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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

Old, but gold!

Der Richter und sein Henker
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Ich habe Der Richter und sein Henker eher zufällig im Fundus meines Vaters entdeckt – eine alte Ausgabe aus seiner Schulzeit – und war überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Die Geschichte ist ...

Ich habe Der Richter und sein Henker eher zufällig im Fundus meines Vaters entdeckt – eine alte Ausgabe aus seiner Schulzeit – und war überrascht, wie gut mir das Buch gefallen hat. Die Geschichte ist sehr kurzweilig und lässt sich schnell lesen, wirkt dabei aber für ihre Entstehungszeit erstaunlich modern und durchdacht.
Besonders gefallen hat mir der feine, oft trockene Humor, der die Handlung auflockert. Der Plot war für mich unerwartet und hat mich wirklich überrascht – gerade das Ende hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Insgesamt ein spannender, kluger Krimi, der zeigt, dass auch ältere Literatur absolut fesseln kann. Ich hätte nicht gedacht, dass ich ihn so gerne lesen würde.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Beginnt, wo andere Enden

Liebes Kind
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Liebeskind ist ein Thriller, der es in sich hat. Er beginnt dort, wo die meisten enden mit einer geglückten Flucht einer Frau und ihrer Tochter. Es geht um Lena und Hannah, ihnen gelingt die Flucht aus ...

Liebeskind ist ein Thriller, der es in sich hat. Er beginnt dort, wo die meisten enden mit einer geglückten Flucht einer Frau und ihrer Tochter. Es geht um Lena und Hannah, ihnen gelingt die Flucht aus einem Leben das geprägt ist von Regeln und gefangen sein in einer Hütte im Wald. In dieser werden sie seit Jahren festgehalten von einem Mann der ihnen diktiert wann sie was zu tun haben, der ihr Leben kontrolliert. Doch hier ist nach der Flucht nicht Schluss mit dem matyrium, sondern die Geschichte geht hier erst los und das ist das spannende und neue an diesem Thriller. Denn der Albtraum ist noch nicht vorbei, zum mindest für die Opfer nicht. Aus mehreren Perspektiven werden die Ereignisse geschildert und dadurch bekommt das ganze Geschehen eine besondere Tiefe.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und konnte viel miträtseln wie alles zusammenhängt. Den Mittelteil fand ich etwas zu lang, dadurch hat er ein bisschen an Spannung eingebüßt, aber die Wendungen haben das wieder wett gemacht.
Insgesamt ist „Liebeskind“ ein intensiver, düsterer und gleichzeitig unglaublich packender Thriller, der lange nachwirkt. Ein absolutes Muss für alle, die psychologische Spannung und überraschende Twists lieben. 3,75 von 5 *

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Einfach toll!

»Wenn Ende gut, dann alles«
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„Wenn Ende gut, dann alles“ von Volker Klüpfel hat mir richtig gut gefallen. Es ist ein spannender Cozy-Crime-Krimi, der mit viel Humor erzählt wird und dabei von Anfang an unterhält. Ich habe das Buch ...

„Wenn Ende gut, dann alles“ von Volker Klüpfel hat mir richtig gut gefallen. Es ist ein spannender Cozy-Crime-Krimi, der mit viel Humor erzählt wird und dabei von Anfang an unterhält. Ich habe das Buch zusammen mit meinem Mann gelesen, und es hat uns beide gleichermaßen begeistert.
Im Mittelpunkt stehen der Schriftsteller Tommi – von seinem Vater liebevoll „Tommes“ genannt – und seine Putzfrau Svetlana. Besonders Svetlana ist eine außergewöhnliche und sehr sympathische Figur. Sie stammt aus der Ukraine und spricht nicht immer grammatikalisch korrekt Deutsch, was jedoch keineswegs stört, sondern im Gegenteil sehr humorvoll und charmant in die Geschichte eingebaut ist. Gerade diese sprachlichen Eigenheiten sorgen immer wieder für lustige Momente und machen ihren Charakter besonders lebendig, sowie liebenswert.
Gemeinsam stolpern Tommi und Svetlana in einen Kriminalfall, den sie auf ihre ganz eigene, oft unkonventionelle Art lösen wollen. Dabei entsteht ein großartiges Duo, das sich perfekt ergänzt: Tommi mit seinem eher ruhigen, nachdenklichen, eher zurückhaltend Wesen und Svetlana mit ihrer direkten, oft erfrischend ehrlichen Art.
Die Mischung aus Spannung, Witz und sympathischen Charakteren macht das Buch zu einem echten Lesevergnügen. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Krimihandlung und humorvollen Dialogen, die der Geschichte Leichtigkeit verleihen, ohne die Spannung zu verlieren.
Insgesamt ist „Wenn Ende gut, dann alles“ ein unterhaltsamer, humorvoller und zugleich spannender Krimi, den ich absolut weiterempfehlen kann – besonders für Leserinnen und Leser, die neben Spannung auch gern herzhaft lachen möchten.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Kulinarische Reise

Travel & Taste
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Die Grundidee des Buches hat mir wirklich gut gefallen – die Kombination aus Reisen und Kulinarik ist spannend, und ich war auch direkt in der Thematik drin. Man bekommt Lust, neue Orte zu entdecken und ...

Die Grundidee des Buches hat mir wirklich gut gefallen – die Kombination aus Reisen und Kulinarik ist spannend, und ich war auch direkt in der Thematik drin. Man bekommt Lust, neue Orte zu entdecken und sich inspirieren zu lassen. Mutig auch, wenn man unter diesem Gesichtspunkt sein gewohntes Leben aufgibt, 3 Kinder einpackt und losfährt. Da war ich sehr neugierig und gespannt wie die Familie die Welt entdecken fährt.
Allerdings muss ich leider sagen das ich oft das Gefühl hatte, dass vieles nur angerissen wird. Die einzelnen Geschichten oder Stationen bleiben recht oberflächlich und wirken nicht ganz ausgearbeitet bzw. zu kurz nur angerissen. Dadurch fehlt ein bisschen die Tiefe, und es fühlt sich insgesamt nicht richtig rund an.
Was ich allerdings wirklich sehr schade fand ist, dass die Rezepte nicht direkt im Buch enthalten sind. Um diese sehen zu können muss man über den QR Code eine Website aufrufen, für die man sich anmelden und persönliche Daten hinterlegen muss. Das wollte ich nicht, daher kann ich zu den Rezepten selbst leider nichts sagen – was für ein Buch mit diesem Konzept schon ein deutlicher Minuspunkt ist.
Also insgesamt eine tolle Idee mit viel Potenzial, die auch neugierig macht – in der Umsetzung aber etwas unausgereift. Vor allem das Auslagern der Rezepte trübt den Gesamteindruck deutlich. Ich muss auch leider sagen nach dieser Erkenntnis habe ich es dann auch bei Seite gelegt, da war mir die Lust vergangen.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Zwiegespalten

Die Assassinin
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Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich zwischendurch mich selbst ermutigen musste weiter zu lesen und mir etwas unschlüssig war ob ich es gut oder nicht so gut finde.
Es geht um die Geschichte ...

Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich zwischendurch mich selbst ermutigen musste weiter zu lesen und mir etwas unschlüssig war ob ich es gut oder nicht so gut finde.
Es geht um die Geschichte der jungen Frau Luzia im Orient zur Zeit der Kreuzzüge. Durch eine Reihe von Ereignissen gerät sie in eine geheimnisvolle Gemeinschaft, die im Verborgenen agiert und ihre eigenen Regeln und Ziele verfolgt.
Dort wird sie mit einer völlig neuen Welt konfrontiert, die von Macht, Intrigen und strengen Strukturen geprägt ist. Während sie versucht, ihren Platz zu finden, muss sie schwierige Entscheidungen treffen und entwickelt sich zunehmend weiter.
Die Geschichte verbindet historische Hintergründe mit einer persönlichen Entwicklung und gibt Einblicke in eine faszinierende, aber auch gefährliche Epoche.

Der Einstieg zieht sich meiner Meinung nach recht lange – die ersten etwa 300 Seiten fühlen sich eher wie eine ausführliche Vorgeschichte oder Einleitung an. In dieser Phase fehlte mir teilweise die Spannung, und einige Passagen waren doch sehr langatmig.
Erst danach nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf, und ab diesem Punkt wurde es für mich wirklich spannend und fesselnd. Besonders die Entwicklungen der Figuren und die Atmosphäre haben mich dann überzeugt.
Gerade deshalb bin ich mir bei der Bewertung etwas unschlüssig: Einerseits hätte die Geschichte am Anfang straffer sein können, andererseits habe ich die insgesamt 715 Seiten komplett gelesen – und das spricht ja auch für das Buch. Was man dazu noch wissen muss ist, dass es ziemlich gewaltätig zugeht und diese Gewalt auch teilweise sehr explizit geschildert wird.
Fazit:
Ein interessanter und gut geschriebener historischer Roman, der etwas Geduld erfordert, aber mit zunehmender Spannung belohnt. Trotz kleiner Längen insgesamt lesenswert.

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