Ein zeitloser Jugendbuchklassiker
Inhalt: Krabat zieht gerade mit zwei anderen Waisenjungen als Heilige Drei Könige durch die Lande, als er mehrfach einen seltsamen Traum hat: Eine Stimme befiehlt ihm, die Mühle in Schwarzkollm aufzusuchen. ...
Inhalt: Krabat zieht gerade mit zwei anderen Waisenjungen als Heilige Drei Könige durch die Lande, als er mehrfach einen seltsamen Traum hat: Eine Stimme befiehlt ihm, die Mühle in Schwarzkollm aufzusuchen. Kurzerhand verlässt er die beiden anderen „Könige“ und begibt sich auf die Suche nach der Mühle. Dort angekommen, wird schnell klar: Nicht nur das Mül-lern wird er hier lernen…
Persönliche Meinung: „Krabat“ ist ein Jugendbuchklassiker von Otfried Preußler, der einer-seits Elemente der Phantastik und andererseits Coming of Age-Elemente besitzt. Die Phantas-tik findet sich insbesondere im Handlungsort der Mühle, denn diese ist – so viel sei verraten – eine Schwarze Schule, in der Magie gelehrt wird (Krabat kann insofern als früher Harry Potter gesehen werden). Innerhalb dieser magischen Zone passiert allerlei Mysteriöses, was für Kra-bat, aus dessen (personaler) Perspektive erzählt wird, nicht von Beginn an zu durchschauen ist. Diese Rätselhaftigkeiten sorgen für eine latente Spannung innerhalb der Handlung. Daneben ist „Krabat“ auch ein Coming of Age-Roman: Die Handlung erstreckt sich über drei Jahre, in denen Krabat erwachsener wird. So lernt er neue Freunde kennen, verliebt sich und lernt, Ver-antwortung zu übernehmen. Der Ton von „Krabat“ ist über weite Strecken eher düster, aller-dings finden sich immer wieder schwankhafte Zwischengeschichten, die den Roman auflo-ckern. Die Handlung von „Krabat“ ist perfekt konstruiert: Gestreute Brotkrumen werden in späteren Kapiteln geschickt aufgegriffen. Zudem finden sich am Ende einzelne unerwartete Wendungen (erwachsene Leserinnen werden diese vermutlich erahnen können, für Lesean-fängerinnen können sie aber durchaus überraschend sein). Die Sprache in „Krabat“ ist aus-drucksstark und fesselnd, erzeugt dadurch unweigerlich Spannung, sodass man „Krabat“ kaum beiseitelegen kann. Insgesamt ist „Krabat“ ein zeitloser Jugendliteraturklassiker, der auch beim erneuten Lesen seine Spannung voll entfalten kann.