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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2026

Gaslight 2.0

Das Signal
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"Das Signal" ist der neue Psychothriller aus der Feder von Ursula Pzlznanski. Ein Domestic Noir Thriller in der Tradition von Hitchcocks "Gaslight" mit ein bisschen "Das Fenster zum Hof"-Gefühl, da die ...

"Das Signal" ist der neue Psychothriller aus der Feder von Ursula Pzlznanski. Ein Domestic Noir Thriller in der Tradition von Hitchcocks "Gaslight" mit ein bisschen "Das Fenster zum Hof"-Gefühl, da die Protagonistin auch in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt und im Erdgeschoss ihres Hauses gefangen ist. Ein perfides Katz-und-Maus-Spiel im Dreieck zwischen Protagonistin, Ehemann und Krankenpflegerin. Protagonistin Viola ist in ihrem eigenen Haus verunglückt. Als Folge wurde ihr nicht nur ein Teil eines Beines abgenommen,
Sie hat auch ihr Gedächtnis verloren.Im Erdgeschoss ihres Hauses festsitzend muss sie sich gegen eine übergriffige, kontrollierende Pflegekraft wehren und zugleich einen Weg finden,ihr Misstrauen ihrem eigenen Ehemann gegenüber aufgrund merkwürdiger Vorfälle in den Griff zu bekommen. Ich kannte die Autorin bislang nur von ihren Jungendbüchern, aber mir gefällt auch, wie sie Erwachsenenliteratur schreibt. Sie schafft in ihrer Geschichte eine dichte, klaustrophobische Atmosphäre.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Hat mich nicht wirklich überzeugt

Nightweaver
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"Nightweaver" ist der erste Band der Nightweaver-Dilogie aus der Feder der Autorin R. M. Gray, der mit dem Slogan ›Fluch der Karibik‹ meets ›Downton Abbey‹ beworben wurde. Den Verweis auf ›Fluch der Karibik‹ ...

"Nightweaver" ist der erste Band der Nightweaver-Dilogie aus der Feder der Autorin R. M. Gray, der mit dem Slogan ›Fluch der Karibik‹ meets ›Downton Abbey‹ beworben wurde. Den Verweis auf ›Fluch der Karibik‹ konnte ich nicht so ganz nachvollziehen - gut, die Geschichte beginnt auf einem Piratenschiff und Aster und ihre Familie haben ihren Lebensunterhalt gezwungenermaßen durch Piraterie gesichert, aber der Großteil des Geschehens findet an Land statt. Das Worldbuilding mit den Nightweavern als den Bösen, die dann doch nicht alle böse sind bzw. noch von echten Monstern übertroffen wurden, war etwas verwirrend erklärt, es ging lange hin und her, wer nun gut und wer böse ist. Schließlich hatte ich auch mit der Protagonistin Aster meine Probleme. Sie bezeichnet sich einerseits als toughe Piratin, an deren Händen jede Menge Blut klebt, verabscheut die Nightweaver und ist blindlings von Rachedurst getrieben, um den Tod ihres ermordeten Lieblingsbruders zu sühnen, andererseits zieht sie dann doch nicht die notwendigen Konsequenzen, ihre Familie, die sich im Gegensatz zu ihr offenbar ganz gut mit dem sicheren Leben auf dem Nightweaver-Anwesen arrangiert hat, in Sicherheit zurück zu lassen. Für mich hat Aster das Piratenleben mit Raub und Mord, ständig auf der Flucht etwas zu sehr romantisiert.
Die Liebesgeschichte war leider auch nicht überzeugend. Schade, da wäre mehr möglich gewesen...

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Für mich etwas zu wirr und düster!

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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"Wellengrab" ist der 7, Teil der Krimiserie rund um den schwedischen Kriminalkommissar Fabian Risk aus der Feder von Stefan Ahnhem, einem der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens.Dieses Mal geht es um ...

"Wellengrab" ist der 7, Teil der Krimiserie rund um den schwedischen Kriminalkommissar Fabian Risk aus der Feder von Stefan Ahnhem, einem der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens.Dieses Mal geht es um mehrere Verbrechen rund um einen mysteriösen Stromausfall, der die ganze schwedische Küste verdunkelt hat.
Für mich war es das erste Buch mit Fabian Risk, wobei ich bis auf detailliertere Informationen zur familiären Situation Risks und dem Umgang/Verhältnis der Kollegen untereinander, was sich in den Vorgängerbänden entwickelt hat, nichts wirklich vermisst habe, um der Geschichte gut folgen zu können. Vielmehr war es der Aufbau an sich mit den vielen, scheinbar unzusammenhängenden Erzählsträngen, verbunden mit den häufigen Perspektivwechseln zwischen ermittelnden Personen und Opfern, die für mich den Lesefluss immer wieder unterbrochen und so das Verständnis erschwert haben. Auch hatte ich mit den Charakteren Probleme, die Thematiken waren teilweise heftig von Kindesentführungen über häusliche Gewalt zu Bankraub und Mord.

Für mich etwas zu wirr und düster!

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Mehr Schein als Sein in der Pariser Modewelt!

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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"Les Bouttiers – Wir sind jetzt" ist der Auftaktband der Love Coutur-Dilogie aus der Feder der Autorin Antonia Wesseling, der uns in die Pariser Modewelt mitnimmt. Als ich den Klappentext las, versprach ...

"Les Bouttiers – Wir sind jetzt" ist der Auftaktband der Love Coutur-Dilogie aus der Feder der Autorin Antonia Wesseling, der uns in die Pariser Modewelt mitnimmt. Als ich den Klappentext las, versprach ich mir eine Liebesgeschichte mit Romeo und Julia Vibes sowie einer Protagonistin, die zwischen zwei Männern hin und her gerissen wird. Bekommen habe ich einen oberflächlichen Eindruck der Modeszene mit dem Erfolgsdruck, kreativ sein zu müssen, ein bisschen Einblick hinter die Kulissen der Fashionweeks und der Laufstege. Leider war alles überlagert von absoluten Oberflächlichkeiten einer Bussi-Bussi-Gesellschaft, platten Charakteren, seltsam gefühllos und konstruierten, unglaubwürdigen Familiendramen.
Protagonistin Elodie war mir noch halbwegs sympathisch, wobei mir ihre nahezu abgöttische Verehrung ihrer verstorbenen Mutter leicht zwanghaft vorkam. Was es mit dem tödlichen Unfall ihrer Mutter auf sich hat, wird man vielleicht in Band 2 erfahren, bis dahin lässt die Autorin nur dubiose Andeutungen fallen. Elodie fährt in einem emotional aufgewühlten Zustand zu ihrer Pariser Familie, die nicht nur steinreich, sondern auch herzlos ist. Dort gärt es auf so vielen Ebenen vor sich hin, dass ich gar nicht alles benennen kann: Eifersucht unter Geschwistern, Adoption, Konkurrenzkampf zweier Modekonzerbe, geschäftliche Probleme, Industriespionage und -sabotage...
Für mich einfach zu viel von allem!

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Hat mich leider nicht überzeugt...     

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war das erste Buch, dass ich von der Autorin Alena Schröder gelesen habe,. Mir gefiel die Kurzbeschreibung und beim Stichwort "Familiensaga" war mir nicht ...

"Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" war das erste Buch, dass ich von der Autorin Alena Schröder gelesen habe,. Mir gefiel die Kurzbeschreibung und beim Stichwort "Familiensaga" war mir nicht klar, dass der vorliegende Roman quasi der dritte Teil einer Reihe ist, beginnend mit "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid‹" und fortgesetzt mit ›Bei euch ist es immer so unheimlich still‹. So kann ich leider nicht sagen, ob meine Kritikpunkte mit Kenntnis der Vorgeschichte(n) entfallen wären.
Im Mittelpunkt des aktuellen Bandes stehen wieder Frauenschicksale auf zwei Zeitebenen: im Berlin der Gegenwart schlägt das Leben der 34jährigen Hannah Borowski  gerade hohe Wellen, als ihre Freundin und Mitbewohnerin Rubi schwanger zu ihrem Freund zieht und Hannah zurück lässt, gleichzeitig ihr eigener Vater, zu dem sie bislang nie Kontakt hatte, sie plötzlich besucht und ihr quasi Anschluss an seine Familie anbietet
Die zweite Zeitebene ist Güstrow unmittelbar nach Kriegsende. Hier rettet die junge Malerin Wilma die 14jährige Marlen vor russischen Soldaten und nimmt sie bei sich auf.
Mchr persönlich hat das Hin-und Herspringen auf den Zeitebenen aus dem Lesefluss gerissen, denn die Vergangenheit schreitet schneller voran als der Erzählstrang der Gegenwart. Insgesamt war mir die Verknüpfung der Frauebschicksale auch zu unbedeutend. Generell konnte ich zu keiner der Frauen, ihren Gefühlen und Motiven, wirklich einen Bezug aufbauen. Sie waren mir alle eher unsympathisch.

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