoll aus. Düstere Wolken, steile Klippen, die tosende Brandung und in senfgelb der Titel des neuen Cornwall Ermittlers Simon Jenkins. Dieser Gelbton steigert unwillkürlich meine Konzentrationsfähigkeit und ich wittere Gefahr. Die Kulisse sowie die Schauplätze sind vortrefflich gewählt und beschrieben, denn ich mag Cornwall sehr. Die Nordküste mit ihren hohen Klippen bietet sich doch geradezu für einen Unglücksfall an. Oder? Der Klappentext liest sich flott und gespannt fange ich an zu lesen. Allerdings will sich kein rechter Lesespass einstellen. Leider, den das Land, die Menschen, Protagonist Polizist Simon Jenkins, Viktoria oder Mary gefallen mir einerseits. Aber , wo Licht ist, ist auch Schatten…. Die Beschreibungen finde ich ein wenig zu langatmig und dadurch wird die Geschichte zäh, wie zu lang gebratenes Fleisch. Der dicke Wälzer passt zwar zur Ferienzeit, aber vielleicht bin ich durch die Freitagskrimis im TV schnellere Ermittlungsergebnisse gewöhnt. Schade eigentlich, denn Krimis mit dunklen Geheimnissen sind sonst voll mein Ding. Aber mir fehlt eindeutig das Tempo. Die Spannungskurve beginnt zwar mit einem Verbrechen, aber dann plätschert das Büchlein so dahin. Ich rätsele und kombiniere gerne mit. Hier war ich flott auf der richtigen Spur, dadurch war es für mich nicht ganz so spannend. Trotzdem möchte ich gerne wissen, wie sich mein neuer Ermittler so im nächsten Band macht und ob es ein Wiedersehen mit Mary und Co gibt? Und, ob es vielleicht nur an manchmal vorkommenden Anfangsschwierigkeiten zwischen Ian Bray und mir, als Krimi-Vielleserin lag.


Inhalt:

Wenn die tosende Brandung dunkle Geheimnisse an Land spült

Nie wieder ermitteln – das hatte sich der ehemalige Polizist Simon Jenkins einst geschworen, als er in das ruhige Fischerdorf in Cornwall zog. Zu schwer wogen die Ereignisse aus seiner Vergangenheit. Daher weist er auch die verzweifelt klingende Victoria ab, als sie ihn eines Nachts anruft und um Hilfe bittet. Doch dann wird die junge Frau am nächsten Tag tot am Fuße einer berüchtigten Klippe aufgefunden. Jenkins macht sich schwere Vorwürfe – hätte er sie womöglich von einem Sprung abhalten können? Alles deutet auf Selbstmord hin, nur Victorias beste Freundin Mary ist sicher, dass es Mord gewesen sein muss. Auf ihr Bitten hin beginnt Jenkins, hinter dem Rücken der Polizei zu ermitteln. Und dann wird eine weitere Leiche gefunden …

Der Autor:
Ian Bray, geboren 1954, ist das Pseudonym eines deutschen Krimiautors. Wenn er sich nicht gerade spannende Mordfälle ausdenkt, ist er als freiberuflicher Journalist im Einsatz. Cornwall wurde vor vielen Jahren zu seinem liebsten Reiseziel, und Cadgwith hat es ihm ganz besonders angetan. Daher verbringt er dort nicht nur regelmäßig seinen Urlaub, sondern verlegt neuerdings auch seine Kriminalfälle in das beschauliche Fischerdorf.

Fazit: **** Der Cornwall-Krimi „Klippentod“ von Ian Bray ist im Penguin Verlag erschienen. Das Buch hat 560 Seiten, die teilweise etwas schwer verdaulich und zäh sind, wie zu lange gegrilltes Fleisch. Nichtsdestotrotz finde ich die Landschaft und den nicht alltäglichen Ermittler mit dem nötigen Durchhaltevermögen lesenswert.

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Veröffentlicht am 04.07.2021

Schnittmuster & Straßenpläne …

Die Glücksschneiderin
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Die Glücksschneiderin

Diane Jordan

Schnittmuster und Straßenpläne haben für mich immer eins gemeinsam, grins , sie verwirren mich ungemein. Mein neuester Roman „Die Glücksschneiderin“ von Ulrike Sosnitza ...


Die Glücksschneiderin

Diane Jordan

Schnittmuster und Straßenpläne haben für mich immer eins gemeinsam, grins , sie verwirren mich ungemein. Mein neuester Roman „Die Glücksschneiderin“ von Ulrike Sosnitza legt da allwedings zum Glück andere Maßstäbe an. Das Cover ist typisch für ein handarbeits- oder Nähgeschäft. Man sieht eine Menge bunter Bänder auf hübschen alten Holzspulen aufgewickelt. Der Titel des Buches ist neckisch auf ein Emblem gedruckt. Der Klappentext liest sich einladend und ruck zuck fange ich gespannt an zu lesen. Die Protagonisten Clara sowie ihre alte Liebe Finn sind liebevoll erdacht und authentisch beschrieben. Der Plot ist durchdacht und fein recherchiert. Die Wortwahl und die Schreibe sind vortrefflich. Ich fühle mich direkt in das kleine, aber feine Nähcafé mit all seinen Nebendarstellern versetzt. Nähen lernen war noch nie so einfach. Die an sich so komplizierten Schnittmuster verlieren beim Lesen für mich ihre Schrecken. Mit der Hilfe von Clara macht das über die Schulter gucken und Mäuschen spielen für mich als Leserin richtig Spaß. Die Handlung ist spannend und für meinen Geschmack sehr gut aufgebaut. Ich leide und fiebere wie immer sehr mit meinen Romanfiguren mit. Die kleine Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten gefällt mir sehr gut. Antiquitäten, Kunst, Kultur und Kaffeezeremonien wechseln sich ab und lassen den Blutdruck, wie beim Vorhofflimmern ansteigen. Das ein besonderes Vintage-Kleid aus den Zwanzigern in dem Buch eine ganz besondere Rolle spielt, mag ich persönlich besonders. Allerdings möchte ich nicht spoilern, damit der Lesespaß nicht verloren geht.

Inhalt:

Der Stoff, aus dem die Liebe ist

Clara hat sich ihren Traum erfüllt und in Würzburg ein Nähcafé eröffnet. Dort gibt sie Nähkurse, verwandelt alte Kleidungsstücke in neue und macht die Menschen mit maßgeschneiderten Röcken, Jacken und Hosen glücklich. Auf einem Flohmarkt findet sie eines Tages ein ganz besonderes Vintage-Kleid aus den Zwanzigerjahren. Als sie es anprobiert, steht plötzlich Finn, ihre erste große Liebe, vor ihr und behauptet, dass dieses Kleid ein Familienerbstück von ihm sei. Mit einem Schlag kehrt das Gefühlschaos von damals wieder. Was will er mit diesem Kleid? Und warum hat er sie vor vielen Jahren ohne ein Wort verlassen? Fragen, die Claras Leben vonn Jetzt auf Gleich völlig durcheinanderwirbeln.


Autorin:
Ulrike Sosnitza, 1965 in Darmstadt geboren, wuchs mit der Nähmaschine ihrer Mutter auf. Sie selbst strickte aber lieber und flickte die Kleidung ihrer Kinder mit der Hand. Der Klimawandel brachte sie dazu, sich näher mit dem Thema Mode zu beschäftigen, und ihre Kinder machten sie auf Nähcafés, Kleidertauschbörsen und Fashionflohmärkte aufmerksam. Besonders bezauberten Ulrike Sosnitza die vielfältigen Upcycling-Ideen vieler Nähbloggerinnen, die sie zu diesem Roman inspirierten. Sie lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Würzburg, dem Schauplatz von »Die Glücksschneiderin«. --


Weitere Bücher:
Sternenblütenträume, Novemberschokolade, Hortensiensommer, Orangenblütenjahr, Ein Klick zu viel

Fazit: **** Ein sommerlich leichter Roman, der Lust auf die Urlaubszeit, die Liebe und neue, selbstgenähte Bekleidung macht.

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