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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2020

Schwächer als Band 1!

Cyber Trips
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KAMI scheint unbesiegbar und doch ist Aufgeben einfach keine Option, denn das würde das Ende der Menschheit bedeuten. Welche Opfer können gebracht werden, zu welchem Preis, soll KAMI bekämpft werden. Ist ...

https://blog.writtenbetweenthelines.de/2020/06/rezension-cyber-trips.html">KAMI scheint unbesiegbar und doch ist Aufgeben einfach keine Option, denn das würde das Ende der Menschheit bedeuten. Welche Opfer können gebracht werden, zu welchem Preis, soll KAMI bekämpft werden. Ist Kämpfen überhaupt der einzige oder gar richtige Weg?

Meine Gedanken
Es geht weiter! Die Geschichte knüpft eigentlich direkt an das spektakuläre Ende von „Neon Birds“ an, sodass es ab der ersten Seite sofort wieder spannend ist. Vieles passiert, wieder, Schlag auf Schlag. Das Tempo ist zügig, dennoch entsteht zu keinem Zeitpunkt da Gefühl, abgehetzt zu sein oder etwas verpasst zu haben. Im Gegenteil, es ist einfach der Geschichte zu folgen.
Und auch die vielen verschiedenen Erzählstimmen führen nicht zu Irritationsmomenten, wie es in anderen, ähnlichen Büchern, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden der Fall ist.
Schade fand ich, dass die Handlung um die Hauptproblematik rund um KAMI im Kontrast zum ersten Band relativ vorhersehbar wurde. Viele Ideen wurden einfach modifiziert und wiederverwendet, sodass die Spannung hier ein wenig nachgelassen hat. Ich bin diesbezüglich sehr gespannt auf das Finale der Reihe, frage mich zugleich aber auch, ob eine Dilogie nicht besser gepasst hätte.
Die Figuren, die mir schon ins Herz gewachsen waren, haben mich dennoch wieder für sich einnehmen können, mich begeistert. Und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen haben mich mitfiebern lassen, schade, dass sich auch hier nicht viel weiterentwickelt hat, gleichzeitig aber auch spannend, weil ständig das Gefühl aufkam, dass im nächsten Satz etwas Passieren würde, was die Beziehung verändert hätte.

Fazit:
An den grandiosen ersten Teil, „Neon Birds“, kommt dieses buch nicht heran. Und dennoch haben mich besonders die Figuren und deren Beziehungen untereinander in ihren Bann gezogen. Ich gebe 3 Sterne: 🌟🌟🌟☆☆.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2019

Wow

Davor und Danach
0

Die Aufmachung ist definitiv ein Hingucker hat mir persönlich das Lesen aber gleichzeitig auch sehr erschwert. Dennoch finde ich es super, dass der Titel nicht auf dem Cover steht. So wird eine gewisse ...

Die Aufmachung ist definitiv ein Hingucker hat mir persönlich das Lesen aber gleichzeitig auch sehr erschwert. Dennoch finde ich es super, dass der Titel nicht auf dem Cover steht. So wird eine gewisse Anonymität erzeugt, welche auch ein wesentliches Element der Geschichte bildet.
In vielen, kurzen Kapiteln erzählt Nicky Singer ihr Buch. Dabei schafft sie es auf sehr beeindruckende Art und Weise eine gewisse Ruhe im Handlungsstrang zu wahren, trotz vieler rasanter Momente und der, zuvor bereits genannten, teils sehr kurzen Kapitel. Auch sehr bemerkenswert ist, dass die Autorin ihre Sätze recht minimalistisch aufbaut und diese zwar immer wieder abgehakt wirken, aber keinesfalls unvollständig.
Es gibt immer wieder Wendungen, die mich sehr überrascht haben und die Geschichte unglaublich spannend machen. Gleichzeitig werden auf eine recht unterschwellige Art und Weise immer wieder sehr aktuelle politische Themen, insbesondere den Strom von Flüchtenden, Überbevölkerung und stellenweise auch die ersten Folgend des Klimawandels behandelt. Ohne viele Worte zu verschwenden oder zu sehr ins Detail zu gehen, regt die Autorin zum Nachdenken an.
Bei der Protagonistin Mahiri kann man gut beobachten, wie sehr sie auf ihrer Reise an sich selbst wächst. Kann man ihr anfangs ihr junges Alter gerade so noch glauben, so wird scheint es zum Ende beinahe unmöglich, wie sehr sie sich in der kurzen Zeit verändert hat und doch so authentisch.

Fazit:
Auch wenn ihr politische Bücher normalerweise nicht mögt, kann ich euch dieses umso mehr empfehlen. Allein die Geschichte ist ganz große klasse! Ich gebe 5 Sterne: ?????.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Wow

Davor und Danach
0

Die Aufmachung ist definitiv ein Hingucker hat mir persönlich das Lesen aber gleichzeitig auch sehr erschwert. Dennoch finde ich es super, dass der Titel nicht auf dem Cover steht. So wird eine gewisse ...

Die Aufmachung ist definitiv ein Hingucker hat mir persönlich das Lesen aber gleichzeitig auch sehr erschwert. Dennoch finde ich es super, dass der Titel nicht auf dem Cover steht. So wird eine gewisse Anonymität erzeugt, welche auch ein wesentliches Element der Geschichte bildet.
In vielen, kurzen Kapiteln erzählt Nicky Singer ihr Buch. Dabei schafft sie es auf sehr beeindruckende Art und Weise eine gewisse Ruhe im Handlungsstrang zu wahren, trotz vieler rasanter Momente und der, zuvor bereits genannten, teils sehr kurzen Kapitel. Auch sehr bemerkenswert ist, dass die Autorin ihre Sätze recht minimalistisch aufbaut und diese zwar immer wieder abgehakt wirken, aber keinesfalls unvollständig.
Es gibt immer wieder Wendungen, die mich sehr überrascht haben und die Geschichte unglaublich spannend machen. Gleichzeitig werden auf eine recht unterschwellige Art und Weise immer wieder sehr aktuelle politische Themen, insbesondere den Strom von Flüchtenden, Überbevölkerung und stellenweise auch die ersten Folgend des Klimawandels behandelt. Ohne viele Worte zu verschwenden oder zu sehr ins Detail zu gehen, regt die Autorin zum Nachdenken an.
Bei der Protagonistin Mahiri kann man gut beobachten, wie sehr sie auf ihrer Reise an sich selbst wächst. Kann man ihr anfangs ihr junges Alter gerade so noch glauben, so wird scheint es zum Ende beinahe unmöglich, wie sehr sie sich in der kurzen Zeit verändert hat und doch so authentisch.

Fazit:
Auch wenn ihr politische Bücher normalerweise nicht mögt, kann ich euch dieses umso mehr empfehlen. Allein die Geschichte ist ganz große klasse! Ich gebe 5 Sterne: ?????.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Definitiv mal anders

Das Volk der Bäume
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Passend zum Aufbau des Buches, erinnert mich das Bild auf dem Cover sehr an das einiger Biographien.
Den Schreibstil finde ich total Klasse. Man wird beinahe in das Geschehen hineingezogen und kann das ...

Passend zum Aufbau des Buches, erinnert mich das Bild auf dem Cover sehr an das einiger Biographien.
Den Schreibstil finde ich total Klasse. Man wird beinahe in das Geschehen hineingezogen und kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Obwohl der Roman ein Wenig leichter ist, als Yanagiharas "Ein wenig Leben", hat auch dieses Buch einige Passagen, die ziemlich schwer sind und die den Leser definitiv zum Nachdenken anregen.
Gleichzeitig besitzt das Buch eine Leichtigkeit, die sich von Anfang bis Ende über die Geschichte hinweg zieht.
Besonders ist, wie auch schon bei Yanagiharas "Ein wenig Leben", die Art und Weise, wie das Buch erzählt wird. Denn obwohl der Roman aus der Innensicht erzählt wird, reflektiert der Ich-Erzähler seine Geschichte bereits selber. Außerdem gibt es einen weiteren Ich-Erzähler, der die Memoireähnliche Erzählung immer wieder, in Form von nachträglich angefügten Fußnoten, kommentiert.
Zudem schafft es Yanagihara, dem Leser bereits nach wenigen Seiten das Gefühl zu geben, den Protagonisten zu kennen und dennoch immer wieder neue Wahrheiten über diesen ans Licht kommen zu lassen.

Fazit:
Wieder einmal hat Yanagihara es geschafft, mich total mit ihrer Geschichte zu fangen. Ich gebe gerne 5 Sterne: ?????.

Veröffentlicht am 11.03.2019

Definitiv mal anders

Das Volk der Bäume
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Passend zum Aufbau des Buches, erinnert mich das Bild auf dem Cover sehr an das einiger Biographien.
Den Schreibstil finde ich total Klasse. Man wird beinahe in das Geschehen hineingezogen und kann das ...

Passend zum Aufbau des Buches, erinnert mich das Bild auf dem Cover sehr an das einiger Biographien.
Den Schreibstil finde ich total Klasse. Man wird beinahe in das Geschehen hineingezogen und kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Obwohl der Roman ein Wenig leichter ist, als Yanagiharas "Ein wenig Leben", hat auch dieses Buch einige Passagen, die ziemlich schwer sind und die den Leser definitiv zum Nachdenken anregen.
Gleichzeitig besitzt das Buch eine Leichtigkeit, die sich von Anfang bis Ende über die Geschichte hinweg zieht.
Besonders ist, wie auch schon bei Yanagiharas "Ein wenig Leben", die Art und Weise, wie das Buch erzählt wird. Denn obwohl der Roman aus der Innensicht erzählt wird, reflektiert der Ich-Erzähler seine Geschichte bereits selber. Außerdem gibt es einen weiteren Ich-Erzähler, der die Memoireähnliche Erzählung immer wieder, in Form von nachträglich angefügten Fußnoten, kommentiert.
Zudem schafft es Yanagihara, dem Leser bereits nach wenigen Seiten das Gefühl zu geben, den Protagonisten zu kennen und dennoch immer wieder neue Wahrheiten über diesen ans Licht kommen zu lassen.

Fazit:
Wieder einmal hat Yanagihara es geschafft, mich total mit ihrer Geschichte zu fangen. Ich gebe gerne 5 Sterne.