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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2019

Skurill

Die Ewigkeit in einem Glas
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In London des Jahres 1863 verschwindet die junge Christabel aus Ihrem Zuhause.
Bridie Divine wird damit beauftragt das Mädchen zu finden. Doch irgendwas scheint nicht zu stimmen. Warum wurde Christabel ...

In London des Jahres 1863 verschwindet die junge Christabel aus Ihrem Zuhause.
Bridie Divine wird damit beauftragt das Mädchen zu finden. Doch irgendwas scheint nicht zu stimmen. Warum wurde Christabel vor der Außenwelt versteckt gehalten. Und warum passieren so merkwürdige Dinge in der Nähe des Mädchens?

Was mir natürlich zuerst aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Lange habe ich keinen so eigenwilligen Stil mehr gelesen. Und zu Anfang musste ich mich erstmal dran gewöhnen. Aber nach einiger Zeit fand ich diesen so fesselnd und einfach passend zu der Geschichte.

Denn diese ist so anders, so skurril und an einigen Stellen auch schaurig-schön.
Die Charaktere stechen durch Ihre Andersartigkeit raus. Da ist Cora, das Haushaltsmädchen das aus dem Zirkus gerettet wurde. Oder Ruby, der boxende Geist. Und selbstverständlich auch Bridie Devine. Die taffe Frau die sich nicht scheut die richtigen Fragen zu stellen.

Spannend war die Story auf jeden Fall. Obwohl ich es etwas schade fand das wir seit Beginn wussten wer das Mädchen entführt hat. Das hat mir etwas die Spannung genommen. Aber vielleicht war der Fokus auch eher darauf gerichtet WAS genau Christabel ist und nicht auf die Entführung selbst.

Interessant waren auch die Rückblicke. So tauchte man noch mehr in die Vergangenheit ein und vieles in der Gegenwart besser verstehen.

Die "Liebesgeschichte" die sich im Laufe der Story anbahnt fand ich jedoch zu gewollt und erzwungen und konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Meiner Ansicht nach hätte man das auch komplett lassen können. Auch die Auflösung diesbezüglich hab ich nicht ganz verstanden und war für mich keine Erklärung.

Ein durchaus gelunger Fantasy-Krimi-Mix der mal was neues abgeliefert hat. Tolle Charaktere und eine spannende Geschichte.

Veröffentlicht am 14.07.2019

gelungene Fortsetzung

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
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Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis ist der dritte Band der Fantasy-Saga von Sabaa Tahir.

Das Cover ist, wie immer, wunderschön und passt sehr gut zu den beiden vorangegangenen Bänden.

Im dritten ...

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis ist der dritte Band der Fantasy-Saga von Sabaa Tahir.

Das Cover ist, wie immer, wunderschön und passt sehr gut zu den beiden vorangegangenen Bänden.

Im dritten Teil steigen wir wieder direkt in die Geschichte ein und halten uns nicht mit endlosen Rückblenden auf, Hier wäre zu empfehlen, sollten die ersten Bände etwas zurückliegen, sich diese nochmal anzusehen. Ich war froh das ich dies gemacht habe, da doch vieles in Vergessenheit geraten ist.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Elias, Laia und Helena erzählt. Jede Handlung für sich war spannend und irgendwie wollte man immer wissen wie es weitergeht.

Der Schreibstil ist wie immer fantastisch, lebendig, flüssig und sehr poetisch. Man kann sich einfach nur in dieser Welt verlieren und spürt selbst den Staub und heißen Wüstensand auf der Haut.

Die Handlung nimmt in diesem dritten Band nochmal eine völlig neue Wendung und am Anfang der Geschichte hätte ich nie gedacht das wir diesen Weg einschlagen. Damit hat mich die Autorin aber angenehm überrascht und ich folgte der Geschichte
sehr gerne.

Was hier mal wieder deutlich wurde ist, das es kein schwarz oder weiß gibt. Ich liebe es wenn Protagonisten vielschichtig sind und wir als Leser nachvollziehen können, warum derjenige so handelt. Auch wenn es nicht immer richtig ist.Außerdem müssen sich die Charaktere in diesem Band mehr als sonst mit sich auseinandersetzen und auch einen Wandlungsprozess beschreiten.

Die Story wird an keiner Stelle langweilig. Immer ist was los und als Leser kann man sich auf so einige Überraschungen und Wendungen einstellen.

Insgesamt hat mir dieser dritte Band wieder sehr gut gefallen. Jetzt heißt es leider warten auf Band 4.

Veröffentlicht am 13.09.2018

Blutrausch

Blutrausch - Er muss töten
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Endlich gibt es einen neuen Thriller aus der Hunter/Garcia Reihe. Ich habe diesen sehnlichst erwartet und habe mich wieder auf einige unterhaltsame Stunden gefreut.

Im neuen Fall dreht sich alles um einen ...

Endlich gibt es einen neuen Thriller aus der Hunter/Garcia Reihe. Ich habe diesen sehnlichst erwartet und habe mich wieder auf einige unterhaltsame Stunden gefreut.

Im neuen Fall dreht sich alles um einen Serienkiller der seine Opfer zu Kunstwerken macht. Natürlich in gewohnter Chris Carter Manier.

Dieses Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven. Es ist an vielen Stellen sehr brutal und blutig. Eindeutig nichts für jeden. Ich mag solche Art Buch aber immer sehr gerne und kam hier voll auf meine Kosten.

Der Autor schafft es immer wieder eine normale Alltagssituation ziemlich perfide enden zu lassen. So auch hier. Gleich im ersten Kapitel werden wir mit dem Mörder und seinem ersten Opfer konfrontiert. Es gibt doch nichts schrecklicheres als nach Hause zu kommen und du bist nicht alleine. Schon da lief es mir kalt den Rücken runter.

Durch die kurzen Kapitel kam zusätzlich Spannung auf und man wollte immer wissen wie es weiter geht. Es gibt auch einige unvorhergesehene Wendungen, die einen immer wieder Luft holen lassen.

Der neunte Fall hat mir wieder sehr gut gefallen. Ein Pageturner der einen nur so durch die Seiten fliegen lässt.

Veröffentlicht am 13.09.2018

tolle Forsetzung

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig
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"Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig" ist der zweite Teil einer Trilogie.

Paramythia ist eine rießige Bücherstadt, die sich unterhalb der eigentlichen Stadt befindet. Der Dieb Sam will ...

"Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherkönig" ist der zweite Teil einer Trilogie.

Paramythia ist eine rießige Bücherstadt, die sich unterhalb der eigentlichen Stadt befindet. Der Dieb Sam will sein altes Leben hinter sich lassen und entschließt sich in ein Wächter von Paramythia zu werden. Doch in dem rießigen Bücherlabyrinth lauern Dinge und Gefahren die Sam sich nicht mal in seinen kühnsten Träumen hätte vorstellen können.

Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten an und wir sind sofort wieder mitten im Geschehen. Durch geschickt eingefädelte Rückblenden des Autors fällt einem der Einstieg aber auch wieder sehr leicht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Ich hatte ein permanentes Kopfkino und konnte mir, durch die tollen und blidhaften Beschreibungen, alles sehr gut vorstellen.

Die Abenteuer die Sam, Kani und Co. erleben sind abwechslungsreich und spannend. Ich fand einige Szenen sehr toll und sehr einfallsreich. Es gab auch einige Überraschungen und Wendungen die mir gut gefallen haben.

Das Ende ist ziemlich gemein und lässt einen neugierig zurück.

Die Charaktere waren alle wieder sehr stark. Vor allem Kani wächst in diesem Band über sich hinaus. Das war toll, da ich Kani sehr gerne mag.

EIn tolle und spannende Forsetzung die nicht langweilig ist und in der wir wieder tief in die Welt Paramythias eintauchen können. Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil.

Veröffentlicht am 28.05.2018

flache Story

Das Geheimnis der Königin
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Catherine de Valois heiratet 1421 den König Heinrich V. und wird somit Königin von England. Nach der Geburt des Sohnes stirbt Heinrich und Catherine muss fortan am englischen Hof alleine zurecht kommen. ...

Catherine de Valois heiratet 1421 den König Heinrich V. und wird somit Königin von England. Nach der Geburt des Sohnes stirbt Heinrich und Catherine muss fortan am englischen Hof alleine zurecht kommen. Bis sie eines Tages Owen Tudor kennenlernt und sich rettungslos in ihn verliebt.

Ich habe mich sehr auf diesen Roman gefreut da ich schon den ein ode anderen Roman der Tudor-Dynastie gelesen habe und hier nun eine spannende Story zu den Anfängen erwartet habe. Doch leider wurde ich enttäuscht.

Zu Beginn war es noch sehr vielversprechend und auch interessant. Wir lernen Catherine im Kloster kennen und begleiten sie bei ihrer ersten Begegnung mit Heinrich bis hin zur Hochzeit. Doch ab dem Punkt als Heinrich stirbt verliert die Geschichte ihre Dynamik. Von den Ränkespielen am Hof ist nichts zu spüren. Es wird das ein oder andere angerissen aber die Autorin ging nie ins Detail. Fast kam es mir vor wie eine stumpfe Aneinanderreihung von Fakten, die schnell abgehandelt werden mussten.

Auch die verbotetene Beziehung von Catherine und Owen war weder leidenschaftlich noch innig. Die Charaktere bekamen keinen Tiefgang und wurden mit uns nur durch die Geschichte gehetzt. Gerade im letzten Drittel ging es nur darum das Catherine schwanger war, entbunden hat und wieder schwanger war.

Was mir dennoch gefallen hat waren die vielen kleinen Details in dem Buch wie z. B. der Aberglaube oder welche Kräuter/Heilmittel bei bestimmten Sorgen helfen. Das fand ich sehr informativ. Auch der Schreibstil war angenehm und leicht zu lesen.

Insgesamt ein eher enttäuschender Roman. Es gab keinen Tiefgang, die Charaktere bleben eher farblos und von Ränkespielen am Hof konnte man nur träumen.