Verführerisch gut ...
Haribo - So schmeckt das GlückManche Worte triggern einen augenblicklich und machen hier, wie bei meinem neuesten Roman, sofort Appetit auf Süßigkeiten. Vorsorglich lege ich mir zum Lesen gleich eine Tüte, dieser Köstlichkeiten, in ...
Manche Worte triggern einen augenblicklich und machen hier, wie bei meinem neuesten Roman, sofort Appetit auf Süßigkeiten. Vorsorglich lege ich mir zum Lesen gleich eine Tüte, dieser Köstlichkeiten, in die Nähe, denn die haben wir meistens im Haus. Aber ehe ich euch weiter auf die Folter spanne…. Es geht um, „HARIBO“!
Haribo hat eine faszinierende Geschichte, die in den 1920er Jahren begann, als der Gründer Hans Riegel in Bonn seine ersten Süßigkeiten herstellte. Die Anfänge des Unternehmens sind geprägt von Leidenschaft und dem Traum, köstliche Süßigkeiten zu kreieren, die den Menschen Freude bereiten. In meinem Buch von Katharina von der Lane darf ich mich mit: "Haribo - so schmeckt das Glück" beschäftigen und mit dem Auftakt der großen, zweiteiligen Saga beginnen. Kicher, vielleicht erfahre ich auch etwas über den Verbleib der Himbeere????? Ich bin so gespannt und finde alleine das Cover schon hinreißend. Als Betrachter sieht man ein junges, fesches Paar am linken Bildrand. Beide sind sich zugewandt und scheinen sich gut zu verstehen. Im Hintergrund sieht man in schwarz-weiß eine Brücke und ein Fährschiff. Darüber „Haribo“ in Pink und der Name der Autorin und den Arbeitstitel in Gold. Die Szene wird mit stilisierten, ebenfalls pinken Blättern und Johannisbeeren - Ranken umrahmt. Als erstes erfahre ich beim Aufschlagen des Romans, dass sich hinter dem Pseudonym Katharina von der Lane, die beiden Autorinnen Christiane Omasreiter und Kathrin Scheck verbergen. Das hört sich doch schon mal cool an. Ich blättere weiter und finde heraus, dass es ein historischer Roman ist, der auf die Unternehmensgeschichte von Haribo gestützt ist. Die Abläufe und Personen sind jedoch, wie in vielen Büchern verändert, so dass hoffentlich ein genialer Mix aus Fakten & Fiktion zu erwarten ist. Jetzt folgt eine hübsche Widmung: Für unsere Eltern, die uns Wurzeln und Flügel mitgegeben haben. Der Roman startet im Oktober 1920, in Dottendorf, mit einem einführenden Prolog. Die Lektüre gliedert sich in 46 Kapitel und hat mehrere Zeitsprünge von 1908 bis 1939 und auch Ortswechsel, wie z.B. Dottendorf, Friesdorf, Godesberg, Neuss, Osnabrück, Flandern, um nur einige zu nennen. Die wichtigsten Protagonisten sind Bonbonkocher Hans Riegel, seine Familie, Freunde, Arbeitskollegen sowie Gertrud Vianden, deren Familie, Freundinnen und Freunde. Ich lese und nasche nebenher meine köstlichen „Color-Rado“ und tauche nach und nach immer mehr ins Geschehen ein. Der Spannungsbogen ist genial. Die Wortwahl und der Schreibstil der beiden mir vorher unbekannten Autorinnen ebenfalls. Die Romanfiguren wirken authentisch, mit „Ecken und Kanten“ und dadurch für mich lebensecht. Die Charaktere sind gut erdacht und fein beschrieben. Als Leser fühlt man sich hautnah und mittendrin im Geschehen. Ich mag den Roman kaum aus der Hand legen, weil mich das Geschriebene so fasziniert und interessiert. Jedem der einmal selbst Gummibärchen oder Bonbons Zuhause hergestellt hat (so wie ich), geht dieser bestimmte Duft nie mehr ganz aus der Nase und erinnert zugleich an Verlockung und die eigene vergangene Kindheit. Ich freue mich sehr, dass ich die Höhen und Tiefen des Unternehmertums von Hans Riegel, seinem Mut und seinen Visionen sowie seiner fantastischen, patenten und großartigen Gertrud samt Heirat und Kinderkriegen und dem damaligen, aktuellen Zeitgeschehen so lesetechnisch miterleben darf. Der Roman ist spannend bis auf die letzten Seiten und auch das Nachwort lege ich euch ans Herz, denn es gibt noch etwas mehr Klarheit, was Fiktion oder was Fakten bei diesem ersten Auftakt der neuen Haribo-Saga sind. Ich jedenfalls kann es kaum aushalten zu erfahren, wie es meinen, mir liebgewonnen Romanfiguren, weiter ergeht und freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung….
PS: Der Verbleib der Himbeere konnte bis jetzt nicht geklärt werden Bei meiner Tüte ist die auch schon wieder spurlos verschwunden-Grins!
Fazit: ***** Der Roman „Haribo – So schmeckt das Glück“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat 460 Seiten die mir sehr gut gefallen haben und mich sehnsüchtig auf nächsten Teil warten lassen.