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Veröffentlicht am 01.08.2021

Spannend und düster - gibt es endlich Hoffnung für Emma und ihre Freunde?

The Promised Neverland 17
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Es gibt wenige Reihen, die dauerhaft die Qualität und Spannung derart hoch halten können. Die Menge an Filler hält sich bis hierhin in Grenzen. Wenn man sich an den eher ungewöhnlichen Zeichenstil gewöhnt ...

Es gibt wenige Reihen, die dauerhaft die Qualität und Spannung derart hoch halten können. Die Menge an Filler hält sich bis hierhin in Grenzen. Wenn man sich an den eher ungewöhnlichen Zeichenstil gewöhnt hat, bleibt nur noch die Faszination für dieses düstere und tiefgründige Setting.

Die Charaktere ergänzen sich größtenteils wirklich gut, Emma ist am Anfang eine ziemliche Nervensäge und legt dies auch wohl nie ganz ab. Die Charaktere entwickeln sich gut, von der ein oder anderen Entwicklung ist man überrascht. 

Und so fiebert man mit den Protagonisten. Egal, ob man mehr Emmas oder Normans Meinung ist. Es ist definitiv spannend, wie Normans Plan verläuft und es ist ja noch nicht klar, welches Opfer Emma für das neue Versprechen bringen musste. 

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2021

Tolle Geschichte, viel (Fein-)Gefühl und zarte Töne

Wir für uns
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Tatsächlich habe ich mir ein bisschen was anderes von diesem Buch erwartet. Bin ich enttäuscht darüber? Ich bin sogar sehr froh darüber, denn die Geschichte war viel tiefgründiger, als ich gedacht habe. ...

Tatsächlich habe ich mir ein bisschen was anderes von diesem Buch erwartet. Bin ich enttäuscht darüber? Ich bin sogar sehr froh darüber, denn die Geschichte war viel tiefgründiger, als ich gedacht habe.

In diesem Buch stecken so viele Emotionen, so viele wichtige Botschaften und so viel Herz, dass es wirklich nicht langweilig wurde.

Ich fand wunderschön, wie leise und menschlich Themen wie Behinderung, Tod, Homosexualität, Einsamkeit, Depressionen und noch vieles mehr behandelt wurde. Dabei traf die Hauptfigur nicht immer den richtigen Ton, doch durch die vorsichtige Aufbauarbeit dieses Charakters wusste man, wie es gemeint hatte. Man hatte es nicht mit einer überkorrekten Person zu tun, sondern mit einem Menschen.

Die Beziehung zwischen Josie und ihrer Mutter ist mir zwischenzeitlich allerdings auch ein bisschen auf die Nerven gegangen. Josies Naivität bezüglich ihrer Pläne mit Kind (z. B. Thema Arbeit, Elternzeit etc.) hat mich manchmal erschrocken. Ich selbst bin im Juni nach 2 Jahren Elternzeit in meinen Beruf zurückgekehrt und kenne also das Thema.  Generell hätte ich mir gewünscht, dass die Charaktere noch ein bisschen greifbarer gewesen wären. Auch die Menge an Fremdgeherei fand ich überraschend.

Generell war der Verlauf der Geschichte dennoch durchaus nachvollziehbar und von der Handlung der Charaktere größtenteils Konsistent. Man hat mit Kathie und ihrem Projekt mitgefiebert und mit Josie sowieso.

Besonders gefallen hat mir, dass die beiden Hauptcharaktere sich in ihrer Freundschaft zueinander verloren haben. Sie haben beide ihr eigenes Leben weitergelebt und sich dabei unterstützt.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2021

Leise Coming of Age Story mit viel Musik und Emotionen

Given 06
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Given ist ein Boys-Love- und Coming-of-Age-Manga der emotionaleren und ruhigeren Art. Wer ausgiebige explizite Szenen sehen will, wird hier nicht fündig werden. Es würde auch nicht passen bzw. die Geschichte ...

Given ist ein Boys-Love- und Coming-of-Age-Manga der emotionaleren und ruhigeren Art. Wer ausgiebige explizite Szenen sehen will, wird hier nicht fündig werden. Es würde auch nicht passen bzw. die Geschichte eher stören.

Musik spielt eine sehr wichtige Rolle und auch in Band 6 entwickeln sich die Protagonisten musikalisch wie persönlich weiter. Gerade Uenoyama ist in diesem Band im Fokus. Aber auch Hiiragi, Shizusumi und der verstorbene Yuki - der über vielem wie ein Damoklesschwert hängt - haben einen großen Teil eingenommen. 

Wie bisher auch werden einige Fragen beantwortet und dafür neue aufgeworfen. Dabei bleibt die Geschichte im Großen und Ganzen wirklich unterhaltsam. Mafuyus Handeln ist manchmal schwer zu verstehen und manchmal tue ich mich mit dem (genretypischen) Setting. Etwas mehr Realismus hätte dem Ganzen vielleicht ganz gut getan. 

Der Zeichenstil ist weiterhin super und gerade die Zeichnungen mit den Bands in Aktion sind auf eine interessante Art und Weise sehr energiegeladen.

  • Cover
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  • Handlung
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Veröffentlicht am 01.08.2021

Wie immer fantasievoll und wunderschön gezeichnet - diesmal erfährt man viel von Nai und Karoku

Karneval 20
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Karneval auf der Feder von Touya Mikanagi ist wohl von den Zeichnungen her eine der schönsten Mangareihen. Sie sind sehr fantasievoll, detailverliebt, aufwendig und einfach wunderschön. 

Nicht minder ...

Karneval auf der Feder von Touya Mikanagi ist wohl von den Zeichnungen her eine der schönsten Mangareihen. Sie sind sehr fantasievoll, detailverliebt, aufwendig und einfach wunderschön. 

Nicht minder fantasievoll ist auch die Geschichte rund um Nai, Gareki, den Mitgliedern von Circus und Kafka. Manchmal düster manchmal locker-leicht kommen die Abschnitte daher. Dabei sind sie geprägt von der Freundschaft der Circus-Mitglieder untereinander. 

In Band 20 hat sich endlich der Kreis zu Band 1 geschlossen, also dem Moment, in dem für den Leser alles begann. Man lernt sie tragische Vergangenheit von Karoku kennen und was es mit Nai auf sich hat.

Vielleicht mag die Länge Wartezeit zwischen den einzelnen Bänden den ein oder anderen abschrecken. Doch wer ein Blick in den Manga wirft, weiß genau, warum es hier etwas länger dauert. Das Warten ist es jedenfalls wert. 

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Veröffentlicht am 25.07.2021

Gute Lektüre für zwischendurch mit Herz

Familie ist, wenn man trotzdem lacht
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Mehrgenerationenhäuser sind ja bereits bekannt, auch wenn viele sich das nicht vorstellen können, in einem solchen zu leben. Und dann auch noch mit einer Frau, die einem größtenteils unbekannt ist? Oder ...

Mehrgenerationenhäuser sind ja bereits bekannt, auch wenn viele sich das nicht vorstellen können, in einem solchen zu leben. Und dann auch noch mit einer Frau, die einem größtenteils unbekannt ist? Oder andersherum: mit einer unbekannten Familie? Natürlich ist man im Alter nicht gerne alleine. Ist das die Lösung?

Dieses Projekt wagen die betagte, aber freundliche Flora mit Familie Ruttmann. Klar, dass das nicht die einzige Baustelle ist, in der man in diesem Buch liest. Da gibt es zum Beispiel auch noch Helen, Steffis beste Freundin.

Und so findet man sich im Kreis einiger mehr oder weniger normalen Leute wieder. Man lernt sie gut kennen, leidet und fiebert mit und möchte sie auch mal gerne an die Wand klatschen...

Das Buch ist sehr harmonisch, manchmal zu sehr. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass es doch ein bisschen zu dick aufgetragen ist. Dafür war das Ende aber ein gefühlter Bruch.

Das Thema Betrug, Altersarmut und Einsamkeit, sowie auch das Arbeiten an eigenen Ängsten (ja, vielleicht sogar Phobien) wird hier zwar mal mehr mal weniger stark angekratzt, aber mehr Tiefe hätte ich gut gefunden.

Alles in allem war es aber eine nette Geschichte, die mich mit ihrem Verlauf ein bisschen überrascht hat. Vom Klappentext her hatte ich etwas anderes erwartet, bin aber nicht enttäuscht worden.

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