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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2019

Zu viel des Guten…

Perfectly Broken
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'Perfectly Broken' ist der neue Liebesroman aus der Feder der Autorin Sarah Stankewitz. Bereits der Titel wie auch der Klappentext signalisieren Emotionen in hohem Maße, damit hatte ich also gerechnet, ...

'Perfectly Broken' ist der neue Liebesroman aus der Feder der Autorin Sarah Stankewitz. Bereits der Titel wie auch der Klappentext signalisieren Emotionen in hohem Maße, damit hatte ich also gerechnet, nicht aber mit einer Geschichte, die es an Dramatik einfach übertreibt, wobei sich dem aufmerksamen Leser die dramatische Entwicklung der Dinge schon sehr frühzeitig aufdrängt – subtil geht anders… Aber im Ergebnis nimmt die Handlung eine dramatisch konstruierte Wendung nach der anderen, wobei sich der Leser im Stillen denkt, wie hoch wohl die Unwahrscheinlichkeit einer derartigen Entwicklung ist und dabei schon die Augen verdreht. Aber das wäre noch hinzunehmen, wenn wenigstens die Charaktere überzeugend wären – aber von der armen trauernden Brooke selbst bis hin zum perfekten Musterschwiegersohn Chase über die sexbesessene Freundin Mollly, hier hat mich jeder nur genervt.
Brooke versinkt in ihrer Trauer, für mich ein klarer Fall von Depression o.ä., fängt aber beim ersten Hören der Stimme ihres Nachbarn an zu sabbern: zuerst ist sie nur von seiner Stimme und seiner Art hingerissen, dann zerbricht sie sich den Kopf über sein Aussehen, um sich im nächsten Moment selbst zu kasteien, dass sie kein Glück verdient hat, weil ihr Liebster tot ist. Als sie Chase kennengelernt hat, geht das so weiter, indem sie sein herrliches Gesicht und seine Gestalt bewundert, um dann wieder in Selbstgeißelung zu verfallen .- irgendwann nervt es!!
Und auf der anderen Seite ist Chase, der zu gut für diese Welt zu sein scheint.. Typ Traumschwiegersohn! Da erscheint Molly, die nymphomanische Freundin von Brooke, die Sex für das Allheilmittel gegen alle Problem zu halten scheint, vergleichsweise herrlich normal!
Ehrlich gesagt, war mir hier einfach zu viel Drama in der Geschichte!

Veröffentlicht am 09.09.2019

Schade, bei den Bildern hatte ich mir mehr versprochen!

Der lange Weg zu dir
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"Der lange Weg zu dir" ist ein Kinderbuch von Martin Widmark mit Illustrationen von Emilia Dziubak. Es ist empfohlen für Kinder ab 5 Jahren und dreht sich im weitesten Sinne um das Thema Trauerverarbeitung. ...

"Der lange Weg zu dir" ist ein Kinderbuch von Martin Widmark mit Illustrationen von Emilia Dziubak. Es ist empfohlen für Kinder ab 5 Jahren und dreht sich im weitesten Sinne um das Thema Trauerverarbeitung. Protagonist Adam lebt mit seine alten Hund Rufus auf der einen Seite des Meeres, auf der anderen Seite die weibliche Protagonistin Sonia mit ihrer Katze Mietzi.
Das Buch besteht abwechselnd aus Illustrationen und kurzen Textpassagen, die mal Adams Erlebnisse, mal Sonias wiedergeben.
Da bereits auf der zweiten Seite Adams alter Hund Rufus stirbt, wird man quasi sofort in die ernste und traurige Thematik hineingeworfen, daran ändern auch die stimmungsvollen Bilder von Emilia Dziubak nichts, die zudem bisweilen ebenfalls etwas düster erscheinen.
Zeitgleich mit Rufus Tod setzt sich Mietzi in Bewegung und Sonia läuft ihr hinterher.
Auch fünfjährige Kinder fragen hier zurecht, was denn mit Sonias Eltern ist, wenn sie einfach davonläuft, aber die Eltern - wie auch sonstige Erwachsene aus Sonias Leben - tauchen bis zum Schluss der Geschichte nicht auf.
Während Adam in Trauer versinkt, obwohl ihn seine Großmutter zu trösten versucht (auch hier ist der „emotionale“ Austausch von Großmutter und Enkel seltsamer Weise auf die Nahrungsbereitstellung beschränkt) kämpft Sonia auf ihrer – eigentlich ziellosen Reise – mit etlichen Schwierigkeiten angefangen von den Grundbedürfnissen wie Hunger, Durst und einem Bett bis hin zu unfreundlichen Zeitgenossen.
Insgesamt muss ich daher sagen, dass mich die Geschichte trotz der schönen Bilder aus mehreren Gründen nicht überzeugt hat: zum einen hat sie Logiklücken, die auch Fünfjährige auffallen, dann fehlen mir komplett die Emotionen zwischen allen Charakteren (Adam – Großmutter, Sonia – Mietzi, Adam – Sonia usw.) mit Ausnahme der Liebe von Adam zu seinem Hund Rufus. Auch das Ende ist keine richtiges Happy End – schade, bei den Bildern hatte ich mir mehr versprochen!

Veröffentlicht am 03.09.2019

Schwächer als die ersten beiden Bände…

Midnight Liaisons - Zur Leidenschaft bestimmt
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„Midnight Liaisons - Zur Leidenschaft bestimmt“ ist der vierte Band aus der Paranormal-Romance-Reihe "Midnight Liaisons" von Jessica Clare rund um die Datingagentur "Midnight Liaisons", die übernatürliche ...

„Midnight Liaisons - Zur Leidenschaft bestimmt“ ist der vierte Band aus der Paranormal-Romance-Reihe "Midnight Liaisons" von Jessica Clare rund um die Datingagentur "Midnight Liaisons", die übernatürliche Wesen an den Mann/die Frau/“was auch immer“ bringt.
Die Geschichten sind jeweils in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
In diesem Band geht es um Savannah Russel aus dem Clan der Werpumas.
Zu Klappentext:
Savannah, Werpuma und im besten Alter, will ihrem Freund die eine entscheidende Frage stellen. Doch der hat ganz andere Pläne, wie sich herausstellt: Der romantische Kinoabend endet in einer Trennung. Und es kommt noch schlimmer: Beim Verlassen des Kinos wird Savannah von einem Werwolfsrudel entführt. Es könnte besser für sie laufen.
Connor, Werwolf und Mitglied der Anderson-Sippe, liebt Savannah seit er sie das erste Mal gesehen hat. Aber leider ist sie eine Nummer zu groß für ihn. Als attraktive Werpuma-Frau nimmt sie ihn überhaupt nicht wahr. Bis der Anführer seines Rudels sie entführen lässt - und nur Connor ihr helfen kann.
Beide spüren eine kaum erträgliche Anziehung. Aber ist es mehr als körperliches Verlangen? Haben sie eine Zukunft?
Savannahs Geschichte umspinnt zeitlich quasi alle anderen drei Bände, denn ihre Entführung passierte parallel zum Geschehen des ersten und zu Beginn des zweiten Bandes und auch im dritten taucht Savannah nach ihrer Freilassung immer wieder auf.
Wir erleben die Entführung, Freilassung und die Zeit danach, sowie das Werben Connors um Savannah. Die Dialoge sind witzig, die Handlung – mal abgesehen von der Entführung eines jungen Mädchens – unterhaltsam und die Charaktere teils schräg (Primordials), insgesamt also ein kurzweiliger Lesespaß für alle, die paranormale Liebesgeschichten mögen. Ich muss jedoch sagen, dass ich Band 1 am witzigsten fand, weil in den folgenden Bänden der Schwerpunkt immer mehr ins Erotische verrutscht, was aber zu teils etwas kurios anmutenden Szenen führt.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Hat mich nicht wirklich überzeugt…

Winston Brothers
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„Winston Brothers- Whenever you fall“ ist der fünfte Band aus der „Green Valley“-Reihe der Autorin Penny Reid rund um die sieben Winston Geschwister. Nach Jethro, Cletus, Beau und Duane kommt nun der ...

„Winston Brothers- Whenever you fall“ ist der fünfte Band aus der „Green Valley“-Reihe der Autorin Penny Reid rund um die sieben Winston Geschwister. Nach Jethro, Cletus, Beau und Duane kommt nun der jüngste Winston Roscoe „unter die Haube“.
Zum Klappentext: Zehn Jahre nachdem Simone Payton ihm das Herz gebrochen hat, will Roscoe Winston nichts weiter als einen Dougnut. Blöd nur, dass Simone plötzlich hinter der Theke des Ladens ihrer Mutter steht und er sie ganz sicher nicht um einen bitten wird. Roscoe würde auch gerne vergessen, was geschehen ist. Aber Roscoe erinnert sich an alles. Jeden Blick, jedes Wort und jede unerwiderte Sekunde seiner Zuneigung für sie. Und das letzte was er braucht ist noch eine weitere Erinnerung an Simone. Wieso ist sie zurück in Green Valley? Und nach der ersten Begegnung trifft er sie plötzlich (zufällig?) überall… Zehn Jahre, nachdem Roscoe Winston aus ihrem Leben verschwunden ist, will Simone Payton ihn im Grunde ausnutzen. Sie hätte auch gerne Antworten auf ihre Fragen, warum ihr damals bester Freund von einem Tag auf den anderen nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte. Aber wenn er ihr nichts dazu sagen will, ist das auch okay. Simone hat schon lange mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen. Hat sie wirklich. Total. Sie denkt auch garantiert nicht mehr an Roscoe. Nie. Sie hat kein Problem damit ihn komplett zu vergessen. Nur benötigt sie vorher noch einen kleinen Gefallen…
Der fünfte Band ist in meinen Augen inhaltlich deutlich schwächer als die ersten Bände der Serie. Für Fans der Reihe ist es wie ein Familientreffen, denn natürlich tauchen in dem Buch über kurz oder lang alle anderen „Winstons“ zusammen mit ihren „Anhängen“, mit denen sie in den Vorgängerbänden zusammenkamen, auf, insgesamt blieb die Story aber für mich deutlich an Originalität und Witz beispielsweise hinter der Geschichte von Duane und Jessica oder von Cletus und Jennifer zurück.
Obwohl die Rahmenhandlung sogar spannend ist - schließlich ist Simone eine FBI-Agentin im verdeckten Einsatz - hatte die Liebesgeschichte für mich aber ihre Logiklücken und die speziellen Eigenschaften der Protagonisten brachten mich eher zum Kopfschütteln, da sie sich und der gemeinsamen Beziehung damit nur im Wege standen. Während Cletus liebenswert verschroben ist und mit Jennifer sein Pendant gefunden hat, habe ich mich bei Roscoe immer wieder gefragt, wo denn nun eigentlich sein Problem ist. Er scheint ein hervorragendes Gedächtnis zu haben und wirklich partout nichts vergessen zu können. Und das hält ihn dann davor ab, neue Erfahrungen zu machen – für mich nicht wirklich nachvollziehbar! Simone ihrerseits hat ein ebenso brillantes Gehirn, stellt die wissenschaftliche Herangehensweise über alles, scheint alles zu Tode zu analysieren und leidet aber nebenbei noch unter einem kräftigen Minderwertigkeitskomplex. Warum die beiden, die seit dem Sandkasten die besten Freunde waren, über zehn Jahre hinweg es nicht schaffen, miteinander zu reden und sich stattdessen nur aus dem Weg gegangen sind, war für mich nicht nachvollziehbar, das Missverständnis, das ihre Freundschaft (und die Aussicht auf mehr) beendet hat, übrigens ebenfalls…
Schade, hier hätte wesentlich mehr Potential in der Geschichte gesteckt, die sich am Schluss plötzlich überschlug, um zum Happy End zu kommen.
Geschrieben wieder gewohnt flüssig und witzig, abwechselnd aus der Perspektive von Simone und Roscoe, was das Lesen sehr abwechslungsreich macht. Insgesamt eine kurzweilige Geschichte insbesondere für Fans der Reihe!

Veröffentlicht am 26.08.2019

Liebeserklärung an Rügen mit etlichen Längen…

Inselküsse
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Für eingefleischte Ostsee- und Rügenfans ein Genuss, ansonsten eine eher oberflächliche, reichlich klischeehafte Liebesgeschichte mit zahlreichen Längen!
Dabei war die Leseprobe vielversprechend: die ...

Für eingefleischte Ostsee- und Rügenfans ein Genuss, ansonsten eine eher oberflächliche, reichlich klischeehafte Liebesgeschichte mit zahlreichen Längen!
Dabei war die Leseprobe vielversprechend: die 43jährige Marie hat es als alleinerziehende Mutter dreier Kinder nicht leicht, doch sie nimmt die Pubertätskrisen der 14jährigen Tochter mit bemerkenswerter Gelassenheit ebenso wie die Eigenheiten ihrer 9jährigen Zwillinge.
Von den beiden Vätern der Kinder im Stich gelassen ist sie als Töpferin finanziell immer am Rande der Krise und die entlädt sich gerade so richtig, als ihre Berliner Altbauwohnung saniert und unerschwinglich teurer werden soll und zugleich ihre Töpferwerkstatt baupolizeilich geschlossen wird – das Angebot ihrer alten Nachbarin, mit ihr zusammen in ein geerbtes Haus nach Rügen umzusiedeln, erscheint da sehr verlockend. Doch das Traumhaus entpuppt sich als sanierungsbedürftige Bruchbude…
Dass bei einem Liebesroman eine mehr oder minder vorhersehbare Liebesgeschichte mit mehr oder minder großen Klischees auf den Leser zukommt, damit habe ich gerechnet, dass die Krisen in der Beziehung zwischen Marie und ihrem Rügener Traummann Christian aber dermaßen künstlich durch Missverständnisse und mangelnde Kommunikation herbeigeschrieben werden, hat mich dann doch genervt!
Wenn man nicht miteinander Klartext redet, kann es einfach nicht klappen! Wenn Marie aus den o.g. Gründen mit Kindern und Kater von Berlin nach Rügen übersiedelt, ist ja noch nachvollziehbar, aber dass Christian mit seinen drei- und neunjährigen Söhnen vor seiner vermeintlich unglücklichen Liebe nach Bayern flieht ohne eine vernünftige Betreuungssituation, das war für mich absolut unglaubwürdig! Die Protagonisten haben sich wie pubertierende Teenager verhalten: jeder war eigentlich völlig grundlos verletzt und beleidigt und hat den anderen ignoriert…
Schade, ohne diese überflüssigen und nicht nachvollziehbaren Längen hätte die Geschichte durch die Rügen-Kulisse für mich durchaus Charme gehabt…