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Veröffentlicht am 28.09.2021

Liebenswerte Coming of Age-Geschichte

Kate in Waiting
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Mit ihrem Roman „Kate in Waiting“ hat Autorin Becky Albertalli viele Themen, die Jugendliche bewegen, wie Freundschaft, die erste große Liebe und Homosexualität auf charmante, mal lustige, mal nachdenkliche ...

Mit ihrem Roman „Kate in Waiting“ hat Autorin Becky Albertalli viele Themen, die Jugendliche bewegen, wie Freundschaft, die erste große Liebe und Homosexualität auf charmante, mal lustige, mal nachdenkliche Art verarbeitet.
Im Mittelpunkt dieser Highschoolgeschichte steht die Kate Garfield. Sie lebt in Roswell Hill und hat zu ihrem besten Freund Andy Walker ein sehr enges Verhältnis, das mich anfangs etwas irritiert hat: irgendetwas zwischen großem Bruder und bester Freundin.
Andy ist homosexuell und hat sich in Familie und Schule bereits geoutet. Wie Kate ist auch er noch auf der Suche nach der ersten großen Liebe.
Als Kates „beste Freundin“ teilen die beiden alles inklusive ihrer Verliebtheit. So haben sich beide im Sommer Camp in den gleichen Jungen, Matt Olsson, verknallt. Als dieser auf einmal im neuen Schuljahr an ihrer Schule auftaucht, wird die romantische Ferienschwärmerei plötzlich ernst und Kates und Andys Freundschaft wird schwer auf die Probe gestellt.
Völlig unabhängig vom Thema Homosexualität beschreibt die Autorin sehr einfühlsam, wie sich Kate hin und her gerissen fühlt zwischen dem Wunsch nach eigenem Glück und der Sorge, dem besten Freund damit das Herz zu brechen. Da lange unklar ist, ob Matt hetero- oder homosexuell ist, werden Kate und Andy im Werben um Matt zu Konkurrenten. Ein Auf und Ab der Gefühle, des Vertuschens und Schwindelns beginnt und Kate und Andys Freundschaft wird stark belastet.
Ebenso einfühlsam setzt sich die Autorin mit dem oft vorherrschenden Schubladendenken auseinander. Kate ist vermeintlich Außenseiterin als Fan der Theatergruppe und sieht herablassend auf die angeblich „dummen“ Sportlertypen herab, die stets im Mittelpunkt der Highschoolmädchen stehen, ohne zu merken, dass auch sie in Vorurteilen schwelgt.
Kurzum eine Geschichte, die einen auf vielen Ebenen zum Nachdenken bringt!
Eine klare Leseempfehlung nicht nur für junge Leser!

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Schwache Fortsetzung

Someone like you
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Mit ihrem Roman „Someone like you“ nimmt uns Autorin Jenny Holiday erneut mit in den fiktiven Küstenort Moonflower Bay, in dem die gleichnamige Liebesromanserie spielt. „Someone like you“ ist der zweite ...

Mit ihrem Roman „Someone like you“ nimmt uns Autorin Jenny Holiday erneut mit in den fiktiven Küstenort Moonflower Bay, in dem die gleichnamige Liebesromanserie spielt. „Someone like you“ ist der zweite Band dieser Reihe, in dessen Mittelpunkt die Ärztin Nora Walsh steht. Die Bände sind eigenständig und unabhängig voneinander zu lesen.
Nora Walsh wurde gerade von ihrem Freund abserviert und flüchtet aus der Großstadt nach Moonflower Bay, um die dortige Hausarztpraxis zu übernehmen. Dort trifft sie auf den Eigenbrötler Jake Ramsey, der mit seinen ganz eigenen Dämonen zu kämpfen hat. Jake spielte bereits im ersten Band eine Rolle als bester Freund von Police Chief Sawyer Collins. Dort erfährt man bereits, dass er dem Tod seines kleinen Sohnes, der mehrere Jahre zurück liegt, noch nicht überwunden hat und immer noch heftig trauert.
Leider konnte ich zu den beiden Protagonisten keine wirkliche Beziehung aufbauen, auch ihre Liebesgeschichte entwickelte sich für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ich mag gerne romantisch Liebesgeschichten vor idyllischen Kulissen. Aber hier war alles einfach zu zuckersüß - schade, Band 1 hatte mir besser gefallen.

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Hätte mir mehr erwartet…

Erben wollen sie alle
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Nachdem ich von der Autorin schon das Buch „Kann Gelato Sünde sein?“, kannte und liebte, in dem sie ebenfalls das Thema „Älterwerde“ kurzweilig und unterhaltsam auf die Schippe nahm, waren meine Erwartungen ...

Nachdem ich von der Autorin schon das Buch „Kann Gelato Sünde sein?“, kannte und liebte, in dem sie ebenfalls das Thema „Älterwerde“ kurzweilig und unterhaltsam auf die Schippe nahm, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Leider wurde ich etwas enttäuscht.
Aufgrund des Covers und des Klappentextes hatte ich eine humorvolle Auseinandersetzung zwischen Erblasserin und Erben erwartet. Doch mit Protagonistin Bianca tat ich mich schwer: ihre ganze Art und die Tagebucheinträge zum Thema Verdauung waren mir doch ein wenig zu heftig. Der Groll gegen ihren Mann und ihre Kinder, der von Anfang an durchklingt, und ihre Unzufriedenheit mit ihrem Leben im sonnigen Paradies waren erst am Schluss halbwegs erklärlich, wenn auch für mich nicht wirklich nachvollziehbar, wie so einiges mehr das Bianca denkt und tut.
Ein großer Pluspunkt ist die beeindruckende Kulisse Mallorcas, in der die Geschichte spielt und die die Autorin so begeistert und detailliert beschreibt, dass man das Gefühl hat, mit in Urlaub zu sein. Auch der Schreibstil ist flüssig, so dass sich die Geschichte sehr flott und leicht liest.
Die einzelnen Charaktere sind fast klischeehaft überzeichnet (finanztechnisch unbegabter Sohn, geldgierige Schwiegertochter, als Krankenschwester bis zur Erschöpfung arbeitende, alleinerziehende Tochter, fleißige Enkelin, die Medizin studiert), machen aber zumeist eine überzeugende Entwicklung durch. Nur Bianca wird in ihrem Verhalten im Laufe der Geschichte eher schwerer verständlich und ihr Lover Wolfi, bleibt letztendlich farblos, seine Geschichte wird nicht mal in meine Augen schlüssig zu Ende erzählt.
Vielleicht hat mich auch gestört, dass die Autorin in die Geschichte zwischen Erblasserin und Erben auch noch einen Nebenstrang zum Thema Alzheimer/Demenz und einer möglichen Wundertherapie aufmacht.
Schade, ich hätte einen humorvollen Erzählstrang bevorzugt, der sich nicht in Längen verliert.
Fazit: das kann die Autorin deutlich besser!

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Veröffentlicht am 27.09.2021

Herzerwärmend

Dein Herz in tausend Worten.
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Mit ihrem Roman "Dein Herz in tausend Worten" hat Autorin Judith Pinnow eine wundervolle Wohlfühlgeschichte geschrieben. Ich kannte von ihr bereits das Buch „Rendevous in 10 Jahren“, das mir sehr gut gefallen ...

Mit ihrem Roman "Dein Herz in tausend Worten" hat Autorin Judith Pinnow eine wundervolle Wohlfühlgeschichte geschrieben. Ich kannte von ihr bereits das Buch „Rendevous in 10 Jahren“, das mir sehr gut gefallen hatte, meine Erwartungen und Vorfreude waren daher groß und ich wurde ncht enttäuscht. Wie auch der Vorgängerroman ist diese Geschichte gefühlvoll und romantisch, zugleich unterhaltsam mit bisweilen skurrilen Ideen und Nebencharakteren und absolut schön geschrieben.
Im Mittelpunkt steht die schüchterne Millie, die in einem Verlag arbeitet. Sie erinnerte mich stark an Amelie aus "Die fabelhafte Welt der Amélie". Liebenswert, scheu und ein bisschen weltfremd – mich hat allerdings überrascht, dass sie schon 34 Jahre alt ist, ich hätte sie jünger geschätzt.
Sie hält sich immer im Hintergrund, beobachtet aber ihre Umgebung und ihre Mitmenschen genau und blickt dabei tief hinter deren Fassade. So ist sie der unauffällige gute Geist des Verlages, der stets für frischen Kaffee und Kekse sorgt und dabei auch noch die individuellen Lieblingsknabbereien ihrer Kollegen kennt und vorhält. Auf dem Dachboden des Verlagshauses, dem von ihr so genannten „Raum des Vergessens“ entdeckt sie die abgelehnten Manuskripte, die die Lektoren dort lagern. Zunächst nimmt sie immer nur einzelne Manuskripte mit sich nach Hause, um diese zu lesen. Dabei hat es ihr besonders eine sehr berührende Liebesgeschichte angetan.
Parallel lernen wir den männlichen Protagonisten, den Autor William Winter, kennen, seines Zeichens Bestsellerautor von Krimis – wie sich der Bogen der Erzählung schließen wird, ist dem Leser zwar ziemlich schnell klar, aber es ist amüsant, die Geschichte mit den verschiedenen konspirativen Verabredungen zwischen verschiedenen Beteiligten zu verfolgen. Und das Schicksal schlägt natürlich zu…
Ich hätte auf die paar etwas sehr esoterisch angehauchten Elemente wie den prophezeienden Obdachlosen und die Eule verzichtet, ansonsten fand ich die gesamte Geschichte rundherum gelungen. Locker und leicht geschrieben, abwechselnd aus Sicht von Millie in der Ich-Perspektive sowie Williams in der Erzählperspektive fliegt die Geschichte nur so dahin. Neben den liebenswerten Hauptfiguren gibt es auch tolle Nebencharaktere – mich hat die Verlagssekretärin, Mrs Crane, der nichts entgeht überrascht und begeistert, sowie Williams Putzfrau Shanie, die auch als Lebensberaterin fungiert. Die Kulisse von Notting Hill passt perfekt zu diesem Wohlfühlbuch!
Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Wenig Mythologie, viele Klischees...

Beyond Eternity - Der Schwur der Göttin
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"Der Schwur der Göttin: Beyond Eternity" ist der Auftaktband einer Dilogie aus der Feder von Greta Milán.
Der Klappentext verspricht einen Mix von High School Kulisse und griechischer Mythologie.
Letztlich ...

"Der Schwur der Göttin: Beyond Eternity" ist der Auftaktband einer Dilogie aus der Feder von Greta Milán.
Der Klappentext verspricht einen Mix von High School Kulisse und griechischer Mythologie.
Letztlich fehlte mir aber die versprochene Götterwelt, dafür werden nahezu alle typischen Klischees jugendlicher Fantasyliteratur abgehakt: Protagonistin Nayla findet sich zwischen zwei mysteriösen Typen, Philemon und Cyrian wieder, die sie beschützen sollen, hat eine übernatürliche Gabe und jede Menge Feinde, die ihr nach dem Leben trachtehn. Während Nayla auf den ersten Seiten noch nett und authentisch wirkte, verscherzte sie sich zunehmend meine Sympathie, als sie vor sich aufdrängenden Wahrheiten einfach penetrant die Augen verschloss, sich absolut unmöglich gegenüber ihren Eltern verhielt und darüber hinaus völlig naiv durchs Leben und sämtliche Gefahren stolperte.
Ihre beste Freundin Delilah hätte ich am liebsten erwürgt.
Kurzum: die Idee ist gut, die Umsetzung langatmig und stellenweise nervig

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