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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2020

Sehr emotional!

Liliennächte
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„Liliennächte“ ist der erste Band der fünfteiligen „How to be happy“- Reihe von Autorin Kim Leopold, wobei jeder Band in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den anderen gelesen werden kann.
Zum ...

„Liliennächte“ ist der erste Band der fünfteiligen „How to be happy“- Reihe von Autorin Kim Leopold, wobei jeder Band in sich abgeschlossen ist und unabhängig von den anderen gelesen werden kann.
Zum Klappentext: Nach dem Tod ihrer Mutter hat Lilian keine andere Wahl, als in der Nähe ihres fremden Vaters am College zu studieren. Sie zieht in eine WG mit Jamie und Ash, die vom ersten Tag an versuchen, sie von ihrer Trauer und auch der Wut gegenüber ihrem Vater abzulenken. Während Ash, der verletzliche Draufgänger, immer wieder ihre Nähe sucht, entwickelt Lilian zwischen Sonnenaufgängen und Tänzen bei Kerzenschein Gefühle für Jamie, den Nerd mit den Schokoladenaugen. Doch als ihr Vater ihr ein lang gehütetes Geheimnis offenbart, bringt er damit Lilians Welt erneut ins Wanken – denn ihre Mitbewohner, die ihr Herz im Sturm erobert haben, spielen darin eine große Rolle.
Protagonistin Lily ist neunzehn Jahr jung und hat schon Schlimmes erlebt: die lange Krankheit und den Tod ihrer Mutter und nun muss sie auch noch ihr gewohntes Umfeld verlassen und von Deutschland nach Amerika zu ihrem Vater ziehen, der die Familie kurz nach ihrer Geburt verlassen hat. Doch das Schicksal meint es gut mit ihr: sie landet nicht nur in einer WG mit zwei sehr liebenswerten männlichen Mitbewohnern, auch klärt sich nach und nach so einiges in ihrer Familiengeschichte auf. Sowohl die Liebes- als auch die Familiengeschichte haben mir sehr gut gefallen.
Klar, manche Zufälle sind schon wirklich fast zu viel des Guten, aber in sich war die Geschichte stimmig. Sie liest sich locker und leicht und macht neugierig auf die anderen Bände der Reihe. Eine klare Leseempfehlung für jeden, der eine romantische, emotionale Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren sucht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.10.2020

Gute Ideen, leider viel Potential verschenkt!

All about Love
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„All about Love“ ist ein Young Adult Roman aus der Feder von Autorin Melina Coniglio. Es handelt sich dabei um die überarbeitete Neuauflage der »All about love«-Dilogie, die aus ihrem Debütroman »Scherbenbilder« ...

„All about Love“ ist ein Young Adult Roman aus der Feder von Autorin Melina Coniglio. Es handelt sich dabei um die überarbeitete Neuauflage der »All about love«-Dilogie, die aus ihrem Debütroman »Scherbenbilder« und der Fortsetzung „Schwerbenwelten“ besteht und nun als Sammelband mit 2 Teilen zusammengefasst ist.
Das Cover ist ein echter Hingucker: zart rosa Kirschblüten, die gut zum Ort der Handlung passen – Japan. Der Klappentext verspricht eine ungewöhnliche Liebesgeschichte:
„Aiko wird an ihrer Oberschule gemobbt und gemieden. Sie schert sich jedoch nicht um die Gerüchte, die über sie kursieren – sie möchte lediglich ihr letztes Schuljahr hinter sich bringen und danach irgendwo weit weg studieren. Alles kommt jedoch ganz anders, als Aiko dem neuen Mitschüler Kai und seinem besten Freund Mamoru begegnet. Die beiden lassen ihre Ziele in weite Ferne rücken, doch am Ende muss sich Aiko entscheiden zwischen Freundschaft, Liebe und ihrer Zukunft.“
Mich haben neben dem traumhaften Cover im Klappentext die Themen Mobbing und die angedeutete Liebesgeschichte angesprochen, sowie das ungewöhnliche Setting. Letzteres kam für mich aber nicht wirklich zum Tragen, die Geschichte hätte nach meinem Empfinden auch an einer amerikanischen Highschool spielen können, typisch japanische Kultureinflüsse habe ich nicht entdeckt mit Ausnahme eines Besuchs des Kirschblütenfestes. Hier hatte ich mir etwas mehr Einblick in einen fremden Kulturkreis erhofft, deren Einfluss ich zumindest nicht erkannt habe.
Auch das angesprochene Thema „Mobbing“, das das Buch von den üblichen Teenagerliebesgeschichten unterscheiden würde, kam für meinen Geschmack ein wenig zu kurz. Mir ist bis zum Schluss nicht klar, durch welches Ereignis genau Aiko in die Außenseiterrolle gedrängt wurde. Die Zurückweisung eines beliebten Jungen allein kann ja wohl kaum die ganze Schule gegen sie aufgebracht haben. Genauso wenig wird klar, warum Kai als Sohn einer einflussreichen Familie in die Außenseiterrolle rutscht – durch seine Homosexualität oder durch seinen Kontakt zu Aiko?
Ebenso tat ich mich mit Aiko als Protagonistin schwer. Ich kann ihr Handeln und ihre Motive oft nur schwer nachvollziehen. Das Auf und Ab in ihrer Liebesbeziehung ging mir einfach zu oft hin und her, gerade auch in Teil zwei, als sie ihre jugendliche Sturm und Drang Phase hinter sich gelassen haben. Dieses Heranlocken und Zurückstoßen und die Liebeleien dazwischen, die Aiko selbst ungünstig findet, haben mich auf Dauer genervt.
Mamoru ist als männlicher Protagonist ebenso problematisch. Auch er schleppt ein ganzes Bündel Probleme mit sich herum, Drogenmissbrauch scheint sein Hauptproblem zu sein. Diese Thematik wird für meinen Geschmack auch zu wenig kritisch dargestellt: man trinkt in geselliger Runde bis zum Exzess, wirft sich Pillen ein und zieht sich eine Tüte rein – das wurde teils so verharmlosend beschrieben, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Klar, Mamoru wird letztendlich geläutert, aber bis dahin wird einiges konsumiert…
Ich möchte Aikos eigentliches Problem an dieser Stelle nicht verraten. Es erfolgen im Buch immer wieder nur Andeutungen und erst in Teil 2 gegen Ende wird klar ausgesprochen, worum es sich hierbei handelt. Zu diesem Zeitpunkt finde ich Aikos Umgang mit ihrem Problem gerade vor ihrem beruflichen Hintergrund höchst merkwürdig.
Generell tat ich mich schwer mit dem Buch, während Teil eins für mich nur etwas langatmig geraten ist mit dem ständigen Hin und Her zwischen Aiko und Mamoru, haben mich in Teil zwei die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel durcheinander gebracht. Hier tauchten dann plötzlich noch zwei männliche Nebenfiguren auf, deren Schicksal mit berichtet wurde. Soweit Kai davon betroffen ist, mag sich ja noch der Kreis schließen, wilde Mafiastories fand ich dann aber doch zu weit hergeholt.
Insgesamt fand ich es überraschend und anerkennenswert, dass die Autorin nicht nur eine banale Liebesgeschichte zwischen jungen Erwachsenen schreiben wollte, sondern sich an verschiedene schwierige Themen, wie Mobbing, Homosexualität, Drogenmissbrauch, herangewagt hat, aber die Umsetzung hat mir leider nicht so gut gefallen. Den tieferen Sinn der mit teils deutschen teils japanischen Titel für die Kapitel und Unterkapitel habe ich nicht verstanden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Amüsanter Ausflug nach Eden Bay!

Ein bisschen Liebe, bitte! (Verliebt in Eden Bay 5) (Chick-Lit;Liebesroman)
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„Ein bisschen Liebe, bitte!“ ist der fünfte Band der „Verliebt in Eden Bay“-Reihe der Autorin Saskia Louis, wobei jeder Band der Reihe in sich abgeschlossen ist und unabhängig voneinander gelesen werden ...

„Ein bisschen Liebe, bitte!“ ist der fünfte Band der „Verliebt in Eden Bay“-Reihe der Autorin Saskia Louis, wobei jeder Band der Reihe in sich abgeschlossen ist und unabhängig voneinander gelesen werden kann. Das Cover ist ansprechend wie immer und passt sehr gut zu den Vorgängerbänden mit einem hohen Wiedererkennungseffekt für die Reihe.
Wieder nimmt uns Saskia Louis mit nach Eden Bay, einem romantischen Hafenstädtchen, in dem jeder über kurz oder lang mit mehr oder weniger Verwicklungen seine große Liebe findet. Im Mittelpunkt des fünften Bandes steht Ärztin Ava Chestnut, eine echte Romantikerin, die auf der Suche nach der echten großen Liebe ist, umso mehr als in den vorangegangenen vier Bänden alle ihre Freundinnen und Freunde „unter die Haube“ kamen. Ava ist der Sonnenschein von Eden Bay, ein echter Gutmensch – dass sie sich bereits nach kürzester Zeit mit Eden Bays neuestem Einwohner, Wyatt Turner zofft, ist wohl ein Zeichen – denn Gegensätze ziehen sich bekanntermaßen an und was sich liebt, das neckt sich. Bis zum Happy End kann der Leser noch über manche Wortduelle und viel Situationskomik schmunzeln. Vom Erste Hilfe Kurs im Altenheim über ein missglücktes Picknick mit Ameisen und Wolkenbruch – es geht gewohnt turbulent und amüsant zu.
Eine klare Leseempfehlung nicht nur für eingefleischte Saskia Louis Fans - ich frage mich nur, wen sie im nächsten Band verkuppelt:)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Wirklich witzig!

Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke! 1
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„Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ ist der erste Band einer neuen Kinderbuchreihe aus der Feder des Autors Rüdiger Bertram. Wie auch bei der „Coolman und ich“-Reihe ist der Erzählstil frech und ...

„Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!“ ist der erste Band einer neuen Kinderbuchreihe aus der Feder des Autors Rüdiger Bertram. Wie auch bei der „Coolman und ich“-Reihe ist der Erzählstil frech und witzig und aufgepeppt mit zahlreichen Illustrationen, die das Buch unterhaltsam machen und das Werk ein wenig in den Comic-Stil rücken, was für die Zielgruppe der jungen Leser ab 8 Jahren sicher ein Pluspunkt ist.
Zum Inhalt: Protagonistin Franzi wünscht sich nichts sehnlicher als ein eigenes Handy, um endlich mit ihren Mitschülern auf Augenhöhe zu stehen und ernst genommen zu werden. Da die Familie aber eher knapp bei Kasse ist, verwehren ihr ihre Eltern diesen Wunsch. Mit dem Wechsel an die weiterführende Schule hofft Franzi endlich das Stigma des fehlenden Handys hinter sich lassen zu können und auf einen Neuanfang, doch auch hier wird sie wegen des fehlenden Handys gehänselt. Ihre Eltern kaufen ihr deshalb ein gebrauchtes Handy, das über ein ungewöhnliches Innenleben verfügt: Superschurke Dandy Smart, genannt Dan, der auf lauter dumme Ideen kommt und die brave Franzi ordentlich aufmischt.
Auf unterhaltsame Art thematisiert der Autor auch ernste Themen wie die Geldknappheit in Franzis Familie, Mobbing, Technikwahn und die Gefahren des Internets, denn dass die Streiche von Dan nicht immer legal sind, erkennt aufgrund der starken Überzeichnung auch die jugendliche Leserschaft. Ohne oberlehrerhaften Zeigefinger wird die Botschaft rübergebracht, in welchen Bereichen man aufpassen muss und was man mit seinem Handy besser nicht tun sollte.
Unterhaltsame Randfiguren wie das trottelige Polizistenduo oder Franzis verpeilte Eltern runden die ganze Geschichte ab, auch Franzis Gegenspielerin und Bösewicht der Geschichte , die „Ballerina“, ist nicht ganz ernst zu nehmen.
Eine runde Sache die trotz weiblicher Protagonistin durch die Handythematik und den Superschurken Dan auch Jungen ansprechen dürfte.
Eine klare Leseempfehlung für Jungs und Mädchen ab ca 8 Jahren!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2020

Habe mir mehr erwartet...

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen - damit er dabei rauchen kann!
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Nach „Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer: Die witzigsten Schülerantworten“ , „Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker: Neue witzige Schülerantworten und Lehrergeschichten“ und „Nenne ...

Nach „Nenne drei Nadelbäume: Tanne, Fichte, Oberkiefer: Die witzigsten Schülerantworten“ , „Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker: Neue witzige Schülerantworten und Lehrergeschichten“ und „Nenne drei Streichinstrumente: Geige, Bratsche, Limoncello: Neue witzige Schülerantworten & Lehrersprüche“ ein neuer Angriff auf die Lachmuskeln von den beiden SPIEGEL-ONLINE-Redakteurinnen Lena Greiner und Carola Padtberg aus dem Schulalltag, den sie auf der Basis von zahllosen Einsendungen von Lehrern und Schülern zusammengestellt haben.
Aber vielleicht läuft sich das Ganze auch etwas zu Tode - so ganz ist der Funke nicht übergesprungen, neben heiteren Anekdoten war auch manches zum Fremdschämen...
Vielleicht trifft die nächste Runde wieder eher meinen Geschmack...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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