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Veröffentlicht am 24.05.2020

So wunderschön wie das Cover ist auch der Inhalt

Träume in Meeresgrün
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Inhalt:
Amelie ist Mitte 30 und Single. Mit ihrem Vater, sowie ihrer Schwester und deren Partner macht sie einen gemeinsamen Urlaub in Kanada im malerischen Nova Scotia. Der gemütliche und erholsame Familienurlaub ...

Inhalt:
Amelie ist Mitte 30 und Single. Mit ihrem Vater, sowie ihrer Schwester und deren Partner macht sie einen gemeinsamen Urlaub in Kanada im malerischen Nova Scotia. Der gemütliche und erholsame Familienurlaub entpuppt sich als sehr viel aufregender als eigentlich geplant….

Meine Meinung:
Ich liebe den Schreibstil von Autorin Miriam Covi. Auch diesmal konnte sie mich damit wieder so richtig einfangen, so dass in innerhalb von knapp 2 Tagen durch die knapp 500 Seiten geflogen bin.
Die kanadische Landschaft wird wunderschön beschrieben und geschildert, so dass man sich fast vor Ort fühlt. Am liebsten würde ich jetzt direkt meinen Koffer packen.

Auch die Charaktere sind sehr gut dargestellt und könnten aus dem wahren Leben gegriffen sein. Gerade auch die Unterschiedlichkeit zwischen den beiden Schwestern hat mir sehr gut gefallen und ich fand dies absolut authentisch, da ich selbst ähnliche Erfahrungen mit meinen Kindern gemacht habe.

Das Buch ist humorvoll geschrieben und mit Romantik und Gefühl gespickt. Aber trotzdem hat es meiner Meinung nach sehr viel Tiefgang. Es geht um Geschwisterrivalität, Vergangenheitsbewältigung und Neuanfang, aber auch um Verzeihung und Vergebung. Trotz dieser ernsten Themen liest sich das Buch einfach wunderschön und absolut unterhaltsam. Auch das wunderbare Cover und der schöne Titel fügen sich hier sehr gut ein und passen richtig toll zum Inhalt.
Ein wunderschöner und sehr empfehlenswerter Frauenroman mit viel Gefühl und viel Tiefgang!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2020

für mich eines der Highlights 2020

Die Lilienbraut
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Eigentlich sind historische Romane nicht mein Genre und ich meide sie normalerweise eher. Eine große Ausnahme bilden die Romane von Teresa Simon. Sie versteht es mich mit ihren historischen Romanen immer ...

Eigentlich sind historische Romane nicht mein Genre und ich meide sie normalerweise eher. Eine große Ausnahme bilden die Romane von Teresa Simon. Sie versteht es mich mit ihren historischen Romanen immer wieder einzufangen und zu begeistern.

Ihr neuster Roman „Die Lilienbraut“ spielt in Köln. Auch diesmal verknüpft die Autorin die Vierzigerjahre und Kriegswirren wieder sehr gekonnt mit einem interessanten Strang der Gegenwart. Ich glaube dass diese Verknüpfung von Historie mit Gegenwart es ist, was ihre Bücher für mich so interessant macht. Dadurch lässt sie jedesmal wieder ein Stück Historie lebendig werden.

Im Plot der Vergangenheit geht es um die junge Nellie, die bei 4711 einen Job als einfache Angestellte antritt. Es stellt sich heraus, dass sie einen besonders guten Geruchssinn hat. Darum kommt sie ins Duftlabor und darf bei den Neukompositionen mitmischen.
Auch im Strang der Gegenwart geht es um zauberhafte Düfte. Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld eröffnet die alleinerziehende Mutter Liv dank einer Erbschaft den Laden „Göttliches Düftchen“.

In beiden Handlungssträngen hat es Teresa Simon wieder geschafft mich gleichermaßen zu begeistern. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und schildert wirklich traurige Realität. Aber trotzdem ist das Buch wunderschön zu lesen und es hat mich erneut mitten ins Herz getroffen. Ich habe mit den Protagonisten gebangt, gezittert und gelitten. Gleichzeitig habe ich aber auch die Möglichkeit gehabt Hoffnung zu schöpfen und mich mit ihnen zu freuen.

Man merkt, dass die Autorin für diesen Roman wieder ausgezeichnete Recherchearbeit geleistet hat. Sowohl mit Düften, als auch mit der Stadt Köln und natürlich mit dem Zweiten Weltkrieg hat sie sich ausgiebig befasst, so dass sie wirklich weiß, wovon sie schreibt.

Auch ist der Schreibstil des Buches wieder ganz wunderbar. Teresa Simon schafft es mit einer tollen Mischung aus Ernsthaftigkeit und absolutem Tiefgang, sowie auch viel Romantik und Gefühl, abgerundet mit etwas humorvollem Charme ein tolles Gesamtpaket abzuliefern, bei dem auch diesmal wirklich alles wunderbar stimmig ist. Zugleich war das Buch auch richtig fesselnd und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Viel zu schnell war ich deshalb durch die knapp 500 Seiten durch. Auch wenn ich mich anfangs gefragt habe, wie der Titel diesmal zum Inhalt passt, so musste ich dann am Ende feststellen, dass sowohl Cover, als auch Titel wieder wunderbar zum Inhalt passen.

Fazit: Ein absolut wunderbarer Roman, der sehr berührend ist, und mitten ins Herz trifft. Teresa Simon ist hier wieder ein absolutes Meisterwerk gelungen. Für mich auf jeden Fall eines der Highlights 2020, die man unbedingt gelesen haben sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2020

Schöne Leseunterhaltung mit Tiefgang

Limonensommer
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Das schöne sommerliche Cover lässt einen leichten Roman erwarten. Und ich muss sagen, ich wurde auch wunderbar unterhalten. Allerdings ist auch deutlich mehr Tiefgang enthalten, als Cover und Titel vielleicht ...

Das schöne sommerliche Cover lässt einen leichten Roman erwarten. Und ich muss sagen, ich wurde auch wunderbar unterhalten. Allerdings ist auch deutlich mehr Tiefgang enthalten, als Cover und Titel vielleicht vermuten lassen.

Die drei Jugendfreundinnen Judith, Katharina und Lene waren früher unzertrennlich und sind in ihrer Kindheit gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Doch dann kam es zu einem Zerwürfnis und alle drei sind ihren eigenen Weg gegangen und haben seit mehr als zwanzig Jahren keinen Kontakt mehr zueinander gehabt.

Aufgemuntert durch ihre Tochter macht sich Judith auf den Weg, um mit der Vergangenheit abzuschließen und sich mit ihren ehemals besten Freundinnen zu versöhnen. Doch wie werden diese sie aufnehmen? Sind sie überhaupt zur Versöhnung bereit?

Abwechselnd berichtet Autorin Susanne Fülscher aus der Sicht dieser drei Protagonistinnen. So erfährt man nicht nur, wie sie nun leben, sondern es gibt zwischendurch auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit. So erfährt man auch wie es den Freundinnen damals vor langer Zeit ergangen ist und was genau der Grund für die Trennung war.

Das Buch liest sich zwar locker und unterhaltsam, aber es geht auch um ernste Themen, wie wahre Freundschaft, Lebensträume, Rivalität und vor allem auch um Vergangenheitsbewältigung und Vergebung. Zugleich versprüht das Buch aber auch etwas Zuversicht und Lebensfreude.

Auch der Schreibstil von Autorin Susanne Fülscher gefällt mir wieder ausgesprochen gut. Mit ihren bildhaften und herrlichen Beschreibungen "Es war ein Sommertag, wie von Monet auf eine überdimensionale Leinwand getupft..." (S.66) , hatte ich immer wieder schöne Bilder und ein wenig Urlaubsfeeling vor Augen.

So ganz konnte ich manche Charaktere nicht wirklich verstehen oder manches Verhalten nicht so wirklich nachvollziehen. Aber ist es nicht auch so im wahren Leben? Ich denke schon!
Ich vergebe 4,5 Sterne für diese schöne Leseunterhaltung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2020

Spannung und Unterhaltung pur!

Maimorde
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Es handelt sich hierbei bereits um den vierten Band um Detektiv Detlev Menke, seinen Hund Alli, sowie seine Freundin Oberkommissarin Tabea Kühn. Ich kenne das Trio aus den Vorgängerbänden und habe alle ...

Es handelt sich hierbei bereits um den vierten Band um Detektiv Detlev Menke, seinen Hund Alli, sowie seine Freundin Oberkommissarin Tabea Kühn. Ich kenne das Trio aus den Vorgängerbänden und habe alle drei ins Herz geschlossen. So war ich auch diesmal wieder sehr gespannt darauf, was mich erwarten würde.
Sehr zu Tabeas Leidwesen findet Menke wieder eine Leiche. Und schon finden sich beide erneut in Mordermittlungen wieder. Und die nächste Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Es geht sozusagen Schlag auf Schlag.

Ich mag den Schreibstil von Angelika Godau sehr. Und auch dieses Mal konnte sie mich wieder richtig begeistern. Das Buch liest sich absolut flüssig und unterhaltsam. Es kommt sehr rasch etwas Spannung auf, die sich dann langsam steigert und bis zum Schluss anhält. Das Ende war für mich etwas überraschend und hat mich sogar noch ein wenig ins Grübeln gebracht. Das Buch ist gleichermaßen unterhaltsam wie spannend zu lesen. Die Autorin mischt immer etwas Humor bei, so dass man zwischendurch immer grinsen oder schmunzeln muss.

Was mir bei dieser Krimireihe zusätzlich noch besonders gut gefällt ist der regionale Touch. Der Plot spielt wieder in der schönen Pfalz. Und beim Lesen kommt das Pfälzer Flair wieder richtig gut rüber.
Die Handlung ist gut durchdacht und auch die Protagonisten wurden gut gezeichnet, so dass man sich alles sehr gut vorstellen konnte.

Alles in allem konnte mich Angelika Godau auch diesmal wieder mit ihrem Trio absolut begeistern. Wer unterhaltsame Regionalkrimis mag, sollte „Maimorde“ unbedingt lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.05.2020

Traumhaft schöner Roman, voller Humor und Esprit

Wer, wenn nicht wir
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Ich hatte von der Autorin Barbara Leciejewski vergangenes Jahr „Solange sie tanzen“ mit absoluter Begeisterung gelesen und war nun natürlich sehr gespannt auf ihr neustes Werk.
Eins vorweg: Dieses Buch ...

Ich hatte von der Autorin Barbara Leciejewski vergangenes Jahr „Solange sie tanzen“ mit absoluter Begeisterung gelesen und war nun natürlich sehr gespannt auf ihr neustes Werk.
Eins vorweg: Dieses Buch ist doch ganz anders als der Vorgängerroman, aber trotzdem konnte es mich genauso begeistern.

Diesmal geht es um ein Ehepaar, welches sich nach mehr als zwanzig Jahren auseinandergelebt hat. Die gemeinsamenKinder sind schon fast erwachsen und jeder geht seinen eigenen Weg. Das Ehepaar lebt nicht mehr wirklich miteinander oder gar füreinander, sondern eher gewohnheitsmäßig nebeneinander her. Darum beschließen sie einvernehmlich sich zu trennen. Nur aus Kostengründen begeben sie sich noch den schon länger gebuchten Griechenlandurlaub, allerdings in getrennten Zimmern…..

Barbara Leciejewski hat einen Schreibstil, der mich total begeistert und mitreißt. Das Buch liest sich sehr unterhaltsam. Es ist mit viel Charme und Humor geschrieben und enthält aber trotzdem Tiefgang und regt trotz aller Unbeschwertheit auch ein wenig zum Nachdenken an.

Die Hauptprotagonisten sind sympathisch und so authentisch, dass sie aus dem wahren Leben gegriffen sein könnten. Der ein oder andere wird sich sicher in manch einer Situation selbst wiederfinden. Schön ist es auch, dass abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Viola und Florian berichtet wird. So kann man sich sehr gut in beide hineinversetzen.

Die Dialoge sind absolut gut zu lesen und häufig mit einem Augenzwinkern geschrieben, so dass man beim Lesen immer wieder schmunzeln muss. Aber trotzdem steckt durchaus auch eine ernste Botschaft hinter den Zeilen.
Trotz aller Probleme, die hier vorkommen, sprüht das Buch irgendwie vor Lebensfreude und macht richtiggehend gute Laune. Für mich war es wirklich allerbeste Leseunterhaltung.
Dies liegt wohl zum Teil auch mit daran, dass der größte Teil auf Rhodos spielt. Durch die wunderschönen bildhaften Beschreibungen kommt man zugleich noch etwas in Urlaubsstimmung. Ich bin ein großer Griechenlandfan, war aber noch nie auf Rhodos. Bei der Beschreibung des „Tals der Schmetterlinge“ hatte ich traumhaft schöne Bilder vor Augen, und nicht nur an dieser Stelle.
Sehr harmonisch dazu passend ist übrigens auch das zauberhafte Cover, bei dessen Anblick ich allerdings nicht unbedingt an Griechenland gedacht hätte. Aber es ist wunderschön und passt auch super zum Inhalt.

Alles in allem ein wunderschönes und berührendes Buch, voller Humor und voller Esprit! Natürlich vergebe ich die volle Anzahl an Sternen und kann den Roman wärmstens empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere