Die Tücken einer Romanverfilmung
The Dirty VersionEs hat sicher schon jeder einmal etwas in der Richtung erlebt: Die Verfilmung eines Buches, das man echt gemocht hat, reißt einen nicht vom Hocker. Das kann sehr viele Gründe haben. Ein paar kann man in ...
Es hat sicher schon jeder einmal etwas in der Richtung erlebt: Die Verfilmung eines Buches, das man echt gemocht hat, reißt einen nicht vom Hocker. Das kann sehr viele Gründe haben. Ein paar kann man in diesem Buch kennenlernen. Generell fand ich diesen Ausblick super spannend. Dazu noch ein bisschen Knistern der Hauptfiguren, eine weibliche, selbstbewusste Hauptfigur. Doch leider hat mich, welche Ironie zu meiner Einleitung, dieses Buch nicht überzeugt.
Ich habe etwas gebraucht, um mit Tash halbwegs warm zu werden. Doch dann verwandelte sie sich gefühlt mehr und mehr zu einer selbstherrlichen Rachegöttin... Ich finde es richtig, dass sie hier klare Kante zeigt, aber sie war oft einfach nur stur, kindisch und gefühlt aus Prinzip gegen alles. Dabei hat sie manchmal Freund und Feind nicht auseinander halten können.
Caleb hingegen war die personifizierte Green Flag. So sehr, dass ich ihm immer wieder am liebsten gesagte hätte, er solle sich bloß jemanden anderen als Tash suchen. Die beiden hatten durchaus Chemie, aber ich empfang Caleb eigentlich als zu gut für Tash. Wo es Tash an Sympathie absolut hat mangeln lassen, machte es Caleb mit seiner Warmherzigkeit wett. Diese Figur war der Grund, warum ich das Buch am Ende doch noch zu Ende lesen konnte.
So zog sich das Buch für mich stellenweise auch wirklich. Auch die soliden Nebencharaktere konnten hier für mich nichts retten.
An den Schreibstil musste ich mich erst etwas gewöhnen, aber im Laufe des Buches ging es gut.
Die Einblicke in die Welt hinter der Kamera und der Medien generell hat mich recht gut gefallen. Das und Caleb haben für mich das Buch zu einem erträglichen Maß angehoben, sodass es für mich zwischen 2 und 3 Sternen liegt.