Platzhalter für Profilbild

leseratte_lyx

Lesejury Star
offline

leseratte_lyx ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit leseratte_lyx über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2020

Überzeugender Auftakt!

Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau
0

„Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau“ – hinter diesem etwas sperrigen Titel verbirgt sich das Jugendbuchdebut der Autorin Janet Clark, die bereits etliche Thrillerbestseller veröffentlicht ...

„Mina und die Karma-Jäger - Der Klassenkassen-Klau“ – hinter diesem etwas sperrigen Titel verbirgt sich das Jugendbuchdebut der Autorin Janet Clark, die bereits etliche Thrillerbestseller veröffentlicht hat. Die Geschichte ist zugleich der Auftaktband, dem zumindest eine Fortsetzung in Kürze folgen wird. Das Buch begeistert auch durch seine witzigen, detaillierten Zeichnungen aus der Feder der Illustratorin Sabine Sauter: nicht nur das Cover ist ein Hingucker, bei dem man auch bei mehrmaliger Betrachtung immer wieder etwas Neues und Witziges entdeckt (herrlich der skurrile Wegweiser „Himmel“ und „Das willst du lieber nicht wissen“, sowie die beiden Rücken an Rücken aneinandergelehnten und doch leicht angenervt guckenden Protagonisten) auch das Innenleben ist mit witzigen Zeichnungen versehen.
Der Text ist in kurze Kapitel gegliedert, was das Lesen für die Zielgruppe ab 9 Jahren erleichtert. Für Erwachsene mag die Sprache der Kids vielleicht etwas aufgesetzt cool wirken, aber den jugendlichen Lesern wird dies sicher gefallen.
Zum Klappentext:
Geist mit Karma-Problem trifft auf echte Girl-Power Warnung! Karmalevel 07 Stufe: unterirdisch – kurz vor Nacktmull Stell dir vor, du freust dich auf deine Geburtstagsparty, doch anstelle deiner Freunde steht ein fremder Junge vor der Tür. Er hat alle deine Gäste ausgeladen, damit du ihm jetzt sofort hilfst, Karma-Punkte zu sammeln. Ohne die kommt er nämlich nicht in den Himmel. Verrückt? Ja, das denkt Mina auch. Bis sie feststellt, dass nur sie den Jungen sehen kann. Er ist ein Geist. Und einen Geist, der dringend deine Hilfe braucht, wirst du so leicht nicht mehr los. Und den Ärger, den so ein Geist mit sich bringt, auch nicht ...
Protagonistin Mina ist zunächst überhaupt nicht erfreut, als Rettung in letzter Minute für Julius zu fungieren, einen Geist, der ausgerechnet an ihrem 11. Geburtstag vor ihrer Tür steht und ihre Hilfe benötigt, um Karma-Punkte zu sammeln. Doch Mina wäre nicht Mina, wenn sie sich nicht doch ein Herz fassen würde und Julius bei der Erfüllung seiner himmlischen Karma-Aufgaben helfen würde. Und eben die erste ist es, herauszufinden, wer die Klassenkasse von Minas 5. Klasse beklaut hat.
Mit den beiden witzigen Protagonisten und dem flotten Schreibstil findet das Buch sicher sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen Anklang. Ob sich 11jährige schon Gedanken über Hormonchaos machen und Geistererscheinungen darauf schieben, wage ich zwar zu bezweifeln, aber die Geschichte hat eine in sich stimmige Grundidee, auch eine pädagogische Botschaft und der kleine Kriminalfall wird zu einer für alle befriedigenden Lösung geführt.
Klare Leseempfehlung für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2020

Interessanter Auftaktband!

Die Lichtbringerin 1
0

„Die Lichtbringerin 1“ ist der erste Band einer neuen Fantasy-Trilogie der Autorin Johanna Danninger. Der Verlag verspricht eine romantische Urban-Fantasy-Buchserie voller Magie.
Zum Inhalt: *Wirke Magie ...

„Die Lichtbringerin 1“ ist der erste Band einer neuen Fantasy-Trilogie der Autorin Johanna Danninger. Der Verlag verspricht eine romantische Urban-Fantasy-Buchserie voller Magie.
Zum Inhalt: *Wirke Magie und werde zur Lichtbringerin*
Eigentlich hätte Lucia heute Nacht sterben müssen. Doch zu ihrer Überraschung trägt sie von dem schweren Autounfall nur ein paar blaue Flecken davon. Von jetzt auf gleich stellt sich ihr ein junger Mann namens Rakesh als ihr »neuer Mentor« vor. Sie soll über besondere Fähigkeiten verfügen, die ihr erlauben übernatürliche Wesen wahrzunehmen und selbst Magie anzuwenden. Für Lucia steht fest: Rakesh spinnt! Auf gar keinen Fall will sie sich auf diesen charismatischen, gut aussehenden Kerl... Unsinn einlassen. Aber dem eigenen Schicksal kann sie nicht entkommen. Unversehens befindet sich Lucia in einem Kampf zwischen schwarzen Magiern, Dämonen und Lichtkriegern.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 17jährige Lucia, ein ganz normaler Teenager, der eine Ausbildung macht, auf Partys geht, sich mit seinem Freund streitet und – einen Unfall erlebt und ab da wird alles anders, denn Lucia überlebt einen eigentlich tödlichen Unfall. Das was ihr die beiden Personen, die sich als ihre Mentoren bezeichnen, nach ihrem Aufwachen erzählen, hält sie für totalen Quatsch…
Ich muss gestehen, ich hatte mit der Geschichte ein wenig Anlaufschwierigkeiten. Lucia ist ein etwas sperriger Charakter mit einer leicht schnodderigen, skeptischen Art, nicht sofort gewinnend. So verhält sie sich auch gegenüber ihrem neuen Mentor zunächst extrem abweisend bis unhöflich, was ich teilweise verstehe, teilweise aber auch etwas nervig fand. Doch mit dem Verlauf der Geschichte wurde es immer interessanter und ich wurde gefesselt. Johanna Danninger entwirft eine interessante Welt, die teils auf esotherische Lehren, teils auf reine Fiktion Bezug nimmt. Zusammen mit Lucia taucht man immer tiefer in die Welt der Lichtbringer und -krieger ein, erlebt ein Bamberg mit Dämonen und schwarzmagischen Zirkeln. Gerade das Finale ist wirklich packend und ich bin gespannt, wie es weitergeht, welche Fähigkeiten Lucia noch entwickelt…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Verwirrende Fantasywelt…

Shadowscent - Die Blume der Finsternis
0

„Shadowscent - Die Blume der Finsternis“ ist ein Fantasyroman der Autorin P.M. Freestone und entführt uns in die Welt der Düfte…
Zum Klappentext:

Im Kaiserreich Aramtesch haben Düfte Macht - und diejenigen, ...

„Shadowscent - Die Blume der Finsternis“ ist ein Fantasyroman der Autorin P.M. Freestone und entführt uns in die Welt der Düfte…
Zum Klappentext:

Im Kaiserreich Aramtesch haben Düfte Macht - und diejenigen, die sie beherrschen!

Ausgerechnet am Blütenmond passiert in den geheimen Gärten der Hüterin der Düfte die Katastrophe: Der Kronprinz, der gerade erst angereist war, liegt vergiftet am Boden. Rakel, der armen Dienerin mit einem besonderen Talent für Düfte, und Ash, dem Leibwächter des Prinzen, fällt die eigentlich unlösbare Aufgabe zu, das rettende Gegenmittel zu finden. Dafür müssen die beiden kryptische Geheimnisse aus uralten Zeiten entschlüsseln und ihre eigenen verborgenen Wahrheiten erkennen …

Das geheimnisvolle Cover mit der Blüte, zugleich arabisch anmutend, hatte meine Aufmerksamkeit geweckt. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Leider bin ich in der Fantasywelt, die die Autorin entspinnt, einfach untergegangen. Schon auf den ersten Seiten, als Protagonistin Rakel noch bei ihrem kranken Vater in einem kleinen Dorf in der Abgeschiedenheit der Wüste lebt, ging es los mit neuen Bezeichnungen und geheimnisvollen Dingen. Selbst die Erkrankung des Vaters wird erst ganz allmählich enthüllt. Der Aufbruch in die Stadt und die Kulisse dort wiederum fremdartig und die Welt des Bazars, in die Rakel dann abtaucht, erneut geheimnisvoll…
Ich finde neue Ideen und Welten grundsätzlich spannend und interessant, aber wenn der Leser das Gefühl hat, nur noch Bahnhof zu verstehen und immer wieder zurückblättern zu müssen, um nachzusehen, ob er etwas überlesen oder vergessen hat, wird es anstrengend… Ein Glossar für die neuartigen Begriffe, die die Autorin gebraucht, wäre hier vielleicht hilfreich gewesen.
Rakel und Ash waren als Protagonisten sympathisch und authentisch.
Insgesamt ist für mich der Lesegenuss jedoch etwas auf der Strecke geblieben…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Wirrer Genre-Mix aus Krimi, Fantasy und historischem Roman…

Die Ewigkeit in einem Glas
0

„Die Ewigkeit in einem Glas“ ist ein Roman der Autorin Jess Kidd, der im viktorianischen England spielt.
Zum Inhalt:
London 1863. Bridie Devine, Privatdetektivin und Expertin für kleinere chirurgische ...

„Die Ewigkeit in einem Glas“ ist ein Roman der Autorin Jess Kidd, der im viktorianischen England spielt.
Zum Inhalt:
London 1863. Bridie Devine, Privatdetektivin und Expertin für kleinere chirurgische Eingriffe, erhält den Auftrag, die entführte Tochter des Adligen Sir Edmund zurückzubringen. Alles an dem Fall ist beängstigend seltsam: der nervöse Vater, die feindselige Dienerschaft, der windige Hausarzt. Allen voran aber die verschwundene Christabel, die kaum je einer gesehen hat. Doch zunächst ist die energische Bridie ganz in ihrem Element, denn sie liebt vertrackte Fälle. Zudem fühlt sie sich beschützt von ihrem neuen Begleiter, Ruby – der ist zwar tot, aber wen stört das schon. Als sich Bridie jedoch Zugang zu Christabels Räumen verschafft, begreift sie, was das Besondere an dem Mädchen ist und dass dieses in großer Gefahr schwebt. Und noch etwas ahnt sie: Ihr größter Widersacher aus der Vergangenheit, ein herzloser und grausamer Sammler menschlicher Kuriositäten, von dem Bridie gehofft hatte, dass er tot sei, ist wieder aufgetaucht, und er wird zu ihrem gefährlichsten Gegner bei der Suche nach Christabel.

Ich hatte einen historischen Kriminalroman mit einer weiblichen Hauptfigur erwartet, dass schon in den ersten Kapiteln übernatürliche Wesen und Geister auftauchen, hingegen nicht. Die Atmosphäre mag das viktorianische England gut beschrieben haben, anheimelnd und gewinnend war sie nicht. Dazu jede Menge abstoßender Gestalten, im Prinzip „hat jeder Dreck am Stecken“ und ist unsympathisch. Ich konnte mich weder mit dem Schreibstil noch mit der Geschichte recht anfreunden… Gerade auch durch die vielen auftauchenden übernatürlichen Wesen kippte das Ganze für mich in einen abstrusen Wirrwarr…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2020

Konnte mich nicht völlig überzeugen…

Beyond Eternity. Der Fluch des Vampirs
0

„Beyond Eternity - Der Fluch des Vampirs“ stammt aus der Feder von Jess A. Loup und Nika S. Daveron und wird vom Verlag als „lässige Urban Fantasy Romance für Vampir-Fans“ beschrieben.
Zum Klappentext: ...

„Beyond Eternity - Der Fluch des Vampirs“ stammt aus der Feder von Jess A. Loup und Nika S. Daveron und wird vom Verlag als „lässige Urban Fantasy Romance für Vampir-Fans“ beschrieben.
Zum Klappentext: *Wenn du dein Herz an einen Vampir verlierst…*
Andie braucht dringend Geld, denn nach dem Tod ihrer Tante ist sie nicht nur Waise, sondern auch völlig mittellos. Doch Jobangebote in New York sind rar und so nimmt sie die einzige Stelle an, die sich ihr bietet. Sie wird Kellnerin im »Wild Dog«, einer heruntergekommenen Bar mit schlecht gelauntem Besitzer und mehr als zwielichtigen Gästen. Die einzige Ausnahme: Dane, ein faszinierender, schweigsamer Mann, der Andies Herz schon bei der ersten Begegnung zum Aussetzen bringt – und sie in einen Strudel aus dunklen Geheimnissen und magischen Gefahren reißt…
Ich hatte ein wenig Mühe, mich mit Protagonistin Andie zu identifizieren – sie kam mir ein bisschen wie Aschenputtel vor, die im Haus der bösen Stiefmutter lebt… Anscheinend hat sie auch das Verhalten ihrer ungeliebten Großtante nicht hinterfragt. Sie schwankt für mich zwischen Naivität und Pragmatismus. Nachdem sie in eine Welt voller übernatürlicher Wesen gestolpert ist, arrangiert sie sich überraschend schnell mit ihrem Schicksal.
Dane, der geheimnisvolle Unbekannte, bleibt weitgehend farblos und das liegt nicht an seiner Stummheit… Auch die herrschsüchtigen und arroganten Vampireltern und der Freund aus Jugendtagen, der zum erbitterten Erzfeind geworden ist, bedienen Klischees, ohne die Geschichte wirklich zu beleben.
Im Hinblick auf das offene Ende scheint eine Fortsetzung geplant zu sein – ob ich diese lesen werde, muss ich mir noch genau überlegen…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere