Cover-Bild Das Evangelium der Aale
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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hanser, Carl
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Natur & Technik
  • Ersterscheinung: 27.01.2020
  • ISBN: 9783446266827
Patrik Svensson

Das Evangelium der Aale

Hanna Granz (Übersetzer)

Das Rätsel des Aals wird zum Echo der Fragen jedes Menschen: Woher komme ich? Wohin bin ich unterwegs? – „Eine literarische Sensation“ La Stampa

Nie in seiner Kindheit war Patrik Svensson seinem Vater so nah wie beim Aalfischen. Als Erwachsener stellt er fest: Der Erinnerung an seinen Vater kommt er nicht auf die Spur, ohne nach dem Fisch zu suchen, der sie miteinander verband – und über den wir bis heute erstaunlich wenig wissen. Poetisch und spannend entwirft Svensson eine Natur- und Kulturgeschichte der Aale, von Aristoteles und Sigmund Freud über Günter Grass bis zu Rachel Carson, und verbindet sie mit seiner persönlichen Geschichte. Auf verschlungenen Wegen wird das Rätsel des Aals zum Bild für das Leben selbst. Und Das Evangelium der Aale zu einer großen, umwerfenden Erzählung über ein sonderbares Tier und ein Leben auf der Suche.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2020

Eine aalglatte Recherche

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Patrik und sein Vater....da gab es eigentlich immer nur EINE ganz feste Bindung zwischen den beiden: das Aalfischen. Aber sonst? Darüber redet Patrick nicht gern, denn es gibt nicht viel darüber zu erzählen.

Aber ...

Patrik und sein Vater....da gab es eigentlich immer nur EINE ganz feste Bindung zwischen den beiden: das Aalfischen. Aber sonst? Darüber redet Patrick nicht gern, denn es gibt nicht viel darüber zu erzählen.

Aber was gibt es denn an Aalen so besonderes oder faszinierendes? Sie eine Delikatesse, sind wiederum gefährdet, werden auf besondere Weise wieder angesiedelt...all das, muss Patrick genauer „untersuchen“ und dabei werden besondere Aspekte klar und aalglatt dargestellt.



Patrik Svensson gibt uns in diesem Buch eine ganz besondere und einmalige Geschichte zum Besten, wie ich sie so noch nie gelesen habe. Einerseits erfahren wir viel persönliches über den Autor aber auch sehr viel wissenswertes zum Thema Aale aber nicht nur das. Den Leser erwartet hier ein besonderes Highlight: Svensson verwebt Natur- und Kulturgeschichte der Aale unheimlich zart und emotional mit Persönlichkeiten und eben seiner selbst. Es war sehr erstaunlich zu lesen, welche Vergleiche er zieht, die Tiere analysiert, sich selbst dabei kennen lernt und in sich geht. Einige Parts waren schon sehr philosophisch aber es passte einfach perfekt. Er entwickelt einen gewissen Lesesog mit seinem Sprachstil und nimmt den Leser wahrlich gefangen. Hier kann ich nur ganz klar sagen: lesen Sie selbst!

5 von 5 Sterne gibt es hier von mir!

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Unvorhersehbar mitten ins Herz geflutscht

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Ich mag Aal.

Vor allem in geräucherter Form.

Doch bereits als ich dieses Buch aus dem Hanser Verlag zum ersten Mal in den Händen hielt, wurde mir bewusst, dass ich schon langen keinen mehr gegessen hatte. ...

Ich mag Aal.

Vor allem in geräucherter Form.

Doch bereits als ich dieses Buch aus dem Hanser Verlag zum ersten Mal in den Händen hielt, wurde mir bewusst, dass ich schon langen keinen mehr gegessen hatte. Das war kein bewusster Entschluss.

Es ergab sich nicht. Das Angebot war nicht da.

Bei fortschreitender Lektüre wurde mir auch klar warum.

Der europäische Aal (Anguilla anguilla) stirbt. Was es bedeutet, wenn eine Art ausstirbt und welche Umstände ausgerechnet den Aal, der schon so viel länger auf der Erde existiert als der Mensch, in seiner Existenz bedrohen, beschreibt der Autor im vorliegenden Werk auf ganz außergewöhnliche Weise.

„Das Evangelium der Aale“ von Patrik Svensson ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnliches Sachbuch. In einem Stil verfasst, der jedem romantisch-prosaischen Roman zur Ehre gereicht, vermittelt es stichhaltige Fakten über den Aal und ist gleichzeitig Biografie: Biografie der Gattung Anguilla, der Familie Svensson und deren Verhältnis zum Aal, der Natur und dem Leben.

Lange Zeit war der Aal ein Mysterium. Schon Aristoteles trieb die Frage nach der Entstehung des Aals um. Der junge Siegmund Freud versuchte vergeblich, die Fortpflanzungsorgane des schlangenartigen Fisches freizulegen, eine Fixierung, die ihm auch in späterer Tätigkeit erhalten blieb und noch heute gibt der Aal unzählige Rätsel auf.

So gerät die „Aalfrage“ zur Glaubensfrage.

Wir glauben zu wissen, dass sich der Aal in den Tiefen der Sargassosee fortpflanzt und danach stirbt. Aber hundertprozentig sicher sein können wir nicht. Noch nie wurde der Aal bei der Paarung beobachtet. Noch nie wurde ein ausgewachsener Blankaal in der Sargassosee gesehen.

„Um den Aal zu verstehen, müssen wir uns für ihn interessieren, und um uns für ihn zu interessieren, müssen wir ihn weiterhin jagen, töten und essen. (…) Ein Aal wird nie einfach nur ein Aal sein dürfen, ein Aal wird nie einfach nur um seiner selbst willen existieren dürfen.“

Über die jahrhundertelange Forschung am Aal scheibt Patrik Svensson in einer so außergewöhnlichen, poetischen und teilweise schonungslosen Weise, dass mir an der einen oder anderen Stelle schier „das Herz aufging“, sich die „Schleusen öffneten“ und ich weinen musste. Wie es einem halt so ergeht, wenn man zu glauben beginnt, in einem Fisch ein Stück weit sich selbst zu erkennen. Sich selbst mit all den Zweifeln und Fragen nach dem eigenen Ursprung und dem Sinn des Lebens. Ich habe durch dieses Buch etwas über mich selbst und meinen eigenen Glauben gelernt. Wer erwartet denn so etwas, wenn er ein Sachbuch über Aale aufschlägt. Unerwartet und außergewöhnlich.

„Meine Großmutter glaubte an Gott, mein Vater und ich dagegen nicht. Viel später jedoch, als meine Großmutter im Sterben lag, saß ich neben ihr, und sie weinte und sagte: »Ich werde immer bei euch sein.« Und das glaubte ich ihr natürlich. Dazu brauchte ich keinen Glauben an Gott.“

Der Wunsch, den Aal am Leben zu erhalten bleibt und so versuchen wir weiterhin, aus Glauben Wissen zu machen.

Was ich weiß?

Der Anguilla anguilla ist mit seinem schlanken rundgeschuppten schleimigen Körper unwiderruflich in mein Herz geflutscht und ich bin mir sicher, dass nie wieder einer von ihnen auf meinem Teller landen wird. Das ist das Mindeste was ICH tun kann.

Doch so wie es aussieht, bedarf es wohl unsererseits noch viel mehr, damit der Aal auch weiterhin den Weg zurück zu seinem Ursprung und Lebensziel in der Sargassosee findet, wo er auf bisher unbekannte Weise vergeht und neues Leben hervorbringt, im ewigen Kreislauf des Lebens.

Wenn WIR uns unseres Lebensziels nur auch immer so sicher wären.

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Veröffentlicht am 26.04.2020

Habe etwas Anderes erwartet…

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„Das Evangelium der Aale“ ist der Debütroman des schwedischen Autors Patrik Svensson.
Zum Klappentext: Das Rätsel des Aals wird zum Echo der Fragen jedes Menschen: Woher komme ich? Wohin bin ich unterwegs?
Nie ...

„Das Evangelium der Aale“ ist der Debütroman des schwedischen Autors Patrik Svensson.
Zum Klappentext: Das Rätsel des Aals wird zum Echo der Fragen jedes Menschen: Woher komme ich? Wohin bin ich unterwegs?
Nie in seiner Kindheit war Patrik Svensson seinem Vater so nah wie beim Aalfischen. Als Erwachsener stellt er fest: Der Erinnerung an seinen Vater kommt er nicht auf die Spur, ohne nach dem Fisch zu suchen, der sie miteinander verband – und über den wir bis heute erstaunlich wenig wissen. Poetisch und spannend entwirft Svensson eine Natur- und Kulturgeschichte der Aale, von Aristoteles und Sigmund Freud über Günter Grass bis zu Rachel Carson, und verbindet sie mit seiner persönlichen Geschichte. Auf verschlungenen Wegen wird das Rätsel des Aals zum Bild für das Leben selbst. Und Das Evangelium der Aale zu einer großen, umwerfenden Erzählung über ein sonderbares Tier und ein Leben auf der Suche.
Obwohl ich nicht unbedingt ein Fischfan bin, fand ich das Cover in seiner Farbgebung und mit den sich umeinander windenden Aalen doch faszinierend und nach dem Klappentext habe ich eine Vater-Sohn –Geschichte ähnlich wie „In der Mitte entspringt ein Fluss“ erwartet, bei der das Fliegenfischen ja auch nur der Aufhänger zu der eigentlichen Geschichte ist.
Vorliegend blieb aber der Aal im Vordergrund der Geschichte und das hat mich letztendlich doch nicht so fasziniert, dass ich darüber unbedingt ein ganzes Buch lesen wollte.
Der Autor wechselt Kapitel mit sachlichen Informationen über den Aal ab mit Rückblenden des jugendlichen Protagonisten auf die Aalangelausflüge in seiner Kindheit mit seinem Vater. Hier wird das Verhältnis von Vater und Sohn näher beschrieben, beginnend bei den abendlichen Angelausflügen des damals 7jährigen Protagonisten. Die Beziehung zwischen Vater und Sohn darf als sehr zurückhaltend bezeichnet werden. Ich vermute, dass das Buch autobiographische Züge hat.
In den Kapiteln dazwischen wird der Aal von allen Seiten beleuchtet: von Aristoteles und Sigmund Freud über Günter Grass bis zu Rachel Carson –vielleicht auch nur für mich etwas zu philosophisch angehauchte Abhandlungen zum Thema „ Aal“ –insoweit nicht wirklich mein Buch…

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