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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2018

Fortsetzung mit gewissen Längen...

Save You
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"Save You" ist der zweite Band der "Maxton Hall"- Reihe der Autorin Mona Kasten um Ruby Bell und James Beaufort.
Teil zwei knüpft unmittelbar an die Handlung des ersten Teils an, der ja mit einem ziemlichen ...

"Save You" ist der zweite Band der "Maxton Hall"- Reihe der Autorin Mona Kasten um Ruby Bell und James Beaufort.
Teil zwei knüpft unmittelbar an die Handlung des ersten Teils an, der ja mit einem ziemlichen Paukenschlag geendet hat: nach dem vermeintlich glücklichen Zusammenfinden von Ruby und James und etlichen Irrungen und Wirrungen brüskiert James Ruby erneut und diese beendet ihre gerade begonnene Beziehung wieder.
Ehrlich gesagt hätte ich bereits bei diesem "Höhepunkt" am liebsten alle Beteiligten geschüttelt, weil offensichtlich Kommunikation weder die Stärke von James noch von Ruby noch von Lydia ist. Mir ist James`Verhalten auch nicht ganz einleuchtend, aber in emotionalen Ausnahmesituationen wie dem Tod eines Elternteils handelt niemand völlig vernünftig. Insoweit konnte ich Rubys Verhalten nur schwer nachvollziehen. Offensichtlich leidet sie letztlich unter einem geringen Selbstvertrauen, wenn sie James`Erklärungen und Entschuldigungen vor diesem Hintergrund nicht akzeptieren kann. Diese Entwicklung empfand ich dann doch ein wenig als Bruch zu der zielstrebigen und klar organisierten Ruby in den Anfängen des ersten Buchs.
Große Strecken des zweiten Bandes hinweg sind von Rubys Zweifeln, aber auch ihrem Liebeskummer und ihrer Unzufriedenheit geprägt, was sich für mich dann ziemlich hingezogen hat.
Überraschend, da anders als im ersten Band, waren die neu hinzugekommenen Erzählperspektiven von James´ Schwester, Lydia Beaufort und Rubys Schwester, Ember Bell.
Gerade Lydias Sicht ist - angesichts ihrer persönlichen prekären Situation - sehr interessant. Hier fand ich auch die Entwicklung ihrer Freundschaft zu Ruby schön geschildert.
Auch Wren erfährt als Nebencharakter eine gewisse Entwicklung - ob zum Positiven, wird sich (hoffentlich) in Band 3 zeigen.
Insgesamt muss man sagen, dass Band 2 mit einem erneuten Cliffhanger aus meiner Sicht deutlich auf das in Band 3 zu erwartende Happy End hinarbeitet und war damit für mich inhaltlich etwas enttäuschend.
Die Geschichte selbst ist flüssig geschrieben, liest sich gut und schnell.

Veröffentlicht am 16.06.2018

Kurzweiliges und unterhaltsames Lesevergnügen!

Robin – High in the Sky
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Mit ihrem Roman "Robin - HIgh in The Sky" lässt Autorin Charlotte Taylor zwei Protagonisten aufeinander treffen, wie sie verschiedener nicht sein könnten - meint man zunächst. Die taffe, selbstbewusste ...

Mit ihrem Roman "Robin - HIgh in The Sky" lässt Autorin Charlotte Taylor zwei Protagonisten aufeinander treffen, wie sie verschiedener nicht sein könnten - meint man zunächst. Die taffe, selbstbewusste Robin Stewart, erfolgreichste Wirtschaftsjuristin Londons, und Sky Forrester, idealistischer Entwicklungshelfer, scheinen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben, doch zuerst erleiden sie beide am 23. Dezember ihren zweitschlimmsten Tag als Robins zukünftiger Ehemann statt vor den Traualtar hinter Gitter wandert und Skys Stiftung bankrott geht. Natürlich fragt man sich da, was wohl der schlimmste Tag der beiden gewesen ist, aber das erfährt der Leser auch noch im Laufe der Geschichte, und zumindest ich war bei Robin sehr überrascht.
Dann kreuzen sich natürlich die Wege der beiden mehrfach, wobei die Autorin den beiden hier sehr symphatische und zugleich skurile Nebenfiguren an die Seite stellt. Meine persönliche Favoritin war Nana Rosalynd, Skys schrullige, aber topfitte Hippie-Großmutter mit einem riesengroßen Herzen, sehr wachen Verstand und erstaunlicher Menschenkenntnis.
Ich tat mich am Anfang mit Robin als weiblicher Protagonistin etwas schwer. ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mich jedoch sehr überzeugt.
Der Roman liest sich flüssig und ist sehr unterhaltsam geschrieben. Die einzelnen Orte sind dabei so bildlich beschrieben, dass man meint, mit vor Ort zu sein, z.B. im kleinen Chinarestaurant oder im Möbelhaus beim Bettenprobieren.
Kurzum ein sehr amüsanter Liebesroman zum Schmunzeln mit liebenswerten Haupt- und Nebenfiguren!

Veröffentlicht am 16.06.2018

Unterwegs mit "Brautzilla"...

Nächster Halt: Australien
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"Nächster Halt: Australien" ist der ist der vierte Band der „The Lonely Hearts Travel Club-Reihe“ der Autorin Katy Colins rund um Reiseagenturinhaberin Georgia Green.
Diesmal stehen allerdings weniger ...

"Nächster Halt: Australien" ist der ist der vierte Band der „The Lonely Hearts Travel Club-Reihe“ der Autorin Katy Colins rund um Reiseagenturinhaberin Georgia Green.
Diesmal stehen allerdings weniger Reiseerlebnisse in „Down Under“ auf dem Programm - wie vielleicht der Titel vermuten lässt - als vielmehr Herz und Schmerz, Chaos und blanke Nerven rund um die anstehende Hochzeit von Georgias bester Freundin Shelley.
Ich kannte die vorangehenden Bände der „The Lonely Hearts Travel Club-Reihe“ nicht, habe aber sofort Anschluss an die Geschichte, die Charaktere und den Stand der Dinge gefunden, weil die Autorin immer wieder sehr geschickt Erklärungen und Querverweise in die laufende Geschichte einfließen lässt.
Schon allein das Wort „Brautzilla“ fand ich köstlich und es erschließt sich einem im Laufe der Geschichte die Bedeutung und Tragweite dieses Begriffes:)
Fazit: Ein kurzweiliger und amüsanter Trip mit überraschender Endwendung, bei dem ich mir allenfalls ein wenig mehr Einblicke in das Reiseziel Australien gewünscht hätte, so wie es der Titel versprach.
Die Geschichte ist sehr flüssig und kurzweilig geschrieben und man kommt bei den sich anbahnenden Dramen nicht mehr aus dem Schmunzeln heraus…

Veröffentlicht am 13.06.2018

Sehr emotionale Lebens- und Liebesgeschichte mit ernstem Hintergrund!

Der Pub der guten Hoffnung
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Was für mich vom Cover, dem Titel und der Inhaltsbeschreibung her zunächst wie ein reines Rosamunde Pilcher Idyll klang, entpuppte sich als überraschend tiefgründige Lebens- und Liebesgeschichte, die mich ...

Was für mich vom Cover, dem Titel und der Inhaltsbeschreibung her zunächst wie ein reines Rosamunde Pilcher Idyll klang, entpuppte sich als überraschend tiefgründige Lebens- und Liebesgeschichte, die mich zum Nachdenken brachte.
Alexandra Zöbelis Roman "Der Pub der guten Hoffnung" beginnt gleichsam mit einem Paukenschlag. Von einem Tag auf den anderen zerbricht das sorglose Leben von Hannah und Sam, als ihr Sohn in einem Zug Amok läuft und sich und Mitreisenden das Leben nimmt. Als Leser empfindet man mit den Protagonisten, die zwischen Schock, Trauer und Unverständnis schwanken, sich den Angriffen und Vorwürfen ihrer Umwelt und Presseattacken ausgesetzt sehen und sich mit Selbstvorwürfen geißeln, weil sie die Nöte und psychischen Probleme ihres eigenen Sohnes nicht gesehen haben. In diesem ganzen Gefühlschaos gerät auch ihre bis dahin scheinbar glückliche Ehe ins Wanken. Hannah flieht in eine psychiatrische Klinik, um Ruhe zu finden, Sam nimmt eine Auszeit in einem kleinen Dorf in Wales.
Dort landet er gleichsam in einer völlig anderen Welt und trifft auf die Junge Hope und ihre Familie, die auch mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat. Sams "Ankommen" und "Einfinden" in Wales schildert die Autorin ebenfalls sehr einfühlsam. Sie entwickelt die Geschichte langsam, für mich aber nicht langweilig.
Bis letzendlich alle Fäden in Wales zusammenlaufen erlebt der Leser eine sehr emotionale Lebens- und Liebesgeschichte mit vielen Wendungen, die einen insgesamt nachdenklich zurücklässt.
Ein sehr schönes Buch!

Veröffentlicht am 09.06.2018

Konnte mich leider nicht so ganz überzeugen...

Annas (fast) perfekte Hochzeit
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Autorin Marion Stieglitz konnte mich mit ihrer Geschichte " Annas (fast) perfekte Hochzeit" leider nicht wirklich mitnehmen.
Was sich im Klappentext noch recht unterhaltsam las, empfand ich dann doch ...

Autorin Marion Stieglitz konnte mich mit ihrer Geschichte " Annas (fast) perfekte Hochzeit" leider nicht wirklich mitnehmen.
Was sich im Klappentext noch recht unterhaltsam las, empfand ich dann doch als etwas zäh.
Zu Protagonistin Anna habe ich von Anfang an keinen Draht gefunden und habe mich bis zum Schluss mit ihren Gefühlen und Entscheidungen schwer getan, ja im Laufe des Buches für sie sogar einen gewissen Widerwillen entwickelt, vielleicht, weil ich manches so gar nicht nachvollziehen konnte und sie phasenweise einfach (wach)schütteln wollte.
Anna träumt von einer Hochzeit in Weiß, seit sie als kleines Mädchen eine Dokumentation über Traumhochzeiten gesehen hat. Von daher lauert sie geradezu auf einen Heiratsantrag ihre langjährigen Freundes Bernd. Dass dieser sie mit ihrer Erwartungshaltung dann auch noch auf den Arm nimmt, hat mich nur von Anfang an in der Auffassung bestärkt, dass Anna und Bernd nicht wirklich ein Traumpaar sind. Bereits ihr Kennenlernen wird reichlich ernüchternd beschrieben, als hätte die Autorin selbst ihrer Protagonistin den Bruch schon nahegelegt.
Aber zuerst müssen wir auf zahlreichen Seiten in schon fast lächerlicher Ernsthaftigkeit durch Hochzeitsmessen, Restaurantbesuche und Testessen mit Gezänk hindurch, bis Anna endlich auch zu dieser Erkenntnis kommt.
Annas familiärer Hintergrund schlägt natürlich auch noch durch - Thema "geschiedene Eltern zusammen auf der Hochzeit des gemeinsamen Kindes"...
Wegen der witzigen Nebenfiguren und der netten Idee von der Brautboutique habe ich mich dann doch noch ganz gut unterhalten, auch wenn die Protagonisten etwas "blutleer" blieben...