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Veröffentlicht am 07.09.2024

Die Drachen von Bellemontagne

Ich fürchte, Ihr habt Drachen
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Peter S.Beagle ist eine lebende Legende des Fantasy-Genres. Mit Ich fürchte, Ihr habt Drachen gibt es erfreulicherweise wieder einen Roman auf deutsch und der ist gut gemacht. Einerseits routiniert, aber ...

Peter S.Beagle ist eine lebende Legende des Fantasy-Genres. Mit Ich fürchte, Ihr habt Drachen gibt es erfreulicherweise wieder einen Roman auf deutsch und der ist gut gemacht. Einerseits routiniert, aber doch frisch und mit interessanten Figuren,die sich ihrer selbst nicht immer ganz sicher sind, und aus denen wirklich etwas gemacht wird. Cerise, eine selbstbewusste Prinzessin, Reginald, ein junger Prinz und Robert, der Drachenkämpfer. Obwohl Robert als eine Art Kammerjäger wirkt, hat er doch auch Sympathien für die Drachen. Immer wieder hadern alle 3 Protagonisten mit sich und stellen ihre Rollen in Frage.
Schauplatz ist das Königreich Bellemontagne.
Dann tauchen aber Drachen bisher unbekannter Art und ein gefährlicher Zauberer auf.
Trotz des humorvoll anklingenden Buchtitels hat der Roman auch düstere Momente.
Peter S.Beagle gelangen immer wieder Beschreibungen und Formulierungen, die mich regelrecht begeistern.

Veröffentlicht am 07.09.2024

Im Handgelenk ein Vogel oder das lange Gedicht

Nachwasser
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Überraschend und erfreulich, dass Lyrik für den Österreichischen Buchpreis (Kategorie Debütpreis) nominiert wird.
Nachwasser ist ein Langgedicht, bei dem man als Leser dicht an der Entstehung des Textes ...

Überraschend und erfreulich, dass Lyrik für den Österreichischen Buchpreis (Kategorie Debütpreis) nominiert wird.
Nachwasser ist ein Langgedicht, bei dem man als Leser dicht an der Entstehung des Textes dran ist.
Erste Themen sind Kindheit, Eltern und Geschwister, eine verlorenen Liebe, besonders aber das Schreiben selbst.
Es gibt Bezüge auf Literaten wie Ingeborg Bachmann, Cesar Aira, Hilde Domin, Elke Erb und vor allen Dingen Friederike Mayröcker.
Mit Mayröckers Gedichten treten die von Frieda Paris in einen Dialog.
Eine junge Stimme begegnet der 2021 verstorbenen großen Wortmutter, wie Frieda Paris sie nennt.
Was für ein Debüt!

Veröffentlicht am 07.09.2024

Vom Leben und Altern

Fischgrätentage
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Elke Laznia ist eine Salzburger Autorin. In diesem Buch behandelt sie Themen wie Altern, Krankheit, Pflegen und auch Sterben.
Den ersten Teil sehe ich als Langgedicht bestehend aus vielen, überaus eleganten ...

Elke Laznia ist eine Salzburger Autorin. In diesem Buch behandelt sie Themen wie Altern, Krankheit, Pflegen und auch Sterben.
Den ersten Teil sehe ich als Langgedicht bestehend aus vielen, überaus eleganten Versen.
Es überzeugt der Rhythmus der Verse
Im zweiten Teil folgen weitere, mehrteilige Gedichte.
Nachkommen, Lavendellied, dein Hunger von hier, Blattwerk, Mutterkraut und andere.
Auffällig ist das durchgehend hohe Niveau!

Veröffentlicht am 05.09.2024

Lieferservice aus dem Himmel

Die Glückslieferanten
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Wer das erste Buch Die Erinnerungsfotografen mochte, wird auch mit Die Glückslieferanten etwas anfangen können. Während sich das erste Buch den Verstorbenen widmete, geht es hier um die Überlebenden.
Wieder ...



Wer das erste Buch Die Erinnerungsfotografen mochte, wird auch mit Die Glückslieferanten etwas anfangen können. Während sich das erste Buch den Verstorbenen widmete, geht es hier um die Überlebenden.
Wieder wird in Episoden erzählt. Eine Form, die man mögen muss, um das Buch zu genießen. Ein gewisser Reiz liegt auch darin, dass es japanische Literatur ist und die japanische Lebensweise des Alltags zeigt.

In der ersten Episode geht es um eine alte Frau, deren Freundinnen, mit denen sie zusammengelebt hatte, verstorben sind. Sie ist entsprechend deprimiert, doch dann bringt eine Lieferantin eine letzte Botschaft der verstorbenen Freundinnen.
Danach geht es um die junge Fumika, die sich mit ihrer störrischen Oma zerstritten hatte. Eine weitere Geschichte besteht sogar aus fünf Kapiteln und auch der Epilog ist lesenswert.

Es ist ein Buch mit positiven Botschaften.

Veröffentlicht am 05.09.2024

Mon mari

Mein Mann
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Mein Mann, ist ein gediegenes, sehr französisches und originelles Buch über eine Frau, die ganz und gar auf ihren Mann fixiert ist. Ihre Perspektive ist bis auf den Epilog am Schluß führend. Man ist stets ...

Mein Mann, ist ein gediegenes, sehr französisches und originelles Buch über eine Frau, die ganz und gar auf ihren Mann fixiert ist. Ihre Perspektive ist bis auf den Epilog am Schluß führend. Man ist stets bei ihren Gedanken und Überlegungen. Das sie die Liebe ihres Mannes sich immerzu sichern will hat etwas obsessives. Auch wenn sie ihn bestrafen will, wenn er auch nur bei Kleinigkeiten mal weniger liebenswert erscheint, ist fast zwanghaft.
Kein Zustand, den man jemand wünschen kann.
Vielleicht ist es aber auch ein Merkmal einer leicht gelangweilten, wohlhabenden Mittelschicht.
Mein Problem mit dem Buch ist, dass ich die Hauptfigur nicht glaubhaft finde. So einseitig denkt doch niemand. Ihre Gedankengänge sind zu schlicht.
Maud Ventura wird jetzt schon als französischer Shooting-Star gehandelt. So weit würde ich in meinen Urteil nicht gehen, obwohl ihr Debüt doch schon mal sehr interessant war.