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Veröffentlicht am 19.05.2026

Die Tücken einer Romanverfilmung

The Dirty Version
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Es hat sicher schon jeder einmal etwas in der Richtung erlebt: Die Verfilmung eines Buches, das man echt gemocht hat, reißt einen nicht vom Hocker. Das kann sehr viele Gründe haben. Ein paar kann man in ...

Es hat sicher schon jeder einmal etwas in der Richtung erlebt: Die Verfilmung eines Buches, das man echt gemocht hat, reißt einen nicht vom Hocker. Das kann sehr viele Gründe haben. Ein paar kann man in diesem Buch kennenlernen. Generell fand ich diesen Ausblick super spannend. Dazu noch ein bisschen Knistern der Hauptfiguren, eine weibliche, selbstbewusste Hauptfigur. Doch leider hat mich, welche Ironie zu meiner Einleitung, dieses Buch nicht überzeugt.

Ich habe etwas gebraucht, um mit Tash halbwegs warm zu werden. Doch dann verwandelte sie sich gefühlt mehr und mehr zu einer selbstherrlichen Rachegöttin... Ich finde es richtig, dass sie hier klare Kante zeigt, aber sie war oft einfach nur stur, kindisch und gefühlt aus Prinzip gegen alles. Dabei hat sie manchmal Freund und Feind nicht auseinander halten können.

Caleb hingegen war die personifizierte Green Flag. So sehr, dass ich ihm immer wieder am liebsten gesagte hätte, er solle sich bloß jemanden anderen als Tash suchen. Die beiden hatten durchaus Chemie, aber ich empfang Caleb eigentlich als zu gut für Tash. Wo es Tash an Sympathie absolut hat mangeln lassen, machte es Caleb mit seiner Warmherzigkeit wett. Diese Figur war der Grund, warum ich das Buch am Ende doch noch zu Ende lesen konnte.

So zog sich das Buch für mich stellenweise auch wirklich. Auch die soliden Nebencharaktere konnten hier für mich nichts retten.

An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen, aber im Laufe des Buches ging es gut.

Die Einblicke in die Welt hinter der Kamera und der Medien generell hat mich recht gut gefallen. Das und Caleb haben für mich das Buch zu einem erträglichen Maß angehoben, sodass es für mich zwischen 2 und 3 Sternen liegt.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Gegensätzliche Charaktere?

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Kyra Groh schafft es immer wieder, schwierige Themen in eine tolle Geschichte mit wunderbaren Figuren zu verpacken. Auch hier bei eher "ausgelutschten" oder "schwierigen" Themen.

Eleanore, das unerfahrene ...

Kyra Groh schafft es immer wieder, schwierige Themen in eine tolle Geschichte mit wunderbaren Figuren zu verpacken. Auch hier bei eher "ausgelutschten" oder "schwierigen" Themen.

Eleanore, das unerfahrene Mauerblümchen voller Selbstzweifel, könnte in der Theorie ein sehr platter oder auch übertriebener Charakter sein. Doch die Balance gefällt mir wirklich gut, auch wenn ab und zu die Selbstzweifel etwas zu viel werden. Dennoch bleibt die Figur authentisch.

Dex gefiel mir richtig gut und auch seine Figur hat Tiefgang. Wobei ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr gewünscht hätte. Dennoch hat er mir in seiner Rolle als Rockstar-Sohn, der nach seinem eigenen Weg sucht und dabei ins Straucheln gerät, sehr gut gefallen.

Die Dynamik der beiden war super. Sie haben sich gut ergänzt, ihre Dialoge waren witzig und lebendig und ihre Entwicklung absolut herzerwärmend und nachvollziehbar. Da hat wirklich alles gepasst.

Auch die Nebencharaktere mochte ich total gerne und es war schön, so viele Figuren wieder zu treffen. Ich mochte auch, dass das Spring Tide Festival hier eine Rolle eingenommen hat.

In dieser Geschichte überwiegen die vorhersehbaren Wendungen, auch wenn es hie und da auch Überraschungen gibt. Ich empfand dies aber überhaupt nicht schlimm, denn manchmal ist der Weg das Ziel. Und der Weg von Nore und Dex war wirklich toll, witzig und berührend.

Die beiden Sprecher:innen haben einen tollen Job gemacht. Sie waren absolut überzeugend in ihren Rollen.

Optisch gefällt mir das Buch wieder sehr gut, ich mag die Farben vom Cover und die Bilder darauf. Auch der Farbschnitt ist hübsch und passt gut dazu.

Ich freue mich schon sehr darauf, nach Lower Whilby zurückzukehren.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Der neue Koch ist eine Haushexe

The House Witch 1
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Ich bin ein großer Fan von "Cozy Fantasy". Die Kunst, eine ruhige und trotzdem fesselnde Geschichte zu schreiben, finde ich beeindruckend. Denn solche Geschichten leben von den Sympathien zu den Charakteren, ...

Ich bin ein großer Fan von "Cozy Fantasy". Die Kunst, eine ruhige und trotzdem fesselnde Geschichte zu schreiben, finde ich beeindruckend. Denn solche Geschichten leben von den Sympathien zu den Charakteren, von der Atmosphäre und müssen meist ohne große Effekthascherei auskommen. Das ist in meinen Augen der Autorin gut gelungen.

Fin war mir, als leidenschaftliche Köchin und Bäckerin, sofort sympathisch. Ich mochte seine Art und sein Handeln war für mich meist nachvollziehbar. Ich konnte den Alltag und die damit einhergehenden Situationen wunderbar mit ihm erleben. Zusätzlich war seine Entwicklung sichtbar und nachvollziehbar.

Aber auch die Nebenfiguren (vor allem Kraken), die Mal mehr oder weniger im Fokus standen, haben mir extrem gut gefallen. Sie haben die Geschichte sehr lebendig gemacht und hatten auch ihre tollen Entwicklungen. Zudem haben vor allem sie die skurrile Situationskomik überhaupt möglich gemacht. Dabei hat es die Autorin wirklich gut verstanden, die Sympathien für die einzelnen Figuren zu lenken.

Die Handlung an sich ist zum Teil eine ruhige, berührende und warmherzige Alltagsgeschichte, die hin und wieder mal Aufregung zu bieten hat. Doch im Laufe der Geschichte wird klar, dass sie unaufhaltsam auf einen Peak zusteuert. Das fügt noch etwas Spannung in diese Geschichte hinzu. Die Mischung aus vorhersehbaren und überraschenden Plot Twists war wirklich gut und machte den gesamten Verlauf der Geschichte für mich authentisch und greifbar.

Das Ende war etwas abrupt, denn ich hatte vergessen, dass es ja mehrere Bände geben soll. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Optisch gefällt mir das auch sehr. Das Cover passt wunderbar zum Buch und ich mag die Liebe zum Detail. Auch der Farbschnitt passt sehr gut dazu.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Intensiv und spannend

The Ravages of Time
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Falls jemand befürchtet hat, dass Band 3 in der Qualität abfallen würde, wird schon zu Beginn eines Besseren belehrt. Band 3 ist gewohnt vollgepackt mit fesselnder und rasanter Action und einer Fülle an ...

Falls jemand befürchtet hat, dass Band 3 in der Qualität abfallen würde, wird schon zu Beginn eines Besseren belehrt. Band 3 ist gewohnt vollgepackt mit fesselnder und rasanter Action und einer Fülle an komplexen Handlungssträngen und Figuren.

Wie auch in den anderen Bänden wird hier nicht an Intrigen, Machtkämpfen und Brutalität gespart. Aber auch die Hintergründe einiger Figuren wird nicht außen vor gelassen. Mir gefällt es immer wieder, wenn sich Wege kreuzen, sich die Handlungsstränge (kurzzeitig) zusammenfinden. Generell empfinde ich die Story als sehr durchdacht und genauso clever und vollendet erzählt.

Jedes Wort und jeder Strich sitzen hier. Irgendeine kleine Nebengeschichte, um die Seiten zu füllen? Fehlanzeige! Dafür gibt es jede Menge spannende Dynamiken, mit und ohne Kämpfe.

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Was unsere Kinder später wirklich brauchen

Heute Kind - morgen stark
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Wenn ich sehe, wie meine Nichte und mein Neffe sich in der digitalen Welt bewegen... Wenn ich höre, dass eine Freundin ihr Kind dabei erwischt hat, sich von Alexa die Matheaufgaben lösen zu lassen... Oder ...

Wenn ich sehe, wie meine Nichte und mein Neffe sich in der digitalen Welt bewegen... Wenn ich höre, dass eine Freundin ihr Kind dabei erwischt hat, sich von Alexa die Matheaufgaben lösen zu lassen... Oder einen Screenshot von dem Sprachprotokoll des Smarthomes eines Freundes bekomme, in dem steht "Bitte mach es im Zimmer meines Papas so hell, dass er wach wird"... dann weiß ich, dass meine eigenen Kinder später mindestens ebenso selbstverständlich mit den Medien umgehen werden, wie die Kinder in diesen Beispielen.

Aber als Millenial bin ich selbst mit Eltern aufgewachsen, die die Reichweite des Internets nicht so ganz begreifen konnten. Und seitdem hat sich vieles noch einmal geändert. Das war schlussendlich auch der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte.

Generell hat mir die Struktur dieses Buches extrem gut gefallen. Ein roter Faden ist bei einem Ratgeber immer wichtig und gerade hier wurde es perfekt gelöst. Auch die thematische Einteilung der Abschnitte und auch noch einmal innerhalb der Abschnitte hat mir gut gefallen. Die Gliederung des Text war für mich ebenso angenehm.

Aber das Wichtigste in diesem Fall ist nunmal der Inhalt. Nun, anhand meiner Bewertung kann man sicherlich schon sehen, dass ich ihn nahezu uneingeschränkt gut fand. Mir haben die Beispiele aus dem Alltag gefallen und ich hatte selten das Gefühl, dass da jemand mit mahnend erhobenem Finger steht und belehrt. Auch die Ansätze, wie man mit dem ein oder anderen Thema umgehen sollte, fand ich nicht nur nachvollziehbar sondern noch viel wichtiger: umsetzbar. Wie oft hat man im Ratgeber gut gemeinte Ratschläge, die sich einfach nicht auf das eigene Leben übertragen lassen? In diesem Fall nicht! Das hat mir wirklich gut gefallen. 

Und auch was die Lesbarkeit angeht, bin ich absolut zufrieden. Die regelmäßigen Hinweise auf entsprechende Studien stören vielleicht ein wenig, sind aber nicht zuletzt wegen der Belegbarkeit wichtig und haben ihre Daseinsberechtigung. Ansonsten ist es recht kurzweilig gestaltet und lädt auch mal zum Querlesen ein. Es ist definitiv auch so gestaltet, dass man es später als Nachschlagewerk für die entsprechende Situation verwenden kann.

Also von meiner Seite aus eine klare Kaufempfehlung.

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