Cover-Bild Sophie L.
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20,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Argon
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Ersterscheinung: 30.12.2025
  • ISBN: 9783839822005
Matthew Blake

Sophie L.

Raffinierte Psychospannung von dem Autor des Bestsellers »Anna O.«
Vera Teltz (Sprecher), Achim Buch (Sprecher), Andrea Fischer (Übersetzer)

Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?

Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommen. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?

Der neue raffinierte Psychothriller von Matthew Blake, Autor des weltweiten Bestseller-Phänomens  Anna O.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Vielschichtig und komplex, aber am Ende etwas zu schnell abgehandelt...

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Meinung:
Nachdem ich Anna O. wirklich unterhaltsam fand, hat mich auch das neue Buch des Autors angesprochen. Und die Grundidee finde ich auch hier sehr interessant und besonders. Olivas demente Großmutter ...

Meinung:
Nachdem ich Anna O. wirklich unterhaltsam fand, hat mich auch das neue Buch des Autors angesprochen. Und die Grundidee finde ich auch hier sehr interessant und besonders. Olivas demente Großmutter gesteht, dass sie in ihrer Jugend einen Mord begangen und die Identität einer anderen Frau angenommen hat. Die Frage ist nur, was ist wahr?

Prinzipell finde ich das Thema „Erinnerungen und wie weit man ihnen trauen kann“ faszinierend. Umgesetzt wurde es zwar spannend, aber leider nicht ganz so tiefgründig bearbeitet, wie es durch den Beruf der Protagonistin eigentlich möglich gewesen wäre. Dennoch hat es mich aber gut unterhalten und zum Nachdenken angeregt.

Generell baut der Autor seine Geschichte komplex und auf unterschiedlichen Zeitebenen auf. Zum einen natürlich in der Gegenwart, in der Olivias Großmutter ihr Tat gesteht und dann ermordet wird und Oliva versucht, zu verstehen, was hinter allem steckt. Aber wir erleben auch die Perspektiven der jungen Sophie und Josephine aus dem Jahr 1945, in denen wir Zeuge werden, wie die beiden Frauen nach der schweren Zeit des 2. Weltkrieges wieder aufeinandertreffen. Und dazwischen gibt es noch eine Perspektive aus der Sicht eines Polizisten in der Gegenwart, der sein ganz eigenes Interesse an dem Fall hat.

Eigentlich bin ich ja mit Büchern, die auch den 2. Weltkrieg thematisieren, vorsichtig, da ich diese Gräuel einfach schrecklich finde und ich mich da nicht gerne mit befasse. Aber hier fand ich die Informationen zur französischen Resistance sehr interessant, da ich davon noch gar nichts gehört hatte. Und auch die Einblicke in die schrecklichen Erfahrungen von Sophie und Josephine fand ich im genau richtigen Grad erzählt. Zwar durchaus erschreckend und realistisch, aber nicht zu sehr fokussiert.

Somit ist die Handlung wirklich vielschichtig und die Hinweise und Details anfangs eher subtil und kleinteilig, aber die Atmosphäre durchgängig dicht und psychologisch aufgeladen und mit der Zeit ergibt sich ein immer stimmigeres Gesamtbild, welches die Hinweise immer mehr verknüpft.

Leider fand ich das Ende dann nicht richtig dazu passend, da es einfach extrem schnell abgehandelt und sich danach gar nicht mehr mit den noch offenen Fragen beschäftigt wurde. Dies fand ich wirklich schade, da sich der Rest so viel Zeit genommen hat und ich mich dann gerne noch etwas mehr mit den Offenbarungen beschäftigt und noch ein paar Antworten bekommen hätte. Dennoch wirkt der Rest positiv nach.

Auch die Nebenfiguren bleiben teils leider etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück, da ich einige gern noch genauer kennengelernt hätte. Protagonistin Olivia fand ich aber sehr tiefgründig und ihre innere Zerrissenheit zwischen ihrer professionellen Distanz und ihrer persönlichen Verwicklung fand ich gut dargestellt und sehr glaubwürdig.

Gelesen wird die Geschichte von Vera Teltz und Achim Buch. Beide haben eher etwas dunklere und geheimnisvolle Stimmen, weshalb sie super zur Geschichte passen.

Fazit:
Eine vielschichtige und komplexe Geschichte, die eher mit subtiler, aber durchgängiger Spannung erzählt wird. Die Themen sind tiefgründig und unterhaltsam, die Zusammenhänge erst mit der Zeit erkennbar und es gibt auch noch wahre historische Hintergründe, die ich interessant und erschreckend zugleich fand. Dem Autor ist hier ein besonderes Gesamtwerk gelungen, das aber leider durch das abrupte Ende etwas negativ gefärbt wird. Denn, hier schießt der Autor seine fein säuberlich aufgebauten Offenbarungen einfach raus und gibt seiner Protagonistin und auch dem Hörer keine Möglichkeit mehr, sich nochmal wirklich damit zu befassen. Zwar gibt es noch einen Epilog, ein paar Monate später, aber der hatte nicht den Fokus, den ich mir gewünscht hätte. Somit wirkt der Rest zwar positiv nach, aber ein unnötiger Wermutstropfen bleibt trotzdem, weshalb es am Ende nicht ganz für die Höchstwertung reicht, sondern es sich bei soliden 4 Sternen einpendelt.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Wird Stil zu vorhersehbar?

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Nach „Anna O.“ von Matthew Blake habe ich „Sophie L.“ nun auch kennenlernen wollen. Ich habe den Thriller als Hörbuch gelesen und bin durch die Handlung von den Stimmen von Vera Teltz und Achim Buch geführt ...

Nach „Anna O.“ von Matthew Blake habe ich „Sophie L.“ nun auch kennenlernen wollen. Ich habe den Thriller als Hörbuch gelesen und bin durch die Handlung von den Stimmen von Vera Teltz und Achim Buch geführt worden. Sie habe ich schon öfters gehört und sie war als Stimme von Olivia sehr angenehm. Bei Buch fand ich schade, dass er alle Männerperspektiven übernehmen musst. Es wurde aber immer gleich am Anfang des Kapitels gesagt, wer nun folgt, deswegen war das nicht tragisch, aber ich merke immer mehr, dass ich auch so viele Stimmen wie Perspektiven habe, weil dann auch ein Sprecher oder eine Sprecherin leichter zu einer Figur werden kann.

An „Anna O.“ fand ich die Thematik mit dem Schlafen sehr interessant und ich wurde auch mehrfach überrascht, dementsprechend wollte ich den Stil unbedingt nochmal entdecken. Ich kann jetzt aber schon sagen, dass sich Blake möglicherweise schnell abnutzt. Zwar war das Hörbuch nicht lang, somit war fehlende Kurzweiligkeit nicht das Problem, aber ich fand das Geschehen diesmal sehr vorhersehend und ich fand auch die angerissene Thematik mit vergrabenen Erinnerungen nur unzureichend dargestellt. Ich bin dementsprechend dran geblieben, weil ich wissen wollte, ob meine Theorien stimmten. Ich habe letztlich nicht alle Details erwischt, aber die großen Ideen, da lag ich komplett korrekt mit und das bereits sehr, sehr früh und das ist für einen Thriller immer gefährlich.

Im ersten Buch von Blake ist die wissenschaftliche Seite sehr interessant beleuchtet worden, aber Olivias Berufsfeld ist hier gar nicht ähnlich adäquat aufgegriffen worden. Stellenweise fand ich sogar, dass sie relativ dilettantisch erschien, manche Aspekte zu durchschauen, obwohl sie angeblich Expertin ist. Ich fand Olivia nicht unsympathisch, aber ich fand sie auch nicht sonderlich clever, sondern eher hilflos. Andere Figuren wiederum haben bei mir gar keinen Eindruck hinterlassen. Beim Rest sollte aufgrund der Handlung alles undurchschaubar bleiben und das hilft nicht gerade, um einen emotionalen Anker zu finden.

Mein liebster Teil waren dann tatsächlich die Rückblenden in die Zeit in Paris unmittelbar nach Kriegsende 1945. Das war so ein Kapitel Geschichte, das ich so noch nicht kannte. Das war also sehr interessant. Alles andere blieb wie gesagt vorhersehbar. Was ich nun nicht weiß, war „Sophie L.“ einfach zu vorhersehbar geschrieben, oder ist der Stil und wie man bei Blake um die Ecke denken muss, zu ähnlich wie „Anna O.“? Ich weiß wirklich nicht, ob ich den Autor weiter verfolgen möchte. Wahrscheinlich entscheidet der nächste Klappentext oder Eindrücke von Rezensenten, die ich schätze.

Fazit: „Sophie L.“ war zwar ein kurzweiliges Hörerlebnis, aber nicht wegen der Qualität des Inhalts. Die verschiedenen Baustellen haben neugierig gemacht, aber es gab zu wenig interessante Figuren und die meisten Handlungen am Ende habe ich zu früh gewusst. Da waren also zu wenig Zutaten für einen guten Thriller dabei.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Unplausibel und vorhersehbar

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Sophie L hätte ein Thriller sein sollen, war aber nichtmals eine ordentliche Kriminalgeschichte.

Das Buch strotzt vor ewigen Wiederholungen, als hätte man Seiten füllen wollen. Die Charaktere sind größtenteils ...

Sophie L hätte ein Thriller sein sollen, war aber nichtmals eine ordentliche Kriminalgeschichte.

Das Buch strotzt vor ewigen Wiederholungen, als hätte man Seiten füllen wollen. Die Charaktere sind größtenteils nicht besonders gut gemacht, sodass ihr Verhalten oft unplausibel wirkt. Die Handlung überzeugt nicht und tatsächlich ist das Buch etwas langweilig.