Cover-Bild Klub der seltsamen Kinder
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Jungbrunnen
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 232
  • Ersterscheinung: 05.02.2025
  • ISBN: 9783702660017
  • Empfohlenes Alter: ab 9 Jahren
Petra Soukupová

Klub der seltsamen Kinder

Mit Mut und Selbstvertrauen ins Abenteuer! Kinderbuch für mehr Diversität und Solidarität im Alltag, Freundschaft macht Außenseiter stark und resilient und lässt sie für ihre Ideale einstehen
Johanna Posset (Übersetzer), Nikola Logosová (Illustrator)

Vier Kinder. Vier schräge und sehr unterschiedliche Charaktere, die durch Zufall aufeinandertreffen. Was sich abenteuerlich anhört, ist genau das - ein ausgeklügeltes, tiefsinniges und facettenreiches Abenteuer. Peter will von zu Hause abhauen. Seine neuen Freunde Katka, Mila und Franta beschließen, ihn zu begleiten, auch wenn sie sich damit viel Ärger einhandeln. Die Planung verläuft holprig, die Ausführung des Plans ebenso, doch der Zusammenhalt wächst. Der Treffpunkt ist ein altes Ferienlager. Auf dem Weg dorthin bekämpfen sie Ungerechtigkeiten, hinterfragen Grundsätzliches und überwinden erstaunliche Schwierigkeiten. Schließlich werden die vier aufgegriffen und warten darauf, von ihren Eltern abgeholt zu werden. Doch ihre Freundschaft ist besiegelt.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei riraraffi in einem Regal.
  • riraraffi hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.05.2025

Eine ungewöhnliche Freundschaft

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Das Cover gibt schon sehr schön die Art der Illustrationen im Buch wieder, es zeigt uns Milas Vorliebe für Spinnen und andere Tiere und die verlassene Siedlung, in die die Kinder sich aufmachen.
Mila verliert ...

Das Cover gibt schon sehr schön die Art der Illustrationen im Buch wieder, es zeigt uns Milas Vorliebe für Spinnen und andere Tiere und die verlassene Siedlung, in die die Kinder sich aufmachen.
Mila verliert sich immer wieder in ihre Naturbeobachtungen, sie bezeichnet sich selbst als „seltsam“ und hat manchmal Aussetzer. Peter, der Jüngste der Kinder, kann vor Angst nicht einschlafen und ängstig sich ständig, deshalb möchte er auch nicht an der Klassenfahrt teilnehmen. Katka ist übergewichtig und wird von allen, auch von ihrem älteren Bruder, gemobbt. Sie liest gerne und flüchtet so vor ihrer bitteren Realität. Der gehbehinderte Franta ist oft bösartig. Mit seinem Handy dreht er Videos, die er ungefragt ins Netz stellt. Als Peter beschließt auszureißen, beschließen die drei anderen ihn zu begleiten. Diese gemeinsame kleine Reise wird für alle zum Abenteuer.
So langsam lernen wir die vier Protagonisten anhand kurzer Episoden kennen. Die Anfangsbuchstaben ihrer Namen zeigen jeweils zu Beginn des Abschnitts aus welcher Sicht der Abschnitt erzählt wird. Das bringt für uns interessante Einblicke in Gefühle und Denkweisen der Kinder. Besonders Peters Ängste fand ich sehr einleuchtend beschrieben, aber auch die „Aussetzer“ von Mila machten so doch Sinn. Frantas Bosheiten, die er oft gar nicht so empfand, hatten dadurch sowas wie eine Erklärung. Katka, die durch ihr ständiges Lesen zur Außenseiterin wurde, freute sich, genau wie die anderen, die der Zufall zusammenbrachte, über die entstehende Freundschaft. Diese Form der Zusammengehörigkeit, des gegenseitigen Aufeinander achtens, war für alle neu und deshalb so schön.
Zu Anfang brauchte es einige Zeit, bis ich so richtig in der Geschichte angekommen war, einige Passagen hätte man sich sparen können. Aber dann hatte ich einen Draht zu diesen seltsamen Kindern, sie auf so wenig Verständnis trafen und sich deshalb gegenseitig so wichtig wurden. Die Illustrationen wirkten oft wie Collagen, aber sie hatten immer einen sehr schönen Bezug zur Handlung und passten hervorragend ins Buch. Ich würde allerdings die Leseempfehlung auf 11 Jahre setzten.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Starke Kinderstimmen – trotz sprachlicher Stolpersteine

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Wir befinden uns in Tschechien und begleiten vier sehr unterschiedliche Kinder auf ihrem Weg zueinander: zu einem gemeinsamen Ausbruch und zu einer entstehenden Freundschaft. Mila, die mit ihren Aussetzern ...

Wir befinden uns in Tschechien und begleiten vier sehr unterschiedliche Kinder auf ihrem Weg zueinander: zu einem gemeinsamen Ausbruch und zu einer entstehenden Freundschaft. Mila, die mit ihren Aussetzern und ihrer großen Tierliebe als „seltsam“ gilt, ist sich ihrer Andersartigkeit bewusst, ebenso wie Peter, der nachts noch Angst im Dunkeln hat. Katka, die Älteste, fühlt sich aufgrund ihres Übergewichts und ihres einsamen Hobbys, dem Lesen, oft ausgegrenzt. Franta, der später zur Gruppe stößt, hat eine körperliche Beeinträchtigung an den Beinen.
Anhand der Buchstaben erkennt man, wer gerade erzählt. Sehr schön umgesetzt, denn so spricht jedes Kind für sich selbst und gibt Einblick in seine ganz persönliche Sicht auf die Welt, samt der von außen zugeschriebenen Rolle als Außenseiterin.
Gut gelungen ist auch, dass die Kinder bei ihrem kleinen Abenteuer bewusst ihre Handys zu Hause lassen. Ohne Google Maps wird die Unternehmung zu einer echten Herausforderung und dadurch umso abenteuerlicher. Die Illustrationen fangen die jeweilige Stimmung feinfühlig ein und passen gut zum Inhalt.
Die kindliche Perspektive ist inhaltlich überzeugend dargestellt: Die Gewichtung der Probleme, Sorgen und Ängste entspricht tatsächlich der Erfahrungswelt von Kindern. Die Sprache hingegen wirkt an manchen Stellen wenig authentisch, möglicherweise ein Problem der Übersetzung. Ob der Stil im Original dem Tschechischen entspricht, lässt sich schwer beurteilen. Einige Ausdrücke erinnern eher an ein älteres Kinderbuch oder sind für die Zielgruppe untypisch. Ich wusste zum Beispiel in der 5. Klasse nicht, was „lallen“ im Zusammenhang mit Alkohol bedeutet. Oder wenn Katka ganz selbstverständlich „arg“ steigert oder „Würstel“ anbietet. Das klingt wenig kindgerecht. Auch die häufig sehr langen Sätze, die sich durch alle Erzählperspektiven ziehen, machen es schwer, die Figuren sprachlich voneinander zu unterscheiden.
Die Geschichte an sich ist durchaus schön, vor allem durch die bunt zusammengewürfelte Truppe. Zwischendurch zieht sie sich allerdings ein wenig. Ich würde das Buch daher eher älteren Leser
innen empfehlen, vielleicht ab der 6. Klasse.

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