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Veröffentlicht am 22.06.2026

Eine Geschichte voller Schmerz, Stärke und Hoffnung

A Girl Named Josie (Breaking Waves 5)
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Josephine „Josie“ Alanis Blythe ist tot. Zumindest glaubt das die Öffentlichkeit. Nach Jahren auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit als gefeierter Kinderstar hat sie sich unter neuer Identität ein zurückgezogenes ...

Josephine „Josie“ Alanis Blythe ist tot. Zumindest glaubt das die Öffentlichkeit. Nach Jahren auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit als gefeierter Kinderstar hat sie sich unter neuer Identität ein zurückgezogenes Leben aufgebaut. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an eine Branche, die sie geprägt und gleichzeitig zerstört hat. Doch als ihre Freundinnen in Gefahr geraten und ein Stalker aus ihrer Vergangenheit erneut auftaucht, sieht Josie keine andere Wahl: Sie muss aus dem Schatten treten und sich ihrer Geschichte stellen, um diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die tiefe Narben hinterlassen haben.

Vorweg: Ich kenne die Vorgängerbände der Reihe leider nicht. Dennoch hat mich „A Girl Named Josie“ durch den Klappentext sofort angesprochen, sodass ich das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen wollte. Rückblickend denke ich, dass es sicherlich von Vorteil gewesen wäre, die vorherigen Bände zu kennen, da einige Zusammenhänge vermutlich noch klarer geworden wären und man den Figuren bereits emotional nähergestanden hätte. Gerade zu Beginn habe ich deshalb etwas Zeit gebraucht, um mich in die Geschichte einzufinden und die verschiedenen Beziehungen und Hintergründe vollständig zu durchblicken.
Wirklich gestört hat mich das allerdings nicht, denn nach einigen Kapiteln war ich vollkommen in der Geschichte angekommen.

Besonders beeindruckt hat mich Josie als Protagonistin. Sie ist kein makelloser Charakter, sondern eine zutiefst verletzte und gebrochene Figur, deren Vergangenheit sie bis in die Gegenwart verfolgt. Kristina Moninger zeigt dabei auf erschreckend realistische Weise, welche Folgen früher Ruhm, die Schattenseiten der Filmindustrie, Missbrauch, Manipulation und familiärer Druck für ein Kind haben können. Josies Geschichte macht deutlich, dass die Narben solcher Erfahrungen nicht einfach verschwinden, sondern Menschen ein Leben lang begleiten können.
Gerade deshalb habe ich unglaublich mit ihr mitgefühlt. Ihre Ängste, ihre Unsicherheiten, ihre Schuldgefühle und ihr ständiger Kampf mit sich selbst wirkten authentisch und nachvollziehbar. Viele ihrer Gedanken und Gefühle wurden so greifbar beschrieben, dass ich regelrecht mit ihr gelitten habe.
Gleichzeitig macht das Buch aber auch deutlich, dass Traumata nicht automatisch jede Handlung entschuldigen. Besonders ihr Verhalten gegenüber ihren Freundinnen und Andrea in der Vergangenheit empfand ich stellenweise als sehr toxisch und verletzend. Umso besser hat mir gefallen, dass dieser Aspekt nicht romantisiert oder ausgeblendet wird. Stattdessen reflektiert die Geschichte ihre Fehler und lässt Josie sich damit auseinandersetzen.
Trotz aller Zerbrechlichkeit steckt in ihr eine enorme Stärke. Es hat mich beeindruckt zu sehen, wie sie trotz ihrer Ängste immer wieder aufsteht, weiterkämpft und sich Schritt für Schritt ihrer Vergangenheit stellt.

Auch die Liebesgeschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie nimmt nie zu viel Raum ein, sondern fügt sich harmonisch in die eigentliche Handlung ein. Besonders die langsame Annäherung sowie Josies wiederholte Versuche, Andrea von sich wegzustoßen, um ihn vermeintlich zu schützen, wirkten glaubwürdig und passend zu ihrer Figur. Die romantischen Elemente stehen nie im Vordergrund, sind aber dennoch spürbar und emotional. Dass die Beziehung am Ende nicht mit einem klassischen, vollständig abgeschlossenen Happy End endet, sondern eher offen bleibt, hat mir sogar besonders gut gefallen.

Atmosphärisch konnte mich das Buch ebenfalls überzeugen. Das Setting auf der Insel wurde unglaublich stimmungsvoll beschrieben. Die Schauplätze wirkten lebendig und gleichzeitig lag über allem eine gewisse düstere Grundstimmung, die hervorragend zur Handlung passte. Diese unterschwellige Spannung begleitet die Geschichte beinahe durchgehend und sorgt dafür, dass man ständig das Gefühl hat, dass etwas Bedrohliches im Hintergrund lauert.

Sehr gelungen fand ich außerdem die besonderen Gestaltungselemente innerhalb des Romans. Der Wikipedia-Eintrag über Josie zu Beginn, die Verhörprotokolle sowie die Schlagzeilen und Berichte am Ende lockern den Erzählstil auf und verleihen der Geschichte zusätzlich Authentizität.

Ein weiterer großer Schwerpunkt des Buches ist die Freundschaft. Der Zusammenhalt zwischen den Figuren, ihre Loyalität und die bedingungslose Unterstützung füreinander haben mir sehr gut gefallen. Gerade weil die Geschichte viele dunkle und schmerzhafte Themen behandelt, bilden diese Freundschaften einen wichtigen Gegenpol. Die Verbundenheit innerhalb der Gruppe fühlte sich ehrlich und warm an und hat mir beim Lesen immer wieder ein gutes Gefühl gegeben. Dieser Rückhalt und das Vertrauen untereinander gehören für mich zu den stärksten Aspekten des Romans.

Fazit

Insgesamt ist „A Girl Named Josie“ von Kristina Moninger für mich ein emotionaler, atmosphärischer und gleichzeitig beklemmender Roman über Traumata, Identität, Schuld, Heilung und den Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Auch ohne Kenntnis der Vorgängerbände konnte mich die Geschichte berühren und mitreißen.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Ein weiteres literarisches Meisterwerk von Matt Haig

Die Mitternachtsreise
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Wilbur ist am Ende seines Lebens angekommen. Doch anstatt einfach zu sterben, findet er sich plötzlich in einem geheimnisvollen Zug wieder - dem Mitternachtszug. Dort begegnet er Agnes Bagdale, ...

Wilbur ist am Ende seines Lebens angekommen. Doch anstatt einfach zu sterben, findet er sich plötzlich in einem geheimnisvollen Zug wieder - dem Mitternachtszug. Dort begegnet er Agnes Bagdale, einer alten Dame, die in seiner Kindheit einen Buchladen führte, den Wilbur einst als Stammkunde besuchte, später selbst darin arbeitete und schließlich viele Jahre später übernahm. Agnes erklärt ihm, dass dieser Zug seine letzte Reise ist, eine Reise in die Ewigkeit. Auf dieser Fahrt darf Wilbur die wichtigsten Stationen seines Lebens noch einmal durchleben: die nicht immer leichten Jahre seiner Kindheit, die ersten Begegnungen mit seiner großen Liebe Maggie, aber auch die schmerzhaften Momente des Verlusts und die Entscheidungen, die ihn letztlich in ein einsames Leben führten. Dabei gibt es nur eine entscheidende Regel: Wenn der Zug wieder hält, muss Wilbur rechtzeitig einsteigen und darf niemals dabei sein, wenn sein früheres Ich einschläft. Doch je länger die Reise dauert, desto stärker wird ihm bewusst, wie viele Dinge er vielleicht anders hätte machen sollen und plötzlich stellt sich die Frage, ob die Vergangenheit wirklich unveränderlich ist.

Matt Haigs "Mitternachtsbibliothek" ist seit Jahren mein absolutes Lieblingsbuch. Umso größer war natürlich meine Vorfreude auf "Die Mitternachtsreise", denn schon die Grundidee versprach eine ähnliche Mischung aus Philosophie, Emotionen und existenziellen Fragen. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Für mich ist dieses Buch erneut ein absolutes literarisches Meisterwerk und schon jetzt eines meiner ganz großen Lesehighlights.

Zwar knüpft die Geschichte in gewisser Weise an die Ideen der "Mitternachtsbibliothek" an, gleichzeitig fühlt sie sich aber vollkommen eigenständig an. Während sich die Bibliothek zwischen Leben und Tod befindet und Nora Seed dort alternative Lebenswege erkunden kann, steht der Mitternachtszug für etwas anderes: Er ist das Ende eines gelebten Lebens und zugleich der Weg in die Ewigkeit. Statt Möglichkeiten zu erforschen, blickt Wilbur zurück. Er durchlebt sein Leben noch einmal und wird mit seinen Entscheidungen, seinen Versäumnissen, seinen Verlusten und seinen schönsten Erinnerungen konfrontiert. Diese andere Perspektive fand ich unglaublich spannend und berührend.

Besonders begeistert hat mich dabei wieder einmal Matt Haigs Schreibstil. Seine Sprache ist poetisch, nachdenklich und philosophisch, ohne dabei jemals künstlich oder schwer zugänglich zu wirken. Im Gegenteil: Die Worte sind unglaublich bildhaft und gleichzeitig so nahbar, dass man sich sofort in die Geschichte hineinziehen lässt. Viele Passagen haben mich regelrecht innehalten lassen, weil sie Gedanken formulieren, die man vielleicht selbst schon einmal hatte, aber nie so treffend in Worte fassen konnte. Dabei schafft Haig erneut das Kunststück, große philosophische Fragen mit einer emotionalen Geschichte zu verbinden, sodass beides gleichermaßen funktioniert.

Die Atmosphäre des Romans ist dabei etwas Melancholisches, aber niemals hoffnungslos. Der Mitternachtszug wirkt geheimnisvoll und beinahe magisch, gleichzeitig schwebt über der gesamten Handlung die Erkenntnis, dass Wilbur sich am Ende seines Lebens befindet. Gerade diese Mischung aus Wärme, Nostalgie, Traurigkeit und Hoffnung hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen.

Wilbur selbst ist für mich ein großartiger Protagonist. Ich mochte es sehr, ihn auf dieser Reise zu begleiten. Seine Gedanken, seine Zweifel und seine Reue wirkten unglaublich authentisch. Besonders berührend fand ich, wie er nach und nach erkennt, welche Entscheidungen sein Leben geprägt haben und welche Konsequenzen daraus entstanden sind. Viele seiner Fehler hat er im Moment selbst gar nicht als solche wahrgenommen. Erst mit dem Abstand eines ganzen Lebens beginnt er zu verstehen, wie manche Situationen anders hätten verlaufen können. Gerade diese Erkenntnisse haben mich oft zum Nachdenken gebracht, weil sie zeigen, wie begrenzt unser Blick auf das eigene Leben manchmal ist, solange wir mittendrin stecken.

Was dieses Buch für mich aber wirklich besonders macht, sind die philosophischen Fragen, die es aufwirft. Während des Lesens habe ich immer wieder über Zeit, Erinnerung, Entscheidungen und die Bedeutung unseres Lebens nachgedacht. Vor allem das offene Ende hat mich begeistert. Es lässt Raum für Interpretationen und wirft faszinierende Fragen auf: Wie wird Wilbur sich nun verhalten? Kann Wissen über die Zukunft überhaupt etwas verändern? Existiert die Zukunft überhaupt als eigenständige Größe oder gibt es letztlich nur Vergangenheit und Gegenwart? Schließlich wird die Zukunft in dem Moment, in dem sie eintritt, zur Gegenwart und kurz darauf bereits wieder zur Vergangenheit. Solche Gedankengänge ziehen sich durch das gesamte Buch und hallten bei mir noch lange nach, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte.

Genau das ist für mich eine der größten Stärken von Matt Haigs Büchern: Sie enden nicht mit dem Schließen des Buchdeckels. Die Geschichten begleiten einen weiter, regen zum Nachdenken an und eröffnen immer wieder neue Perspektiven auf das eigene Leben.

Ein weiteres Highlight war für mich zudem der kleine Auftritt von Nora Seed am Ende. Als großer Fan der "Mitternachtsbibliothek" hat mich das unglaublich gefreut. Es ist nur ein kurzer Moment, aber er schafft eine wunderbare Verbindung zwischen beiden Büchern und lässt das gesamte Universum von Matt Haig noch runder wirken. Für mich hat dieser Verweis perfekt gepasst und der Geschichte noch einmal einen ganz besonderen Abschluss verliehen.

Fazit

Insgesamt ist "Die Mitternachtsreise" von Matt Haig für mich ein bewegender, kluger und zutiefst menschlicher Roman über das Leben, die Erinnerung, verpasste Chancen und die Frage, was am Ende wirklich zählt. Matt Haig verbindet erneut eine faszinierende Grundidee mit tiefgründigen philosophischen Gedanken, starken Emotionen und einem wunderschönen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Frühling in Lower Whilby

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Eleanore, von allen nur Nore genannt, liebt ihr beschauliches Leben in Lower Whilby. Sie kennt jeden Winkel ihrer Heimatstadt, genießt die Vertrautheit des kleinen Ortes und bewegt sich am liebsten innerhalb ...

Eleanore, von allen nur Nore genannt, liebt ihr beschauliches Leben in Lower Whilby. Sie kennt jeden Winkel ihrer Heimatstadt, genießt die Vertrautheit des kleinen Ortes und bewegt sich am liebsten innerhalb ihrer gewohnten Komfortzone. Doch als sie auf den Musiker Dex trifft, gerät ihr geordnetes Leben gehörig ins Wanken. Dex trägt selbst einiges an Ballast mit sich herum: den Druck seiner berühmten Eltern, familiäre Enttäuschungen und der eigene ausbleibende Ruhm.
Zwischen den beiden entsteht ein ungewöhnlicher Deal: Während Dex Nore dabei hilft, mutiger zu werden und über sich hinauszuwachsen, unterstützt sie ihn dabei, wieder zu sich selbst zu finden.
Zwischen Festivalvorbereitungen, Konzerten, Iced Caramel Coffee, Mutproben und vielen gemeinsamen Momenten kommen sich die beiden dabei immer näher.

Mit "The Iced Caramel Coffee Agreement" hat Kyra Groh für mich erneut bewiesen, warum sie zu meinen liebsten Autorinnen im New-Adult-Bereich gehört. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder zurück im gemütlichen Lower Whilby und habe mich sofort zuhause gefühlt. Dieses Kleinstadt-Setting strahlt einfach eine unglaubliche Wohlfühlatmosphäre aus, die mich bereits im ersten Band begeistert hat. Gleichzeitig schafft Kyra Groh es, die vertraute Umgebung mit neuen Geschichten und Charakterentwicklungen lebendig zu halten, sodass sich nichts wiederholt oder langweilig anfühlt.

Besonders hervorheben möchte ich wieder ihren Schreibstil. Dieser typische Kyra-Groh-Humor ist einfach unverwechselbar. Die Geschichte liest sich locker, modern und unglaublich flüssig. Die Dialoge wirken natürlich, die Situationskomik sorgt immer wieder für einige Lacher und gleichzeitig schafft die Autorin es mühelos, emotionale und tiefgründige Themen einzubauen. Genau diese Mischung aus Leichtigkeit und Gefühl macht ihre Bücher für mich so besonders.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich am Anfang etwas Zeit gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Das lag vor allem an Nore. Sie wirkte auf mich zunächst sehr zurückhaltend, pessimistisch und teilweise etwas schwarzmalerisch. Oft stand sie sich selbst im Weg und erschien mir stellenweise fast ein wenig zu naiv. Dadurch fiel es mir anfangs schwer, eine direkte Verbindung zu ihr aufzubauen. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr konnte ich ihre Gedanken, Ängste und Unsicherheiten nachvollziehen. Gerade ihre Entwicklung gehört letztendlich zu den größten Stärken des Buches.
Denn Nore macht im Verlauf der Geschichte eine wirklich schöne und glaubwürdige Entwicklung durch. Sie lernt, für sich selbst einzustehen, mutiger zu werden und Chancen zu ergreifen, statt sich von ihren Ängsten zurückhalten zu lassen. Es war schön zu beobachten, wie sie Schritt für Schritt aus ihrer Komfortzone herauskommt und mehr Selbstvertrauen gewinnt.

Aber auch Dex konnte mich überzeugen. Hinter seiner lockeren Art steckt deutlich mehr, als man zunächst vermutet. Seine familiären Probleme bzw. der Verrat, den er erlebt hat, verleihen seiner Figur eine emotionale Tiefe, die mich sehr berührt hat.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch insgesamt noch etwas tiefgründiger ist als der erste Band.

Die Liebesgeschichte zwischen Nore und Dex entwickelt sich angenehm langsam und natürlich. Ich liebe solche ruhigen Beziehungsentwicklungen, bei denen die Gefühle nicht von heute auf morgen entstehen. Stattdessen gibt es viele kleine Momente, Gespräche und Begegnungen, die die Verbindung der beiden wachsen lassen. Gleichzeitig ist da diese permanente Spannung zwischen ihnen, dieses unterschwellige Knistern, das man als Leserin auf jeder Seite spürt. Die Chemie zwischen den beiden war für mich von Anfang an greifbar und hat dafür gesorgt, dass ich ständig weiterlesen wollte.

Auch die Nebencharaktere haben mir wieder sehr gut gefallen. Sie erfüllen nicht nur die Rolle von Statisten, sondern tragen aktiv zur Geschichte bei und verleihen Lower Whilby noch mehr Leben. Die Dynamiken innerhalb des Freundeskreises sorgen für viele schöne, lustige und emotionale Momente. Gerade dadurch fühlt sich die Geschichte so herzlich und authentisch an.

Die gesamte Atmosphäre des Buches schreit für mich nach Frühlingsgefühlen. Die Festivalvorbereitungen, die gemeinsamen Ausflüge, die Konzertbesuche, die vielen kleinen Momente dazwischen und natürlich der titelgebende Iced Caramel Coffee erzeugen eine warme, leichte Stimmung, die einfach Spaß macht.

Fazit

Für mich war "The Iced Caramel Coffee Agreement" von Kyra Groh wieder eine wunderbare Mischung aus Humor, Gefühl, Romantik und Charakterentwicklung. Die Geschichte ist herzlich, ehrlich, authentisch und unglaublich unterhaltsam.
Insgesamt hat mir dieser Band sogar noch etwas besser gefallen als sein Vorgänger, weil er für mich emotional noch mehr Tiefe besitzt und die Figurenentwicklung besonders gelungen ist. Und jetzt freue ich mich mehr denn je auf Olives Geschichte (ehrlich gesagt schon seit dem ersten Band).
Eleanore, von allen nur Nore genannt, liebt ihr beschauliches Leben in Lower Whilby. Sie kennt jeden Winkel ihrer Heimatstadt, genießt die Vertrautheit des kleinen Ortes und bewegt sich am liebsten innerhalb ihrer gewohnten Komfortzone. Doch als sie auf den Musiker Dex trifft, gerät ihr geordnetes Leben gehörig ins Wanken. Dex trägt selbst einiges an Ballast mit sich herum: den Druck seiner berühmten Eltern, familiäre Enttäuschungen und der eigene ausbleibende Ruhm.
Zwischen den beiden entsteht ein ungewöhnlicher Deal: Während Dex Nore dabei hilft, mutiger zu werden und über sich hinauszuwachsen, unterstützt sie ihn dabei, wieder zu sich selbst zu finden.
Zwischen Festivalvorbereitungen, Konzerten, Iced Caramel Coffee, Mutproben und vielen gemeinsamen Momenten kommen sich die beiden dabei immer näher.

Mit "The Iced Caramel Coffee Agreement" hat Kyra Groh für mich erneut bewiesen, warum sie zu meinen liebsten Autorinnen im New-Adult-Bereich gehört. Schon nach wenigen Seiten war ich wieder zurück im gemütlichen Lower Whilby und habe mich sofort zuhause gefühlt. Dieses Kleinstadt-Setting strahlt einfach eine unglaubliche Wohlfühlatmosphäre aus, die mich bereits im ersten Band begeistert hat. Gleichzeitig schafft Kyra Groh es, die vertraute Umgebung mit neuen Geschichten und Charakterentwicklungen lebendig zu halten, sodass sich nichts wiederholt oder langweilig anfühlt.

Besonders hervorheben möchte ich wieder ihren Schreibstil. Dieser typische Kyra-Groh-Humor ist einfach unverwechselbar. Die Geschichte liest sich locker, modern und unglaublich flüssig. Die Dialoge wirken natürlich, die Situationskomik sorgt immer wieder für einige Lacher und gleichzeitig schafft die Autorin es mühelos, emotionale und tiefgründige Themen einzubauen. Genau diese Mischung aus Leichtigkeit und Gefühl macht ihre Bücher für mich so besonders.

Allerdings muss ich auch sagen, dass ich am Anfang etwas Zeit gebraucht habe, um wirklich in die Geschichte hineinzufinden. Das lag vor allem an Nore. Sie wirkte auf mich zunächst sehr zurückhaltend, pessimistisch und teilweise etwas schwarzmalerisch. Oft stand sie sich selbst im Weg und erschien mir stellenweise fast ein wenig zu naiv. Dadurch fiel es mir anfangs schwer, eine direkte Verbindung zu ihr aufzubauen. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr konnte ich ihre Gedanken, Ängste und Unsicherheiten nachvollziehen. Gerade ihre Entwicklung gehört letztendlich zu den größten Stärken des Buches.
Denn Nore macht im Verlauf der Geschichte eine wirklich schöne und glaubwürdige Entwicklung durch. Sie lernt, für sich selbst einzustehen, mutiger zu werden und Chancen zu ergreifen, statt sich von ihren Ängsten zurückhalten zu lassen. Es war schön zu beobachten, wie sie Schritt für Schritt aus ihrer Komfortzone herauskommt und mehr Selbstvertrauen gewinnt.

Aber auch Dex konnte mich überzeugen. Hinter seiner lockeren Art steckt deutlich mehr, als man zunächst vermutet. Seine familiären Probleme bzw. der Verrat, den er erlebt hat, verleihen seiner Figur eine emotionale Tiefe, die mich sehr berührt hat.

Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch insgesamt noch etwas tiefgründiger ist als der erste Band.

Die Liebesgeschichte zwischen Nore und Dex entwickelt sich angenehm langsam und natürlich. Ich liebe solche ruhigen Beziehungsentwicklungen, bei denen die Gefühle nicht von heute auf morgen entstehen. Stattdessen gibt es viele kleine Momente, Gespräche und Begegnungen, die die Verbindung der beiden wachsen lassen. Gleichzeitig ist da diese permanente Spannung zwischen ihnen, dieses unterschwellige Knistern, das man als Leser
in auf jeder Seite spürt. Die Chemie zwischen den beiden war für mich von Anfang an greifbar und hat dafür gesorgt, dass ich ständig weiterlesen wollte.

Auch die Nebencharaktere haben mir wieder sehr gut gefallen. Sie erfüllen nicht nur die Rolle von Statisten, sondern tragen aktiv zur Geschichte bei und verleihen Lower Whilby noch mehr Leben. Die Dynamiken innerhalb des Freundeskreises sorgen für viele schöne, lustige und emotionale Momente. Gerade dadurch fühlt sich die Geschichte so herzlich und authentisch an.

Die gesamte Atmosphäre des Buches schreit für mich nach Frühlingsgefühlen. Die Festivalvorbereitungen, die gemeinsamen Ausflüge, die Konzertbesuche, die vielen kleinen Momente dazwischen und natürlich der titelgebende Iced Caramel Coffee erzeugen eine warme, leichte Stimmung, die einfach Spaß macht.

Fazit

Für mich war "The Iced Caramel Coffee Agreement" von Kyra Groh wieder eine wunderbare Mischung aus Humor, Gefühl, Romantik und Charakterentwicklung. Die Geschichte ist herzlich, ehrlich, authentisch und unglaublich unterhaltsam.
Insgesamt hat mir dieser Band sogar noch etwas besser gefallen als sein Vorgänger, weil er für mich emotional noch mehr Tiefe besitzt und die Figurenentwicklung besonders gelungen ist. Und jetzt freue ich mich mehr denn je auf Olives Geschichte (ehrlich gesagt schon seit dem ersten Band).

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Perspektivwechsel

Villains Are Made (1). Der Fluch der Medusa
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Isla führt auf den ersten Blick ein ganz normales Leben. Sie studiert, verbringt Zeit mit ihren Freunden und versucht, ihren Alltag so unbeschwert wie möglich zu gestalten.
Doch hinter dieser Fassade ...

Isla führt auf den ersten Blick ein ganz normales Leben. Sie studiert, verbringt Zeit mit ihren Freunden und versucht, ihren Alltag so unbeschwert wie möglich zu gestalten.
Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein jahrtausendealtes Geheimnis: Isla ist Medusa. Die Frau, die durch Legenden und Überlieferungen zum Monster gemacht wurde. Ihre Augen tragen einen Fluch in sich, der Menschen zu Stein erstarren lässt, und seit Jahrhunderten ist sie auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit.
Als sie Aiden kennenlernt, der sie besser zu verstehen scheint als jeder andere, beginnt sie zum ersten Mal zu hoffen, ein normales Leben führen zu können. Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie ein, und Isla muss sich fragen, ob sie weiterhin fliehen kann oder ob die Zeit gekommen ist, sich ihrem Schicksal zu stellen.

Ich habe wirklich alles an diesem Buch geliebt. „Villains are made – Der Fluch der Medusa“ von Julia Holz ist für mich eine sehr gelungene Neuinterpretationen der griechischen Mythologie. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Geschichte gefesselt und begeistert.

Besonders beeindruckt hat mich der Umgang mit der bekannten Sage rund um Medusa. Die Autorin nimmt die überlieferten Geschichten, Legenden und Mythen nicht einfach als gegeben hin, sondern hinterfragt sie auf eine unglaublich spannende Weise. Genau das macht dieses Buch für mich so besonders. Wer sagt eigentlich, dass die Geschichten, die über Jahrhunderte weitererzählt wurden, auch wirklich der Wahrheit entsprechen? Was, wenn aus einer tragischen Figur erst durch Erzählungen und Vorurteile ein Monster gemacht wurde? Diese Perspektive zieht sich durch das gesamte Buch und regt immer wieder zum Nachdenken an. Ich fand diesen Blickwinkel unglaublich faszinierend, weil er einer Figur, die oft nur als Schurkin dargestellt wird, endlich eine Stimme gibt.

Die Handlung hat mich von Anfang an gepackt. Obwohl einige Wendungen für mich durchaus vorhersehbar waren, hat mich das überhaupt nicht gestört. Viel wichtiger war für mich die emotionale Reise, die die Geschichte erzählt. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten, weil man ständig wissen möchte, wie sich die Ereignisse entwickeln und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen werden. Besonders gelungen fand ich dabei die Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart. Die Rückblicke in Medusas früheres Leben verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe und sorgen dafür, dass man ihre Geschichte noch intensiver miterlebt. Mit jedem Blick in die Vergangenheit wurde mir deutlicher, wie viel Leid, Ungerechtigkeit und Schmerz sie erfahren musste.

Isla beziehungsweise Medusa ist für mich eine fantastische Protagonistin. Ich habe sie vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Ihr ist so viel Unrecht widerfahren, ohne dass sie es jemals verdient hätte. Dennoch verliert sie sich nicht in Bitterkeit oder Hass. Stattdessen bleibt sie ein liebevoller, aufrichtiger und mitfühlender Mensch, der trotz aller Schicksalsschläge versucht, das Richtige zu tun. Gerade dieser Kontrast zwischen ihrer tragischen Vergangenheit und ihrem guten Herzen macht sie zu einer unglaublich starken und berührenden Figur. Ich konnte ihre Gefühle, ihre Ängste und ihre Zweifel jederzeit nachvollziehen und habe mit ihr mitgelitten, gehofft und gebangt.

Aber nicht nur Isla konnte mich überzeugen. Auch die Nebenfiguren wirken lebendig und authentisch. Sie sind nicht bloß Beiwerk für die Handlung, sondern bringen ihre eigenen Geschichten, Motive und Konflikte mit. Dadurch entsteht eine vielschichtige Figurenwelt, die das Lesen noch angenehmer macht. Besonders die Dynamiken zwischen den Charakteren haben mir gefallen, weil sie glaubwürdig und emotional nachvollziehbar dargestellt werden.

Der Schreibstil von Julia Holz hat ebenfalls einen großen Anteil daran, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Sprache ist modern, angenehm leicht zu lesen und gleichzeitig atmosphärisch. Die Seiten fliegen förmlich dahin, ohne dass dabei die emotionale Tiefe verloren geht. Die Autorin schafft es mühelos, spannende Szenen, gefühlvolle Momente und mythologische Elemente miteinander zu verbinden. Dadurch entsteht ein Lesefluss, der mich komplett in die Geschichte hineingezogen hat.

Auch die Atmosphäre des Romans hat mich begeistert. Die Mischung aus moderner Gegenwart, uralten Göttern, dunklen Geheimnissen und tragischen Schicksalen erzeugt eine besondere Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Immer wieder schwingt eine gewisse Melancholie mit, gleichzeitig gibt es aber auch Hoffnung, Freundschaft, Liebe und den Wunsch nach Freiheit. Diese Balance hat mir unglaublich gut gefallen.

Fazit

Insgesamt ist „Villains are made – Der Fluch der Medusa“ für mich eine rundum gelungene Neuerzählung der Medusa-Sage. Das Buch gibt einer oft missverstandenen Figur ein neues Gesicht und zeigt eindrucksvoll, wie sehr Geschichten von der Perspektive abhängen, aus der sie erzählt werden.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

leise Liebe und eine warme Atmosphäre

Picking Daisies on Sundays
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In "Picking Daisies on Sundays" von Liana Cincotti geht es um Daniella „Daisy“ Maria, die ihrem ehemaligen besten Freund Levi nach vier Jahren plötzlich wieder gegenübersteht und ausgerechnet seine Fake-Freundin ...

In "Picking Daisies on Sundays" von Liana Cincotti geht es um Daniella „Daisy“ Maria, die ihrem ehemaligen besten Freund Levi nach vier Jahren plötzlich wieder gegenübersteht und ausgerechnet seine Fake-Freundin für die Hochzeit seiner Schwester spielen soll. Früher war Levi der wichtigste Mensch in ihrem Leben, bis Daisy ihm ihre Gefühle gestand und kurz darauf mitansehen musste, wie er eine andere küsste. Seitdem hat sie nie wirklich mit ihm abgeschlossen. Während sie gemeinsam Zeit verbringen, kommen alte Gefühle, Sehnsucht und die tiefe Verbindung zwischen ihnen stärker zurück als je zuvor. Gleichzeitig kämpft Daisy mit Zukunftsängsten, Unsicherheit und der Frage, ob sie bereit ist, Levi noch einmal ihr Herz anzuvertrauen, obwohl sie Angst hat, erneut verletzt zu werden.

"Picking Daisies on Sundays" war für mich eines dieser Bücher, die gar nicht versuchen, laut oder extrem dramatisch zu sein, sondern stattdessen mit einer ganz leisen, warmen und gemütlichen Atmosphäre überzeugen. Es ist keine Geschichte voller riesiger Plot-Twists oder emotionaler Explosionen, sondern vielmehr eine Romance, die von kleinen Gesten, unausgesprochenen Gefühlen und dieser stillen, unterschwelligen Liebe lebt, die man zwischen den Seiten ständig spürt.

Der Schreibstil von Liana Cincotti trägt unglaublich viel dazu bei. Er ist leicht, flüssig und emotional, ohne zu viel Kitsch oder überdramatisch zu wirken. Die Autorin beschreibt Gefühle eher leise und zurückhaltend, aber genau dadurch haben viele Szenen eine große Wirkung. Besonders die Momente zwischen Daisy und Levi haben sich oft nicht durch große Worte stark angefühlt, sondern durch Blicke, kleine Berührungen oder Erinnerungen an ihre gemeinsame Vergangenheit. Diese stille gegenseitige Anziehung war für mich wirklich das Herzstück des Buches.

Man merkt zwar von Anfang an, wohin die Geschichte führen wird, und auch die Wendung am Ende war für mich keine wirkliche Überraschung. Trotzdem hat mich das überhaupt nicht gestört, weil das Buch gar nicht von Spannung im klassischen Sinne lebt. Vielmehr geht es um das Gefühl, das die Geschichte vermittelt. Dieses tiefe Band zwischen Daisy und Levi war so greifbar, dass man eigentlich die ganze Zeit das Gefühl hatte, dass die beiden einfach füreinander bestimmt sind. Selbst nach vier Jahren ohne Kontakt wirken sie emotional immer noch miteinander verbunden. Gerade diese Vertrautheit zwischen ihnen fand ich unglaublich schön dargestellt. Ihre Beziehung basiert nicht nur auf romantischer Anziehung, sondern auf echter Freundschaft, gemeinsamen Erinnerungen und Vertrauen.

Daisy fand ich dabei als Protagonistin sehr authentisch, auch wenn sie mich manchmal wahnsinnig gemacht hat. Ihre Unsicherheit zieht sich durch das ganze Buch, sowohl im Hinblick auf ihre Zukunft als auch auf ihr eigenes Können und ihren Selbstwert. Oft hätte ich sie am liebsten geschüttelt, weil für mich als Leser vieles so offensichtlich war, besonders Levis Gefühle. Teilweise konnte ich wirklich nicht verstehen, wie sie gewisse Dinge nicht sehen konnte. Gleichzeitig passte das aber wiederum sehr gut zu ihrem Charakter, weil ihre Selbstzweifel eben so tief sitzen, dass sie automatisch davon ausgeht, nicht „genug“ zu sein. Auch ihre Naivität gegenüber Evan fand ich manchmal etwas frustrierend. Da waren einige Situationen, bei denen man als Leser*in sofort gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt, während Daisy vieles ausgeblendet oder schöngeredet hat. Trotzdem mochte ich ihre Entwicklung am Ende wirklich sehr. Gerade weil sie anfangs so unsicher war, hat es sich umso schöner angefühlt zu sehen, wie sie langsam beginnt, mehr an sich selbst zu glauben und für sich einzustehen.

Levi war dagegen wirklich ein absoluter Wohlfühl-Bookboyfriend. Ich mochte besonders, dass er eben nicht dieser typische toxische oder übermäßig dominante Romance-Held ist. Stattdessen ist er warmherzig, loyal und emotional unglaublich aufmerksam. Er unterstützt Daisy auf eine sehr ehrliche Weise und gibt ihr Sicherheit, ohne sie kontrollieren zu wollen. Gleichzeitig merkt man auch, wie wichtig ihm seine Familie ist und wie sehr er für die Menschen da ist, die er liebt. Gerade diese ruhige Loyalität hat ihn für mich unglaublich sympathisch gemacht. Allerdings muss ich auch sagen, dass er stellenweise fast ein bisschen zu perfekt wirkte. Ihm haben manchmal kleine Ecken und Kanten gefehlt.

Was mir ebenfalls gefallen hat, war, dass die Geschichte trotz der eher ruhigen Handlung emotionale Themen anspricht, die sich für die Charaktere sehr relevant anfühlen. Zukunftsängste, Selbstzweifel, das Gefühl nicht gut genug zu sein oder Angst davor zu haben, verletzt zu werden. Dadurch hatte das Buch trotz der eher sanften Atmosphäre trotzdem emotionale Tiefe.
Gleichzeitig wurden manche Konflikte für meinen Geschmack etwas zu schnell gelöst. Besonders der Konflikt rund um Evan hätte meiner Meinung nach noch etwas mehr Raum bekommen können, weil er letztlich relativ unkompliziert abgehandelt wurde.

Fazit

Insgesamt war "Picking Daisies on Sundays" von Liana Cincotti für mich eine unglaublich süße, warme und gefühlvolle Romance-Geschichte, die vor allem durch ihre Atmosphäre und die Verbindung zwischen den Charakteren lebt. Das Buch erfindet das Genre definitiv nicht neu und vieles ist vorhersehbar, aber genau darin liegt auch irgendwo sein Charme.

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