Cover-Bild Sophie L.
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER Scherz
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 30.12.2025
  • ISBN: 9783651001275
Matthew Blake

Sophie L.

Thriller | Raffinierte Psychospannung von dem Autor des Bestsellers »Anna O.«
Andrea Fischer (Übersetzer)

Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?

Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommt. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?

Der neue raffinierte Psychothriller von Matthew Blake, Autor des weltweiten Bestseller-Phänomens »Anna O.«

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2025

Fesselnd und brillant geschrieben

1

„Sopie L.“ ist nach „Anna O.“ der zweite Thriller des Autors Matthew Blake, mit dem er mich ebenso gefesselt hat wie mit seinem ersten Buch.

Die Gedächtnisexpertin Olivia Finn lebt mit ihrem Sohn in London. ...

„Sopie L.“ ist nach „Anna O.“ der zweite Thriller des Autors Matthew Blake, mit dem er mich ebenso gefesselt hat wie mit seinem ersten Buch.

Die Gedächtnisexpertin Olivia Finn lebt mit ihrem Sohn in London. Als sie einen Anruf aus Paris erhält, dass ihre Großmutter Josephine verwirrt, unter einem ihrer Bilder in einem Hotel auftaucht, behauptet Sophie zu heißen und dort einen Mord gesteht, macht sich Olivia umgehend auf den Weg.

Der Schreibstil von Matthew Blake liest sich leicht und angenehm. Die Handlung wird in großen Teilen aus der Ich-Perspektive von Olivia erzählt, wechselt aber auch immer wieder in die Vergangenheit in das Jahr 1945. In diesen Rückblenden geht es um Josephine und Sophie. Durch die kurzen Kapitel - 92 auf 384 Seiten - entsteht ein richtiger Lesesog.

Die Anzahl der Charaktere ist recht hoch. Leider bleiben diese zum Teil recht blass und ich konnte lange keine Zusammenhänge erkennen. Dennoch hat mich der Roman gefesselt, da der Autor abwechslungsreich schreibt und auf unbequeme, historische Themen eingeht.

Ein wenig enttäuscht hat mich, dass es nur wenig Hintergrundinformationen zu den bereits im Klappentext angesprochenen verlorenen Erinnerungen gibt. Da wäre - in Kombination mit Olivias Beruf als Gedächtnisexpertin - mehr möglich gewesen.
Trotz dieses kleinen Kritikpunktes habe ich auch dieses Buch von Matthew Blake wieder innerhalb kurzer Zeit gelesen und bin gespannt auf weitere Werke des Autors.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Atmosphärisch

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„Sophie L.“ von Matthew Blake

Verlag: Fischer Scherz

Nach „Anno O.“ war meine Erwartung an „Sophie L.“ entsprechend hoch.

Der Einstieg überzeugt schnell. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar, ...

„Sophie L.“ von Matthew Blake

Verlag: Fischer Scherz

Nach „Anno O.“ war meine Erwartung an „Sophie L.“ entsprechend hoch.

Der Einstieg überzeugt schnell. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut lesbar, bereits der frühe Anruf aus Paris erzeugt Spannung und Neugier.

Die kurzen Kapitel und die Zeitsprünge sind klug eingesetzt und sorgen für einen starken Lesesog, man liest immer noch ein Kapitel mehr.

Im Zentrum steht Olivia, Gedächtnisexpertin und Mutter, die einen verstörenden Anruf eines Pariser Kommissars erhält.

Ihre Großmutter sitzt im Hotel Lutetia, behauptet, sie heiße Sophie Leclerc, und gesteht, vor vielen Jahren genau dort einen Mord begangen zu haben. Diese Aussage ist von enormer Tragweite und bildet den starken Ausgangspunkt der Geschichte. Olivia reist nach Paris, um sich um ihre Großmutter zu kümmern, einst eine berühmte Malerin und um der Wahrheit hinter Erinnerung, Schuld und Verdrängung näherzukommen.

Die Grundidee des Romans ist wirklich stark. Besonders der Perspektivwechsel gefällt mir sehr gut und bringt Bewegung in die Handlung. Dennoch hat sich das Buch für mich weniger wie ein Thriller gelesen, sondern eher wie ein atmosphärisch dichter, gut konstruierter Krimi. Die Spannung ist konstant, aber eher leise als nervenzerreißend.

Was mich deutlich enttäuscht hat, ist der Umgang mit Olivias fachlicher Expertise. Als Gedächtnisexpertin hätte sie eine viel aktivere, analytischere Rolle einnehmen können, gerade im Hinblick auf Erinnerung, Schuld und Manipulation. Stattdessen bleibt dieses Thema erstaunlich blass und für den Fortgang der Handlung fast nebensächlich.

Auch emotional blieb ich stellenweise auf Distanz. Olivias Art, mit den belastenden Ereignissen umzugehen, empfand ich als befremdlich. Die Aussage ihrer Großmutter, die alles ins Rollen bringt, ist von enormer Tragweite, dennoch wirkte Olivias Reaktion für mich überraschend kontrolliert und kühl. Obwohl die Beziehung zwischen den beiden als eng beschrieben wird, kam die emotionale Erschütterung bei mir nicht immer an.

Ähnlich ging es mir mit mehreren Nebenfiguren, vor allem mit Tom. Diese Figur blieb für mich über weite Strecken zu blass, entwickelte wenig Präsenz und wirkte eher funktional als wirklich greifbar. Für mich konnte diese Figur ihr Potenzial jedoch nicht vollständig entfalten.

Auch der familiäre Hintergrund, insbesondere das Schicksal von Olivias Mutter und die Schuldgefühle, die Olivia mit sich trägt, wird zwar angesprochen, aber nicht wirklich ausgearbeitet. Diese Themen hätten der Geschichte emotional deutlich mehr Gewicht verleihen können.

Einige Entwicklungen waren für mich relativ früh absehbar, wodurch die Spannung zum Ende hin etwas an Kraft verliert. Die Auflösung selbst empfand ich als zu knapp und psychologisch nicht so tiefgehend, wie es die Geschichte eigentlich hergegeben hätte.

Trotz aller Kritikpunkte hat mich „Sophie L.“ gut unterhalten. Der Stil ist atmosphärisch, die Idee stark und der Roman insgesamt gut lesbar. Meine Erwartungen waren nach dem Vorgänger allerdings höher. Für mich bleibt es ein solides Buch, das eher als Krimi denn als Thriller überzeugt; mit einer sehr guten Grundidee, der an mehreren Stellen mehr Tiefe und Konsequenz gutgetan hätten.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Mehr Spannungsroman als Thriller

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Eine Gedächtnisexpertin, ein Mord und verlorene Erinnerungen - diese Mischung hatte mich magisch angezogen. Und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl das Buch völlig anders ist, als ich es erwartet hatte. ...

Eine Gedächtnisexpertin, ein Mord und verlorene Erinnerungen - diese Mischung hatte mich magisch angezogen. Und ich wurde nicht enttäuscht, obwohl das Buch völlig anders ist, als ich es erwartet hatte. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Handlung ruhig und schrittweise entwickelt und man lange nicht weiß, wohin die Geschichte führt. Die Spannung entsteht eher durch undurchsichtige Zusammenhänge und viele Fragen, weshalb ich das Buch mehr als Spannungsroman und nicht als klassischen Thriller einordnen würde.

Ein echtes Highlight waren für mich die Rückblenden, vor allem die Passagen in der Nachkriegszeit. Sie sind atmosphärisch dicht erzählt und gehören eindeutig zu den stärksten Momenten des Buches. Die Geschichte rund um Kollaborateure und den Wiederstand konnte mich richtig fesseln. Ich hätte gerne noch mehr aus dieser Zeit erfahren.

Leider konnte mich das Ende nicht ganz überzeugen. Die Auflösung war für mich zu vorhersehbar. Ich hatte schon recht früh einen Verdacht, der sich leider bestätigt hat. Mir hat einfach ein überraschender Plottwist gefehlt, der alles noch einmal auf den Kopf stellt. Auch die Rolle der Protagonistin als Gedächtnisexpertin blieb hinter meinen Erwartungen zurück. Das Thema Erinnerung wird zwar angerissen, aber nicht konsequent vertieft.

Insgesamt ist Sopie L ein gut geschriebener, unterhaltsamer Spannungsroman mit starken Ansätzen und einzelnen sehr gelungenen Passagen, der sein volles Potenzial jedoch nicht ganz ausschöpft. Von mir gibt es gute 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

zu einfach zu durchschauen

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Der Thriller hat eine spannende Thematik, in der es darum geht, inwieweit wir unseren Erinnerungen trauen können und wie nach Traumata Erinnerungen verändert werden können. Nachdem Olivia als Expertin ...

Der Thriller hat eine spannende Thematik, in der es darum geht, inwieweit wir unseren Erinnerungen trauen können und wie nach Traumata Erinnerungen verändert werden können. Nachdem Olivia als Expertin in diesem Gebiet arbeitet hätte ich mir vor ihr mehr Expertise, eine bessere analytische Selbsteinschätzung und generell eine intensivere und tiefgreifendere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht, das eher laienmäßig und oberflächlich abgehandelt wurde. Die zwei Zeitebenen haben mir sehr gut gefallen und wurden auch gut miteinander verwoben. Besonders die dramatischen Erlebnisse von Sophie und Josephine in der Kriegszeit der 1940er Jahre habe ich historisch und persönlich interessant empfunden. Die aktuelle Geschichte rückt hiermit fast sogar in den Hintergrund. Wer hinter dem Tod von Olivias Großmutter stecken könnte, war für mich keine große Überraschung, sondern schon von Anfang an ziemlich klar, daher habe ich am Ende nicht so mitfiebern können. Der Einstieg war spannend, der Mittelteil leider abgeflacht und wiederholend, die Geschichte drehte sich im Kreis und das Ende keine große Überraschung, somit war es für mich ein mittelmäßig spannendes Leseerlebnis, das nicht mit „Anna O“ verglichen werden kann.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Solide, aber ohne großen Wow-Effekt

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Nach dem großen Erfolg von Anna O. war ich sehr gespannt auf den Nachfolger Sophie L. Für mich kommt das Buch nicht ganz an Anna O. heran, dennoch wurde ich recht gut unterhalten.

Sophie L. ist kein klassischer ...

Nach dem großen Erfolg von Anna O. war ich sehr gespannt auf den Nachfolger Sophie L. Für mich kommt das Buch nicht ganz an Anna O. heran, dennoch wurde ich recht gut unterhalten.

Sophie L. ist kein klassischer Thriller, sondern eher ein historischer Krimi der leisen Spannung. Der Autor spielt geschickt mit Wahrheit, Lüge und der Glaubhaftigkeit von Erinnerungen.

Im Zentrum der Geschichte steht Olivia, deren demente Großmutter auf ihre alten Tage ein vermeintliches Familiengeheimnis offenbart. Doch kann man ihrem Gedächtnis trauen?

Bei der Suche nach der Wahrheit hätte ich gerne mehr Einblick in Olivias Arbeit als Gedächtnisexpertin bekommen. Ich hatte erwartet, dass ihr Wissen eine zentralere Rolle spielt.

Die Story spielt hauptsächlich in Paris und springt zwischen 2025 und 1945, wobei das Paris der Nachkriegszeit besonders gut getroffen ist.

Durch die verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitsprünge ergeben sich kurze Kapitel, die sich schnell weglesen. Der Plottwist am Ende kommt allerdings etwas überhastet und ist für geübte Krimi-Leser wahrscheinlich wenig überraschend.

Fazit: gute Grundidee, aber der Wow-Effekt bleibt aus.

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