Cover-Bild Die Mitternachtsreise
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Droemer
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 21.05.2026
  • ISBN: 9783426562499
Matt Haig

Die Mitternachtsreise

Roman
Sabine Hübner (Übersetzer)

Das Buchereignis des Frühjahrs 2026: Der neue Roman vom Autor des internationalen Millionen-Bestsellers und der TikTok-Sensation  Die Mitternachtsbibliothek.

Wenn das Leben im Zeitraffer an dir vorüberzieht – welchen Moment würdest du festhalten?

Die Vergangenheit kann niemand ändern, doch der Mitternachtszug kennt den Weg dorthin:  Zur Chance, die bedeutsamsten Momente noch einmal zu durchleben – und zu erkennen, wer man wirklich war.  Am glücklichsten war Wilbur mit Maggie, der großen Liebe seines Lebens. Damals, in ihren Flitterwochen in Venedig. Bevor er alles aufs Spiel setzte.  Nichts wünscht er sich sehnlicher, als die Zeit zurückdrehen und einen anderen Weg einschlagen zu können. Aber damit könnte er alles zerstören, was ihm je etwas bedeutet hat. 

Eine zauberhafte Liebesgeschichte aus der Welt von “Die Mitternachtsbibliothek”.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2026

Das Leben versteht man rückwärts

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Worum geht’s?
Als Wilbur stirbt, ist er weit über achtzig Jahre alt. Doch statt dem Tod findet er sich in einem Zug wieder. An seiner Seite sitzt Agnes Bagdale, die Bibliothekarin seiner Kindheit. Gemeinsam ...

Worum geht’s?
Als Wilbur stirbt, ist er weit über achtzig Jahre alt. Doch statt dem Tod findet er sich in einem Zug wieder. An seiner Seite sitzt Agnes Bagdale, die Bibliothekarin seiner Kindheit. Gemeinsam reisen sie noch einmal zu den entscheidenden Stationen seines Lebens. Und mit jeder Erinnerung stellt sich dieselbe Frage: Wenn er die Möglichkeit hätte, etwas zu verändern, könnte er dann seine große Liebe Maggie behalten?

Meine Meinung:
Ich habe bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ geliebt. Diese Idee der unzähligen Möglichkeiten, die ein Leben bereithält, hat mich damals tief berührt. Mit „Die Mitternachtsreise“ schlägt Matt Haig nun den entgegengesetzten Weg ein. Das Leben liegt nicht mehr vor uns, sondern bereits hinter uns. Statt darüber nachzudenken, was hätte sein können, geht es darum, was gewesen ist und wie wir es heute betrachten würden. Matt Haig schreibt mit einer wunderbaren Leichtigkeit und gleichzeitig einer beeindruckenden Tiefe. Immer wieder finden sich Sätze, die wie kleine Lebensweisheiten wirken. Sie entstehen ganz selbstverständlich aus der Geschichte heraus, treffen aber mitten ins Herz.

Besonders gefallen hat mir auch die Gestaltung des Buches. Gleich auf der Innenseite des Covers befindet sich die Fahrkarte für die Mitternachtsreise. Ganz am Ende begegnen wir ihr erneut, diesmal entwertet. Es ist nur ein kleines Detail, aber eines, dessen Symbolik mich sehr berührt hat.

Ebenso wie Wilbur selbst. Er ist ein Mensch, der viel erreicht und ebenso viel verloren hat. Einer, der nicht immer den Mut hatte, ganz er selbst zu sein. Gemeinsam mit Agnes durchlebt er noch einmal die wichtigsten Momente seines Lebens – und zusammen mit seinem jüngeren Ich. Wir begegnen seiner großen Liebe Maggie, Charlie und dessen Frau, Menschen, die ihn geprägt haben und ohne die sein Leben ein anderes gewesen wäre.

Und dieses Leben hatte es wirklich in sich. Wilbur gehört zu den Menschen, die es sprichwörtlich vom Tellerwäscher zum Millionär geschafft haben. Nur dass seine Teller Bücher sind. Es ist wunderschön, ihn auf den einzelnen Stationen seines Lebens zu begleiten. Besonders beeindruckend fand ich dabei, wie dieselben Situationen plötzlich aus einem völlig neuen Blickwinkel erscheinen. Erst jetzt erkennt Wilbur Reaktionen, Blicke und unausgesprochene Gefühle anderer Menschen, die ihm damals verborgen geblieben sind und die so vieles verändert hätten. Es ist beeindruckend, wie unterschiedlich wir Situationen bewerten können, wenn uns Gestik, Mimik oder die Gedanken unseres Gegenübers fehlen. Wie schnell Missverständnisse entstehen. Wie leicht daraus Verletzungen und Brüche erwachsen, die ein ganzes Leben beeinflussen können. „Die Mitternachtsreise“ ist ein berührendes Gedankenexperiment über zweite Chancen, über die Kraft der Liebe und darüber, dass manchmal die kleinsten Entscheidungen ein ganzes Leben verändern.

Fazit:
„Die Mitternachtsreise“ von Matt Haig ist ein tiefgründiger und berührender Roman über Liebe, verpasste Chancen und die Frage, wie unser Leben verlaufen wäre, wenn wir manche Situationen anders verstanden hätten. Ein wundervolles Gedankenexperiment, das zeigt, wie sehr Perspektiven unser Leben verändern können und dessen Botschaft noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.

5 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 16.06.2026

Ein ganz besonderes Buch über einen ganz besonderen Menschen

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"Ich weiß nicht, wo sich die Vergangenheit verbirgt, aber dort werden wir uns begegnen."

🚂

Um dieses Buch in all seiner Vielseitigkeit, seiner Tiefgründigkeit und in seiner Schönheit beschreiben zu ...

"Ich weiß nicht, wo sich die Vergangenheit verbirgt, aber dort werden wir uns begegnen."

🚂

Um dieses Buch in all seiner Vielseitigkeit, seiner Tiefgründigkeit und in seiner Schönheit beschreiben zu können, existieren keine passenden Worte - und davon gibt es nicht annähernd genügend, um auszudrücken, was "Die Mitternachtsreise" uns während des Lesens fühlen ließ.
Wir erinnern uns beide, wie wir die letzte Seite lasen. Wie wir das Buch schlossen. Und wie wir beide danach einfach in die Leere starrten. Tränen in den Augen. Ein sich zusammenziehendes Herz. Und gleichzeitig Freude und Trauer erlebend.
Dieses Buch ließ uns weinen - und zugleich war es wie Balsam für die Seele, es zu lesen. Wie ein warmer Tee an einem kalten Abend. Wärmend wie eine Umarmung.

Die Geschichte von Wilbur Budd hat uns unheimlich berührt. Sie ließ unser Herz warm und freudig werden - und dann wieder eiskalt und traurig. Wir haben so viele verschiedene Emotionen durchlebt, während wir mit Wilbur im Mitternachtszug saßen und durch die Momente und Etappen seines Lebens reisten - mal schneller, mal langsamer. Wir waren dabei, als er aufwuchs, als er Maggie kennenlernte, als er im Buchladen zu arbeiten anfing... Und noch so viele weitere Stationen seines Lebens bekamen wir mit, sodass es sich jedes Mal wie Nachhausekommen anfühlte, wenn wir das Buch aufschlugen.

Gleichzeitig steckt so viel Weisheit darin. Wenn "Die Mitternachtsreise" uns eines lehrt, dann ist es das: auch die kleinen Momente sind wertvoll. Auch die unscheinbaren Augenblicke in unserem Leben, die scheinbar nichts Besonderes sind, sind äußerst kostbar. Und sie machen uns zu denen, die wir sind. Gerade diese Sichtweise macht das Buch noch um einiges emotionaler.

Dieses Buch ist ein Highlight. Ein Monatshighlight. Ein Jahreshighlight. Vielleicht sogar ein Lebenshighlight. Nein - es ist definitiv ein Lebenshighlight.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Ein weiteres literarisches Meisterwerk von Matt Haig

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Wilbur ist am Ende seines Lebens angekommen. Doch anstatt einfach zu sterben, findet er sich plötzlich in einem geheimnisvollen Zug wieder - dem Mitternachtszug. Dort begegnet er Agnes Bagdale, ...

Wilbur ist am Ende seines Lebens angekommen. Doch anstatt einfach zu sterben, findet er sich plötzlich in einem geheimnisvollen Zug wieder - dem Mitternachtszug. Dort begegnet er Agnes Bagdale, einer alten Dame, die in seiner Kindheit einen Buchladen führte, den Wilbur einst als Stammkunde besuchte, später selbst darin arbeitete und schließlich viele Jahre später übernahm. Agnes erklärt ihm, dass dieser Zug seine letzte Reise ist, eine Reise in die Ewigkeit. Auf dieser Fahrt darf Wilbur die wichtigsten Stationen seines Lebens noch einmal durchleben: die nicht immer leichten Jahre seiner Kindheit, die ersten Begegnungen mit seiner großen Liebe Maggie, aber auch die schmerzhaften Momente des Verlusts und die Entscheidungen, die ihn letztlich in ein einsames Leben führten. Dabei gibt es nur eine entscheidende Regel: Wenn der Zug wieder hält, muss Wilbur rechtzeitig einsteigen und darf niemals dabei sein, wenn sein früheres Ich einschläft. Doch je länger die Reise dauert, desto stärker wird ihm bewusst, wie viele Dinge er vielleicht anders hätte machen sollen und plötzlich stellt sich die Frage, ob die Vergangenheit wirklich unveränderlich ist.

Matt Haigs "Mitternachtsbibliothek" ist seit Jahren mein absolutes Lieblingsbuch. Umso größer war natürlich meine Vorfreude auf "Die Mitternachtsreise", denn schon die Grundidee versprach eine ähnliche Mischung aus Philosophie, Emotionen und existenziellen Fragen. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Für mich ist dieses Buch erneut ein absolutes literarisches Meisterwerk und schon jetzt eines meiner ganz großen Lesehighlights.

Zwar knüpft die Geschichte in gewisser Weise an die Ideen der "Mitternachtsbibliothek" an, gleichzeitig fühlt sie sich aber vollkommen eigenständig an. Während sich die Bibliothek zwischen Leben und Tod befindet und Nora Seed dort alternative Lebenswege erkunden kann, steht der Mitternachtszug für etwas anderes: Er ist das Ende eines gelebten Lebens und zugleich der Weg in die Ewigkeit. Statt Möglichkeiten zu erforschen, blickt Wilbur zurück. Er durchlebt sein Leben noch einmal und wird mit seinen Entscheidungen, seinen Versäumnissen, seinen Verlusten und seinen schönsten Erinnerungen konfrontiert. Diese andere Perspektive fand ich unglaublich spannend und berührend.

Besonders begeistert hat mich dabei wieder einmal Matt Haigs Schreibstil. Seine Sprache ist poetisch, nachdenklich und philosophisch, ohne dabei jemals künstlich oder schwer zugänglich zu wirken. Im Gegenteil: Die Worte sind unglaublich bildhaft und gleichzeitig so nahbar, dass man sich sofort in die Geschichte hineinziehen lässt. Viele Passagen haben mich regelrecht innehalten lassen, weil sie Gedanken formulieren, die man vielleicht selbst schon einmal hatte, aber nie so treffend in Worte fassen konnte. Dabei schafft Haig erneut das Kunststück, große philosophische Fragen mit einer emotionalen Geschichte zu verbinden, sodass beides gleichermaßen funktioniert.

Die Atmosphäre des Romans ist dabei etwas Melancholisches, aber niemals hoffnungslos. Der Mitternachtszug wirkt geheimnisvoll und beinahe magisch, gleichzeitig schwebt über der gesamten Handlung die Erkenntnis, dass Wilbur sich am Ende seines Lebens befindet. Gerade diese Mischung aus Wärme, Nostalgie, Traurigkeit und Hoffnung hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen.

Wilbur selbst ist für mich ein großartiger Protagonist. Ich mochte es sehr, ihn auf dieser Reise zu begleiten. Seine Gedanken, seine Zweifel und seine Reue wirkten unglaublich authentisch. Besonders berührend fand ich, wie er nach und nach erkennt, welche Entscheidungen sein Leben geprägt haben und welche Konsequenzen daraus entstanden sind. Viele seiner Fehler hat er im Moment selbst gar nicht als solche wahrgenommen. Erst mit dem Abstand eines ganzen Lebens beginnt er zu verstehen, wie manche Situationen anders hätten verlaufen können. Gerade diese Erkenntnisse haben mich oft zum Nachdenken gebracht, weil sie zeigen, wie begrenzt unser Blick auf das eigene Leben manchmal ist, solange wir mittendrin stecken.

Was dieses Buch für mich aber wirklich besonders macht, sind die philosophischen Fragen, die es aufwirft. Während des Lesens habe ich immer wieder über Zeit, Erinnerung, Entscheidungen und die Bedeutung unseres Lebens nachgedacht. Vor allem das offene Ende hat mich begeistert. Es lässt Raum für Interpretationen und wirft faszinierende Fragen auf: Wie wird Wilbur sich nun verhalten? Kann Wissen über die Zukunft überhaupt etwas verändern? Existiert die Zukunft überhaupt als eigenständige Größe oder gibt es letztlich nur Vergangenheit und Gegenwart? Schließlich wird die Zukunft in dem Moment, in dem sie eintritt, zur Gegenwart und kurz darauf bereits wieder zur Vergangenheit. Solche Gedankengänge ziehen sich durch das gesamte Buch und hallten bei mir noch lange nach, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte.

Genau das ist für mich eine der größten Stärken von Matt Haigs Büchern: Sie enden nicht mit dem Schließen des Buchdeckels. Die Geschichten begleiten einen weiter, regen zum Nachdenken an und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf das eigene Leben.

Ein weiteres Highlight war für mich zudem der kleine Auftritt von Nora Seed am Ende. Als großer Fan der "Mitternachtsbibliothek" hat mich das unglaublich gefreut. Es ist nur ein kurzer Moment, aber er schafft eine wunderbare Verbindung zwischen beiden Büchern und lässt das gesamte Universum von Matt Haig noch runder wirken. Für mich hat dieser Verweis perfekt gepasst und der Geschichte noch einmal einen ganz besonderen Abschluss verliehen.

Fazit

Insgesamt ist "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig für mich ein bewegender, kluger und zutiefst menschlicher Roman über das Leben, die Erinnerung, verpasste Chancen und die Frage, was am Ende wirklich zählt. Matt Haig verbindet erneut eine faszinierende Grundidee mit tiefgründigen philosophischen Gedanken, starken Emotionen und einem wunderschönen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Matt Haig ist ein beeindruckender Autor

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Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan der Bücher von Matt Haig und so habe ich mich natürlich auch sehr auf sein neues Buch gefreut und konnte es gar nicht erwarten damit zu starten.

Das Cover finde ...

Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan der Bücher von Matt Haig und so habe ich mich natürlich auch sehr auf sein neues Buch gefreut und konnte es gar nicht erwarten damit zu starten.

Das Cover finde ich einfach nur wunderschön. Ich liebe den blauen Hintergrund, den ich natürlich auch schon von "Die Mitternachtsbibliothek" kenne und finde auch das Fenster mit der Darstellung der zwei Personen sehr schön. Es passt gut zum Titel und erinnert mich auch an einen Zug. Außerdem ist auch der Effekt, dass das Buch im dunkeln leuchtet noch ein kleines Highlight. Ich hätte mir nur noch gewünscht, das unter dem Schutzumschlag auch noch etwas abgebildet wäre, aber das ist Meckern auf hohem Nieveau.

In diesem Buch geht es um Wilbur, der gestorben ist. Wer erleben noch seine letzten Momente, bevor sein Leben vorbei ist und wie er noch etwas tut, dass er lange aufgeschoben hat. Umso spannender fand ich es dann aber, wie wir auf sein Leben zurückgeblickt haben. Wie er selber erkennt, was er falsch gemacht hat und die schönen Momente noch einmal völlig neu wahrnimmt.

Etwas, das ich sehr an den Büchern von Matt Haig liebe, ist die Poesie und Philosophie dahinter. Auch dieses Buch hatte sehr viel davon und hat mich zum nachdenken bringen können. Es ist ein Buch, das mir noch immer im Kopf hängen geblieben ist und das einen hinterfragen lässt, wie man sein Leben eigentlich leben möchte.

Auch gab es einige wirklich tolle Nebencharaktere, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Sie waren absolut liebenswert, haben Wilbur unterstützt und mir einfach sehr gefallen. Maggie war für mich auch eine Protagonistin über die ich sehr gerne mehr gelernt habe.

Auch das Setting konnte mich sehr überzeugen, da es nicht nur an einem Ort gespielt hat, sondern wir hier mehrere besucht haben, dadurch war es sehr abwechslungsreich.

Der Schreibstil von Matt Haig ist einfach beeindruckend, da er mich komplett in seinen Bann ziehen konnte. Er hat zudem etwas sehr einzigartiges, da Matt Haig sehr kurze aber prägnate Kapitel schreibt.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Die Lebensreise des Wilbur Budd

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Wilbur Budd hat ein langes, aber arbeitsreiches Leben geführt. Als Inhaber der größten Buchhandelskette Großbritanniens widmete er seine Zeit der Unternehmensführung. Nach seinem Tod beginnt eine Zugfahrt ...

Wilbur Budd hat ein langes, aber arbeitsreiches Leben geführt. Als Inhaber der größten Buchhandelskette Großbritanniens widmete er seine Zeit der Unternehmensführung. Nach seinem Tod beginnt eine Zugfahrt durch sein vergangenes Leben und viel, viel zu spät erkennt er, was ihm wichtig, lieb und teuer gewesen ist.
Wer "Die Mitternachtsbibliothek" des Autors kennt und liebt, wird auch mit diesem Buch wundervolle Lesestunden verbringen. Es hat einfach alles, was ein Roman braucht: einen Protagonisten, dessen Gedanken- und Gefühlswelt offen liegt; spannende, traurige, aufregende Szenen aus Wilburs Leben; schöne Zitate. Die richtige Beschreibung ist wohl "bittersüß".
Ich habe mir selbst an vielen Stellen einige Sätze aufgeschrieben und markiert. Wer sich ebenfalls gern Buchzitate notiert, wird hier neues Sammel-Material finden.
Auch und besonders gefiel mir, dass Bücher ein wichtiger Teil von Wilburs Leben und damit auch dieses Romans sind. Wenn ich auch nur wenige der genannten Werke selbst gelesen habe, nehmen sie einen großen Raum ein und beeinflussen nicht nur den Protagonisten nachhaltig.
Die wichtigste Erkenntnis für mich aus der Lektüre ist das regelmäßige Nachdenken über die Beweggründe des eigene Handelns: Wie möchte ich leben? Was möchte ich auf meiner "Reise nach dem Tod" gern sehen und wie kann ich das erreichen?
Fazit: Ein bittersüßer Roman zum Lächeln und Weinen und ganz besonders zum Nachdenken über das eigene Leben.